Der Patriot (VHS) Testbericht

Der-patriot-vhs-historienfilm
ab 8,12
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Erfahrungsbericht von cornfue

Auf in den Kampf....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Liebe Leserinnen, liebe Leser, heute möchte ich euch den Film „Der Patriot“ vorstellen.
Viele von ihnen kennen Filme, die an ein historisches Ereignis anknüpfen („Titanic“, Pearl Harbor“, ...). Der Film „Der Patriot“ wird von mir auch in diese Kategorie eingeordnet. Auch wenn der Titel nicht gleich erahnen lässt, dass es sich auch um ein historisches Ereignis handelt.



Actionfilm 1999/2000
Regie: Roland Emmerich
Mit Mel Gibson und Heath Ledger
Ich glaube nicht, dass dieser Film für den Darsteller des Benjamin Martin, nämlich durch Mel Gibson, eine besonders schwere Aufgabe war. Denn viele Schauspieler mussten Kampfszenen und menschliche Momente „herüber bringen“. Jedoch gebührt Mel Gibson ein Lob für die guten nachdenklichen Szenen (sehr gute Mimik) und die Führung eines Pferdes, was nicht jeder Schauspiele so gut beherrscht.
Weiter möchte ich keine schauspielerischen Punkte ansprechen, weil ich der Auffassung bin, dass der Film für sich steht und nicht durch einzelne Schauspieler herausragend wird. Also noch ein kleines Kompliment an den Herrn Emmerich.

Historischer Hintergrund:
Die Volksvertretung von Massachusett erkannte das Auflösungsdekret (Steuern und Wirtschaft waren für Amerikaner sehr schlecht verfasst) der Engländer nicht an und eine neue Konstitution wurde gebildet. Die Rebellion sollte von den Engländern niedergeschlagen werden. Im April 1775 gab es Gefechte zwischen Amerikanischen Melizen und der britischen Armee. Im Mai 1775 übernahm der 2. Kontinentalkongress die Regierungsfunktion und George Washington wurde Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Die Amerikaner wollten gleichberechtigte Untertanen der britischen Krone sein, deshalb geriet der Konflikt zu einer kolonialen Befreiungsrevolution (manchmal wirkte dies sogar antimonarchisch). Dies war der Bruch mit dem Mutterland.
Die Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 beinhaltete die Trennung vom Mutterland. Dies beruhte auf die Ideale der europäischen Aufklärung. Gleichheit, Freiheit und das Streben nach Glück ließen den „American Dream“ entstehen.
Nach schweren Rückschlägen errangen die zunächst schlecht bewaffneten und schlecht ausgebildeten amerikanischen Truppen die Oberhand über die britischen Truppen. Die Hafenstädte waren von den Briten besetzt, aber das Hinterland beherrschten die Amerikaner. Frankreich und Spanien unterstützte Amerika sowohl militärisch als auch wirtschaftlich. Bei Yorktown wurden 1781 die Engländer zur Kapitulation gezwungen.
Im Frieden von Paris erkannte England die Unabhängigkeit Amerikas an.


Inhalt:
Der Amerikaner Benjamin Martin ist allein erziehender Vater von 7 Kindern. Er lebt auf eine Farm im 18. Jahrhundert. Eines Tages erfährt er von einem drohenden Krieg gegen die Engländer. Bei einer Versammlung spricht er sich gegen den Krieg aus, da der Krieg auf den eigenen Land stattfinden wird. Außerdem hat er selbst schon mal im Krieg gegen die Engländer und die Franzosen gekämpft und er hat sehr schlechte Erfahrungen und immer noch Gewissensbisse, wenn er an seine unmenschliche Tat in diesen Krieg zurück denkt: Als Franzosen ein Dorf überfallen hatten und Kinder und Frauen mißbrauchten und ermordeten, wurden wenige Tage später diese Franzosen von Benjamin und seinen Leuten aufgespürt und in Einzelteile zerlegt. Die Finger und Köpfe wurden den Franzosen zugeschickt. Die Leute bewunderten Benjamin dafür, er selbst aber haßt sich dafür.
Bei der Versammlung stimmt die Mehrheit für den Krieg, denn das Vaterland soll verteidigt werden. Auch Benjamins ältester Sohn Gabriel will mit kämpfen, trotz des Verbots des Vaters. Gabriel lernt noch eine Kameradin aus früheren Zeiten kennen und sie kommen sich näher.
Der Krieg beginnt: Die Roten (Engländer) sind den Amerikanern (Die Blauen) militärisch überlegen.
Eines Tages erreicht Gabriel verletzt die Farm seines Vaters. Der Krieg wird direkt vor seiner Tür geführt. Benjamin und seine Bediensteten behandeln die Verletzten Blauen und Roten. Ein Trupp Engländer erreicht die Farm und der Offizier (der „Brutale“) lässt die verletzten Feinde erschießen. Gabriel wird von den Roten gefangen genommen. Benjamins zweitältester Sohn versucht Gabriel vergebens zu befreien, er wird von dem Brutalen erschossen. Nach kurzer Trauer entschließt sich Benjamin mit seinen anderen 2 Söhnen Gabriel zu befreien. Ihnen gelingt es. Etwa 20 bewaffnete Engländer wurden erschossen und Gabriel befreit. Mann nennt Benjamin seitdem den „Geist“.
Gabriel will weiter seine Melizen unterstützen, er geht wieder in den Krieg, Benjamin bleibt keine andere Wahl als nun auch mit zu kämpfen. Seine 5 Kinder bringt er zu der Schwester seiner Frau.
Benjamin leitet die Truppe, darunter auch sein Sohn. Ihnen gelingt es einige Melizen mehr anzuwerben. Angriffe aus dem Hinterhalt bringen mehrere der Engländer zum Fall.
Nach dem durch eine List des Gegner mehrere Blaue gefangen genommen wurden, verhandelt Benjamin und er tauscht die Gefangenen gegen Offiziere(Strohpuppen) des Gegners ein. Verärgert dadurch, will der Vorgesetzte der Roten Benjamin mit allen Mitteln. Der Brutale kommt auf die Idee seine Kinder aufzusuchen. Durch geheime Informationen gelingt dies, aber die Kinder können noch sich rechtzeitig verstecken.
Gabriel heiratet seine Freundin, der er Briefe sandte. Auch Benjamin und seine Schwägerin kommen sich näher.
Der Brutale lässt alle Menschen der Gemeinde welche Benjamin angehört, in der Kirche versammeln. Er brennt diese nieder, mit allen Menschen. Auch Gabriels Frau kommt ums leben.
Als Gabriel dies erfährt will er Rache üben, doch er stirbt selbst. Benjamin Martin, welcher nun als Symbol des Widerstandes gilt, zweifelt an sich und seinen Taten.
Die entscheidende Schlacht naht. Die einfachen Bürger der Blauen dienen als Tarnung für die ausgebildeten Krieger, welche hinter dem Hügel warten. Viele Rote und Blaue kommen zu Fall. Als die Blauen zum Rückzug geblasen werden, nimmt Benjamin die Flagge und läuft den Roten entgegen. Die Blauen wurden dadurch ermutigt und sie kämpfen weiter. Nun stehen sich Benjamin und der Brutale gegenüber. Beide sind verletzt, doch Benjamin schafft es seinen ärgsten Feind zu ermorden, auf recht brutale Weise.
Die endgültige Niederlage der Engländer wird durch die lang ersehnte Hilfe der Franzosen besiegelt.

Wirkung:
1. Der Film hat mich darauf aufmerksam gemacht, wieviel mir meine Eltern, Geschwister, Großeltern und Mitmenschen bedeuten. Nach diesem Film habe ich noch sehr lange darüber nachgedacht, wie ich die Beziehung zu diesen Menschen und zu Gott verbessern kann.
2. Der Film schafft es einen gewissen Kampfgeist in mir zu wecken. Trotz aussichtsloser Lage, immer noch an das positive Ende glauben und für andere Menschen und für das Vaterland zu kämpfen.
3. Gewalt anzuwenden ist leicht, aber man sollte nicht unmenschlich werden. Wenn man etwas tut, was man später bereut, so kann es einem eine Leben lang verfolgen. Dies hat mir deutlich gemacht, das man nicht aus Wut oder ähnlichen Gefühlen handeln sollte, sondern immer mit Verstand. Außerdem sollte man an die Folgen denken.
4. Prinzipien sind nichts Schlechtes, aber sie sollten Türen offen halten, damit man nicht immer konsequent handeln muss. Der Satz, „Das ist gegen meinen Prinzipien“ wirkt für mich unbedacht und manchmal auch als Ausrede.

Fazit:
Der Film beinhaltet viele Momente des Krieges, welche zwar nicht immer an die wahre Geschichte gebunden sind, aber doch den Film sehr realistisch wirken lassen. Ich finde dieser Film ist ein gelungener Beitrag für die geschichtliche Bereicherung, aber auch dafür, wie man Geschichtliches mit Filmelementen verknüpft. An einigen Stellen war ich gerührt, denn traurige aber auch glückliche Momente sind in diesen Film gut vermischt. Die Tochter von Benjamin sagt zu erst über ihren Vater das sie ihn haßt und ihn nie mehr wiedersehen will. Beim nächsten Treffen der beiden will sie dem Vater nicht einmal auf Wiedersehen sagen. Als dieser jedoch kurz vor dem Davoneilen ist, ruft die kleine Tochter, welche gerade erst sprechen gelernt hat: „Papa“ und sie umarmen sich. **Herzzereißend->Tränen??**
Die Kampfszenen sind nicht horrormäßig, sodass ein Kind mit 12 Jahren diesen Film schon sehen dürfte.
Meiner Meinung nach ist dieser Film empfehlenswert. Ich mag nämlich keine Filme, in denen stark übertrieben oder zu viel virtueller „Schwachsinn“ verwendet wird. 4 Punkte, weil der Film zum Nachdenken anregt und eine ausgewogene Mischung aus menschlichen und aus vernünftigen Handeln beinhaltet.


Vielen Dank fürs Lesen dieses Berichtes und viel Spaß beim bewerten.
©ornfue (1260 Wörter)

48 Bewertungen, 1 Kommentar

  • Iris1979

    23.06.2008, 19:35 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. LG Iris