Die Bourne Verschwörung (UMD) (Actionfilm) Testbericht
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Erfahrungsbericht von das-christian
Matt Damon unter Beschuss!
Pro:
Schauplätze, Schauspieler
Kontra:
Kameraführung, man muss den ersten Teil gesehen haben um den zweiten richtig verstehen zu können
Empfehlung:
Ja
Am Donnerstag war wieder einmal Kinotag bei mir angesagt. Ich ging mit einem Kumpel ins Kino, eigentlich wollten wir uns ja den neuen Otto-Film Sieben Zwerge – Männer allein im Wald anschauen, aber der lief ja noch gar nicht. Aber die Bourne Verschwörung klang auch sehr interessant, obwohl wir beide den ersten Teil noch nicht gesehen haben. Die Vorschau sah sehr viel versprechend aus, also taten wir uns diesen Streifen an. Hier folgt nun mein Bericht über den Kinofilm die Bourne Verschwörung.
Vorgeschichte
Ein Mann (Matt Damon) wird von einem Fischerboot aus dem Mittelmeer treibend gefischt. Er hat keine Erinnerung einen implantierten Mikrochip und ein paar Kugeln im Bauch. Auf der Suche nach seiner wahren Identität stößt er auf den Namen Jason Bourne, von nun an läuft alles turbulent bei ihm, er steht ständig unter Beschuss und wird gejagt. Auf seiner Flucht nimmt er die deutsche Marie Kreutz (Franka Potente) mit, die ihm unterstützt.
Story
Jason Bourne ist es inzwischen gelungen mit Marie in Goa unterzutauchen, zwei Jahre sind vergangen und Bourne hat immer noch nicht sein Gedächtnis wiedergefunden. Die Ruhe hält jedoch nicht lange an, da in Berlin ein Attentat verübt wurde, wo Bournes Fingerabdrücke gefunden wurden. Ein russischer Attentäter hat Bourne aufgespürt und versucht ihn umzubringen, er erwischt jedoch Marie. Die Spur allen Übels führt Bourne nach Berlin, wo er schnell mitbekommt das ihm ein Mord angehängt wird. Er merkt dass eine Pamela Landy (Joan Allen) mit dieser Sache zu tun hat und macht sie ausfindig. Es beginnt wieder eine Jagd auf Bourne, in der er sich selbst jedoch auch als Jäger und Rächer ausgibt.
Schauspieler
Hauptdarsteller Matt Damon ist eine feste Hollywoodgröße. Schauspielerisch gibt es nichts an ihm zu bemängeln. Obwohl er nicht der geeignete Actiondarsteller ist, weil man ihn aus anderen Produktionen kennt, die nichts mit diesem Gebiet zu tun haben. Lässt man dies außer Acht, erkennt man dass die Figur Jason Bourne sehr glaubwürdig dargestellt wird. Matt Damon spielte bereits in Produktionen wie Dogma, der Soldat James Ryan oder Ocean’s Eleven mit.
Franka Potente bekommt nur eine kleine Nebenrolle ab, da sie sehr früh stirbt. Für eine deutsche war ihre schauspielerische Leistung recht gut. Diese beiden Bourne-Filme sind ihre erste große Hollywoodproduktion gewesen. Joan Allen spielt Pamela Landy, die Frau die es anfangs auf Jason Bourne abgesehen hat, jedoch mit der Zeit hinter das wahre Geschehen kommt. Joan Allen hat bereits in Filmen wie Face/Off oder Pleasantville mitgewirkt. Der Rest der Schauspielergarde ist eher unwichtig beziehungsweise unbekannt, Hauptakteur des gesamten Films ist Matt Damon.
Meine Meinung
Wer den ersten Teil nicht kennt, der wird in das kalte Wasser geworfen. Eine richtige Rückblende gibt es nicht, während des Filmes werden viele Dinge geklärt, was es mit der Figur Jason Bourne auf sich hat. Die Story ist eine reine Actionstory, jedoch nicht auf Niveau von amerikanischen Filmen, allein schon aufgrund der Tatsache dass dieser Film hauptsächlich in Deutschland und Russland spielt. Unterhaltsam ist die Story auf jeden Fall, sie enthält zwar einige kleine Schwächen in der Mitte aber langweilig wird es nicht. Vorhersehbar ist die Story auf keinen Fall, denn der Tot von Franka Potente am Anfang des Filmes ist schon sehr überraschend. Das Ziel von Bourne im Film ist es, seine wahre Identität zu finden und den wahren Verbrecher des Attentates ausfindig zu machen.
Der Film enthält sehr viel Action, es ist im Grunde ein typischer Actionfilm. Es gibt zwar keine Massenschießereien, aber Verfolgungsjagden, zahlreiche Zweikämpfe und Morde. Auf der Suche nach Bournes wahrer Identität geht keine Spannung verloren, speziell die Jagden auf Bourne sind spannend, da er oftmals kurz davor ist erwischt zu werden, jedoch letztendlich immer entkommen kann. Die Romantik findet sehr früh ein jähes Ende, denn Bourne ist im Film Einzelgänger ohne weiblichen Kontakt, bis auf Pamela Landy, jedoch begegnen sich diese beiden nie privat. Lachen konnte ich soweit ich weiß kein einziges mal, komödiantisches hatte der Film überhaupt nicht zu bieten, was aber auch nicht nötig war. Einzig etwas Situationskomik war gegeben, wo Bourne mit Pamela Landy telefoniert und diese nebenbei beobachtet und er dann letztendlich einen Hinweis gibt, dass er sie sieht. Diese Handlung war zweimal im Film vertreten.
Der Film enthält auch einige sehr gute Szenen. Zum Beispiel als Bournes Freundin Marie stirbt. Sie bekommt einen Kopfschuss und beide düsen über die Brücke in einen Fluss. Bourne merkt anfangs gar nicht das Marie tot ist, bis er sie in den Meeresgrund treiben lässt, weil sie kein Lebenszeichen von sich gibt. Der Killer fühlt sich sicher dass beide tot sind und verschwindet. Jedoch weiß ich nicht genau wie Jason Bourne aus dem Gewässer herausgekommen ist, ohne entdeckt zu werden. Auch die letzte Verfolgungsjagd ist sehr gut, wenn man die Kameraführung außer Acht lässt. Hier wickelt Bourne den Jeep des Auftragskillers über eine Betonstütze in einem Tunnel.
Besonders gut finde ich, dass der Film an authentischen Schauplätzen in Berlin gedreht wurde. Hier wurde auf jedes Detail geachtet, so dass es sehr glaubwürdig rüberkommt. Speziell die deutsche Polizei hat eine etwas tollpatschige Rolle im film, da sie auch auf der Jagd nach Jason Bourne ist, ihn jedoch nicht zu fassen bekommt.
Was mich unglaublich genervt hat, war die wackelige Kameraführung. Regisseur Paul Greengrass ist dafür bekannt, dass er Actionszenen mit der Handkamera dreht, jedoch war bei den Actionszenen in diesem Film oftmals kaum etwas zu erkennen, weil die Kamera so gewackelt hat und die Schnitte so schnell waren. Speziell bei den Verfolgungsjagden konnte man teilweise gar nichts erkennen. Manche finden es vielleicht gut, mich hat es genervt.
Daten zum Film
Das Herstellungsland ist neben den USA auch Deutschland. Der Film stammt aus dem Jahre 2004 und läuft seit 21.10. in den deutschen Kinos. Er hat eine Lauflänge von zirka 98 Minuten, ist ausreichend, ich kann nicht sagen dass ich in den 90 Minuten fast eingeschlafen wäre. Das Bildformat ist 2,35:1 und er hat eine Altersfreigabe von 12 Jahren bekommen. Wobei ich sagen muss, das eine FSK von 16 auch nicht geschadet hätte, man sieht zwar nicht direkt die Tötungsszenen, aber er ist schon sehr hart.
Fazit
Wer einen guten Actionfilm sehen möchte, dem kann ich die Bourne Verschwörung empfehlen. Bis auf die Tatsache, dass die Kameraführung mehr als schlecht war und man diesen Film vielleicht schnell wieder vergisst, war es doch ein gelungener Kinoabend. Ich saß danach jedoch mit meinem Kumpel noch im Kino und wir wussten nicht was wir noch über den Film erzählen sollten, weil es einfach nichts zu erzählen gab. Positive und negative Dinge gleichen sich aus, so dass ich die Bourne Verschwörung als einen durchschnittlichen Film einstufen kann, den man sehen kann aber nicht muss. Meine Empfehlung spreche ich jedenfalls aus, weil bereut habe ich es nicht ihn gesehen zu haben.
26 Bewertungen, 3 Kommentare
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06.11.2004, 15:17 Uhr von Dannyboy
Bewertung: sehr hilfreichweicht aber sehr stark vom Buch ab...
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05.11.2004, 16:31 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichHi, ich kenne leider bisher nur Teil 1, so begeisternd scheint die Fortsetzung nicht mehr zu sein, außerdem stirbt Franka auch noch :( ... Gruß, Sven (Zoobremia)
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05.11.2004, 16:28 Uhr von KleineKrabbe1
Bewertung: sehr hilfreich.. ich habe den ersten Teil gesehen und so fiel mir gar nicht auf, wie schwer verständlich der Film sein muß, wenn man den ersten Teil nicht gesehen hat... aber Du hast da völlig Recht! Ansonsten fand ich den Film gelungen. :-)
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