Der Manchurian Kandidat (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von JustOliver
Interessanter FIlm..
Pro:
Kamera, Darsteller
Kontra:
anfangs verwirrend
Empfehlung:
Ja
Letztes Wochenende verschlug es mich mal wieder ins Kino. Bin da in letzter Zeit nicht so up-to Date, so dass ich mich bei der Wahl des Films von den Darstellern leiten ließ.
ALLGEMEINE DATEN
=======================
Land: USA 2004
Originaltitel: The Manchurian Candidate
Regie: Jonathan Demme
Darsteller: Meryl Streep, Liev Schreiber, Denzel Washington, Jeffrey Wright
Länge: 130 Minuten
FSK: ab 12
HANDLUNG
===============
Der Film beginnt mit einer Patroullie unter dem Kommando von Major Bennett Marco (Denzel Washington) während des 1. Golfkriegs. Diese gerät in einen Hinterhalt und wird durch den Einsatz von Raymond Shaw (Liev Schreiber), dem Sohn einer einflussreichen Politikerfamilie, gerettet.
Jahre später ist Bennett Marco ein doch ein wenig herunter gekommener US-Soldat, während der Held von damals um das Amt des Vize-Präsidenten kandidiert. Auf einer Veranstaltung wird Marco durch einen Kollegen von der damaligen Patroullie angesprochen und nach bestimmten Träumen gefragt, die ein anderes Bild auf die Geschehnisse von damals werfen. Hierdurch ausgelöst gesteht Marco sich selbst seine nächtlichen Träume ein. Er träumt von einem Camp, in dem die gesamte Einheit von damals einer Art Gehirnwäsche unterzogen wurde. Hier wurden zwei Kameraden ermordet und durch die Gehirnwäsche wurden die Geschehnisse so in die Soldaten eingetrichtert, wie sie dann damals um die Welt gegangen sind, nämlich mit dem Sergeant Shaw als Held, der die Einheit rettet.
Gegen immensen Widerstand des Militärs macht sich Marco daran, die Angelegenheit zu untersuchen. Er will Klarheit in die Geschehnisse der Nacht während des Golfkrieges bringen und findet bald heraus, dass ihm auf Höhe des Schulterblatts ein Implantat eingesetzt wurde, von dem er bislang nichts wusste. Er konfrontiert auch den Shaw mit seinen Vermutungen und findet auch bei ihm ein solches Implantat. Doch immer wenn er den Kandidaten für die Vize-Präsidentschaft mit diesen Vermutungen konfrontiert, greift dessen ehrgeizige Mutter (Meryl Streep) ein und agiert gegen Marco. Doch Marco lässt sich nicht zurück halten und kann bald erste aufregende Erkenntnisse aufweisen.
Der Kinobesucher erfährt erstmals durch einen mysteriösen Anruf bei Shaw während seines Wahlkampfs, dass es sich nicht um Hirngespinste von Marco handelt, sondern das tatsächlich mehr hinter der Sache steckt. Bei diesem Anruf wird Shaw auf eine spezielle Weise angesprochen und macht anschließend, was der Anrufer von ihm verlangt. Dabei geht er in einem Raum, in dem ihm ein Implantat am Gehirn eingesetzt wird.
DARSTELLER
================
Im Mittelpunkt der Handlung stehen im Grunde die angesprochenen drei Hauptfiguren. Alle anderen können im Grunde vernachlässigt werden. Da ist zunächst Denzel Washington. Gewohnt gut ist hier mein kurzes Urteil. Er spielt den leicht verwirrten aber dennoch von der Wahrheit überzeugten Soldaten, der nicht aufgibt, bei seinen Bemühungen die wirklichen Begebenheiten auf den Tisch zu bringen. Hierbei weiß er sowohl in den verwirrten Szenen ebenso zu überzeugen wie in denen, wo er Stärke zeigen muss.
Auch Mary Streep glänzt in ihrer Rolle. Als ehrgeizige Mutter, die ihre eigenen Ziele über den Erfolg ihres Sohnes erreichen will, brilliert sie als toughe, rücksichtslose Frau, die auch das Leben ihres Sohnes aufs Spiel setzt und alles für ihren Erfolg tut. Glanzvoll vor allem ihre Rede, mit der sie ihren Sohn erst zum Kandidaten macht.
Liev Schreiber, der mir persönlich zuvor völligst unbekannt war, hat mir persönlich nicht wirklich gefallen. Wobei ich das nicht nur auf den Darsteller schieben möchte. Vielleicht liegt es auch an der ihm vorgegebenen Rolleninterpretation. Irgendwie erscheint er unsicher. Ok, zum Teil soll das sicherlich seine untergebutterte Rolle gegenüber der Mutter vermitteln. Dennoch habe ich an der ein oder anderen Stelle gedacht, dass die Grimasse nun nicht gerade zu der Szene passte. Von daher also nicht ganz so überzeugend.
KAMERA
============
Ein Faktor, der vielleicht nicht so wichtig erscheint, der aber durchaus interessant ist, ist die Kameraführung in dem Film. Denn diese zeichnet sich insbesondere bei der Darstellung der Erinnerungen aus. So sind diese Erinnerungen anfangs durchaus unscharf und verwirrend. Diese wird durch unklare und abgehackte Bilder seitens der Kamera unterstützt, so dass hierdurch die Verwirrung sehr gut auf den Zuschauer übertragen werden. Im Laufe des Films werden die Erinnerungen klarer, was ebenso in der Kameraführung, die dann deutlich ruhiger ist, nachvollzogen werden. Ein sehr schön eingesetztes Stilmittel.
MEIN EINDRUCK
=====================
Anfangs dachte ich, so ein Schrott. Alles fängt sehr langsam und auch sehr verwirrend an. Zunächst dachte ich, dass irgendwelche wirren Visionen von Marco nun das Hauptthema des Films würden. Diese sind anfangs auch sehr abgefahren. Aber im Verlaufe des Films wird das alles deutlich konkreter und vor allem weniger mysteriös. Anfangs sieht Marco in seinen Träumen irgendwelche bemalten Frauen, die ihn beschwören, was mir nach schlechtem Voodoo aussah. Dann aber wird das ganze Thema technischer, man findet Implantate und man sieht die Manipulationen am Vize-Präsidentschaftskandidaten... Und ab da wird es schon weitaus interessanter, befindet man sich doch auf einmal in einer konkreten Handlung. Hier kam mir dann eine Meldung in den Sinn, die ich vor einigen Tagen im Internet gelesen habe, nämlich, dass man in den USA damit begonnen hat, Implantate, die einer Art elektronischer Krankenakte gleich kommen, zu testen. Und auf einmal war ich von einem absolut unrealistischem Film in einem doch recht realen Szenario.
Um dieses Szenario herum wird dann ein durchaus ansprechender Film um eine nachvollziehbare Verschwörungstheorie herum aufgebaut. Ohne Frage, sonderlich fesselnd fand ich den Film nicht. Aber ich habe mich den Abend doch recht gut unterhalten.
Der Film lebt vor allem von zwei Dingen. Das ist zum einen die sich langsam konkretisierende Story zum anderen die bereits angesprochene Leistung der Darsteller. Wer auf aufwändige technische Spielereien, Special Effects oder Stunts wartet, der wird enttäuscht. Und ich habe das sogar genossen, mal wieder einen ganz normalen nachvollziehbaren und realistischen Film zu schauen.
FAZIT
========
Ich hab mich recht gut unterhalten gefühlt. Es war nun wirklich kein großer Film, dennoch ist das Eintrittsgeld bei diesem Film auch nicht vergeudet. Für einen nicht allzu aufregenden Kinoabend kann ich ihn also durchaus empfehlen.
ALLGEMEINE DATEN
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Land: USA 2004
Originaltitel: The Manchurian Candidate
Regie: Jonathan Demme
Darsteller: Meryl Streep, Liev Schreiber, Denzel Washington, Jeffrey Wright
Länge: 130 Minuten
FSK: ab 12
HANDLUNG
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Der Film beginnt mit einer Patroullie unter dem Kommando von Major Bennett Marco (Denzel Washington) während des 1. Golfkriegs. Diese gerät in einen Hinterhalt und wird durch den Einsatz von Raymond Shaw (Liev Schreiber), dem Sohn einer einflussreichen Politikerfamilie, gerettet.
Jahre später ist Bennett Marco ein doch ein wenig herunter gekommener US-Soldat, während der Held von damals um das Amt des Vize-Präsidenten kandidiert. Auf einer Veranstaltung wird Marco durch einen Kollegen von der damaligen Patroullie angesprochen und nach bestimmten Träumen gefragt, die ein anderes Bild auf die Geschehnisse von damals werfen. Hierdurch ausgelöst gesteht Marco sich selbst seine nächtlichen Träume ein. Er träumt von einem Camp, in dem die gesamte Einheit von damals einer Art Gehirnwäsche unterzogen wurde. Hier wurden zwei Kameraden ermordet und durch die Gehirnwäsche wurden die Geschehnisse so in die Soldaten eingetrichtert, wie sie dann damals um die Welt gegangen sind, nämlich mit dem Sergeant Shaw als Held, der die Einheit rettet.
Gegen immensen Widerstand des Militärs macht sich Marco daran, die Angelegenheit zu untersuchen. Er will Klarheit in die Geschehnisse der Nacht während des Golfkrieges bringen und findet bald heraus, dass ihm auf Höhe des Schulterblatts ein Implantat eingesetzt wurde, von dem er bislang nichts wusste. Er konfrontiert auch den Shaw mit seinen Vermutungen und findet auch bei ihm ein solches Implantat. Doch immer wenn er den Kandidaten für die Vize-Präsidentschaft mit diesen Vermutungen konfrontiert, greift dessen ehrgeizige Mutter (Meryl Streep) ein und agiert gegen Marco. Doch Marco lässt sich nicht zurück halten und kann bald erste aufregende Erkenntnisse aufweisen.
Der Kinobesucher erfährt erstmals durch einen mysteriösen Anruf bei Shaw während seines Wahlkampfs, dass es sich nicht um Hirngespinste von Marco handelt, sondern das tatsächlich mehr hinter der Sache steckt. Bei diesem Anruf wird Shaw auf eine spezielle Weise angesprochen und macht anschließend, was der Anrufer von ihm verlangt. Dabei geht er in einem Raum, in dem ihm ein Implantat am Gehirn eingesetzt wird.
DARSTELLER
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Im Mittelpunkt der Handlung stehen im Grunde die angesprochenen drei Hauptfiguren. Alle anderen können im Grunde vernachlässigt werden. Da ist zunächst Denzel Washington. Gewohnt gut ist hier mein kurzes Urteil. Er spielt den leicht verwirrten aber dennoch von der Wahrheit überzeugten Soldaten, der nicht aufgibt, bei seinen Bemühungen die wirklichen Begebenheiten auf den Tisch zu bringen. Hierbei weiß er sowohl in den verwirrten Szenen ebenso zu überzeugen wie in denen, wo er Stärke zeigen muss.
Auch Mary Streep glänzt in ihrer Rolle. Als ehrgeizige Mutter, die ihre eigenen Ziele über den Erfolg ihres Sohnes erreichen will, brilliert sie als toughe, rücksichtslose Frau, die auch das Leben ihres Sohnes aufs Spiel setzt und alles für ihren Erfolg tut. Glanzvoll vor allem ihre Rede, mit der sie ihren Sohn erst zum Kandidaten macht.
Liev Schreiber, der mir persönlich zuvor völligst unbekannt war, hat mir persönlich nicht wirklich gefallen. Wobei ich das nicht nur auf den Darsteller schieben möchte. Vielleicht liegt es auch an der ihm vorgegebenen Rolleninterpretation. Irgendwie erscheint er unsicher. Ok, zum Teil soll das sicherlich seine untergebutterte Rolle gegenüber der Mutter vermitteln. Dennoch habe ich an der ein oder anderen Stelle gedacht, dass die Grimasse nun nicht gerade zu der Szene passte. Von daher also nicht ganz so überzeugend.
KAMERA
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Ein Faktor, der vielleicht nicht so wichtig erscheint, der aber durchaus interessant ist, ist die Kameraführung in dem Film. Denn diese zeichnet sich insbesondere bei der Darstellung der Erinnerungen aus. So sind diese Erinnerungen anfangs durchaus unscharf und verwirrend. Diese wird durch unklare und abgehackte Bilder seitens der Kamera unterstützt, so dass hierdurch die Verwirrung sehr gut auf den Zuschauer übertragen werden. Im Laufe des Films werden die Erinnerungen klarer, was ebenso in der Kameraführung, die dann deutlich ruhiger ist, nachvollzogen werden. Ein sehr schön eingesetztes Stilmittel.
MEIN EINDRUCK
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Anfangs dachte ich, so ein Schrott. Alles fängt sehr langsam und auch sehr verwirrend an. Zunächst dachte ich, dass irgendwelche wirren Visionen von Marco nun das Hauptthema des Films würden. Diese sind anfangs auch sehr abgefahren. Aber im Verlaufe des Films wird das alles deutlich konkreter und vor allem weniger mysteriös. Anfangs sieht Marco in seinen Träumen irgendwelche bemalten Frauen, die ihn beschwören, was mir nach schlechtem Voodoo aussah. Dann aber wird das ganze Thema technischer, man findet Implantate und man sieht die Manipulationen am Vize-Präsidentschaftskandidaten... Und ab da wird es schon weitaus interessanter, befindet man sich doch auf einmal in einer konkreten Handlung. Hier kam mir dann eine Meldung in den Sinn, die ich vor einigen Tagen im Internet gelesen habe, nämlich, dass man in den USA damit begonnen hat, Implantate, die einer Art elektronischer Krankenakte gleich kommen, zu testen. Und auf einmal war ich von einem absolut unrealistischem Film in einem doch recht realen Szenario.
Um dieses Szenario herum wird dann ein durchaus ansprechender Film um eine nachvollziehbare Verschwörungstheorie herum aufgebaut. Ohne Frage, sonderlich fesselnd fand ich den Film nicht. Aber ich habe mich den Abend doch recht gut unterhalten.
Der Film lebt vor allem von zwei Dingen. Das ist zum einen die sich langsam konkretisierende Story zum anderen die bereits angesprochene Leistung der Darsteller. Wer auf aufwändige technische Spielereien, Special Effects oder Stunts wartet, der wird enttäuscht. Und ich habe das sogar genossen, mal wieder einen ganz normalen nachvollziehbaren und realistischen Film zu schauen.
FAZIT
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Ich hab mich recht gut unterhalten gefühlt. Es war nun wirklich kein großer Film, dennoch ist das Eintrittsgeld bei diesem Film auch nicht vergeudet. Für einen nicht allzu aufregenden Kinoabend kann ich ihn also durchaus empfehlen.
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