Dämon (Taschenbuch) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Montipora

Dämon

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Während des Zweiten Weltkrieges wird ein Trupp amerikanischer Soldaten auf einer Insel im Pazifik ausgesandt, um eine vermisste Einheit Kameraden zu finden. Auf ihrem Marsch durch den Dschungel müssen sie erfahren, dass die feindlichen Japaner ein geringes Problem sind gegen den unheimlichen Verfolger, der sie Mann um Mann dezimiert. Die wenigen Überlebenden sollen mit dem Transportschiff \"Galla\" in die Heimat zurück gebracht werden, doch wird das Schiff von den Japanern versenkt. - 64 Jahre später wird die \"Galla\" gehoben und nach Boston geschleppt. Wenig später beginnt dort eine grauenhafte Serie von Morden. Die Spur führt die ermittelnden Polizisten Brogan und Jefferson nicht nur zu dem Milliardär Lyerman und in das düstere Blade-Gefängnis, sondern in die Vergangenheit.

Trotz der Länge von über 700 Seiten ist \"Dämon\" ein Buch, das man schwer aus der Hand legen kann, weil es wirklich spannend ist und sich schön flüssig liest. Man vermutet nicht, dass es ein Erstlingswerk ist. Man vermutet jedoch schon, dass der Autor die Verfilmung bereits im Hinterkopf hatte. Auf jeden Fall zieht er geschickt die Spannungsschraube immer weiter an, verknüpft Pazifik 1943 und Boston 2007 und garniert alles mit alten Mythen, Handschriften, Reliquien und den \"Leichen im Keller\" ;-) seiner Figuren. Bis auf den etwas zu lang geratenen Showdown ist man als Leser wirklich gespannt dabei, zumal sich im letzten Drittel auch noch mal eine überraschende Wendung herauskristallisiert.

Ein paar Wiederholungen aus Unachtsamkeit (?) verzeiht man da gerne, und auch die ein oder andere Frage nach der Logik stellt sich erst hinterher ein. Fazit: spannender, routiniert geschriebener Schmöker für ein verregnetes, faules Wochenende. Wer gerne die Bücher von Preston Child liest, wird auch dieses Buch mögen. Weniger eine Horrorstory als ein Whodunit-Thriller mit Gruselkomponente.

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