Diablo II (PC Rollenspiel) Testbericht

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ab 11,30
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Erfahrungsbericht von Pituf

Teuflisches Metzeln Nummer 2

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Diablo2 setzt, genau wie sein Vorgänger damals, neue Maßstäbe. Das zeigt sich schon an dem wunderschön gestalteten Intro, das ungefähr eine Viertelstunde dauert und mit genialer Grafik besticht. Außerdem kommt nach jedem der vier Akte, die man abgeschlossen hat, eine weitere Videosequenz. Die Videos verbinden die Handlung sehr gut miteinander.
Wer Diablo1 kennt, wird sich im zweiten Teil sofort zurechtfinden. Es wurden nur einige Verbesserungen an der Steuerung vorgenommen. So muss man zum Beispiel, um geradeaus einen langen Weg zurückzulegen, nicht mehr immer wieder weiterklicken, sondern kann die linke Maustaste einfach gedrückt halten. Außerdem muss man nicht mehr wild auf die Gegner drauflosklicken, sondern kann beim Angriff ebenfalls die Maustaste gedrückt halten. Die rechte Maustaste kann man je nach Charakterklasse mit Zaubersprüchen oder sonstigem belegen.
Worauf der Held immer am meisten aufpassen muss, sind seine Lebenspunkte und das „Mana“. Wenn er von Ersteren keine mehr hat, stirbt er, aber man ist nicht ganz tot, sondern beginnt wieder am Startpunkt eines Aktes und ihm wird eine gewisse Menge Gold abgezogen. Und auch die Ausrüstung, die man getragen hat, ist nicht ganz verloren, sondern liegt noch an der Stelle, an der man gestorben ist. Mit dem Mana kann man Zaubersprüche aussprechen oder Spezialaktionen durchführen.
Es gibt sehr viele verschiedene Ausrüstungsgegenstände z.B. verschiedene Schwertarten, Morgensterne, Hackbeile, Rüstungen, Gürtel und Ringe...usw., die man auf seinem Kampf gegen das Böse sehr gut gebrauchen kann. Am Anfang hat man nur solche, normale Waffen, aber im weiteren Verlauf des Spiels trifft man auf verzauberte Gegenstände, die man zuerst mit Hilfe einer Schriftrolle oder eines Weisen namens Deckard Cain identifizieren muss. Diese verbessern dann die Attribute des Helden, fügen dem Gegner noch Elementschäden hinzu, oder lassen bei jedem Treffer auf einen Feind die Lebenspunkte des Helden steigen.
Ich habe bis jetzt nur mit dem Paladin und dem Barbaren gespielt, da ich noch nicht die Zeit hatte mit einem anderen Charakter zu spielen. Schade finde ich, dass die ganzen Zaubersprüche aus dem Vorgänger weggelassen wurden. Mit dem Paladin kann man jetzt nicht mehr zaubern, sondern nur Spezialangriffe ausführen, z.B. mehrere Gegner in kurzer Zeit verwunden. Das ist nicht schlecht, wenn man (wie so oft) von sehr vielen Feinden umgeben ist. Die Fähigkeiten des Paladins teilen sich in drei verschiedene Arten: kämpferische Fertigkeiten, offensive- und defensive Aura-Arten. Die kämpferischen Fertigkeiten kann direkt gegen Feinde einsetzen und damit seine Angriffskraft verstärken, o.ä..
offensive Aura-Arten helfen dem Paladin, wenn Gegner in der Nähe sind, indem diese Schaden nehmen oder ihre Widerstandskraft verringert wird. Durch defensive Aura-Arten
kann der Held sich zum Beispiel heilen lassen oder Elementschäden widerstehen...

Der Barbar kann weder zaubern, noch im Fernkampf glänzen, aber er hat übermenschliche Stärke im Nahkampf. Wo er hinschlägt, wächst kein Gras mehr. Außerdem hat er als Spezialfunktion einen Angriffsschrei, der jeden Gegner flüchten lässt, oder ihm Schaden zufügt. Außerdem besitzt der BArbar die Fähigkeit genauer als die anderen Charaktere nach Heiltränken zu suchen. Doch das beste ist, dass der Barbar ab einem gewissen Geschicklichkeitsniveau in jeder Hand jeweils eine Zweihandwaffe benutzen kann.
Ich weiss nicht, wie das Zaubersystem bei der Zauberin oder beim Nekromancer ist, das werde ich hier noch anfügen.
Es gibt insgesamt gibt es 5 verschiedene Charaktertypen:
Die Amazone ist einigermaßen gut im Nahkampf, aber dafür mit Pfeil und Bogen unschlagbar. Außerdem kann sie auch mit Wurfspießen und ähnlichem umgehen.

Der Totenbeschwörer besitzt die Fähigkeit, tote Wesen wiederzubeleben und diese dann für sich kämpfen zu lassen. Dafür ist er weder im Nah- noch im Fernkampf gut zu gebrauchen.
Der Paladin hat sehr gut ausgewogene Kräfte. Er ist sowohl im Nah- als auch im Fernkampf gut zu gebrauchen und ist vor allem gegen Untote besonders wirkungsvoll.
Die Zauberin kann, wie der Name schon sagt, sehr viele, gute Zaubersprüche. Mit Waffen kann sie unbedingt gut umgehen.
Meine Wahl ist zuerst auf den Paladin gefallen, da dieser sehr ausgewogen ist. Er ist, meiner Meinung nach, auch der, der am besten für Einsteiger geeignet ist. Die anderen Charaktere sind fortgeschritteneren Spielern zu empfehlen.
Die Atmosphäre des Spiels ist ausgesprochen düster. Es ist aber nicht mehr das „Kerkerspiel“ wie der Vorgänger, sondern die Handlung spielt sich viel öfter im Freien ab. In Diablo1 gab es teilweise Höhlen mit 13Ebenen. Das ist mir bei Diablo2 noch nicht passiert(ich bin aber noch nicht ganz durch...).
Die Anzahl der verfügbaren Schriftrollen wurde auch auf 2 verringert. So gibt es nur noch die „Schriftrolle des Stadtportals“(bringt sie aus der Gefahrenzone zurück in die Stadt und wieder zurück) und die „Schriftrolle der Identifikation“, die erkennt, welche magischen Fähigkeiten bestimmte Waffen besitzen. Damit wurde das ganze Schriftrollen-Durcheinander aus dem 1. Teil beseitigt, was eine vielfach höhere Übersichtlichkeit zeigt.

Offiziell nennt sich Diablo2 ein Rollenspiel... ich würde es mehr als Actionspiel mit Rollenspielelementen ansehen. Das einzige, was noch an ein Rollenspiel erinnert, sind die verschiedenen Charakterklassen und das Attributensystem.
Man kann seine Attribute durch Erfahrung aufbessern. Für jedes besiegte Monster bekommt man Erfahrungspunkte. Wenn man eine gewisse Anzahl von diesen Erfahrungspunkten hat steigt man eine Stufe auf, und kann sich aussuchen, wie die neuen Attributpunkte auf Geschicklichkeit, Stärke, Leben oder Mana verteilt werden. Je höher deren Werte sind desto geschickter, desto stärker, desto Lebens- oder Manapuntke hat der Held.
Außerdem kann man sich bei jedem Aufstieg in eine neue Stufe entscheiden, welche Fertigkeit verbessert werden soll.
Wenn man gewisse Erfahrungsstufen erreicht hat, kann man immer weitere, wirkungsvollere Fähigkeiten dazulernen.

Eine weitere Verbesserung zu Diablo1 ist, wie ich finde, das neue Speichersystem. Man kann zwar noch immer an jeder Stelle des Spiels speichern, doch wenn man bei Diablo2 abspeichert muss man gleichzeitig das Spiel verlassen und dann wieder am Startpunkt des jeweiligen Aktes beginnen.
Danach sind alle Monster, die man bisher getötet hat, wieder da. Doch die Quicksave-Option des Vorgängers wird insofern überflüssig, da man, wie oben angesprochen, nicht \"richtig\" stirbt, sondern nur zum Startpunkt zurückgebracht wird.
Diablo2 ist für mich das Spiel des Jahres, da es einfach Spaß macht und man total an den Bildschirm gefesselt wird. Die packende Story und die Verbesserung meines Charakters ziehen mich immer wieder in ihren Bann.
So wurden schon viele Nächte zu einem „nur noch eine Ebene, dann geh ich wirklich ins Bett“-Chaos.
Alles in Allem ist Diablo ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu Blizzards Erfolg.
Übrigens kann man dieses Spiel ganz umsonst(außer Telefongebühren natürlich) im battle.net spielen. Das ist eine Internet-Seite, wo sich Spieler treffen, und dann Blizzard-Spiele zocken. Sollte sich jeder mal anschauen, der Diablo2 besitzt.

17 Bewertungen, 1 Kommentar

  • blauersafir

    29.05.2002, 17:05 Uhr von blauersafir
    Bewertung: sehr hilfreich

    intressier mich zwar nicht besonders dafür, aber sehr gut geschrieben und erklärt!...schau auch mal bei mir vorbei, gruss blauersafir