Der Club der toten Dichter (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Herforderin

Carpe Diem...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Liebe Leserinnen und Leser,

mit dem Lesen habe ich es eigentlich nicht so, doch wenn ich ein Buch für die Schule lesen muss, dann habe ich das meistens ratz-fatz durch. Das letzte Buch das ich lesen musste war „Dead Poets Society“ für das Fach Englisch. Klar, dass das Buch in Englisch gewesen ist. Darauf hin habe ich mir auch den Film auf deutsch bei ebay ersteigert. Kurz nachdem der Film da war, habe ich ihn mir auch gleich mal angeschaut. Wie er mir gefallen hat erfahrt ihr nun in meinem folgenden Bericht.

~ Die Geschichte ~
Der Film spielt in dem schottischen Internat „Welton“. Ihr Direktor Gale Nolan schwört auf die vier Grundregeln des Internats: Disziplin, Tradition, Ehre und Leistung.
Die Hauptfiguren des Filmes sind Todd Anderson, Neil Perry, Steven Meeks, Knox Overstreet und Charlie Dalton. Die fünf Jungs sind sehr gut miteinander befreundet. Ihre Lehrer sind sehr streng und halten sich im Gegensatz zu ihnen an die vier Grundregeln. Außer ihr neuer Englisch Lehrer Mr. John Keating. Er ist anders als die Anderen. Er ist freundlich, gewitzt, aufmerksam. Er gewinnt schnell die Aufmerksamkeit und das Vertrauen der Jungs. Sein lebhafter Englischunterricht ist bei jedem Schüler beliebt. Doch was die Jungs noch nicht wissen: Als er damals noch ein Schüler an Welton war, gehörte er einer geheimen Organisation an: Dem Club der toten Dichter. Er und einige seiner Freunde trafen sich Nachts in einem alten Indianerzelt und lasen sich gegenseitig Gedichte vor.

Aber es kommt, wie es kommen musste. Neil stöbert in der Bibliothek des Internats und findet das alte Jahrbuch von Mr. Keatings Jahrgang. In dem Buch ist auch vermerkt, dass er ein Mitglied des Club der toten Dichter gewesen ist. Die fünf Jungs erkundigen sich bei ihrem Englischlehrer was es denn mit diesem Club auf sich hat. Neil ist von diesem Club so begeistert, dass er ihn zusammen mit seinen Freund wiederbelebt.

Nun treffen sich die Jungs Nacht für Nacht und lesen sich gegenseitig Gedichte vor. Außerdem erzählen sie sich gruselige Geschichten. Neil entdeckt dadurch seine Leidenschaft zur Schauspielerei und Knox ruft endlich seine große Liebe Chris an die noch immer mit dem fiesen Baseballspieler Chet zusammen ist.

Doch Neils Vater will nicht, dass sein Sohn ein Schauspieler ist. Er will, dass sein Sohn ein guter Arzt wird. Bis er das ist, muss er tun und lassen was sein Vater ihm sagt. Für Neil ist das ziemlich schlimm, denn er will gar kein Doktor werden.

Neil ist so glücklich, dass er die Rolle des Pucks in dem Stück „Ein Mitsommernachtstraum“ annimmt. Er probt und studiert seine Rolle perfekt ein. In dem glauben, dass sein Vater von dem Theaterstück nichts mitbekommt, spielt er die Rolle auf der Bühne. Doch sein Vater sieht dies und ist wutentbrannt.. Wie geht’s es weiter? Darf Neil weiter Schauspielern? Was wird aus dem Club der Toten Dichter?

Wie immer möchte ich euch den Schluss des Filmes nicht verraten, da ihr ihn euch unbedingt mal selbst ansehen sollt. Ich bin jetzt nicht weiter auf Mr. Keating eingegangen, doch eins sei gesagt sein: er hat eine interessante und wichtige Rolle in dem Film: Doch im großen und ganzen geht es um Neil, seine Freunde und dem Club der Toten Dichter.


~ Die Schauspieler ~
Robin Williams – Mr. John Keating
Er spielt den neuen Englisch Lehrer an Welton. Er ist gewitzt, hat einen guten Humor und zieht seine Schüler mit seinen Geschichten und Unterrichtsmethoden in den Bann. Anderen Lehrern ist er ein Dorn im Auge, da er sich nicht so ganz an die vier Grundregeln des Internats hält und mit seinen Schülern einen zu lockeren und lustigen Unterricht macht. Er ist nicht streng und wird dadurch von seinen Schülern geliebt. Was mir an ihm so gut gefällt ist, dass er für seine Schüler da ist und auch außerhalb des Unterrichts mit ihnen Probleme oder andere Sorgen bespricht. Er hat für jeden ein offenes Ohr. Er richtet sich nach dem Satz: Carpe Diem – Nutze den Tag. Genau das will er auch seinen Jungs beibringen damit sie jeden Tag den sie haben nutzen.
Robin Williams ist ein wirklich genialer Schauspieler und bringt die Rolle von John Keating genial rüber. Er ist sehr Emotional und lebt seine Rolle grandios.

Robert Sean Leonard - Neil Perry
Neil ist mit einer der Hauptpersonen in dem Film. Er wird von seinem unterdrückt das zu tun was er will. Sein Sohn soll sich voll und ganz auf seinen Beruf und auf seine schulische Laufbahn konzentrieren damit er später mal ein guter Arzt wird. Doch Neil will gar kein Arzt werden. Doch sein Vater zwingt ihn dazu, denn Neil ist sein einzigster Sohn und er möchte, dass er etwas aus seinem Leben macht, genau wie er es will. Was sein Sohn wirklich machen möchte interessiert ihn gar nicht. Neil leidet sehr darunter. Doch in Welton hat er gute Freunde getroffen mit denen er viel Spaß hat. Neil ist derjenige der den Club der Toten Dichter wiederbelebt hat.
Hier wurde genau der richtige Schauspieler für diese Rolle eingesetzt. Meiner Meinung nach spielt der damals junge Robert Sean Leonard seine Rolle sehr gut und bringt den Charakter von Neil sehr gut rüber.

Ethan Hawke - Todd Anderson
Todd ist einer der Jungs der Clique. Er ist eher ruhig und schüchtern. Daher möchte er am Anfang auch gar nicht in den Club der Toten Dichter mit eintreten. Doch Neil schafft es ihn zu überreden. Aber er möchte nur mit dabei sein und den Anderen zuhören. Selbst möchte er keine Gedichte vorlesen. Todd wird von seiner Familie nicht wirklich geliebt. Sein großer Bruder ist der Star in der Familie. Als Todd Geburtstag hat, bekommt er das gleiche Geschenk wie im letzten Jahr. Darüber ist er sehr traurig. Neil ist sein bester Freund. Mit ihm redet er über seine Eltern und sein doppeltes Geburtstagsgeschenk.
Ethan Hawke ist genau der Richtige für diese Rolle. Sein Auftreten, seine Mimik passen sehr gut zu dem schüchternen Charakter von Todd Anderson der sehr darunter leidet, dass seine Familie ihn so wenig liebt und sein Bruder immer über ihm steht.

Josh Charles - Knox Overstreet
Für ihn gibt es seit seinem Aufenthalt in Welton nur noch ein Mädchen: Chris. Sie ist die Freundin von dem Sohn von Freunden seiner Eltern die in dem schottischen Ort wohnen wo auch das Internat ist. Als er einmal Abends bei ihnen zum essen eingeladen ist trifft er Chris das erste mal und verliebt sich auch gleich in sie. Doch leider ist Knox zu schüchtern um sie anzusprechen. Seit er aber im Club der Toten Dichter ist schreibt er Gedichte für sich. Er bekommt mehr Selbstvertrauen und ruft Chris schließlich an. Diese läd ihn dann auf eine Party ein, eine Party von ihrem Freund Chet. Ob das wohl noch was mit den beiden wird oder hat Knox keine Chance? Schaut’s euch selbst an. ;)
Hier wurde die Rolle meiner Meinung nach mit dem falschen Schauspieler besetzt. Von der Leistung und an seiner Art wie er spielt ist nichts auszusetzen, doch sein aussehen passt nicht so ganz zu dem Charakter von Knox. Aber ansonsten spielt der Josh Charles sehr gut.

Gale Hansen - Charlie Dalton
Der Draufgänger der Clique. Er lässt nichts anbrennen und steht mitten im Leben. Er hat immer verrückte Ideen und bringt die anderen Jungs damit schnell zum lachen. Er spielt sehr gut Saxophon. Er ist von dem Club der Toten Dichter sehr angetan und mag es die Gedichte in einem bestimmten Rhythmus vorzulesen. Eines Abends lernt er zwei Frauen kennen und nimmt sie mit zu einem Treffen des Clubs. Ab diesem Abend will er nicht mehr Charlie genannt werden sondern Nuwanda.
Auch hier finde ich, dass das Aussehen des Schauspielers nicht ganz so gut zu dem Charakter von Charlie passt. Gale Hansen sieht einfach zu brav für einen Draufgänger aus. ;)

~ Meine Meinung ~
Dieser Film ist ein echter Klassiker. Ich habe mich mal ein wenig in meinem Umfeld umgehört und gefragt, wer denn den Film kennt und/oder gesehen hat. Es waren doch sehr viele. Na ja, der Film ist ja auch von 1989. Da ist es schon klar, dass ihn viele kennen.
Ich bin auf diesen Film aufmerksam geworden als wir in der Schule das Buch in englisch lesen sollten. Als wir nun das Buch durch hatten, haben wir uns den Film in englisch angesehen. Dieser hat mir dann so gut gefallen, dass ich ihn mir auf deutsch gekauft habe.

Mir gefällt die schottische und klassische Musik im Film sehr gut. Vor allem diese typischen schottischen Lieder die man zwischendurch im Film hören kann. Der Film hat manche Szenen die man einfach nicht vergisst. Welche ich zum Beispiel noch ganz klar vor Augen habe ist die, als Knox mit seinem Fahrrad den Berg hinunterfährt und die ganzen Vögel aufscheucht und die dadurch weg fliegen. Am gruseligsten finde ich die Szene, als die Jungs mit ihren Mänteln durch den Wald laufen. Es ist tiefe Nacht, Nebel umgibt die Bäume, eine spannende Musik begleitet die Jungs zu dem Indianerzelt... *Gänsehaut*. ;)

Diese besonderen und vor allem auffälligen Szenen machen diesen Film so besonders. Die beiden Schicksale von Mr. Keating und Neil Perry sind wirklich sehr ergreifend. Doch mehr möchte ich dazu auch nicht sagen. Ich möchte denjenigen, die den Film noch nicht gesehen haben nicht die Spannung weg nehmen.

~ Fazit ~
Ein toller Film, der einen sehr bewegt. Unbedingt anschauen! Nicht nur wegen Robin Williams.. ;)

~ Mehr Infos ~
Originaltitel: Dead Poets Society
Länge: ca. 123 Minuten
Freigabe: ab 12 Jahre
Regie: Peter Weir

58 Bewertungen, 14 Kommentare

  • w.gruentjens

    25.11.2002, 17:03 Uhr von w.gruentjens
    Bewertung: sehr hilfreich

    Obwohl ich selbst Lehrer bin und mich für eher unkonventionell halte, fand ich doch die Figur des Traum-Lehrers sehr zwiespältig, denn ein so beliebter Lehrer kann Jugendliche sehr beeinflussen; auch der Film zeigt meiner Meinung nach, dass er en

  • snikkaz

    01.11.2002, 21:50 Uhr von snikkaz
    Bewertung: sehr hilfreich

    ach..der film klingt echt subbah=)

  • P_Horch

    11.09.2002, 18:31 Uhr von P_Horch
    Bewertung: sehr hilfreich

    "O Captain, my Captain" ..... Der Film bleibt auch nach 10 Jahren immer noch genial !!

  • zettikonfetti

    14.07.2002, 15:27 Uhr von zettikonfetti
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein wirklich sehr guter Film, jedoch hat er für mich in letzter Zeit an Beliebtheit abgenommen...der Markt wird einfach überflutet...der zettikonfetti

  • IrresLicht

    15.06.2002, 00:33 Uhr von IrresLicht
    Bewertung: sehr hilfreich

    ein schöner bericht, zu einem tollen film ;-))

  • Andreas68

    11.06.2002, 00:54 Uhr von Andreas68
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hoffe, der Film vermittelt als Nebeneffekt Interesse an Literatur.

  • ahaefner

    05.06.2002, 20:08 Uhr von ahaefner
    Bewertung: sehr hilfreich

    hab mir gerade die DVD geholt. Klasse Bericht übrigens! Liebe Grüße, Andreas

  • Volker111

    01.06.2002, 22:04 Uhr von Volker111
    Bewertung: sehr hilfreich

    einer meiner Lieblingsfilme

  • Lady.Einstein

    31.05.2002, 21:46 Uhr von Lady.Einstein
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse geschrieben, aber kann mir einer verraten wie ich für mich nun das Ende zu verstehen habe? Also nicht das Ende des berichtes, sondern das des Buches/FIlmes wie auch immer, habe gelesen wie auch gesehen....das einzigst schleierhafte ist das ENDE

  • Indigo

    30.05.2002, 20:25 Uhr von Indigo
    Bewertung: sehr hilfreich

    gut geschrieben

  • *fabian*

    29.05.2002, 20:00 Uhr von *fabian*
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht!

  • Rumpeltimo

    28.05.2002, 23:12 Uhr von Rumpeltimo
    Bewertung: sehr hilfreich

    Der Film ist wirdklich klasse. Liebe Grüße Beate

  • Ingwer

    28.05.2002, 23:06 Uhr von Ingwer
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein sehr sehr schöner Film- und Robin Williams in einer Rolle, die ihm wie auf den Leib geschreiben ist!

  • airblade

    28.05.2002, 23:04 Uhr von airblade
    Bewertung: sehr hilfreich

    Bildung statt Pisa :-) dass ist es glaube ich was uns dieser Film sagen will