Der Schatzplanet (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2004
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Erfahrungsbericht von frorgy
Fliegende Wale und aufgetakelte Raumschiffe
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Robert Louis Stevensons 1881 (in Buchform 1883) erstmals veröffentlichte Abenteuerroman \"Die Schatzinsel\" dient als Vorlage für den neuesten Zeichentrickfilm aus dem Hause Disney. Obwohl man nur noch begrenzt von Zeichentrick sprechen kann, denn ein Großteil des Films ist nicht mehr am Zeichenbrett, sondern am Computer entstanden.
Die alte Story funktioniert prächtig: Der junge Jim Hawkins erhält von einem alten Piraten vor dessen Tod eine Schatzkarte, die zum Schatz des berüchtigten Kapitän Flint führt. Zusammen mit dem solventen Astrophysiker und Hund Dr. Doppler (im Buch war hier ein Arzt zur Stelle und ausgesprochen nützlich) rüstet er eine Expedition aus. Das Raumschiff „Legacy“ befehligt Katze Captain Amelia. Die Crew besteht aus lauter äußerst verdächtigen Gestalten, die alle zur Bande von John Silver gehören, einem ehemaligen Weggefährten von Piraten-Kapitän Flint. Zwischen Silver und Jim bahnt sich eine Freundschaft an, bis der Junge eines Tages ein Gespräch der Piratenbande belauscht. Das Schiff erreicht den Schatzplaneten, wo es auf der Suche nach Schatz von Captain Flint zum Showdown kommt...
Regie bei diesem Animationsfilm führten Ron Clements und John Musker.
Sehr interessant ist die Verknüpfung von Motiven des 17.Jahrhunderts mit Science-fiction-Motiven: Die Schiffe haben Segel und hypermoderne Antriebe; die Roboter tragen Robe und Dreispitz. Wale fliegen durchs All, statt eines Orkans hat die Crew mit einem schwarzen Loch zu kämpfen, statt eines Papageis wird John Silver von einem Formwandler (das ist ein rosa Dings, das jede beliebige Form annehmen kann und gerne seine Umwelt kopiert) begleitet. Die Bildwelt wird also hauptsächlich aus der Zeit übernommen, in der der Roman spielt, die Handlung jedoch in die Zukunft verlegt. Dies macht die besondere Originalität des Films aus.
Sehr schön anzusehen sind z.B. die durchs Weltall fliegenden Segelschiffe.
Zum Glück verzichtet der Film weitgehend auf die sonst bei Disney üblichen Gesangseinlagen. Nur ein Gesangstitel ist in der Mitte des Films eingestreut.
Während die Figuren wohl (zumindest in einer Grundversion) von Hand gezeichnet sind, sind Hintergründe und Landschaften (sehr imposant: der Raumhafen in der Mondsichel) wahrscheinlich vollständig am Computer generiert. Ein paar rasante Kamerafahrten gehören mittlerweile schon so zum Standardrepertoire von Animationsfilmen, daß sie kaum auffallen.
Leider fehlt dem Film der Charme (und auch der Witz) der alten Disney-Klassiker \"Schneewittchen\" oder \"Dschungelbuch\", und auch von dem schrägen Humor von Animationsfilmen der Konkurrenz (\"Ice Age\" oder \"Shrek\") ist nichts zu finden. Darum bleibt als Fazit: ein ganz passabler, modern gemachter Animationsfilm für Kinder – mehr nicht!
Die alte Story funktioniert prächtig: Der junge Jim Hawkins erhält von einem alten Piraten vor dessen Tod eine Schatzkarte, die zum Schatz des berüchtigten Kapitän Flint führt. Zusammen mit dem solventen Astrophysiker und Hund Dr. Doppler (im Buch war hier ein Arzt zur Stelle und ausgesprochen nützlich) rüstet er eine Expedition aus. Das Raumschiff „Legacy“ befehligt Katze Captain Amelia. Die Crew besteht aus lauter äußerst verdächtigen Gestalten, die alle zur Bande von John Silver gehören, einem ehemaligen Weggefährten von Piraten-Kapitän Flint. Zwischen Silver und Jim bahnt sich eine Freundschaft an, bis der Junge eines Tages ein Gespräch der Piratenbande belauscht. Das Schiff erreicht den Schatzplaneten, wo es auf der Suche nach Schatz von Captain Flint zum Showdown kommt...
Regie bei diesem Animationsfilm führten Ron Clements und John Musker.
Sehr interessant ist die Verknüpfung von Motiven des 17.Jahrhunderts mit Science-fiction-Motiven: Die Schiffe haben Segel und hypermoderne Antriebe; die Roboter tragen Robe und Dreispitz. Wale fliegen durchs All, statt eines Orkans hat die Crew mit einem schwarzen Loch zu kämpfen, statt eines Papageis wird John Silver von einem Formwandler (das ist ein rosa Dings, das jede beliebige Form annehmen kann und gerne seine Umwelt kopiert) begleitet. Die Bildwelt wird also hauptsächlich aus der Zeit übernommen, in der der Roman spielt, die Handlung jedoch in die Zukunft verlegt. Dies macht die besondere Originalität des Films aus.
Sehr schön anzusehen sind z.B. die durchs Weltall fliegenden Segelschiffe.
Zum Glück verzichtet der Film weitgehend auf die sonst bei Disney üblichen Gesangseinlagen. Nur ein Gesangstitel ist in der Mitte des Films eingestreut.
Während die Figuren wohl (zumindest in einer Grundversion) von Hand gezeichnet sind, sind Hintergründe und Landschaften (sehr imposant: der Raumhafen in der Mondsichel) wahrscheinlich vollständig am Computer generiert. Ein paar rasante Kamerafahrten gehören mittlerweile schon so zum Standardrepertoire von Animationsfilmen, daß sie kaum auffallen.
Leider fehlt dem Film der Charme (und auch der Witz) der alten Disney-Klassiker \"Schneewittchen\" oder \"Dschungelbuch\", und auch von dem schrägen Humor von Animationsfilmen der Konkurrenz (\"Ice Age\" oder \"Shrek\") ist nichts zu finden. Darum bleibt als Fazit: ein ganz passabler, modern gemachter Animationsfilm für Kinder – mehr nicht!
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