Diablo II (PC Rollenspiel) Testbericht

Diablo-ii-pc-rollenspiel
ab 11,30
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Erfahrungsbericht von MadDogpoH

Hier noch ein Heiltrank, da noch ein Skelett…

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

---Story---

Ihr seid gerade im Lager der Jägerinnen eingetroffen. Am Lagerfeuer hört ihr wie die Abenteurer über die Monsterhorden reden, voller Angst und furcht. Ihr aber seid einer kühner Held und wollt euch der Angst stellen um Ehre und Reichtum zu erlangen. Man sagt euch ihr sollt mit Akara sprechen, sie wird euch näheres sagen und euch den ersten Auftrag geben. Nach dem Gespräch mit Akara wisst ihr endlich wie der Hase läuft. Ihr schaut noch kurz bei Charsi, der Schmiedin, vorbei und kauft euch eine bessere Waffe. Nun kann das Abenteuer starten und ihr macht euch auf den Weg zu dieser kleinen Hölle. Die kann ja nicht so groß sein…

---Singleplayer---

Nachdem dann die erste Hölle gereinigt wurde, schickt man sich an auch die restlichen Aufgaben im ersten Kapitel zu lösen. In jedem Kapitel, vieren an der Zahl soll man sechs Aufgaben lösen, nur im vierten Kapitel da sind es nur noch drei, aber da soll man ja auch zu guter letzt den Oberboss Diablo besiegen. Und weil das Spiel auch anspruchvoll sein soll sind obendrein noch drei Schwierigkeitsgrade eingebaut. Normal, damit fängt man an. Nachdem man dann den Obermotzky zum ersten mal beiseite geräumt hat kommt man in den Schwierigkeitsgrad Alptraum. Zu guter Schluss kommt man dann in die Hölle. Die Unterschiede sind nicht gravierend, da man mal abgesehen von einem schönen Titel für seinen Charakter das Spiel dreimal durchspielt. Aber der Vorteil wiederum ist das man in höheren Schwierigkeitsgraden auch bessere Gegenstände findet. Dazu später mehr. Bevor man sich nun ins Abenteuer stürzt und Monster um Monster beseitigt, sollte man sich erstmal einen von fünf Charakteren aussuchen, Barbar, Magierin, Amazone, Totenbeschwörer oder Paladin. Die Wahl des Charakters hat Einfluss auf den anfänglichen Schwierigkeitsgrad. Jeder Charakter hat unterschiedliche Anfangswerte. Es gibt vier Attribute. Als erstes die Stärke, sie beeinflusst den Schaden den eine Waffe anrichtet. Der Barbar ist der Stärkste Charakter. Die zweite Eigenschaft ist die Geschicklichkeit. Sie beeinflusst Angriffs- und Verteidigungswerte. Der Angriffswert errechnet wie oft man den Gegner trifft, der Verteidigungswert dagegen errechnet wie oft man getroffen wird. Die Amazone hat hier klare Vorteile. Dann ist da noch die Vitalität, sie ist für Ausdauer und Lebenspunkte zuständig. Sie ist für alle Charaktere gleichermaßen wichtig, aber nicht alle haben am Anfang gleichviel Vitalität. Die vierte und letzte Eigenschaft ist die Energie. Sie gibt an wie viel Mana man zu Verfügung hat. Die Magierin und der Totenbeschwörer brauchen hier von am meisten. Der Paladin ist der ausgeglichenste Charakter und am Anfang des Spiel sehr einfach zu Spielen.

Man hat aber noch mehr Möglichkeiten seinen Charakter aufzupeppen. Jeder hat die Möglichkeit bis zu dreißig Fertigkeiten zu erlernen. Nehmen wir zum Beispiel mal die Magierin. Sie hat, wie jeder andere Charakter, drei Fertigkeitenbäume, Eis-, Feuer, und Blitzmagie. Man hat nun die Möglichkeit sich in allen Dreien weiter zu entwickeln oder man spezialisiert sich auf etwas.

Aber wie kann man seinen Charakter ausbilden?
Der Charakter basiert auf einem Level- Aufstiegs- Prinzip. Man bekommt für jedes Monster, welches man in Jenseits befördert (ohne dabei brutal zu sein), Erfahrungspunkte. Wenn man dann genug Erfahrungspunkte gesammelt hat kann man ein Level aufsteigen. Der ersten Level- Aufstieg erfolg nach fünfhundert Erfahrungspunkten, der zweite bei tausendfünfhundert EP (Erfahrungspunkten), etc. Es wäre, glaub ich zuviel, hier alle Level und die damit verbundene EP- Grenze aufzulisten. Ich kann nur soviel sagen, dass bei Level 99 Schluss ist. Nu aber weiter im Text. Pro Levelaufstieg bekommt man fünf Statuspunkte um seine Attribute aufzustocken und dann gibt es noch einen Fertigkeitspunkt, den man dann ganz nach belieben auf eine der zur Verfügung stehenden Fertigkeiten verteilen. Da liegt allerdings der Hase im Pfeffer, weil man kann nicht sofort alle Fertigkeiten ausbauen, sondern hat, abhängig vom aktuellen Level des Charakters, nur die Möglichkeit die ersten Fertigkeiten in allen drei Bäumen auszubilden. Diese Abstufung aber hat den Vorteil dass das Spiel nicht schon am Anfang langweilig wird, weil man erstmal nur die einfachen bzw. schwachen Fertigkeiten ausbilden kann. Wenn man dann aber eine Magierin mit Level fünfzehn hat und die ersten Feuerbälle verschießen kann, die dann auch noch Horden von Monster in Schutt und Asche legen. Na ja ganz so übertrieben ist es nun auch wieder nicht macht aber irre Spaß. Zusätzlich kann man bei der einen oder anderen Aufgabe auch noch Statuspunkte oder Fertigkeitenpunkte ergattern.

Na aber das ist noch nicht alles, denn man bekommt neben Gold auch Gegenstände von erlegten Monstern. Es können ganz normale Gegenstände sein, die nur normalen Schaden haben. Oder man findet verzauberte Gegenstände, die zusätzliche Attribute haben, die erst identifiziert werden müssen. Dies kann man selber machen, indem man sich eine Spruchrolle kauft oder man nimmt im spätern verlauf der Story die Option bei Cain, euer Mentor und die gute Seele in diesem Spiel, wahr. Wenn dann aber die Attribute der Waffe oder der Rüstung oder…, okay es gibt noch ein paar andere Dinge aber ich möchte ja nicht zuviel verraten, sehen kann, dann können sie im Idealfall positiv auf den Charakter wirken. Ein Punkt kann zum Beispiel sein das der Charakter fünf Stärkepunkt zusätzlich bekommt so lange er den Gegenstand trägt. Oder der Schaden der Waffe ist erhöht. Es gibt noch unzählige Attribute die auf so einem Gegenstand vorhanden sein können. Als nächste Stufe gibt es seltene Gegenstände, die Besser als Verzauberte sind, sie können mehr Attribute haben oder viel bessere. Dann kommen die Speziellen, welche nur sehr selten vorkommen. Es ist nämlich so, dass man erst sehr spät im Spiel, sehr gute Gegenstände gedroppt bekommt. Droppen ist die Fachbezeichnung für das hinfallen von Gegenständen bei Monstern. Es kommt auch immer auf die Stärke des Monsters an. Und wenn der Zufall es so will kann man auch Set- oder gesockelte- Gegenstände droppen. Set- Gegenstände sind ähnlich den Spezielle, nur braucht man hier alle Teile des Sets um die vollständige Kraft der Gegenstände zu aktivieren. Aber wer Sammelt der bekommt, meistens zumindest, sehr gute Gegenstände. Dann noch die gesockelten Gegenstände, mit denen man echt tolle Sachen machen kann. Im Verlauf des Spiels findet man den ein oder anderen Edelstein, hiervon gibt es sieben Unterschiedliche, z.B. Rubin, Smaragd oder auch Schädel…, die in fünf Abstufungen vorhanden sind. Jeder Edelstein hat andere Auswirkungen auf den Gegenstand und je besser der Stein ist desto besser ist das Attribut das der Gegenstand bekommt.

Die Vielfalt der Flora und Fauna in diesem Spiel, besonders der Fauna, ist sehr reichhaltig. Man trifft zwar immer wieder auf dieselbe Monster- Textur, aber immer mit anderem Namen und auch einer anderen Farbe.
Natürlich geben starke Monster auch immer viele EP und das ein oder andere mal droppen sie auch einen guten Gegenstand.

Dann haben wir da noch die Sekundären Dinge die man nicht unbedingt braucht, die aber in der ein oder anderen Situation doch ganz hilfreich sind: Poitons & Scrolls. Das heißt soviel wie Lebens- und Manatränke bzw. Stadtportal- und Identifikationsschriftrollen. Mit einem Lebenstrank kann man verlorene Lebenspunkte wieder auffrischen, die gibt es je nach Charakter in unterschiedlichen Größen. Der Manatrank verhält sich genau so, nur ist er logischerweise für die Manapunkte bzw. Zauberpunkte zuständig. Mit der Stadtportalschriftrolle kommt man von irgendeiner Stelle in der Wildnis immer in die aktuelle Stadt. Aber wer kein Geld für Stadtportale hat der kann das Wegpunkte- System im Spiel benutzen. Davon sind in der Wildnis mehrere vorhanden. Der Vorteil von diesen ist das man auch aus der Stadt wieder da hin gelangt wo man gerade herkommt. Bei Stadtportal ist nämlich das Problem, dass man zwar aus der Wildnis in die Stadt kommt und dann auch einmal wieder zurück, aber man kann nicht aus der Stadt an irgendeine beliebige Stelle ´beamen`. Ja und dann ist da noch die Identifikationsschriftrolle, die man nur am Anfang des Spiel benötigt, wobei man doch immer eine im Inventar haben sollte, um einen gerade gefundenen Gegenstand, bei dem man der Meinung ist er könnte zu was nütze sein, zu identifizieren.

Nun aber zum Handling des Spiels. Das gerade angesprochene Inventar ist sehr übersichtlich, aber zu klein. Wer nämlich gerne sammelt, der muss irgendwann anfangen sich zu entscheiden, nehme ich die goldene Keule oder den gelben Kriegshammer mit. Wer Platz sparen möchte nimmt die Keule, denn die Gegenstände haben unterschiedliche Größen. Eine Keule nimmt nur drei Slots ein wogegen ein Kriegshammer sechs braucht, aber auch die viel bessere Waffe ist. Ebenfalls im Inventar sieht man eine Silhouette mit mehreren Kästchen drum herum. In diese kann man die jeweiligen Gegenstände durch Klick&Drop anziehen. Da sind Rüstung, Helm, Waffe und Schild oder noch eine zweite Waffe (dies kann allerdings nur der Barbar, weil er dafür eine spezielle Fertigkeit hat), Stiefel, Handschuhe, zwei Ringe, Amulett und zu guter letzt den Gürtel.

Der Gürtel hat eine besondere Funktion. Er besteht aus vier Slots. Am Anfang nur einmal vier, aber je größer der Gürtel Wird können diese auf vier mal vier anwachsen, so das man sechzehn Tränke ablegen kann an die man im Spiel durch klicken mit der Maus gelangt oder durch die Tasten 1 bis 4, was meiner Meinung nach viel bequemer ist. Die Gürtel- Slots sieht man auf den Hauptbildschirm, der praktisch und übersichtlich angeordnet ist. Im oberen Bereich sieht man die Spielfläche wo man den Charakter herumscheut. Am unteren Rand ist die Statusleiste, mit links und rechts jeweils einer roten Kugel für die Lebenspunkte und einer blauen Kugel für Manapunkte. Dann zur Mitte hin daneben ist eine Schaltfläche in der man wählen kann welche Aktion der Charakter ausführen soll, wenn man die linke bzw. rechte Maustaste drückt. Diese können sehr unterschiedlich sein. Bei der Zauberin beispielsweise kann man in beide einen Zauber legen, beim Paladin wiederum kommt in den Linken die Aktion um mit der Waffe zu zuschlagen und in den Rechten eine Aura, wie zum Beispiel Heilaura, die den Paladin Lebenspunkte zurück gibt. Neben diesen Schaltflächen kommt rechts der Gürtel mit seinen ersten vier Slots und auf der linken Seite ist eine Statusanzeige für die Ausdauer, denn je mehr man mit dem Charakter rennt desto schneller lässt die Ausdauer nach. Über dem Ausdauerbalken ist ein etwas dünnerer Balken der anzeigt wie viele EP man schon gesammelt hat und wie viele man noch bis zum nächsten Level braucht. Leicht oberhalb der gesamten Stausleiste ist eine kleinere Leiste in der man das Inventar, den Fertigkeitenbaum, den Attribut- Bildschirm oder eine Übersichtskarte hinzuschalten kann. Auch kann man hier die spärlichen Optionen bearbeiten. Womit wir bei dem Nachteil diese Spiels sind, die Auflösung. Leider hat Blizzard nur eine Auflösung von 640 mal 480 eingebaut, womit der Bildschirmausschnitt recht klein ausfällt. Zwar kann man durch Änderung der Isometrie- Perspektive den Ausschnitt es größer machen aber so toll ist das nicht. Diesen kleinen Fehler vergisst man aber im Spiel ganz schnell.

Wer sich nicht traut alleine gegen Diablo zu kämpfen stellt kurzerhand einen Gehilfen ein. Der kostet zwar ein paar Goldstücke, aber wenn ein wenig auf ihn aufpasst dann begleitet er einen auch ziemlich lange. Und wer es leid ist alleine zu spielen, der lädt sich einfach ein paar Freunde ein und zockt Diablo über Netzwerk. Womit wir auch schon beim nächsten Feature diese Spiels wären

---Multiplayer im LAN---

Der verhält sich zu fünfundneunzig Prozent genauso wie der Singleplayer. Man sucht sich einen Charakter aus, es kann auch ein schon vorhandener sein, und loggt sich in das Spiel ein. So kann man mit bis zu acht Leuten auf Monsterjagd gehen. Der Nachteil ist das die Monster mit jedem Teilnehmer stärker werden, aber vorteilhaft ist wiederum das diese auch viel bessere Gegenstände und mehr Gold droppen. Und der der von jagen und sammeln noch nicht genug hat der klinkt sich Online ins Battel.Net ein.

---Multiplayer im Battle.Net---

Hier stellt Blizzard eine Plattform zu Verfügung auf der man sich mit tausenden von Diablo Spieler aus aller Welt treffen kann um gemeinsam auf Monsterjagd zu gehen oder einfach nur um Gegenstände zu tauschen. Das Battle.Net basiert auf derselben Story und hat zu Multiplayer im LAN nur den Unterschied das man hier mit mehr als acht Leuten in einer Party spielen kann.

---Fazit---

Wer immer noch keinen Hunger auf dieses Spiel bekommen hat der sollte mal überlegen ob er nicht doch besser Playmobil spielen gehen sollte. Selbst Genre Fremde können hier mal rein schnuppern. Das Spiel fesselt einfach und macht obendrein auch noch unheimlich Spaß. Wenn man mal von der Auflösung absieht ist dieses Spiel einfach nur gelungen. Man Spielt es nicht nur einmal durch um zu gucken wie ist den die Endsequenz, nein man spielt jeden Charakter um zu sehen wo sie sich unterscheiden, man kann nicht genug von den Zaubereffekten bekommen und… ach kein anderes Action-Rollenspiel macht so süchtig und bietet Spielspaß über mehrer Wochen.

Ich wünsche viel Spaß beim jagen und sammeln.

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