Die Ärzte ab 18 - Die Ärzte Testbericht

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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Cover-Design:  gut
  • Klangqualität:  sehr gut

Erfahrungsbericht von helden_gesucht

Spaßpunk für Volljährige

5
  • Cover-Design:  durchschnittlich
  • Klangqualität:  sehr gut

Pro:

nette Songs, Altersbeschränkung schon irgendwo gerechtfertigt

Kontra:

ähm die wollen Geld dafür?

Empfehlung:

Ja

Vorwort
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Am Ende der 80er wurden fast alle „neuen“ Alben der „Ärzte“ verboten. Die Bundesprüfstelle für Jugendgefährdende Schriften setzte jede Menge der Lieder von den Ärzten auf den Index. Also entschlossen sich Bela, Farin und Hagen ein ganzes Album herauszubringen, dass solche „jugendgefährdende Werke“ enthielt. Das Album „Ab 18“ war geboren.

Die Band
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Es soll auch noch Leute geben, denen die Namen Rodrigo Gonzales, Bela B. und Farin Urlaub nichts sagen. So zum Beispiel meinem Opa. Der meinte nur: Aber was machen die zwei anderen, wenn der eine im Urlaub ist? Er wusste nicht, dass Farin Urlaub der Künstlername von Jan war. Also um solche Missverständnisse auszuräumen hier einpaar kurze Facts.
Die Story der besten Band der Welt beginnt schon 1980 in Berlin. Bela B. alias Dirk Felsenheimer und Farin Urlaub alias Jan Vetter treffen zum ersten Mal aufeinander. „Soilent Grün“ heißt die erste gemeinsame Band bis 1982. Dann ist erst mal Schluss. Mit dem Bassisten Hans \"Sahnie\" Runge werden „Die Ärzte“ gegründet. Die erste EP „Zu schön um wahr zu sein“ ist nie erschienen, allerdings kann man viele der Songs trotzdem irgendwo finden. Der Gewinn des Berliner Senatsrockwettbewerbs ´84 ist der eigentliche Anfang der Erfolgsstory. „Sahnie“ fliegt 2 Jahre später aus der Band und Hagen Liebling kommt in die Band (vor Kurzem im MTV „Die Ärzte – 15 Jahre Netto“ zu sehen). 1993 ist Schluss. Das Abschlusskonzert auf Sylt sollte das Letzte sein, allerdings wagen Bela und Farin mit Rodrigo Gonzalez einen Neuanfang und jetzt beginnen die fetten Jahre!!!
Soviel kurz zur Band.

Das Album
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Also die Bezeichnung „LP“ ist eine echte Beleidigung, denn „Ab 18“ enthält gerade mal magere 7 Songs. Zwar zum Heulen, aber daran kann man jetzt auch nichts mehr ändern.
Das in schwarz gehaltene Cover enthält nur ganz groß der Schriftzug „Ab 18“. Auf der Rückseite sind wie gewöhnlich die Titel zu finden. Zum ersten Male ist auch die Gwendoline, das Markenzeichen der Band, mit von der Partie.

Tracklist
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#1 Sie kratzt, sie stinkt, sie klebt
#2 Geschwisterliebe
#3 Helmut K.
#4 Claudia hat ´nen Schäferhund
#5 Claudia II
#6 Sweet sweet Gwendoline
#7 Schlaflied

…und die Tracks im Einzelnen
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> Sie Kratzt, Sie Beißt, Sie Stinkt < - Der Opener beginnt im Akapella-Stil und einem netten Knabenchor, aus den 3 Goldkelchen der „besten Band der Welt“. Eigentlich ein ganz ruhiger Song, welcher durch rhythmisches Schnippen begleitet wird. Erst als der erste Refrain kurz vor der Tür steht, wird schlagartig zum guten alten Punkrockstil umgeschalten. Oder sagen wir, es kommt der gewohnte, verspielte Ärzte-Sound. Wie immer ist auch eine kleine Prise Humor und Ironie dabei. Ganz netter Song, allerdings nicht der Kracher... aber durchaus gelungen.
(4/5) -> (2:31)

> Geschwisterliebe < - Der erste richtige Kracher der CD ist „Geschwisterliebe“. Die Leute, die sich die ganze Zeit gefragt haben, warum das Album als jugendgefährdendes Medium eingestuft worden ist, werden sich den Grund jetzt wohl denken können. Der harmlose Anfang verrät wirklich nichts über den textlichen Kracher, den der Titel bereithält. Farin beginnt mit seiner „süßen“ Stimme. Die Worte: „flach legen“ mussten natürlich in diesem 4 Akkorde-Lied besonders herausgestellt werden... Man weiß nicht wirklich, wo man den Song hinpacken soll. Das Thema ist wie so oft provokativ gewählt und irgendwo ist es ja auch lustig, jedoch wie kommt zum Beispiel Farin auf diesen Text??? Egal, geniales Stück Ärzte-Musik.
(5/5) -> (4:11)

> Helmut K. < - Die Ärzte sind dafür bekannt, provokative Texte zu schreiben. Vor allem Sozial- und Politkritisches geistert durch ihre Köpfe. Politiker sind ja im allgemeinen schon ein beliebtes Ziel für Comedyattacken und hier musste der Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl herhalten. Frech behaupten die Ärzte, wieder nicht allzuernst nehmen, : „Helmut Kohl schlägt seine Frau...“ Eine flotte Melodie, ein stumpfsinniger Schlagzeugbeat und Farins und Belas Stimmen am Mikro – mehr braucht man nicht für einen Klasse Ärzte-Song.
(5/5) -> (2:34)

> Claudia hat ´nen Schäferhund < - Eigentlich der Klassiker schlechthin. „Claudia hat ´nen Schäferhund“ hat in den 15 Jahren Netto, die es die Band schon gibt, schon 2 Fortsetzungen erlebt. „Claudia II“ befindet sich ebenfalls auf dieser CD. Und wer anderes sollte diesen Track singen außer dem Superhitschreiber der Band. Farin Urlaub – stilecht mit blonder Fönfrisur und Deadnote-Riff. Bela steuert die markanten Beats dazu. Live ist diese Version noch besser, da die Gitarren noch intensiver sind und alles etwas lauter ist. Aber der Text ist einfach nur witzig...
(5/5) -> (2:00)

> Claudia II < - Wie angekündigt der zweite Teil der „Claudia-Trilogie“. Jedoch wer jetzt glaubt, dass der Song gänzlich dem ersten Stück ähnelt, der irrt. Es geht zunächst einmal los mit einem genialen Gitarrenintro und einem kurzen Vorgespräch von Farin. Klar, die Strophenmelodie muss folglich die gleiche sein, jedoch der Text knüpft nahtlos an Teil eins an. Manche Fortsetzungen sind eben trotzdem so gut, wie der erste Teil.
(5/5) -> (2:30)

> Sweet Sweet Gwendoline < - Hier beginnt der Song mit einer liebreizenden Frauenstimme, welche allerdings schnell durch, wieder mal, Farins Stimme abgelöst wird. Der Song wirkt zwar auf den ersten Blick lieblos und emotionslos, jedoch gibt es auch Stellen wie „Yeau“ mit dem anschließenden Stöhnen, die dies sofort wiederlegen. Es ist eben ein Ärzte-Song. Alles hat sein Pointe und jeder Ärzte-Song hat irgendwo, auch wenn er versteckt ist, einen Witz in sich.
(4/5) -> (2:55)

>Schlaflied < - Zu meiner Verteidigung muss ich sagen: als ich das Album das erste Mal hörte, habe ich auch das „Schlaflied“ zum ersten Mal gehört. Es klingt harmlos, jedoch schon nach wenigen Minuten wird einem das Gegenteil bewiesen. Von wegen gute Nacht – also die meisten, kleinen Kinder werden nach diesem Song nicht mehr schlafen können. Monster im Zimmer, es verunstaltet einen, töte einen sogar und der Schlusssatz ist: „Die Sonne geht auf und du bist tot.“ Hier lässt sich zusammenfassen: Es hat die Melodie und die Begleitung wie ein Schlaflied. Es hat die Stimme (Farin) eines Schlafliedes, jedoch der Inhalt des Textes... wie gesagt, danach möchte sicherlich keiner mehr schlafen
(5/5) -> (4:30)

Fazit
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„Ab 18“ hat seine Berechtigung nur zum Teil, denn mit Liedern kann man niemanden verderben und erst recht nicht mit diesem Spaßpunkrock. Es ist ein geniales Album, jedoch kann man es als Album bezeichnen? Ich wollte mir diesen Fakt bis zum Schluss aufheben, weil „Die Ärzte2 nun mal meine Lieblingsband sind. Aber ich muss zugeben: die CD ist viel zu kurz. Zwar sind fast nur Klassiker drauf, jedoch sind 7 Songs viel zu wenig. Eine Gesamtspieldauer von etwas mehr als 20 Minuten ist eigentlich eine Frechheit. Sie hätten es so machen sollen, wie mit dem „5,6,7,8 Bullenstaat“ – Album – einfach zum Freedownload freigeben, aber so... dafür Geld? Also wenn, höchstens 5 €...

Ich schreibe auch auf ciao unter dem selbem Nick.

38 Bewertungen, 3 Kommentare

  • misscindy

    01.01.2009, 14:45 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein frohes neues Jahr wünscht Sylvia

  • frankensteins

    13.09.2008, 23:36 Uhr von frankensteins
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße Werner

  • hjid55

    09.07.2008, 17:11 Uhr von hjid55
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und liebe Grüße Sarah