Der Club der toten Dichter (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von dieanke

Semesterferien 1

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Na, ja ich hab ja jetzt Semesterferien... Das heißt, allgemeine Langeweile macht sich breit. Klar hab ich immer noch ein bisschen was zu tun. Aber natürlich ist’s weniger, als im Semester! Deswegen hab ich mir diverse Bücher und DVDs bestellt und über die werde ich natürlich in den nächsten Tagen und Wochen umfangreich berichten.

An den Anfang möchte ich einen Bericht über meinen absoluten Lieblingsfilm stellen. Wer jetzt an Herr der Ringe oder Harry Potter denkt, liegt vollkommen falsch. Mein Lieblingsfilm ist mittlerweile schon 15 Jahre alt und damit nur 5 Jahre jünger als ich. Es ist

Der Club der Toten Dichter
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Handlung
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Die Handlung spielt in den USA der späten 50er Jahre. Welton Academy ist ein Eliteinternat für Jungen der Oberschicht der USA. Alles dreht sich nur um die 4 Grundprinzipien: Ehre, Tradition, Leistung und Disziplin. Freidenkertum hat da keinen Platz...

Nun kommt aber John Keating als neuer Englischlehrer nach Welton. Und er versucht mit seinen eher unorthodoxen Lehrmethoden die Jungs zu motivieren und ihnen klarzumachen, dass es auch noch etwas anderes gibt als ständige Tests und ein bekannter Anwalt oder Mediziner zu werden.

Er veranlasst die Jungs, die Einleitung ihres Gedichtbandes rauszureißen, die beschreibt, wie man Lyrik bewerten soll. Die Jungs sollen sich ihre eigenen Gedanken machen, ihre eigenen Maßstäbe finden. Freidenkertum passt nun leider gar nicht in das Konzept der Zeit und schon gar nicht in das Konzept von Welton.

Keating war einst im Club der Toten Dichter, was auch im Jahrbuch stand. Deshalb werden die Jungs neugierig und wollen diesen Club neu gründen. Die Jungs finden also zunächst raus, was der Club war, indem sie Mr. Keating fragen. Es war ein Geheimbund die „das Mark des Lebens in sich aufsaugten“. Die Jungs treffen sich also und lesen Gedichte um sie zu GENIESSEN... Sie gründen den Club neu.

Einmal das Mark des Lebens eingesaugt, kann man davon nicht genug bekommen. Neil bekommt eine Hauptrolle im „Sommernachtstraum“. Er versucht das vor seinem Vater geheim zu halten, was ihm allerdings nicht gelingt. Prompt bekommt er das Theaterspielen verboten. Über dieses Verbot setzt er sich aber hinweg und macht es trotzdem...

Charaktere
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John Keating
John Keating ist der Englischlehrer in Welton. Er wird von seinen Schülern nur „Oh Käpt’n mein Käpt’n“ genannt, wie er den Schülern in einer Szene deutlich sagt. „Doch nur im Traum du wirklich frei noch bist, so war es stets und auch in Zukunft noch so ist“, sein Lebensmotto. Auch er war in seiner Zeit in Welton im Club der Toten Dichter. Weil die Jungs auf den Namen in einem Jahrbuch stoßen, wollen sie den Club neu gründen.
Keating kämpft für „Poesie, Liebe und Phantasie“ und das mit unwahrscheinlich viel Humor. Einen Deutschlehrer dieser Art hätte ich mir für die Oberstufe nur gewünscht, nicht so einen griesgrämigen alten Mann, wie ich ihn hatte...

Todd Anderson
Todd stand schon immer im Schatten seines Bruders Jeffrey, der Welton als Jahrgangsbester verlassen hat. Todd scheint allerdings anfangs unter dieser Last zu zerbrechen. Erst unter dem Einfluss des Englischunterrichts scheint er aus diesem Schatten hervorzutreten.
Es gibt da eine extrem eindrucksvolle Szene, in der Todd ein eigenes Gedicht vortragen soll. Er hält sein Werk aber für schlecht und hat es daher nicht mit in den Unterricht gebracht. Trotzdem wird er von Keating nach vorne geholt. Es scheint wie Magie, aber irgendwie schafft es Keating, ihm ein Gedicht zu entlocken... Von da an vollzieht sich an Todds Charakter eine wahnsinnig eindrucksvolle Wendung.
Nach und nach wird er selbstbewusster. Als Neil allerdings stirbt, scheint er in seine alte Rolle zurückzufallen. Dann aber ist er der Initiator der letzten, beeindruckensten Szene der ganzen Films. Die Szene habe ich mit Absicht nicht beschrieben, weil man sie eigentlich nicht beschreiben kann. Es ist ein Tribut an Mr. Keating, die Wirkung der Szene kann man aber nur erfassen, wenn man sie selbst sieht!

Neil Perry
Neil ist ein relativ selbstbewusster, kluger Junge. Allerdings steht er sehr stark unter dem Pantoffel seines Vaters, der ihn auch schließlich mehr oder weniger in den Selbstmord treibt, weil er ihn nicht theaterspielen lässt.

Die Jungs
Cameron ist der „Stiefellecker“ und „Verräter“, Meeks der „Streber“, Knox ist der „Verliebte“, Dalton der „Draufgänger“... Alles Charaktere, wie man in jeder Schulklasse findet. Alle sind aber Mitglieder des Clubs der Toten Dichter.

Schauspieler
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Robin Williams alias John Keating
Na, ja wie ihr bald merken werdet, ist Robin Williams, vor allem in den ernsten Rollen, mein absoluter Lieblingsschauspieler. Keiner hat’s so drauf, wie dieser Mann. Man kauft ihm einfach alles ab, vom schrillen Wissenschaftler in Flubber bis zu Peter Pan, vom Lehrer Keating bis hin zu Dr. Adams. Genialer geht’s nicht!

Ethan Hawke alias Todd Anderson
Ethan Hawke macht ja derzeit wieder Schlagzeilen mit seiner Scheidung. Mit dem Club der Toten Dichter wurde Hawke in Deutschland richtig bekannt. Aber an seine Leistung im Club kam er nie wieder heran.

Robert Sean Leonard alias Neil Perry
Robert Sean Leonard brilliert ebenfalls in der Rolle des Neil. Allerdings habe ich sonst noch keine Filme von ihm gesehen.

Regie
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Regie führte Peter Weir, der aus dem Buch von N.H. Kleinbaum sein Meisterwerk abliefert. 3mal war er für den Oskar nominiert, hat ihn allerdings nie bekommen.

Extras
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Na, ja ob die DVD wirklich den Namen Special Edition verdient hat, weiß ich nicht (ich habe ja die „normale“ DVD nie gesehen. Aber wirklich viele Extras sind da nicht drauf. Es gibt da eine Homage an Peter Weir, in der die Schauspieler 12 Jahre nach dem Dreh interviewt werden, 2 zusätzliche Szenen, den Kinotrailer und verschiedene wichtige Leute hinter den Kulissen (Sound etc.) werden interviewt. Wirklich toll ist das nicht, aber ich habe die DVD ja nicht wegen den Extras gekauft, sondern wegen dem Film!

Fazit
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Yuhuu, ich hab ihn endlich auf DVD. Ich hab den Film schon mindestens 50mal gesehen und auch beim 50. Mal lief mir noch die Gänsehaut in den entsprechenden Szenen über den Rücken.

Ein Stück weit hat dieser Film mein Leben verändert, schon als ich ihn vor mittlerweile 5 Jahren das erste Mal gesehen habe. Mr Keating unterrichtet nicht nur Englisch, er unterrichtet Leben, er unterrichtet so, wie man es sich von so manchem Lehrer wünschen würde.

Man sollte nicht immer das machen, was von einem verlangt wird, sondern das, was einem das eigene Herz sagt. CARPE DIEM (Nutzt den Tag), das ist wohl eines der hervorstechensten Schlagwörter dieses Films!

Natürlich habe ich auch das Buch mehrfach gelesen (auf Deutsch und auf Englisch). Es ist ja eigentlich normal, dass man das Buch für wesentlich besser hält, als die Verfilmung. Hier ist das aber genau umgekehrt. Was Peter Weir, der Regisseur hier geleistet hat, ist einfach unglaublich. Ich halte den Film für wesentlich besser... Warum der keinen Oskar bekommen hat, wird mir wohl auf ewig ein Rätsel bleiben!!!

In diesem Sinne Eure Anke

P.S. Ich hab mir eigentlich vorgenommen, dass der Bericht nicht länger als 2 DIN A4 Seiten wird. Das ist mir nicht gelungen. Ich hoffe, der Bericht hat euch trotzdem motiviert, euch den Film mal anzuschauen!!!

42 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Baby1

    13.09.2008, 10:23 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Angelina88

    21.12.2005, 11:28 Uhr von Angelina88
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht. <br/>LG, Angelina (würd mich über Gegenlesungen freuen ;-)