Der Schatzplanet (VHS) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2004
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Erfahrungsbericht von paelzer
Der Schatzplanet – müder Abklatsch des Originals
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
--- Sorry, ich habe erst zu spät gesehen, dass es die Kategorie gibt --
Alle Jahre wieder beglückt uns die Walt Disney Filmproduktion pünktlich zur Weihnachtszeit mit einem neuen Zeichentrickfilm, mit dem die Kinder und damit auch natürlich wir Erwachsene in die Kinos gelockt werden sollen.
In diesem Jahr ist das eine ganz alte Geschichte: Die Schatzinsel oder besser gesagt: der Schatzplanet. Ich habe mir diesen neuen Disneyfilm gestern mit meinen Kindern angeschaut.
Es ist eigentlich die alte bekannte Story, die ich mir als Kind schon in dem berühmten Vierteiler mit dem jungen Michael Ende als Jim Hawkins angesehen habe:
Die Mutter von Jim Hawkins betreibt eine Herberge, wo eines Tages ein alter Seemann einkehrt, der eine Schatzkarte bei sich hat. Jim darf mit einigen Abenteurern auf Schatzsuche gehen, unterwegs wird er zum Schützling des zwielichtigen Smutje Long John Silver. Der gehört zu einer Gruppe Piraten unter der Mannschaft an Bord, die bald meutern. Auf der Schatzinsel kommt es zum Kampf zwischen Gut und Böse. Die Guten gewinnen, Silver rettet Jim das Leben und darf dafür am Ende entkommen. Das ist der Inhalt der „Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson, so wie wir sie alle von früher noch kennen, und das ist auch haarklein der Inhalt des neuen Disney-Films „Der Schatzplanet“.
Die Drehbuchautoren haben sich tatsächlich minutiös an die (schon oft verfilmte) klassische Story gehalten. Nur spielt der Film nicht im England des 17. Jahrhunderts und danach in der Karibik, sondern wen wundert das in der heutigen Zeit eigentlich noch, in einer undefinierten Zukunft irgendwo im Weltraum, man könnte auch sagen, der Film spielt im selben Milieu wie George Lucas‘ „Star Wars“ - Filme. Wobei das Seltsame ist, dass die Kostüme und die Schiffe aussehen wie aus dem 18. Jahrhundert. Nur sind die Wesen, die diese alten Kostüme ertragen, alle verwegen und exotisch aussehende Aliens. Nur Jim Hawkins und seine Mutter scheinen echte Menschen zu sein, alle anderen haben drei Augen oder acht Arme, oder sehen aus wie eine Katze — wie die Kapitänin
Amelia, die (seit Stevensons‘ Zeiten gibt es immerhin die Frauenbewegung) das Schatzsucherschiff befehligt. Die antiken Schiffe haben „Sonnensegel“ und fliegen durchs Weltall. Und Long John Silver hat nicht nur ein Holzbein, sondern ist ein Cyborg (der Terminator lässt schön grüßen) mit mehreren künstlichen Gliedmaßen.
Was die Disney-Leute da gedreht haben, ist aber meines Erachtens über diese Veränderungen hinaus ein sehr einfallsloser und müder Film geworden. Die Autoren und Regisseure scheinen völlig der alten Stevenson-Story zu vertrauen (nicht ganz zu unrecht), und darauf, sie für die „Star Wars“ - Generation umgemodelt zu haben. Aber offenbar ist wenig Geld und Phantasie in die Figurenzeichnung und Animation gegangen. Erstere setzt eher auf Skurrilität (und einige Male auf erstaunliche Hässlichkeit), während zweitere eine ziemlich schwunglose Computeranimation ist ohne ausgefeilte Actionszenen, ohne Tiefenschärfe, so wie Disney es normalerweise nicht für seine großen Kinofilme, sondern für seine Video- und Fernsehproduktionen macht. Die Regisseure John Musker und Ron Clements, ich glaube die waren immerhin für „Arielle“ und „Aladdin“ zuständig, haben diesmal eine sehr müde Produktion abgeliefert, die höchstens noch Kids interessieren kann, die Stevensons Story nicht aus anderem Zusammenhang her kennen.
Meine Kinder, die die original Schatzinsel vom Buch her bzw. von der auf Video aufgezeichneten Fernsehversion kennen, waren auch nicht gerade begeistert von diesem eher müden“Schatzplaneten“.
Alle Jahre wieder beglückt uns die Walt Disney Filmproduktion pünktlich zur Weihnachtszeit mit einem neuen Zeichentrickfilm, mit dem die Kinder und damit auch natürlich wir Erwachsene in die Kinos gelockt werden sollen.
In diesem Jahr ist das eine ganz alte Geschichte: Die Schatzinsel oder besser gesagt: der Schatzplanet. Ich habe mir diesen neuen Disneyfilm gestern mit meinen Kindern angeschaut.
Es ist eigentlich die alte bekannte Story, die ich mir als Kind schon in dem berühmten Vierteiler mit dem jungen Michael Ende als Jim Hawkins angesehen habe:
Die Mutter von Jim Hawkins betreibt eine Herberge, wo eines Tages ein alter Seemann einkehrt, der eine Schatzkarte bei sich hat. Jim darf mit einigen Abenteurern auf Schatzsuche gehen, unterwegs wird er zum Schützling des zwielichtigen Smutje Long John Silver. Der gehört zu einer Gruppe Piraten unter der Mannschaft an Bord, die bald meutern. Auf der Schatzinsel kommt es zum Kampf zwischen Gut und Böse. Die Guten gewinnen, Silver rettet Jim das Leben und darf dafür am Ende entkommen. Das ist der Inhalt der „Schatzinsel“ von Robert Louis Stevenson, so wie wir sie alle von früher noch kennen, und das ist auch haarklein der Inhalt des neuen Disney-Films „Der Schatzplanet“.
Die Drehbuchautoren haben sich tatsächlich minutiös an die (schon oft verfilmte) klassische Story gehalten. Nur spielt der Film nicht im England des 17. Jahrhunderts und danach in der Karibik, sondern wen wundert das in der heutigen Zeit eigentlich noch, in einer undefinierten Zukunft irgendwo im Weltraum, man könnte auch sagen, der Film spielt im selben Milieu wie George Lucas‘ „Star Wars“ - Filme. Wobei das Seltsame ist, dass die Kostüme und die Schiffe aussehen wie aus dem 18. Jahrhundert. Nur sind die Wesen, die diese alten Kostüme ertragen, alle verwegen und exotisch aussehende Aliens. Nur Jim Hawkins und seine Mutter scheinen echte Menschen zu sein, alle anderen haben drei Augen oder acht Arme, oder sehen aus wie eine Katze — wie die Kapitänin
Amelia, die (seit Stevensons‘ Zeiten gibt es immerhin die Frauenbewegung) das Schatzsucherschiff befehligt. Die antiken Schiffe haben „Sonnensegel“ und fliegen durchs Weltall. Und Long John Silver hat nicht nur ein Holzbein, sondern ist ein Cyborg (der Terminator lässt schön grüßen) mit mehreren künstlichen Gliedmaßen.
Was die Disney-Leute da gedreht haben, ist aber meines Erachtens über diese Veränderungen hinaus ein sehr einfallsloser und müder Film geworden. Die Autoren und Regisseure scheinen völlig der alten Stevenson-Story zu vertrauen (nicht ganz zu unrecht), und darauf, sie für die „Star Wars“ - Generation umgemodelt zu haben. Aber offenbar ist wenig Geld und Phantasie in die Figurenzeichnung und Animation gegangen. Erstere setzt eher auf Skurrilität (und einige Male auf erstaunliche Hässlichkeit), während zweitere eine ziemlich schwunglose Computeranimation ist ohne ausgefeilte Actionszenen, ohne Tiefenschärfe, so wie Disney es normalerweise nicht für seine großen Kinofilme, sondern für seine Video- und Fernsehproduktionen macht. Die Regisseure John Musker und Ron Clements, ich glaube die waren immerhin für „Arielle“ und „Aladdin“ zuständig, haben diesmal eine sehr müde Produktion abgeliefert, die höchstens noch Kids interessieren kann, die Stevensons Story nicht aus anderem Zusammenhang her kennen.
Meine Kinder, die die original Schatzinsel vom Buch her bzw. von der auf Video aufgezeichneten Fernsehversion kennen, waren auch nicht gerade begeistert von diesem eher müden“Schatzplaneten“.
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