Diablo II (PC Rollenspiel) Testbericht

Diablo-ii-pc-rollenspiel
ab 11,30
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008

5 Sterne
(72)
4 Sterne
(20)
3 Sterne
(2)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von DarkRevenger

Ein Spiel welches das Leben prägt

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das Spiel:

ist einfach, von der Grafik her veraltet , in der Auflösung beschränkt, aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch.
Gerade die einfache Spielidee trägt viel zum Spaß bei. Mit einfacher Mausbedienung und relativ wenigen Tasten läßt sich das Spiel problemlos spielen. Keine Fingerakrobatik mit kryptischen Tastenkombinationen sind zur erfolgreichen Bedienung erforderlich. Eine optische Wheelmaus ist die beste Voraussetzung, um erfolgreich Dia zu spielen.

Die Grundidee ist einfach:
Durch ständiges Weiterwandern durch die Landschaften, Erfüllen von Aufgaben (die immer im Metzeln eines besonders starken Gegners bestehen) und Sammeln von Ausrüstungsgegenständen und Gold wird die Spielfigur immer stärker und besser ausgestattet, um sich somit an immer stärkere Gegner herantrauen zu können. Parallel dazu erhält die Spielfigur mit jedem gemetzelten Monster Erfahrungspunkte, welche zum Aufstieg in das nächsthöhere Level des Spielchars und damit zu mehr Stärke, Leben, Geschick verhelfen.

Nach Durchschreiten von 4 (in Diablo) bzw. 5 (in LOD) Akten und den darin enthaltenen Quests beginnt das Ganze mit höherem Schwieigkeitsgrad wieder von vorn,nach der Schwierigkeitsstufe \"Normal\" folgt \"Alptraum\", darauf \"Hölle\".

Zum Spielen steht eine Auswahl von 4 (Diablo) oder 6 (LOD) Charakteren (Chars) zur Auswahl, die alle über unterschiedliche Stärken und Schwächen verfügen und unterschiedliche Skills durch das Sammeln von Erfahrung erlernen können. Der Barbar z.B. hat seine Starken in der Kraft und seinem Geschick im Umgang mit Nahkampfwaffen, die Amazone ist eine Spezialistin für den Fernkampf mit Speer oder Bogen, der Totenbeschwörer oder Necromancer kämpft mit Gift oder herbeibeschwörten Kreaturen, die Zauberin nutzt die Elemente Feuer, Kälte und Blitz. In der Erweiterung \"LOD\" stehen dann noch der Druide (Naturgewalten und Tiere) und die Attentäterin oder Assasine (Fallen und Tritte) zur Auswahl.

Die Systemvoraussetzungen kenn ich nicht mehr, es dürfte aber heutzutage so gut wie jeder PC damit klarkommen. Begonnen habe ich, soweit ich mich noch erinnern kann, auf einem 400er AMD K3 und einer Riva-TNT-Grafikkarte, heute ist es ein XP2700 mit einer TI 4600.
Für´s Battlenet empfielt sich eine schnelle Internetanbindung, analog mit Modem ist da wohl nicht der Bringer. DSL mit fastpath-Protokoll (bei Terrorcom gegen Knete, von Arcor umsonst) ist die erste Wahl, um schnelle Antwortzeiten des Servers sicherzustellen.
Auch macht es Sinn, Diablo online komplett von der Platte zu spielen, ohne eingelegter Play-CD. Dies geht, indem man von dieser CD ein Image erstellt und dieses dann über ein virtuelles CD-Laufwerk abspielt. Befindet sich dieses Image auf einer separaten Festplatte, steht einem schnellen Spielfluß wirklich nichts mehr im Weg. Diablo läuft zwar auch ohne diesen Weg flüssig, aber online kommt es auf jede Millisekunde an, wenn man seinen Mitstreitern eine Nasenlänge voraus sein will.


Das Battlenet:

Mit Kauf des Spieles erwirbt der Käufer die Möglichkeit, kostenlos (!) auf einem der Battlenet-Servern im Internet zu spielen. Dort können selbst Welten erstellt werden oder man kann anderen Welten beitreten. Maximal 8 Spieler können sich dabei gleichzeitig in einer Welt aufhalten und gemeinsam, allein oder auch gegeneinander zu kämpfen.
Es gibt dabei 2 Varianten zum Auswählen, den Softcore- und den Hardcore-Modus. Der Unterschied zwischen den beiden Varianten besteht in der Form des Ablebens des eigenen Chars. Softcore-Chars können wiederbelebt werden, Hardcore-Chars sterben nur einmal *g*, auch die Ausrüstung geht dabei flöten, wenn man nicht einem Mitspieler das Plündern der Leiche vorab erlaubt hat, er dies auch tun kann (oft hat das Ableben leider ein Trudeln des Servers aus Ursache und der Mitspieler überlebt zwar, aber fliegt dabei aus dem Game) und dann natürlich die zusammengesammelte Ausrüstung auch zurückgibt. Deshalb sollte man dieses Plündern auch nur Freunden erlauben.

Es gibt 2 Varianten des battlenets, die offene und geschlossene Version. In der offenen Version kann mit Chars gespielt werden, die offline erstellt wurden - ein Tummelplatz von hochgepäppelten und gecheateten Chars, die es in dieser Form nicht wirklich gibt. Ich denke, dies ich mittlerweile auch nur noch eine Randerscheinung. Im geschlossenen Battlenet wird mit Chars gespielt, die ihr Leben ausschließlich auf dem Server fristen und nicht manipulierbar sind (ihre Ausrüstung dagegen leider schon).


Die Ladder oder Rangliste im Battlenet:

Die besten Chars im Battlenet finden sich in einer Rangliste oder Ladder wieder. Ein Teil des Suchtfaktors von Diablo resuliert sicherlich aus dem Wunsch, in dieser Ladder möglichst weit oben zu stehen und sich als guter Spieler zu outen.
Außerdem bringt diese Ladder nach jedem Reset auch eine neue Herausforgerung. Da die Items seit der Version 1.10 nicht mehr zwischen Ladder- und Nonladderchars gewechselt werden können, fangen alle Spieler in der Ladder nach einem Reset wieder von Null an, ohne all die schönen Gegenstände, die ein leichtes Vorankommen garantieren.

Auf der anderen Seite finden diese Ladderresets meiner Meinung nach viel zu selten statt, stattdessen hat Blizzard den Weg zum höchsten Level (99) mit der Version 1.10 viel zu steinig gemacht. Auf diese Weise finden sich in der Ladder mit der Zeit nur echte Extremspieler, denn ein Aufstieg auf ein höheres Level bedeutet ab einem Level 90 unendlich Zeit.
Somit wird diese Ladder für \"Normalos\" irgendwann uninteressant, denn wer hat schon die Zeit, 40 und mehr Stunden für die Erreichung des nächsten Levels zu investieren.


Die Hacks, Dupes und BOTs im Battlenet:

Ein dunkles Kapitel der Diablogeschichte. Ein Hack ist eine kleine Veränderung am Programm oder ein Zusatzprogramm, mit dem sich ein Spieler einen Vorteil im Game verschafft. Die vergleichsweise harmlose Variante ist Maphack, mit dem der Spieler die Karte aufdecken und so Monster und ihre Eigenschaften frühzeitig sieht oder den Weg leichter findet. Aber die meisten aktuellen Maphackvarianten erlauben mittlerweile auch das Scannen der Mitspieler und somit ein Abschätzen der Stärken und Schwächen anderer Chars. Unangenehme und feige Zeitgenossen nutzen dies, um Mitspieler dann risikolos hinterrücks abzumorcheln. In der Regel erfolgen diese Angriffe dann mit einem weiteren Hack, der den Mitspielern keine Change zur Gegenwehr ermöglicht. Was diese Leute (PKs oder playerkiller genannt) dazu treibt und ihnen Befriedigung verschafft, ich kann es nicht nachvollziehen.
Dupes sind Doubletten von Items, die von ihren Besitzern mittels unlauterer Methoden vervielfältigt wurden.
Unter einem Bot versteht man, einfach ausgedrückt, ein automatisiertes Spielprogramm, mit dem ein Char selbstständig nach Items sucht, ohne Zutun des Spielers. Man kann damit einen PC unbeaufsichtigt Diablo Spielen lassen und kommt mit der Zeit an seltene Items, die man ansonsten wahrscheinlich nie finden würde

Blizzard, der Hersteller des Spiels und Betreiber der Server, scannt in regelmäßigen Abständen (leider viel zu selten) die eingeloggten Accounts und sperrt als Konsequenz die betroffenen CD-Codes und/oder löscht diese Accounts. Um weiter betrügen zu können, muß derjenige sich dann ein neues Spiel mit einem neuen CD-Code kaufen. Leider hinkt Blizzard bei seinen Scans nur meist nen Schritt hinter den aktuellsten Betrugsmethoden hinterher...


Der Handel bei ebay:

Die große Zeit des Geldverdienens scheint Gott sei Dank vorbei zu sein.Absolute Top-Items gingen da früher schon mal für mehrere 100 DM über den Tisch und das war sicherlich auch ein Grund für das Entstehen vieler Dupe-Methoden. Heute ist das Angebot bei ebay zwar immer noch sehr umfangreich, die gezahlten Preise sind aber deutlich gesunken, und viele Auktionen laufen auch ohne Gebot durch.

Das Ganze läuft ab, indem man bei ebay für ein Item bietet, bezahlt und es anschließend im Battlenet überreicht bekommt. Manch einer bezahlt halt lieber für eine gute ausrüstung, weil er zum Suchen zu faul ist und keine andere Möglichkeit sieht, an einen begehrten Gegenstand heranzukommen. Dabei helfen doch gute Freunde im Battlenet auch ohne Geld weiter, und es ist NUR EIN SPIEL !!!

Viele der angebotenen Gegenstände sind zudem Dupes, und es besteht die Gefahr, daß sie urplötzlich im Spiel verschwinden (2 identische Dupes in einer Welt) oder der Account sogar durch Blizzard gesperrt wird, wenn sich bestimmte Dupes darauf befinden.


Die Community im Battlenet.

ist gemischt. Zum Einen spielt es sich mit Freunden und in passwortgeschützten Spielen angenehm, und man kann sich auf´s Monsterkloppen und Itemsammeln konzentrieren, oder auch mal nur dumm rumalbern. Viele Spieler sind in sogenannten Clans organisiert, Clanspieler unterstützen sich gegenseitig und helfen, wenn mal ein Char abgestorben ist oder ein besonderes Item benötigt wird.
Zum Anderen laufen aber auch viele gestörte Deppen im Battlenet umher, die nur darauf aus sind, andere Chars hinterrücks mittels Hacks umzubringen.
Ab und zu mach ich mir den Spaß und geh mit meinem Necro in offene Games, biete mich (der Necro gilt als leichtes Opfer) als potentielles Opfer an und schlachte ein paar von ihnen. Diese Variante wird PKK oder Playerkillerkiller genannt. Ist dann schon lustig, wie die sich dann aufführen und losheulen, was sie soeben alles verloren haben, jammern von fehlender Fairness usw. Hmmm, ICH hab den ersten Schritt noch nie unternommen und einem anderen Spieler feindlich erklärt, nie Hacks benutzt, sondern habe nur einen Necro, der einen kleinen Fehler im Orginalprogramm ausnutzt. Daß ich den hier nicht poste, mag man mir nachsehen, denn er scheint so gut wie unbekannt zu sein (mein Sohn hat ihn durch Zufall gefunden) und das soll er auch bleiben. Sonst würde der Necro noch zum PK-Char mutieren....
Wichtig in diesem Zusammenhang ist nur, daß ein so großer Schaden angerichtet wird, daß auch der Chickenrun-Hack, den viele PKs haben und der sie aus dem Spiel katapuliert, wenn´s eng wird, nicht mehr rechtzeitig hilft.


Fazit:

Natürlich ist es auch möglich, Diablo allein am PC zu spielen. Aber seinen wahren Reiz entfaltet dieses Spiel erst im Internet, und da in der Hardcore-Variante. 5 Jahre sind es mittlerweile, und auch nach dem nächsten Ladderreset wird wohl wieder eine Assasine von mir in den oberen Rängen zu finden sein - allerdings wohl nie ganz oben, dazu fehlt mir einfach die Zeit...

24 Bewertungen, 1 Kommentar

  • glowhand

    20.03.2005, 15:04 Uhr von glowhand
    Bewertung: sehr hilfreich

    finde, der bericht ist dir ganz gut gelungen, konnte ich gut bewerten ;)... viel spaß noch bei yopi. mfg, glowhand