Erfahrungsbericht von Embraceable
Ist das der Traum der Männer?
Pro:
unterhaltsam, spricht beide Geschlechter an
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Gemeinde,
gestern war ich im Kino und wirklich total begeistert von diesem Film, deshalb folgt heute mein Bericht über \"Die Frauen von Stepford\"
Zur Story:
Johanna Eberhardt (Nicole Kidman) ist eine erfolgreiche Frau im Fernsehen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und wird von diesem Podest durch einen Zwischenfall (ein wenig Überraschung muss sein *g*) gestoßen.
Um ihre Ehe nach ihrem Nervenzusammenbruch mit ihrem Mann Walter (Matthew Broderick) zu retten, ziehen sie gemeinsam mit ihren Kindern nach Stepford.
Hier begegnen sie einer amerikanischen Traumidylle mit durchweg wunderschönen und devoten Frauen, herrlichen Villen und einem großen Geheimnis, das Johanna lüften will.
Die Frauen von Stepford sind nämlich alle einst große Karrierefrauen wie sie gewesen, bevor sie nach Stepford kamen, um für ihre Männer den ganzen Tag schön, hilfsbereit und gehorsam zu werden.Ein dunkles Geheimnis steckt hinter diesen Frauen und ihren Ehemännern....
Wenn man an dieser Stelle jetzt mehr verraten würde, wäre für \"Unwissende\" der absolute Überraschungseffekt weg bei dem Film, also bitte verzeiht mir, wenn ich es spannend mache, im Film werdet ihr verstehen, warum...
Schauspieler:
Nicole Kidman als Johanna Eberhardt
Die Oscargewinnerin zog mich noch in keinem Fil so in ihren Bann wie in diesem. Wirkte sie sonst auf mich leicht unterkühlt und unnahbar, zeigt sie in diesem Film wirklich herausragende schauspielerische Qualitäten. Ihr Wandel von der kühlen Karrierefrau zur braven Hausfrau ist einfach herrlich. Sie spielt beide Rollen fantastisch und wenn in ihren großen blauen Augen das Wasser steht, kurz bevor dann eine Träne runterkullert, könnte man geradewegs mitweinen.
Matthew Broderick als Walter Krebsby
Einigen dürfte er aus Filmen wie \"Gozilla\" oder \"A life in the theater\" bekannt sein.
Broderick halte ich für umstritten in seiner Rolle als Ehemann von Kidmann. Nicht nur, dass er mindestens 10 cm kleiner ist als seine Frau und dies dem Gesamtbild einer Traumehe, die sie ja letzendlich zu verkörpern versuchen ohne Makel ein wenig im Wege steht, macht er auf mich immer noch diesen Bubi-Eindruck. Sein komischer Seitenscheitel und sein kindliches Gesicht bewirken in mir mehr einen Mutterinstinkt als dass ich für ihn schwärmen könnte, aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden. Seine Rolle spielt er überzeugend, aber nicht wirklich herausragend. Neben Kidman wirkt er einfach nur blass, aber das ist wohl aufgrund der Story beabsichtigt.
Bette Mittler als Bobby Markowitz
Die Grammygewinnerin Bette Mittler spielt in dem Film eine berühmte Autorin, die mit ihrem Mann ebenfalls nach Stepford gezogen ist und sich mit Johanna anfreundet. Ihr erfrischend chaotisches Wesen, ihr unattraktives Äußeres und ihre unverblümte Sprache lassen sie im krassen Kontrast zu den perfekten Ladies in Stepford werden. Sie spielt hervorragend und sorgt für viele Lacher im Kino durch ihre erfrischende Art, die uns Frauen zeigt, dass man nicht perfekt sein muss. Besonders gut gefallen hat mir ihre Mimik, die wirklich unübertrefflich ist.
Roger Bart als Roger Bannister
Roger spielt den schwulen New Yorker Architekten der mit seinem überkonservativem Partner nach Stepford zieht. Seine Einstellung als New Yorker zum Leben und den Dingen erinnert doch sehr an \"Sex and the City\" und ist herrlich und erfrischend. Natürlich war vorauszusehen, das ein Quotenschwuler mitspielen muss, aber das diese Roller so gekonnt umgesetzt wird, habe ich mir nicht gedacht. Ohne zu überdreht zu wirklich und trotzdem einfach total schwul, Roger Bart ist wie geschaffen für diese Rolle...
Glenn Close als Mrs. Mike Wellington
Eine passendere Schauspielerin für diese Roller hätte man nicht finden können. Jedoch darf man über diese Schlüsselfigur nicht zu viel verraten, ich sag nur: Wahnsinnig überzeugend!
Besonders am Ende!
Christopher Walken als Mike Wellington
Die Besetzung ist ebenfalls gelungen, er spielt den Ehemann von Glen Close, die beiden sind so etwas wie die Leiter des ganzen Spektakels und natürlich ist er auch der Vorsitzende im Männerclub, wo dunkle Machenschaften hinter verschlossenen Türen stattfinden.
Walken schwebt immer ein wenig über dem ganzen Geschehen und wirkte auf mit zeitweise ein wenig zu abgehoben für seine Rolle.
Dennoch ist an seinem schauspielerischem Talent keineswegs etwas auszusetzten, nur die Umsetzung hätte besser sein können.
Weitere Rollen:
Lorri Bagley, Jon Lovitz, David Marshall Grant, Faith Hill (ja, die Sängerin *g*)
Produktion und Hintergrund
Der Film ist ein Remake von der Buchverfilmung aus dem Jahre 1975 nach einem Besteller von Ira Levin. Die Produzenten Scott Ludin und Donald De Line verpassten dem Thriller aus den 70ern einen neuen Anstrich. in 30 Jahren hat sich immerhin einiges getan in der Geschichte der Frauen, auch wenn damals wohl ihr größter Druchbruch erfolgte.
Der Stoff wurde durch überzeichnete Klischees amerikanischem Vorstadtleben und ein paar modernen Aspekten wie einem schwulen Pärchen und einer karrieregeilen Protagonistin gekonnt umgesetzt. Hierfür wurden wirklich durch die Bank weg hochkarätige Schauspieler engagiert, die der ohnehin schon sehr interessanten Story noch den letzten Schliff verleihen.
Kurzinfo:
Darsteller:
Nicole Kidman, Bette Midler, Matthew Broderick, Christopher Walken, Faith Hill, Glenn Close
Regie:
Frank Oz
Produzent:
Donald De Line, Gabriel Grunfeld, Scott Rudin, Edgar J. Scherick
Drehbuch:
Ira Levin, Paul Rudnick
offizieller Deutschland-Start: 15.07.2004
offizieller US-Start: 11.06.2004
Bildformat: 1:1,85 (Breitbild)
Tonformat: Dolby SR / Dolby SR-Digital
Filmverleih: United International Pictures
Fazit:
Der Film ist eine Mischung aus Thriller und Komödie, wobei letzteres wirklich überwiegt. Die hochkarätige Starbesetzung und der gute Stoff (Autor schrieb auch Rosemaries Baby), machen den Film zu einem gelungenem Kinoereignis.
Empfehlung für:
Würde ihn ab 16 Jahren empfehlen, nicht wegen irgendwelchen Szenen, die darin vorkommen, sondern einfach weil der Stoff vielleicht vorher kombiniert mit der sozialkritischen Aussage des Films nicht wirklich verstanden wird.
Er ist für beide Geschlechter uneingeschränkt zu empfehlen :-)
Danke für\'s Lesen und Bewerten.
Freue mich auf Eure Kommentare!
Embraceable
gestern war ich im Kino und wirklich total begeistert von diesem Film, deshalb folgt heute mein Bericht über \"Die Frauen von Stepford\"
Zur Story:
Johanna Eberhardt (Nicole Kidman) ist eine erfolgreiche Frau im Fernsehen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und wird von diesem Podest durch einen Zwischenfall (ein wenig Überraschung muss sein *g*) gestoßen.
Um ihre Ehe nach ihrem Nervenzusammenbruch mit ihrem Mann Walter (Matthew Broderick) zu retten, ziehen sie gemeinsam mit ihren Kindern nach Stepford.
Hier begegnen sie einer amerikanischen Traumidylle mit durchweg wunderschönen und devoten Frauen, herrlichen Villen und einem großen Geheimnis, das Johanna lüften will.
Die Frauen von Stepford sind nämlich alle einst große Karrierefrauen wie sie gewesen, bevor sie nach Stepford kamen, um für ihre Männer den ganzen Tag schön, hilfsbereit und gehorsam zu werden.Ein dunkles Geheimnis steckt hinter diesen Frauen und ihren Ehemännern....
Wenn man an dieser Stelle jetzt mehr verraten würde, wäre für \"Unwissende\" der absolute Überraschungseffekt weg bei dem Film, also bitte verzeiht mir, wenn ich es spannend mache, im Film werdet ihr verstehen, warum...
Schauspieler:
Nicole Kidman als Johanna Eberhardt
Die Oscargewinnerin zog mich noch in keinem Fil so in ihren Bann wie in diesem. Wirkte sie sonst auf mich leicht unterkühlt und unnahbar, zeigt sie in diesem Film wirklich herausragende schauspielerische Qualitäten. Ihr Wandel von der kühlen Karrierefrau zur braven Hausfrau ist einfach herrlich. Sie spielt beide Rollen fantastisch und wenn in ihren großen blauen Augen das Wasser steht, kurz bevor dann eine Träne runterkullert, könnte man geradewegs mitweinen.
Matthew Broderick als Walter Krebsby
Einigen dürfte er aus Filmen wie \"Gozilla\" oder \"A life in the theater\" bekannt sein.
Broderick halte ich für umstritten in seiner Rolle als Ehemann von Kidmann. Nicht nur, dass er mindestens 10 cm kleiner ist als seine Frau und dies dem Gesamtbild einer Traumehe, die sie ja letzendlich zu verkörpern versuchen ohne Makel ein wenig im Wege steht, macht er auf mich immer noch diesen Bubi-Eindruck. Sein komischer Seitenscheitel und sein kindliches Gesicht bewirken in mir mehr einen Mutterinstinkt als dass ich für ihn schwärmen könnte, aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden. Seine Rolle spielt er überzeugend, aber nicht wirklich herausragend. Neben Kidman wirkt er einfach nur blass, aber das ist wohl aufgrund der Story beabsichtigt.
Bette Mittler als Bobby Markowitz
Die Grammygewinnerin Bette Mittler spielt in dem Film eine berühmte Autorin, die mit ihrem Mann ebenfalls nach Stepford gezogen ist und sich mit Johanna anfreundet. Ihr erfrischend chaotisches Wesen, ihr unattraktives Äußeres und ihre unverblümte Sprache lassen sie im krassen Kontrast zu den perfekten Ladies in Stepford werden. Sie spielt hervorragend und sorgt für viele Lacher im Kino durch ihre erfrischende Art, die uns Frauen zeigt, dass man nicht perfekt sein muss. Besonders gut gefallen hat mir ihre Mimik, die wirklich unübertrefflich ist.
Roger Bart als Roger Bannister
Roger spielt den schwulen New Yorker Architekten der mit seinem überkonservativem Partner nach Stepford zieht. Seine Einstellung als New Yorker zum Leben und den Dingen erinnert doch sehr an \"Sex and the City\" und ist herrlich und erfrischend. Natürlich war vorauszusehen, das ein Quotenschwuler mitspielen muss, aber das diese Roller so gekonnt umgesetzt wird, habe ich mir nicht gedacht. Ohne zu überdreht zu wirklich und trotzdem einfach total schwul, Roger Bart ist wie geschaffen für diese Rolle...
Glenn Close als Mrs. Mike Wellington
Eine passendere Schauspielerin für diese Roller hätte man nicht finden können. Jedoch darf man über diese Schlüsselfigur nicht zu viel verraten, ich sag nur: Wahnsinnig überzeugend!
Besonders am Ende!
Christopher Walken als Mike Wellington
Die Besetzung ist ebenfalls gelungen, er spielt den Ehemann von Glen Close, die beiden sind so etwas wie die Leiter des ganzen Spektakels und natürlich ist er auch der Vorsitzende im Männerclub, wo dunkle Machenschaften hinter verschlossenen Türen stattfinden.
Walken schwebt immer ein wenig über dem ganzen Geschehen und wirkte auf mit zeitweise ein wenig zu abgehoben für seine Rolle.
Dennoch ist an seinem schauspielerischem Talent keineswegs etwas auszusetzten, nur die Umsetzung hätte besser sein können.
Weitere Rollen:
Lorri Bagley, Jon Lovitz, David Marshall Grant, Faith Hill (ja, die Sängerin *g*)
Produktion und Hintergrund
Der Film ist ein Remake von der Buchverfilmung aus dem Jahre 1975 nach einem Besteller von Ira Levin. Die Produzenten Scott Ludin und Donald De Line verpassten dem Thriller aus den 70ern einen neuen Anstrich. in 30 Jahren hat sich immerhin einiges getan in der Geschichte der Frauen, auch wenn damals wohl ihr größter Druchbruch erfolgte.
Der Stoff wurde durch überzeichnete Klischees amerikanischem Vorstadtleben und ein paar modernen Aspekten wie einem schwulen Pärchen und einer karrieregeilen Protagonistin gekonnt umgesetzt. Hierfür wurden wirklich durch die Bank weg hochkarätige Schauspieler engagiert, die der ohnehin schon sehr interessanten Story noch den letzten Schliff verleihen.
Kurzinfo:
Darsteller:
Nicole Kidman, Bette Midler, Matthew Broderick, Christopher Walken, Faith Hill, Glenn Close
Regie:
Frank Oz
Produzent:
Donald De Line, Gabriel Grunfeld, Scott Rudin, Edgar J. Scherick
Drehbuch:
Ira Levin, Paul Rudnick
offizieller Deutschland-Start: 15.07.2004
offizieller US-Start: 11.06.2004
Bildformat: 1:1,85 (Breitbild)
Tonformat: Dolby SR / Dolby SR-Digital
Filmverleih: United International Pictures
Fazit:
Der Film ist eine Mischung aus Thriller und Komödie, wobei letzteres wirklich überwiegt. Die hochkarätige Starbesetzung und der gute Stoff (Autor schrieb auch Rosemaries Baby), machen den Film zu einem gelungenem Kinoereignis.
Empfehlung für:
Würde ihn ab 16 Jahren empfehlen, nicht wegen irgendwelchen Szenen, die darin vorkommen, sondern einfach weil der Stoff vielleicht vorher kombiniert mit der sozialkritischen Aussage des Films nicht wirklich verstanden wird.
Er ist für beide Geschlechter uneingeschränkt zu empfehlen :-)
Danke für\'s Lesen und Bewerten.
Freue mich auf Eure Kommentare!
Embraceable
6 Bewertungen, 1 Kommentar
-
25.08.2004, 17:21 Uhr von Tris.
Bewertung: sehr hilfreichstelle mir den film nicht ganz so in meine interessen orientiert vor.
Bewerten / Kommentar schreiben