Deus Ex (Adventure PC Spiel) Testbericht

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ab 12,18
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5 Sterne
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Erfahrungsbericht von Knutschbaer

Trau nur Dir selbst

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Es war so weit. Endlich einen neuen Rechner mit Power unter der Haube. Also musste auch ein neues Spiel her. Mir schwebte eigentlich ein schöner Ego-Shooter vor. Nun ja, für den Mac gibt es schon einiges. Aber dann las ich einen Bericht über Deus Ex. Einem genre-Mix aus Ego-Shooter, Adventure und Rollenspiel. Also genau das richtige für mich.

Deus Ex - die Story:
Die Zukunft, die Menschheit leidet an einer Seuche namens "Grauer Tod". Aber es gibt einen Impfstoff, Ambrosia genannt. Aber dieser wird nur ausgewählten Personen zugedacht. Die Bevölkerung siecht dahin. Logischerweise gibt es eine Terrorgruppe namens NSF, die das alles net so klasse findet und ein Fass Ambrosia klaut. Und hier kommt die UNATCO ins Spiel. Eine Anti-Terror-Einheit der UN. Der Spieler verkörpert JC Denton, einen kybernetischen Spezialagenten dieser Truppe.

Deus Ex - das Spiel:
Eins vorweg , das Spielgeschehen ist nicht linear, das Zauberwort nennt sich Handlungsfreiheit. Je nach gemüt kann man mehr oder weniger diplomatisch vorgehen, oder aber auch als Einzelkämpfer. Aber wer hier ein Ballerspiel a la Doom oder Duke Nukem erwartet, sollte seinen Killerinstinkt bremsen. Nicht alles was sich bewegt sollte eliminiert werden. Viele Akteure können bei der Auftragserledigung hilfreich sein. Oder man kann bei ihnen Waffen etc kaufen.

Man beginnt als blutiges Greenhorn. Erst im Laufe des Spiels verbessert man seine Fähigkeiten. Für besondere Leistungen oder Entdeckungen sammelt man Punkte, die man auf seine Fähigkeiten verteilen kann.

Der erste Auftrag ist recht simpel. Einen Kollegen befreien und den Chef der Terroristen festnehmen. Aber hier beginnt schon die erste Frage. Wie gehe ich vor? Nehme ich den brutalen Weg oder den dezenten? Aber was sich als harmloser Auftrag gibt, wendet sich sehr bald in eine andere Richtung. Der Bruder wendet sich der NSF zu, man selbst ist noch der UNATCO loyal gegenüber. Aber diverse Gespräche lassen Zweifel aufkommen. Bald weiß man nicht mehr, wem man noch trauen kann und wem nicht. Von der eigenen Entscheidung hängt das weitere Spielgeschehen ab. Für meine Begriffe eine gute Idee, denn so wird das Spiel nie langweilig. Adventure-like kann man auch bei Gesprächen diverse Antworten wählen. Hier sollte man aber Vorsicht walten lassen. Eine falsche Antwort hat unter Umständen schon mal das eigene Ableben zur Folge.

wie schon erwähnt kann man seine Fähigkeiten im Laufe des Spieles verbessern. Aber auch hier muss man sich entscheiden. Will man lieber der bessere Hacker sein oder der bessere Killer? Je nach Entscheidung gestaltet sich die Problemlösung im Laufe des Spieles. Ich habe gemerkt, dass Schlösser knacken sehr hilfreich sein kann. Lustig ist es zudem, wie unser Held am Beginn des Spiels kaum einen sicheren Treffer landen kann. Aber nach und nach eine ruhigere Hand bekommt.

Logischerweise reicht das Inventar nie aus. Aber das kennt man ja. Man kann sich sein Inventar aber frei nach Schnauze belegen. Lediglich der Schlüsselbund hat eine feste Position. Dank eines durchdachten Systems hat man aber sein Inventar immer sehr schnell griffbereit. Generell gilt zur Steuerung, dass sie durchdacht ist. Zwar orientiert sie sich an den gängigen Ego-Shootern wie Quake, offeriert aber einige Feinheiten. Diese kann man im Tutorial lernen. Das Tutorial sei jedem empfohlen. Es ist gut gemacht und langweilt nicht. Ausserdem kann man sich an dieser Stelle überlegen, wie einem die Tastenbelegung am besten gefällt.

Als weiteres Highlight sind die Gegenstände im Spiel zu nennen. Mit fast jedem kann man interagieren. So spendet eine Schreibtischlampe Licht und an einem Waschbecken kann man sich erfrischen. Für den richtigen Spieler auch interessant: Man kann die Leichen aus dem Weg räumen, so das patroullierende Kameraden des Opfers nicht gleich über die Leiche stolpern und Alarm schlagen. Damit wäre ich schon bei der KI. Die Gegner bleiben nicht stump stehen und lassen sich hinrichten, sondern fliehen im ZickZack und suchen Hilfe und schlagen Alarm. Also sollte man seinen Gegner schnell ausser Gefecht setzen, will man nicht gleich ein ganzes Rudel schwer bewaffneter Gegner am Hacken haben. Aber auch scheinbar freundlich gesonnene Menschen können plötzlich eine Waffe ziehen oder versuchen Alarm zu schlagen. Hier hilft aber meist ein gezielter Kopfschuss und Ruhe ist. Die Zivilisten sind dann doch sehr bereitwillige Opfer. wobe man zivile Oper vermeiden sollte, jedenfalls wenn man für die UNATCO arbeitet.

zu den Waffen: hier gibt es schon nette kleine Spielzeuge, aber meine beiden Lieblinge sind die abgesägte Schrotflinte und das Scharfschützengewehr :-)

Das Spiel weiss schon zu fesseln. Alleine durch die unterschiedlichen Aufgaben und Rätsel. Aber auch durch die immer wieder überraschenden Wendungen, die einen zu einer neuen Strategie nötigen.

Standard ist natürlich die Unreal Tournament Engine, die ordentlich was hergibt. Allerdings ist das Spiel sehr Hardwarehungrig und verlangt mindestens einen G4 mit 128 MB Ram.

Ach ja, cheaten lässt sich natürlich auch in dem Spiel - das benötigt nur eine kleine Änderung an der user.ini im Verzeichnis Deus Ex. Beim Buchstaben T setzt ihr dann talk ein (sollte dann so aussehen: t=Talk). denkt dran, das bei beiden zu machen.

Im Spiel dann t drücken, das "Say" löschen und "set DeusEx.JCDentonMale bCheatsEnabled True" eingeben. Natürlich ohne die " Enter drücken und dann noch mal T. wieder say löschen und dann den gewünschten Cheat.
Und der rest ist Standard: god, allammo, allweapons" etc.

Einen kleinen Bug hat die Mac-Version: irgendwann im Laufe des Spiels verabschiedet sich die Sprachausgabe, aber einen Patch gibt es dafür auch schon.

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