Deus Ex (Adventure PC Spiel) Testbericht

Deus-ex-adventure-pc-spiel
ab 12,18
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2005

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Erfahrungsbericht von Jassmen

Wer das nicht mag...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

1. Allgemeine Informationen
2. Grafik
3. Sound
4. Singleplayer
5. Multiplayer
6. Story
7. JCDenton
8. Tipps

1. Allgemeine Informationen
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Das von Ion Storm (www.ionstorm.com) entwickelte und von Eidos (www.eidos.com) vertriebene Spiel Deus Ex kann in keine Kategorie richtig eingeordnet werden. Es ist einerseits ein Rollenspiel, da es sehr viele Rollenspielelemente enthält. Anderseits ist es ein Ego Shooter, da man in der 1st Person sicht gegen die Gegner vorgeht.

Ich würde es als eine praktisch perfekte Mischung zwischen beidem Einstufen. Wieso? Eigentlich ganz einfach:
Man kann bis auf ein paar ganz wenige Dinge alles ohne einen Schuss abzufeuern durchspielen (ist allerdings relativ schwer) oder man kann sich die besten Waffen nehmen und alles erschiessen, was einem im Weg steht. Es hat auch viele Rollenspielelemente drin. Man muss z.B. relativ viele Rätsel (welche leider immer ähnlich aufgebaut sind) lösen, muss viel mit NPCs (Non Player Characters => Nicht Spieler Charakteren) sprechen und man kann viele Nebenquests lösen, die eigentlich nicht nötig sind.

Die Minimalvoraussetzungen sind laut der Herstellerseite:
Pentium II mit mindestens 300 MHz
Windows 9x (läuft nach meinen Erfahrungen auch perfekt mit Windows 2000, XP und ME und auf einigen PCs auch mit NT4.0)
64 MB Ram
DirectX 7.0a kompatible 3D Grafikkarte
optional: DirectX 7.0a kompatible Soundkarte
DirectX 7.0a
4x CD-Rom
150 MB Speicherplatz
Tastatur und Maus

Das ganze sollte heutzutags ja kein Problem mehr darstellen.


2. Grafik
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Die Grafik ist leider schon ein wenig veraltet. Man kann von dieser (Unreal) Engine einfach nicht mehr die Effekte und stärken moderner Engines erwarten. Insgesammt ist die Grafik eher düster. Man braucht relativ oft künstliche (siehe 7.) Lichtquellen, die man mit nützlicher Bio Energie bezahlen muss.

Meine Erfahrungen haben gezeigt, dass im Direct3D-Modus auf fast allen PCs ein Raster über das Bild gelegt wird, welcher das Bild irgendwie unscharf und noch etwas düsterer erscheinen lässt. Wenn man diesen Raster nicht will und die Grafikkarte OpenGL oder Glide unterstützt, sollte man auf einen dieser Rendermodi umschalten. Dazu muss man einfach im Konfigurationsprogramm alle Modelle anzeigen lassen und dann den entsprechenden auswählen.

Der Software Modus ist leider zu langsam, als dass er wirklich Spass machen würde. Man kann (nach meinen Erfahrungen) im Software Modus erst ab einem Pentium III mit mindestens 500MHz flüssig spielen. Eigentlich nur eine Wahl für die Personen, die eine Grafikkarte haben, die noch kein Hardware Rendering unterstützt.

Das Spiel kann in allen gängigen Auflösungen sowie mit einer Farbtiefe von 16 oder 32 Bit gespielt werden. Mit diesen Optionen sollte man ein bisschen herumpröbeln, damit man die richtigen Einstellungen für den PC finden kann. Wenn man diese Einstellungen zu hoch wählt, kommen selbst heutige PCs zum Teil noch zum ruckeln. Man kann aber, wenn man alles aufs Minimum setzt, schon mit einem Minimal PC halbwegs flüssig spielen.

Wem nach dem obigen Tipp (OpenGL vs. Direct3D) das ganze Spiel immernoch zu düster ist, sollte noch mit dem Gamma Wert spielen. Wenn man ihn erhöht, kann das zwar die Atmosphäre zerstören, kann aber sehr beim zielen helfen und schont dabei in dünkleren Räumen noch die Augen.


3. Sound
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Der Sound ist eines der Prachtstücke des Spiels. Jeder Satz, der irgendwo im Spiel vorkommt, wurde aufgenommen und digitalisiert. So entsteht ein Gefühl, dass man (wenn man der englischen Sprache mächtig ist) mitten drin ist. Mit einer Soundkarte, die Hardware bzw. EAX Sound berechnen kann, kann man das ganze noch viel realistischer machen.

Ausserdem sorgt die Musik stets für nützliche Informationen (wenn man gehört wurde kommt andere Musik) und bringt Stimmung und Leben ins Spiel. Sie wird auch fast nie langweilig. Wenn man währen des Spiels die Spielmusik höhren möchte, empfiehlt es sich, die Musik Dateien auch mitzuinstallieren.

Jeder Gegenstand hat eigene Geräusche, wenn man sie auf den Boden wirft oder mit einer Waffe "benützt". Auch hier wird das ganze eigentlich nie langweilig.


4. Singleplayer
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Wohl das Beste am ganzen Spiel und auch der Grund, weshalb dieses Spiel so genial wurde. Er bietet für geübte Spieler selbst beim zweiten und dritten mal durchspielen noch etwa 12 Stunden spass, da er sehr lang und trotzdem immer spannend ist. Diejenigen, die es zum ersten mal durchspielen, sollten schon mit etwa 30 - 40 Stunden Spielzeit rechnen, die sich auf jeden Fall lohnen.

Die Story, welche sehr komplex ist, wird unter dem Punkt 6 (Story) näher beschrieben.


5. Multiplayer
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Seit dem Multiplayer Patch (ca. 40 MB) gibt es auch für dieses Spiel eine Multiplayer Funktion. Da das Spiel das Hauptgewicht auf dem Singleplayer Modus hat, bietet dieser aber nur ein paar Stunden spass.

Er ist Team Deathmatch artig aufgebaut, wobei sich jeweils zwei Teams in (oft) an den Single Player Modus angelegten Karten bekämpfen. Man kann in der eigenen Basis Waffen aufnehmen und Fähigkeitspunkte einsetzen, wie im Singleplayer Modus.

Der Spielspass ist hier leider viel zu kurz, ist aber (vor allem für Lans (=Netzwerke)) ein witziger Zeitvertrieb.

Im ganzen lohnt sich der Download des sehr grossen Patches nur für Leute, die festpreise fürs Internet bezahlen (Flatrate, DSL, Cable etc.) und für absolute Fans des Spiels, die den Singleplayer Modus schon zu oft durchgespielt haben.


6. Story
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New York City, Unatco Hauptquartier. Gerade bei den Docks angekommen. Ein grosser Roboter stampft auf und abwärts, hinter mir ist ein Polizeiboot und eine bekannt Gestalt kommt auf mich zu.

Diese Szene ist das erste, was man nach dem Intro zu Gesicht bekommt.

Kurz darauf bin ich mit meinem Bruder Paul Denton in ein Gespräch verwickelt, welches mich schon richtig schön zum ersten Tag begrüsst *g*. Auf der ganzen Insel hat es Terroristen, die den Kopf der Freiheitsstatue gesprengt haben. Ich weiss im Moment noch nicht viel mehr, als dass es sich um sogenannte NSF Terroristen handelt.

Die erste Mission ist noch relativ einfach und bietet viele Möglichkeiten, das im Trainingskurs gelernte auszuprobieren. Man kann hier noch alle Gegner umgehen und muss somit keinen einzigen Schuss abfeuern.

Nachdem das Gebiet von den Terroristen gesäubert ist, kann man endlich in das Hauptquartier der Unatco gehen und sich seinen Lohn abholen. Es gibt nach jeder für die Unatco abgeschlossener Mission ein wenig Geld, je nachdem, wie gut man sie erledigt hat. Hier gilt die Regel, dass man Zivilisten immer am leben lassen sollte und so wenig Waffengewalt wie möglich (immerhin ist JC ja ein Polizist) anwenden sollte.

Die Story geht relativ schnell weiter und man muss einige weitere Missionen erledigen, in denen es hauptsächlich darum geht, das sogenannte Ambrosia wieder zu besorgen, welches von den NSF Terroristen verschleppt wurde.

Nach ein paar Wochen passiert etwas unerwartetes. Paul Denton hat die Seite zu den NSF Terroristen gewechselt und man soll ihn plötzlich töten. Da Paul ja immerhin der Bruder von JC ist, geht das andere dann nicht im Sinne der Unatco weiter und JC hilft Paul. Dadurch stellt sich die Unatco jetzt auch gegen JC Denton.

Der weitere Weg fürht durch viele bekannte Städte wie Hong Kong. Mit der Zeit taucht eine dritte Gruppe auf, die Majestic 12 heisst. Von dieser Gruppe weiss man lange nicht viel mehr, ausser dem Namen. Mit der Zeit findet man dann raus, dass diese Gruppe die Unatco kontrolliert.

Gegen den Schluss tauchen dann immer mehr seltsamere Wesen, auch bekannt als Aliens, auf. Es tauchen auch zwei konkurenzierende KIs auf, bei der die eine die Weltherrschaft an sich reissen will.

Am Schluss ist man dann in der Area 51, wo man sich zwischen 3 verschiedenen Enden entscheiden kann, welche ich aber hier nicht verraten will. Nur so viel sei gesagt:
Es lohnt sich, ein Savegame abzulegen, bevor man ein Ende macht, damit man danach dei anderen Enden auch noch anschauen und durchspielen kann.

Mit einem Cheat kann man übrigens noch ein viertes Ende freischalten *fg*.


7. JC Denton
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My name is Denton. JC Denton.
JC Denton ist ein Typ, der oft einen coolen Spruch parat hat und relativ flink ist. Er überrascht Gegner, kann mit den grössten Waffen wie einem grossen Raketenwerfer umgehen und ist gleichzeitig lautlos und tödlich. Im Waffenarsenal hat es z.B. einen Dolch, ein Schwert, ein Lichtschwert, eine Pistole, eine abgesägte Schrotflinte, eine automatische Schrotflinte, ein Sturmgewehr, ein Scharfschützengewehr, einen Raketenwerfer, ein Plasmagewehr, einen Flammenwerfer und noch ein paar andere Waffen.

Abgerundet wird die stärke von JC mit sogenanten Implementaten, die er in seinen Körper einbauen kann. Hier reicht die Palette von Zielerkennung, über Raketenabwehrsysteme bis hin zu einem Modul, welches einem gestattet lautlos zu gehen. Für jeden Geschmack hat es hier etwas. Da man pro Slot jeweils zwei Möglichkeiten hat, etwas zu verbessern, wird man beim zweiten oder dritten mal durchspielen eine Lieblingskombination der Implantate finden und immer diese benützen. Die Implantate können mit Upgrade Modulen aufgewertet werden, wobei sie dann meistens stärker sind.

Es gibt auch noch einige Module, die fest eingebaut sind und nicht entfertn werden können. Dazu gehören zum Beispiel die Taschenlampe und das Intercom (Kommunikation). Die Taschenlampe braucht zwar auch Bio-Energie, ist aber in den meisten Situationen nicht zu entbehren. Über das Intercom können andere Personen mit Ihnen Kontakt aufnehmen und Ihnen nützliche Tipps geben.

Damit das ganze ein wenig schwerer wird, hat JC Denton einen Vorrat an Bio Energie, welche von jedem Implantat, welches aktiviert ist, verringert wird. Wenn die Energie auf Null ist, werden alle Implantate deaktiviert und können erst wieder eingesetzt werden, wenn JC wieder eine Bio Zelle benützt hat.

Die Waffen können mit Modifikationen erweitert werden, welche zum Beispiel die Zielgenauigkeit erhöhen, der Waffe ein Zielfernrohr oder einen Laserpointer hinzufügen oder das Magazin vergrössern. Diese Modifikationen sind leider nicht so oft anzutreffen und man sollte sich deshalb gut überlegen, wo man sie einsetzen will.


8. Tipps
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Der beste Tipp von allen ist speichern. Das Spiel hat eine Quicksave Funktion, die sie alle paar Minuten benützen sollten. Somit entsteht viel weniger Frust, wenn man einen Teil zu schlecht gelöst hat, oder das zeitliche gesegnet hat.

Man kann die Zielgenauigkeit einer Waffe durch zwei Arten erhöhen. Erstens durch das erhöhen der Fähigkeit und zweitens durch einsetzen von Waffenmodifikationen. Eine Waffe braucht im allgemeinen nicht mehr als ca. 80% Genauigkeit, damit man die Waffe ziehen und sofort schiessen kann.

Die Quickinventar Leiste ist extrem nützlich, wenn man sie richtig einsetzt. Da man nur 9 Slots selber belegen kann, sollte man sich auf die wichtigsten Waffen und Granaten beschränken. Andere Dinge können über das Inventar aktiviert sowie direkt benützt werden.

Wenn man im Inventarbildschirm ist, ist das Spiel pausiert. Dies kann man dazu ausnützen, die Gesundheit oder die Bio Energie in aller Ruhe zu erhöhen und danach gleich weiter zu kämpfen.

Auch Getränke und Esswaren liefern (wenn auch nicht allzu viel) Lebensenergie zurück. Man sollte mit Alkohol und Drogen allerdings warten, bis sicher kein Gegner mehr hier ist, da man sonst nicht mehr so viel trifft *hicks*.

Wenn Sie im Level, in dem Sie aus dem Gefängniss ausbrechen am ersten Sicherheitsroboter vorbei sind, sollten Sie speichern. Es gibt hier einen Typen, der Ihnen für 1000 Credits das Login für den Roboter-PC verkaufen will. Wenn Sie diesen Mann ohne den Patch ansprechen, gibt es eine Endlosschleife und Sie müssen das Spiel neu starten.

Wenn Ihnen jemand einen Code verkaufen will, sollten Sie vorher speichern. Der Code ist im Level festgelegt und wird auch nach dem erneuten laden des alten Spielstandes noch funktionieren.

Erhöhen Sie die Elektronikkentnisse und die Fähigkeit "Schlösser knacken" nur, wenn Sie zu wenig Dietriche bzw. Multitools haben.

Die Fähigkeit "Schwimmen" braucht zwar nicht viele Punkte, ist aber nur ein paar wenigen Levels wirklich nützlich.

Suchen Sie sich Ihre Lieblingswaffen und bauen Sie diese so weit wie möglich aus. Meine Lieblingskombination ist z.B. die Stealth Pistole, das Sturmgewehr, die automatische Schrotflinte, das Scharfschützengewehr sowie der GEP-Werfer. Der Nachteil bei so vielen Waffen ist, dass man fast keinen Platz mehr für Bio Zellen, Healthkits und Granaten hat.

Die Fähigkeit "Regeneration" ist eine der Nützlichsten. Mit dieser Fähigkeit kann man pro Sekunde (auf Stufe 4) 40 Leben regenieren. Mit dem Zusatzmodul "Wirkung verstärken" kann man sogar 45 Leben pro Sekunde regenerieren, wodurch man beinahe unsterblich wird.

Suchen Sie immer alles ab. Man braucht im ganzen Spiel keinen einzigen Dietrich und kein einziges Multitool um weiterzukommen. Immer, wenn man eine Türe öffnen MUSS, dann ist der Code oder der Schlüssel irgendwo schon im Level versteckt.

Die Roboter bekämpfen Sie am besten mit Scrambler- und EMP Granaten, dem GEP-Werfer (grosse Roboter) und die kleinen mit der Schrotflinte mit Sabot Munition. Auch die 20mm Munition für das Sturmgewehr kann bei grösseren Robotern ganz nützlich sein.

Die Fähigkeit "Computer" ist extrem nützlich, da man damit (auf Level 2) alle Geschütztürme ohne ein Login kontrollieren kann und dank den Bankautomaten auch relativ schnell zu Geld kommt.


Danke, dass Sie meinen Erfahrungsbericht gelesen haben. Lesen Sie doch bitte auch meine anderen Erfahrungsberichte, falls Ihnen dieser gefallen hat.

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