Diablo II (PC Rollenspiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von Raszagal
Man vergisst die Welt um sich
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Das Action-Rollenspiel „Diablo II“, welches aus dem Hause Blizzard stammt und schon im Jahr 2000 seinen Verkaufsstart hatte, hat in den drei Jahren seiner Entwicklung ca. $ 25 Mio. gekostet. Eine stolze Summe, die auch meines Erachtens gut angelegt worden ist.
Da ich selber die englische Version spiele, weil ich der Ansicht bin, dass die deutsche einfach nur grausame Bezeichnungen hat und in der englischen Version die ganze düstere Atmosphäre besser herüber kommt, kenne ich für viele Orte und Gegenstände nur die englischen Bezeichnungen. Soweit wie möglich versuche ich, die deutschen auch anzugeben, man möge mir verzeihen, wenn mir dies nicht immer gelingt oder ich nicht die Begriffe in der deutschen Version 100&-ig treffe. Manche Begriffe sind aber auch in der deutschen und englischen Version gleich oder so ähnlich, dass es keiner Erklärung bedarf.
Die Charaktere:
In Diablo II hat man die Wahl zwischen fünf verschiedenen Charakteren, der Amazon (Amazone), den Barbar (Barbaren), den Paladin (Paladin), den Necromancer (Totenbeschwörer) und die Sorceress (Zauberin).
Gemeinsamkeiten
Jeder dieser Charaktere gewinnt durch die Vernichtung der Gegner Erfahrungspunkte, wobei mit dem Erreichen bestimmter Erfahrungspunktstände auch Levelanstiege vorgesehen sind. Durch diese Levelanstiege hat man die Möglichkeit, die Fähigkeiten seines Charakters individuell zu verbessern, indem man zum einen 5 Punkte auf folgende Kategorien verteilt („New stats“ (neuer Status)): Strengh (Stärke), um die Angriffskraft zu erhöhen; Dexterity (Treffsicherheit), um die Wahrscheinlichkeit eines Treffers pro Schlag zu erhöhen; Vitality (Lebenskraft), um mehr Schläge einstecken zu können; Energy (Energie), um mehr Zauber aussprechen zu können oder mehr Angriffe magisch verstärken zu können. Bei einem Levelanstieg kann man aber auch zum anderen seine Fähigkeiten verbessern („New skills“ (Neue Fertigkeiten)), indem man dort die Spezialfähigkeiten der Charaktere etablieren und verbessern kann.
Die Amazone
Amazonen sind besonders für den Fernkampf geeignet. Mit Pfeil und Bogen oder Speeren können sie die Gegner vernichten, wobei noch die Möglichkeit besteht, die Geschosse mit den magischen Effekten (z.B. Gift-, Feuer- oder Eisschaden), welche unter „New skills“ entwickelt worden sind, zu verstärken. Doch auch im Nahkampf kann die Amazon eine gefährliche Gegnerin sein, sofern bei ihr beispielsweise der Angriff verbessert worden ist.
Der Barbar
Barbaren sind besonders starke Nahkämpfer, welche mangels Intelligenz kaum Magie anwenden können. Doch wo sie hinhauen, wächst kein Gras mehr =). Auch Barbaren können ihre Fertigkeiten mit „New Skills“ verbessern, beispielsweise können sie aus den Leichen der Gegner Heiltränke herstellen.
Der Paladin
Paladine sind wie Barbaren Nahkämpfer, wenn gleich ihre Kraft ungleich schwächer im Vergleich zu den Barbaren ist. Dafür haben sie magische Fähigkeiten, welche entweder die Mitstreiter stärken oder den Gegnern Schaden zufügen; auch heilende Kräfte zählen zum Repertoire der Paladine.
Der Necromancer (Totenbeschwörer klingt irgendwie... blöd *g*)
Necromancer zählen zu den schwachen Nahkämpfern, ihre Stärke besteht in der Magie, mit der er z. B. Skelette oder einen Summoner (engl. für Bote / Botin; „Begleiter“ oder „Gefährte“ würde meines Erachtens besser passen, da es sich hier um ein Wesen handelt, welches an der Seite des Necromancers für ihn kämpft) herbei rufen oder auch mittels Flüchen Gegner z.B. schwächen („Weaken“) kann.
Die Sorceress
Zauberinnen sind keinesfalls Nahkämpfer, denn ihre Spezialität sind starke Angriffszauber (Feuer-, Blitz- und Kältezauber) und so praktische Zauber wie Teleportation und Telekinese, welche sie zu gefährlichen Fernkämpfern machen können.
Ich selber habe Diablo II bisher zweimal begonnen zu spielen. Bei meinem ersten Versuch – ich spielte immerhin bis zum dritten Akt – hatte ich den Paladin genommen. Da ich nur im LAN (Local Area Network, lokale Vernetzung von PCs), also im Multiplayermodus, spiele und mein Freund ebenfalls einen Paladin gewählt hat, wurde es irgendwie blöd, weil wir uns gegenseitig gute Items weggenommen haben und beide eine ähnliche Strategie hatten. Im zweiten Versuch
habe ich den Necromancer und mein Freund die Amazon gewählt, was sich als durchaus vorteilshaft erwies, zumal ich mich nicht an die Regel „Necromancer = Fernkämpfer“ hielt sondern ihn zu einem mittlerweile relativ guten Nahkämpfer umfunktionierte – und diesen Charakter verwerfe ich bestimmt nicht wie einst meinen Paladin.
Da ich nur mit dem Necromancer Erfahrungen gemacht habe (die Zeiten des Paladins sind schon zu lange verstrichen, als dass ich da noch was vernünftiges zustande bringen könnte), möchte ich auch nur auf diesen Charakter näher eingehen.
Große Schwäche des Necromancers ist seine Vitality, die mich schon oft zum Sterben verurteilt hat, denn diese ist zu Beginn des Spiels sehr schwach ausgeprägt und dass ist bei einem Nahkämpfer, der eigentlich viel abbekommt, da er sich ins Kampfgetümmel wirft und mitten drin ist, fatal. Auch seine Dexterity lässt einiges zu wünschen übrig, so verursacht er meist 40-60% der Schläge Schaden, der Rest geht ins Leere. Doch muss man sich auch um seine Energy kümmern, denn diese bestimmt, wie viel Mana man hat (sie wird zwar immer wieder automatisch aufgeladen, aber das dauert sehr lange) und das wiederum bestimmt, wie viele Flüche oder Summoner man verwenden kann, denn jeder Zauber kostet einen bestimmten Manabetrag.
Zur Spielgeschichte:
Das Spiel ist in vier Acts (Akte) unterteilt. Im ersten Akt befindet man sich im Rogue Encampment (so stelle ich mir das nasskalte England im Mittelalter vor), im zweiten in Lut Gholein (Wüsten, im dritten in den Kurast Docks und im vierten im Pandemonium Fortress. In Akt eins bis drei gibt es sechs Quests (Aufgaben) zu erfüllen, im vierten Akt drei. Ich möchte an dieser Stelle keinen Walktrough geben, der ist meines Erachtens in „Tipps & Tricks“ zu Diablo II besser als hier aufgehoben. Daher möchte ich im folgenden nur allgemein auf das Spielgeschehen eingehen:
Ausgehend von oben genannten „Basen“ erforscht man die Dungeons, in denen sich alle möglichen Gegner aufhalten. Vorsicht ist bei den Gegnern mit den Bezeichnungen „Minion“ und „Champion“ (blaue Schrift) sowie bei den sogenannten Unique Monsters (einzigartige Monster; goldene Schrift) geboten. Diese drei Arten gibt es eigentlich bei allen Gegnerarten und haben gemeinsam, dass sie wesentlich schwerer zu besiegen sind als die normalen Gegner, weil sie zum einen stärker kämpfen und zum anderen um ein Vielfaches mehr Lebenskraft haben. Minions sind Diener der Unique Monster und sind in Gruppen mit ihrem Herren anzutreffen, oftmals ein Unique Monster und vier Minions. Champions treten dagegen meist zu dritt auf. Unique Monsters sind auch aufgrund bestimmter Fähigkeiten (besonders verhasst sind bei mir Lightning Damage (Blitzschaden) und Teleportation in Kombination mit Selbstheilung) besonders schwer zu besiegen; diese Fähigkeiten kann man unterhalb des Namens ablesen.
Beispiele für Unique Monsters:
1. Toorc Icefist (Eigenschaften: Cold Enchanted, Stone Skin) - Cold Enchanted bedeutet mit Kältezauber versehen (man kann also eingefroren werden und sich deshalb langsamer bewegen und dadurch braucht man zum Besiegen länger) und Stone Skin (Steinhaut) bedeutet eine hohe Defense (Abwehr) gehen mechanische Schläge (nicht gegen Zauber).
2. Spirit Drinker (Eigenschaften: Multiple Shoots) – Multiple Shoots (mehrfache Schüsse / mehrere Schüsse gleichzeitig) bedeutet einfach, dass z.B. statt einem mehrere Pfeile abgeschossen werden, wobei natürlich die Wahrscheinlichkeit steigt, getroffen zu werden und auch der Schaden bei dem eigenen Charakter additiv höher ausfällt.
Zusätzlich zu den Quests empfiehlt es sich, alle Dungeons und Unterdungeons zu besuchen und gegen jeden Gegner anzutreten (und natürlich siegreich aus diesen Begegnungen hervorzugehen). Es empfiehlt sich ebenso, die Dungeons mehrmals durchzuspielen, was nicht nur Erfahrungspunkte und somit auch Levelanstiege, sondern auch die Möglichkeit zu bessere Items (Gegenstände; z.B. Waffen, Rüstung) bietet. Gerade die oben genannten Supermonster bringen oft nicht nur viel Gold, womit man sich z.B. Reparatur der Waffen und Rüstung und Kauf verschiedenster Dinge (z.B. Healing Potion (Heiltränke) oder auch bessere Waffen) leisten kann, sondern auch gute Items, welche im folgenden nun näher beleuchtet werden sollen.
Items:
Items (Gegenstände) habe ich gerade schon angesprochen, doch was versteht man darunter? Es zählen Waffen jeglicher Art (u.a. Bögen, Schwerter, Speere; magisch und nicht-magisch), Armor (Rüstung; z.B. Helme, Handschuhe, Gürtel und Schilder; magisch und nicht-magisch), Schmuck (Ringe und Amulette), Gems (Edelsteine; z.B. Diamant, Amethyst, Emerald, Topaz in jeweils verschiedenen Qualitäten, vom angeschlagenen bis zum perfekten Stein), verschiedene Potions (z.B. Healing und Mana Potions, um seine Lebenskraft bzw. das verfügbare Mana wieder aufzufrischen, Stamina Postion) sowie Scrolls (Schriften; Scroll of Identify, um magische Items zu identifizieren, und Scroll of Town Portal, um zu der jeweiligen Basis zurückkehren zu können; für die Scrools kann man auch Tome (Wälzer, Bücher) kaufen, um sie darin zu sammeln und Platz zu sparen).
Wozu sind diese Items gut? Nun ja, wozu man die Tränke, Waffen und Armor braucht, dürfte eigentlich klar sein. Doch Schmuck und Gems? Der Schmuck, welcher immer magische Eigenschaften hat, kann z.B. bestimmte Werte, wie die Strengh oder die Dexterity um eine gewisse Punktzahl stärken oder sogenannte Resistances (Beständigkeit; gegen Feuer, Eis, Blitz und Gift) verstärken. Dadurch fällt der Schaden, den bestimmte Zauber auslösen, geringer aus. Man kann aber immer nur ein Amulett und zwei Ringe maximal gleichzeitig tragen. Gems haben eine ähnliche Wirkung, jedoch werden sie in Waffen, Brustpanzer und Schilde eingesetzt, sofern diese socketed (gefasst, also mit max. drei Fassungen für Steine versehen) sind. Jeder Gem hat dabei verschiedene Auswirkungen, je besser (und seltener) er ist, desto bessere Werte erzielt er, wobei jede Art der Gems auch verschiedene Auswirkungen hat: Der grüne Emerald bewirkt meist Giftschaden bzw. Gift-Resistenz, während der rote Rubin Feuerschaden bzw. Feuer-Resistenz oder der blaue Saphir Kälteschaden bzw. Kälte-Resistenz auslöst.
Grafik & Sound:
Mit einer Auflösung von 640 x 480 hat Diablo II nicht gerade eine aktuelle, wogegen allerdings die Grafik an sich recht gut gelungen ist. Vor allem die Videos sind ein Schmankerl, für die Blizzard nicht umsonst berühmt geworden ist.
Der Sound passt hervorragend zum Spiel ohne auf Dauer zu nerven. Hilfreiche Sätze, wie „not enough Mana“ (nicht genug Mana) oder „i can’t do this“ (das kann ich nicht machen), sind natürlich inbegriffen. Soweit mir bekannt, kann man sich auch einen Soundtrack zu Diablo II kaufen.
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings, nämlich das Design der gegnerischen Kreaturen betreffend: ich finde es schon etwas merkwürdig, dass man einer Kreatur eine andere Farbe verpasst und schon eine neue Kreatur daraus wird. Nun gut, es gibt schon einige verschiedene Grundtypen, z.B. Skelette, Mumien, Igel, Katzenmenschen oder Hunde, jedoch dass jedes Mal eine neue Bezeichnung bei einer anderen Farbe auftritt, ist schon einfallslos, wenn gleich der Rest des Spiels alles andere als einfallslos bezeichnet werden kann.
Systemanforderungen:
1. Bei Singleplayer-Spielen
- Windows® 2000*, 95, 98 oder NT 4.0, Service-Pack 5
- Pentium® 233 oder Äquivalent
- 32 MB RAM
- 650 MB verfügbarer Festplattenspeicher
- 4fach-CD-ROM-Laufwerk
- DirectX™-kompatible Grafikkarte
2. Bei Multiplayer-Partien
- 64 MB RAM
- 950 MB verfügbarer Festplattenspeicher
- Modem mit 28,8 kb/s oder schneller
Wer die englische Version möchte:
Das kann ich jedem nur nahe legen, der halbwegs über Englisch-Kenntnisse (und idealerweise einem guten Wörterbuch) verfügt. Über http://www.blizzard.com/market.shtml kann man sich Diablo II sowie andere Blizzard-Spiele und Marketingartikel käuflich erwerben. Diablo II kostet hier $ 39.95. Auch auf www.amazon.com kann man sich die englische Version kaufen; hier kostet sie $ 39.99.
FAZIT:
Diablo II ist ein Spiel, welches einen stundenlang am Tag, tagelang in der Woche und wochenlang pro Jahr fesseln kann. Teilweise gibt es auch langweiligere Passagen, z.B. das Trainieren des Charakters in höhere Level, wenn man stumpfsinnig immer wieder dieselben Gegner vernichtet. Aber das Lösen der Quests ist interessant und die Endgegner teilweise knüppelhart. Das Beste an Diablo II ist, dass man mit dem Durchspielen der Quests noch lange nicht fertig ist, denn dann hat man erst einmal die Stufe „normal“ geschafft, wobei danach noch „Nightmare“ (Albtraum) und „Hell“ (Hölle) folgen, die das Durchspielen erschweren (z.B. bei beiden werden beim Tod ein gewisser Anteil der Erfahrungspunkte abgezogen).
Quellen:
http://www.games-guide.de/pcgames/rollenspiele/d/diablo2.htm (deutsch)
http://www.battle.net/diablo2/ (englisch)
http://www.planetdiablo.com/ (englisch)
Da ich selber die englische Version spiele, weil ich der Ansicht bin, dass die deutsche einfach nur grausame Bezeichnungen hat und in der englischen Version die ganze düstere Atmosphäre besser herüber kommt, kenne ich für viele Orte und Gegenstände nur die englischen Bezeichnungen. Soweit wie möglich versuche ich, die deutschen auch anzugeben, man möge mir verzeihen, wenn mir dies nicht immer gelingt oder ich nicht die Begriffe in der deutschen Version 100&-ig treffe. Manche Begriffe sind aber auch in der deutschen und englischen Version gleich oder so ähnlich, dass es keiner Erklärung bedarf.
Die Charaktere:
In Diablo II hat man die Wahl zwischen fünf verschiedenen Charakteren, der Amazon (Amazone), den Barbar (Barbaren), den Paladin (Paladin), den Necromancer (Totenbeschwörer) und die Sorceress (Zauberin).
Gemeinsamkeiten
Jeder dieser Charaktere gewinnt durch die Vernichtung der Gegner Erfahrungspunkte, wobei mit dem Erreichen bestimmter Erfahrungspunktstände auch Levelanstiege vorgesehen sind. Durch diese Levelanstiege hat man die Möglichkeit, die Fähigkeiten seines Charakters individuell zu verbessern, indem man zum einen 5 Punkte auf folgende Kategorien verteilt („New stats“ (neuer Status)): Strengh (Stärke), um die Angriffskraft zu erhöhen; Dexterity (Treffsicherheit), um die Wahrscheinlichkeit eines Treffers pro Schlag zu erhöhen; Vitality (Lebenskraft), um mehr Schläge einstecken zu können; Energy (Energie), um mehr Zauber aussprechen zu können oder mehr Angriffe magisch verstärken zu können. Bei einem Levelanstieg kann man aber auch zum anderen seine Fähigkeiten verbessern („New skills“ (Neue Fertigkeiten)), indem man dort die Spezialfähigkeiten der Charaktere etablieren und verbessern kann.
Die Amazone
Amazonen sind besonders für den Fernkampf geeignet. Mit Pfeil und Bogen oder Speeren können sie die Gegner vernichten, wobei noch die Möglichkeit besteht, die Geschosse mit den magischen Effekten (z.B. Gift-, Feuer- oder Eisschaden), welche unter „New skills“ entwickelt worden sind, zu verstärken. Doch auch im Nahkampf kann die Amazon eine gefährliche Gegnerin sein, sofern bei ihr beispielsweise der Angriff verbessert worden ist.
Der Barbar
Barbaren sind besonders starke Nahkämpfer, welche mangels Intelligenz kaum Magie anwenden können. Doch wo sie hinhauen, wächst kein Gras mehr =). Auch Barbaren können ihre Fertigkeiten mit „New Skills“ verbessern, beispielsweise können sie aus den Leichen der Gegner Heiltränke herstellen.
Der Paladin
Paladine sind wie Barbaren Nahkämpfer, wenn gleich ihre Kraft ungleich schwächer im Vergleich zu den Barbaren ist. Dafür haben sie magische Fähigkeiten, welche entweder die Mitstreiter stärken oder den Gegnern Schaden zufügen; auch heilende Kräfte zählen zum Repertoire der Paladine.
Der Necromancer (Totenbeschwörer klingt irgendwie... blöd *g*)
Necromancer zählen zu den schwachen Nahkämpfern, ihre Stärke besteht in der Magie, mit der er z. B. Skelette oder einen Summoner (engl. für Bote / Botin; „Begleiter“ oder „Gefährte“ würde meines Erachtens besser passen, da es sich hier um ein Wesen handelt, welches an der Seite des Necromancers für ihn kämpft) herbei rufen oder auch mittels Flüchen Gegner z.B. schwächen („Weaken“) kann.
Die Sorceress
Zauberinnen sind keinesfalls Nahkämpfer, denn ihre Spezialität sind starke Angriffszauber (Feuer-, Blitz- und Kältezauber) und so praktische Zauber wie Teleportation und Telekinese, welche sie zu gefährlichen Fernkämpfern machen können.
Ich selber habe Diablo II bisher zweimal begonnen zu spielen. Bei meinem ersten Versuch – ich spielte immerhin bis zum dritten Akt – hatte ich den Paladin genommen. Da ich nur im LAN (Local Area Network, lokale Vernetzung von PCs), also im Multiplayermodus, spiele und mein Freund ebenfalls einen Paladin gewählt hat, wurde es irgendwie blöd, weil wir uns gegenseitig gute Items weggenommen haben und beide eine ähnliche Strategie hatten. Im zweiten Versuch
habe ich den Necromancer und mein Freund die Amazon gewählt, was sich als durchaus vorteilshaft erwies, zumal ich mich nicht an die Regel „Necromancer = Fernkämpfer“ hielt sondern ihn zu einem mittlerweile relativ guten Nahkämpfer umfunktionierte – und diesen Charakter verwerfe ich bestimmt nicht wie einst meinen Paladin.
Da ich nur mit dem Necromancer Erfahrungen gemacht habe (die Zeiten des Paladins sind schon zu lange verstrichen, als dass ich da noch was vernünftiges zustande bringen könnte), möchte ich auch nur auf diesen Charakter näher eingehen.
Große Schwäche des Necromancers ist seine Vitality, die mich schon oft zum Sterben verurteilt hat, denn diese ist zu Beginn des Spiels sehr schwach ausgeprägt und dass ist bei einem Nahkämpfer, der eigentlich viel abbekommt, da er sich ins Kampfgetümmel wirft und mitten drin ist, fatal. Auch seine Dexterity lässt einiges zu wünschen übrig, so verursacht er meist 40-60% der Schläge Schaden, der Rest geht ins Leere. Doch muss man sich auch um seine Energy kümmern, denn diese bestimmt, wie viel Mana man hat (sie wird zwar immer wieder automatisch aufgeladen, aber das dauert sehr lange) und das wiederum bestimmt, wie viele Flüche oder Summoner man verwenden kann, denn jeder Zauber kostet einen bestimmten Manabetrag.
Zur Spielgeschichte:
Das Spiel ist in vier Acts (Akte) unterteilt. Im ersten Akt befindet man sich im Rogue Encampment (so stelle ich mir das nasskalte England im Mittelalter vor), im zweiten in Lut Gholein (Wüsten, im dritten in den Kurast Docks und im vierten im Pandemonium Fortress. In Akt eins bis drei gibt es sechs Quests (Aufgaben) zu erfüllen, im vierten Akt drei. Ich möchte an dieser Stelle keinen Walktrough geben, der ist meines Erachtens in „Tipps & Tricks“ zu Diablo II besser als hier aufgehoben. Daher möchte ich im folgenden nur allgemein auf das Spielgeschehen eingehen:
Ausgehend von oben genannten „Basen“ erforscht man die Dungeons, in denen sich alle möglichen Gegner aufhalten. Vorsicht ist bei den Gegnern mit den Bezeichnungen „Minion“ und „Champion“ (blaue Schrift) sowie bei den sogenannten Unique Monsters (einzigartige Monster; goldene Schrift) geboten. Diese drei Arten gibt es eigentlich bei allen Gegnerarten und haben gemeinsam, dass sie wesentlich schwerer zu besiegen sind als die normalen Gegner, weil sie zum einen stärker kämpfen und zum anderen um ein Vielfaches mehr Lebenskraft haben. Minions sind Diener der Unique Monster und sind in Gruppen mit ihrem Herren anzutreffen, oftmals ein Unique Monster und vier Minions. Champions treten dagegen meist zu dritt auf. Unique Monsters sind auch aufgrund bestimmter Fähigkeiten (besonders verhasst sind bei mir Lightning Damage (Blitzschaden) und Teleportation in Kombination mit Selbstheilung) besonders schwer zu besiegen; diese Fähigkeiten kann man unterhalb des Namens ablesen.
Beispiele für Unique Monsters:
1. Toorc Icefist (Eigenschaften: Cold Enchanted, Stone Skin) - Cold Enchanted bedeutet mit Kältezauber versehen (man kann also eingefroren werden und sich deshalb langsamer bewegen und dadurch braucht man zum Besiegen länger) und Stone Skin (Steinhaut) bedeutet eine hohe Defense (Abwehr) gehen mechanische Schläge (nicht gegen Zauber).
2. Spirit Drinker (Eigenschaften: Multiple Shoots) – Multiple Shoots (mehrfache Schüsse / mehrere Schüsse gleichzeitig) bedeutet einfach, dass z.B. statt einem mehrere Pfeile abgeschossen werden, wobei natürlich die Wahrscheinlichkeit steigt, getroffen zu werden und auch der Schaden bei dem eigenen Charakter additiv höher ausfällt.
Zusätzlich zu den Quests empfiehlt es sich, alle Dungeons und Unterdungeons zu besuchen und gegen jeden Gegner anzutreten (und natürlich siegreich aus diesen Begegnungen hervorzugehen). Es empfiehlt sich ebenso, die Dungeons mehrmals durchzuspielen, was nicht nur Erfahrungspunkte und somit auch Levelanstiege, sondern auch die Möglichkeit zu bessere Items (Gegenstände; z.B. Waffen, Rüstung) bietet. Gerade die oben genannten Supermonster bringen oft nicht nur viel Gold, womit man sich z.B. Reparatur der Waffen und Rüstung und Kauf verschiedenster Dinge (z.B. Healing Potion (Heiltränke) oder auch bessere Waffen) leisten kann, sondern auch gute Items, welche im folgenden nun näher beleuchtet werden sollen.
Items:
Items (Gegenstände) habe ich gerade schon angesprochen, doch was versteht man darunter? Es zählen Waffen jeglicher Art (u.a. Bögen, Schwerter, Speere; magisch und nicht-magisch), Armor (Rüstung; z.B. Helme, Handschuhe, Gürtel und Schilder; magisch und nicht-magisch), Schmuck (Ringe und Amulette), Gems (Edelsteine; z.B. Diamant, Amethyst, Emerald, Topaz in jeweils verschiedenen Qualitäten, vom angeschlagenen bis zum perfekten Stein), verschiedene Potions (z.B. Healing und Mana Potions, um seine Lebenskraft bzw. das verfügbare Mana wieder aufzufrischen, Stamina Postion) sowie Scrolls (Schriften; Scroll of Identify, um magische Items zu identifizieren, und Scroll of Town Portal, um zu der jeweiligen Basis zurückkehren zu können; für die Scrools kann man auch Tome (Wälzer, Bücher) kaufen, um sie darin zu sammeln und Platz zu sparen).
Wozu sind diese Items gut? Nun ja, wozu man die Tränke, Waffen und Armor braucht, dürfte eigentlich klar sein. Doch Schmuck und Gems? Der Schmuck, welcher immer magische Eigenschaften hat, kann z.B. bestimmte Werte, wie die Strengh oder die Dexterity um eine gewisse Punktzahl stärken oder sogenannte Resistances (Beständigkeit; gegen Feuer, Eis, Blitz und Gift) verstärken. Dadurch fällt der Schaden, den bestimmte Zauber auslösen, geringer aus. Man kann aber immer nur ein Amulett und zwei Ringe maximal gleichzeitig tragen. Gems haben eine ähnliche Wirkung, jedoch werden sie in Waffen, Brustpanzer und Schilde eingesetzt, sofern diese socketed (gefasst, also mit max. drei Fassungen für Steine versehen) sind. Jeder Gem hat dabei verschiedene Auswirkungen, je besser (und seltener) er ist, desto bessere Werte erzielt er, wobei jede Art der Gems auch verschiedene Auswirkungen hat: Der grüne Emerald bewirkt meist Giftschaden bzw. Gift-Resistenz, während der rote Rubin Feuerschaden bzw. Feuer-Resistenz oder der blaue Saphir Kälteschaden bzw. Kälte-Resistenz auslöst.
Grafik & Sound:
Mit einer Auflösung von 640 x 480 hat Diablo II nicht gerade eine aktuelle, wogegen allerdings die Grafik an sich recht gut gelungen ist. Vor allem die Videos sind ein Schmankerl, für die Blizzard nicht umsonst berühmt geworden ist.
Der Sound passt hervorragend zum Spiel ohne auf Dauer zu nerven. Hilfreiche Sätze, wie „not enough Mana“ (nicht genug Mana) oder „i can’t do this“ (das kann ich nicht machen), sind natürlich inbegriffen. Soweit mir bekannt, kann man sich auch einen Soundtrack zu Diablo II kaufen.
Einen Kritikpunkt habe ich allerdings, nämlich das Design der gegnerischen Kreaturen betreffend: ich finde es schon etwas merkwürdig, dass man einer Kreatur eine andere Farbe verpasst und schon eine neue Kreatur daraus wird. Nun gut, es gibt schon einige verschiedene Grundtypen, z.B. Skelette, Mumien, Igel, Katzenmenschen oder Hunde, jedoch dass jedes Mal eine neue Bezeichnung bei einer anderen Farbe auftritt, ist schon einfallslos, wenn gleich der Rest des Spiels alles andere als einfallslos bezeichnet werden kann.
Systemanforderungen:
1. Bei Singleplayer-Spielen
- Windows® 2000*, 95, 98 oder NT 4.0, Service-Pack 5
- Pentium® 233 oder Äquivalent
- 32 MB RAM
- 650 MB verfügbarer Festplattenspeicher
- 4fach-CD-ROM-Laufwerk
- DirectX™-kompatible Grafikkarte
2. Bei Multiplayer-Partien
- 64 MB RAM
- 950 MB verfügbarer Festplattenspeicher
- Modem mit 28,8 kb/s oder schneller
Wer die englische Version möchte:
Das kann ich jedem nur nahe legen, der halbwegs über Englisch-Kenntnisse (und idealerweise einem guten Wörterbuch) verfügt. Über http://www.blizzard.com/market.shtml kann man sich Diablo II sowie andere Blizzard-Spiele und Marketingartikel käuflich erwerben. Diablo II kostet hier $ 39.95. Auch auf www.amazon.com kann man sich die englische Version kaufen; hier kostet sie $ 39.99.
FAZIT:
Diablo II ist ein Spiel, welches einen stundenlang am Tag, tagelang in der Woche und wochenlang pro Jahr fesseln kann. Teilweise gibt es auch langweiligere Passagen, z.B. das Trainieren des Charakters in höhere Level, wenn man stumpfsinnig immer wieder dieselben Gegner vernichtet. Aber das Lösen der Quests ist interessant und die Endgegner teilweise knüppelhart. Das Beste an Diablo II ist, dass man mit dem Durchspielen der Quests noch lange nicht fertig ist, denn dann hat man erst einmal die Stufe „normal“ geschafft, wobei danach noch „Nightmare“ (Albtraum) und „Hell“ (Hölle) folgen, die das Durchspielen erschweren (z.B. bei beiden werden beim Tod ein gewisser Anteil der Erfahrungspunkte abgezogen).
Quellen:
http://www.games-guide.de/pcgames/rollenspiele/d/diablo2.htm (deutsch)
http://www.battle.net/diablo2/ (englisch)
http://www.planetdiablo.com/ (englisch)
11 Bewertungen, 1 Kommentar
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10.04.2002, 20:46 Uhr von TimoSchwinn
Bewertung: sehr hilfreichSehr informativer Bericht! Kannst ja vielleicht auch mal bei mir vorbei lesen.
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