Deutsche Strom AG (nicht mehr aktiv) Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Vertragslaufzeit:  bis 1 Jahr

Erfahrungsbericht von dakota104

Nach der Pleite: Ende gut - alles gut ???

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  • Vertragslaufzeit:  bis 1 Jahr
  • Konditionen:  geringe Grundgebühr, geringer kWh-Preis
  • Sind Sie Kunde?:  nein

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Mein heutiger Bericht sollte nicht allzu lang sein.
Ich möchte hier einfach nur an einem Stromversorger erinnern, der längst Pleite gegangen ist.
Pleite hört sich ja nie gut an, deshalb möchte ich hier von einem Konkurs sprechen.

In den Jahren 200 bis 2001 war ich Kunde der DAS, der Deutschen Strom AG mit Sitz in Hamburg.
Nach der Liberalisierung des deutschen Strommarktes wollte ich natürlich auch bei meinen Energiekosten kräftig sparen und so warb mich ein Kollege für die Deutsche Strom AG.

Alles schien sehr einfach zu sein, denn die Preise der Deutschen Strom AG stimmten und ich als Kunde brauchte nur einen Vertrag zu unterschreiben und das Lastschriftverfahren mit diesem Unternehmen abzustimmen.
Die DSA machte auch einen sehr seriösen Eindruck und so wurden meine Fragen umfassend und teilweise sehr detailliert beantwortet.
Das Logo der DSA stimmte mich auch zuversichtlich, denn hier sieht man neben den Markennamen 3 Spitzen der ökologisch arbeitenden Windräder.

Kurze Zeit nach dem Vertragsabschluss meldete sich mein alter Versorger und teilte mir nicht gerade erfreut mit, dass ab dem 01.07.2001 die Deutsche Strom AG die Lieferung meines Stroms übernehmen würde.

Nun atmete ich erst einmal richtig durch, hieß es doch endlich tatkräftig Stromkosten zu sparen und nicht mehr abhängig vom Berliner Monopolisten abhängig zu sein.
Schon längere Zeit ärgerte ich mich über das Verhalten der BEWAG.
Hier störte mich dass die BEWAG in einer Stadt mit den meisten Ein Personenhaushalten aus Geldverdiengründen keine Singletarife anbot.
Eine Anfrage an das Unternehmen warum denn dieser Zustand so sei wurde höchst arrogant beantwortet und ich war nun froh zur DSA mit ihren Singletarifen wechseln zu können.

In der Zeit nach dem Anbieterwechsel wurde ich ordentlich von der Deutschen Strom AG beliefert. Die DSA zeigte sich hier als sehr stiller Energielieferant und belästigte mich auch nicht mit weiterer Werbung. Auch das Lastschriftverfahren gab überhaupt keinen Anlass zur Klage und so wurde mir Monat für Monat die vereinbarte Stromgebühr abgezogen.


Eines Tages im Jahre 2001 kam dann der große böse Knall.
Ich erhielt wieder einmal Post von meiner Berliner BEWAG.
Hier teilte mir die BEWAG mit, dass die Deutsche Strom AG in Konkurs gegangen sei und ich von nun ab wieder von der BEWAG pflichtversorgt werden würde.
Punkt, Ende, Schluss.
Ich war wieder bei der BEWAG gelandet.


Natürlich wandte ich mich im Folgenden mehrmals an die Deutsche Strom AG und bat das Lastschriftverfahren zu beenden. Weiterhin forderte ich die Deutsche Strom AG auf mir eine Abschlussrechnung zu kommen zu lassen.

Meint Ihr die Deutsche Strom AG hat sich bei mir gemeldet?
Nein, ich erhielt keine Informationen über den Zustand des insolventen Unternehmens und auch die Abschlussrechnung blieb mir das Unternehmen schuldig.

Still ruhte jetzt der See.

Im Jahre 2003 meldete sich nun eine Hamburger Rechtsanwaltkanzlei und erteilte mir jetzt eine Abschlussrechnung der Deutschen Strom AG.
Positiv vernahm ich hier einen Guthabenbetrag von 26,00 Euro.
Die Hamburger Rechtsanwälte baten mich das Geld per Briefantwort anzufordern und verwiesen aber im gleichen Atemzug daran, dass keine Zinsen gezahlt werden könnten.

Am Freitag der vergangenen Woche fand ich in meinen Kontounterlagen nun die Gutschrift in Höhe von 26,00 Euro vor.
Man könnte also meinen Ende gut – alles gut?

Hier kann ich dem natürlich nicht so zustimmen. Zwar habe ich meinen zuviel bezahlten Beitrag zurück, aber das Vertrauensverhältnis zu einem neuen Stromanbieter war jahrelang sehr tief gestört und so schloss ich erst im Jahre 2003 einen neuen Stromliefervertrag mit einem neuen Ökostromlieferanten ab.

Bei diesen neuen Stromlieferanten bestand ich auf eine möglichst niedrige Stromvorauszahlung um ja keinen Überschuss einzuzahlen….aber ob das etwas hilft weiß ich auch nicht zu sagen.

Allerdings hat sich auch bei den Energielieferanten in der Zwischenzeit die Spreu vom Weizen getrennt und ich hoffe dass ich dieses Mal etwas Glück habe.

Abschließend auch noch der Hinweis, wer auch Kunde bei der DSA war und nun Post von den Rechtsanwälten erhalten hat sollte sich umgehend mit dieser Kanzlei in Verbindung setzen.
Hier werden zwar alte Erinnerungen aufgefrischt, aber schon die Hoffnung auf die Auszahlung eines Guthabenbetrages lässt die Geldbörse freuen.

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