Erfahrungsbericht von DieEine
Frauen zurück an den Herd und alles wird gut?
Pro:
tolle Darsteller, Message, überzogene Darstellung des Dorfes
Kontra:
nicht unbedingt was für Männer
Empfehlung:
Ja
Vor einiger Zeit sah ich im Kino einen Teaser, der nichtssagend und ansprechend zugleich war. Man bekam sehr langsam den perfekten Körperbau einer Frau zu sehen, die sich dann an einen heißen Flitzer lehnte. Diese Frau war Nicole Kidman, wie man am Ende dieses Teasers sehen konnte. Das Bild wurde schwarz und man hört eine Stimme sagen \"Die Frauen von Stepford haben ein Geheimnis\".
Da ich Nicole Kidman sehr gerne sehe und ich mittlerweile auch ein paar Trailer mit mehr Aussage gesehen hatte, beschloss ich, mir diesen Film anzusehen, was ich letzte Woche dann getan habe.
_Die Story
***************
Joanna Eberhart (Nicole Kidman) ist eine knallharte Karrierefrau, die es wie keine zweite versteht, Leute für ihre eher fragwürdigen Shows bei einem TV-Sender zu begeistern.
Als Programmdirektorin stellt sie ihren Mitarbeitern bei einer großen Gala ihre neueste Show \"Es geht auch besser\" vor, bei der ein Pärchen jeweils mit attraktiven Vertretern des anderen Geschlechts ausgeht, um sich am Ende entweder für einen Typ wie Mister Universum oder den eigenen Mann bzw. Frau zu entscheiden.
Ein gehörnter Ehemann, dessen Angetrauter bei dieser Show entschieden hat, dass es eben auch besser geht, läuft bei der Präsentation Amok und schießt auf Joanna, woraufhin diese für den Sender ein unkalkulierbares Risiko darstellt und zu ihrer eigenen Sicherheit gefeuert wird.
Joanna erleidet einen Nervenzusammenbruch und als sie wieder klar denken kann, offenbart ihr Mann Walter (Matthew Broderick) ihr, dass er seinen Job beim Sender gekündigt hat und mit Joanna und ihren beiden Kinder aufs Land, nach Stepford, ziehen wird.
In Stepford werden die neuen Bewohner sofort vom Dorfvorstand Claire Wellington (Glenn Close) aufgenommen.
Da Joanna aber mit der überfreundlichen Art der Bewohnerinnen nicht so viel anfangen kann, freundet sie sich mit der zynischen Schriftstellerin Bobby (Bette Midler) und dem homosexuellen Roger (Roger Bart) an, da diese auch neu in Stepford sind und ebenso nicht so ganz mit dem Saubermann-Image des Ortes klar kommen.
In Stepford sind nämlich alle Menschen glücklich. Die Frauen scheinen alle ihren Lebenssinn darin gefunden zu haben, ihre Männer zu beglücken, indem sie tagsüber am Herd stehen und Abends im Bett zur Wildkatze werden.
Dabei sehen die Damen immer aus, als kämen sie gerade vom Fotoshooting für die Vogue, während ihre Männer äußerlich so gar nicht zu den Traumfrauen passen.
Die Herren der Schöpfung scheinen aber nicht besonders stolz auf ihre Gattinnen zu sein, denn sie verbringen sehr viel Zeit im \"Mensclub\", wo man noch richtig Mann sein kann und wo Frauen keinen Zutritt zu haben.
In diesem Mensclub und in ganz Stepford gehen merkwürdige Sachen vor sich, das merken auch Joanna, Bobby und Roger, die sich bald daran machen, das Geheimnis von Stepford zu entlüften, als sie bei einer Party gesehen habe, wie eine Frau sich plötzlich verhält wie ein PC, der gerade abstürzt.
Werden die Männer zulassen, dass die Frauen sich Zutritt zum Mensclub verschaffen und dem Geheimnis von Stepford auf die Spur kommen??
_Meine Meinung
***************
Mit 93 Minuten ist \"Die Frauen von Stepford\" sicherlich ein kurze Filmvergnügen, aber dafür wird man während dieser anderthalb Stunden bestens unterhalten.
Ich kenne weder die Buchvorlage von Ira Levin, noch den Film von 1975, aber was Regisseur Frank Oz hier abliefert kann beidem nur gerecht werden.
\"Die Frauen von Stepford\" hat mir persönlich mehr als \"The Hours\" die Wandlungsfähigkeit von Nicole Kidman gezeigt.
Ihr Darstellung der unabhängigen, starken Frau, die trotzdem immer noch Frau ist und nach ihrem Misserfolg nichts mehr braucht als ihre Familie, hat mich wirklich beeindruckt.
Auch Joanna Eberhart macht in Stepford eine Verwandlung durch. Sie wird von der skrupellosen Karrierefrau zur Ehefrau - ohne dabei ein Roboter zu werden.
In dem Sinne ist \"Die Frauen von Stepford\" auch durchaus ein Frauenfilm, der Männer zwar nicht verärgern wird, weil Frauen hier doch letztendlich als die intelligenteren dargestellt werden, aber wohl nicht so anspricht wie Frauen.
Die Männer werden aus meiner Sicht (ob ich jetzt super-emanzipiert bin, weiß ich nicht) von Anfang an als Trottel hingestellt.
Die meisten sehen aus wie Mallorca-Urlauber, machen darüber hinaus noch einen sehr einfältigen Eindruck, lümmeln sich permanent im Mensclub und rühmen sich damit, die Macht über ihre hübschen Frauen zu haben.
Dass diese Macht aber rein mechanischer Natur ist und man darauf folglich nicht sonderlich stolz sein kann, kommt den Guten nicht in den Sinn.
Die Frauen in Stepford sind willenlos. Die Fragen wie \"welches Kleid ziehe ich heute an\" und \"was koche ich meinem Gatten zum Abendessen\" sind das einzige, was die Stepford-Püppchen interessiert.
Neben diesen Damen gibt es aber noch die neu Zugereisten Joanna und Bobby, die mit ihrer resoluten Art sehr erfrischend ist und stellvertretend für die emanzipierten Frauen steht. Sie ist als Schriftstellerin zu beschäftigt, um ihren Mann zu bekochen und zu bemuttern und fragt sich und ihn ständig, warum er nicht ganz einfach die Rolle der Frau übernimmt und kocht, wenn er Abends essen will.
Ein emanzipierter Mann ist auch Walter, der sich sichtlich wohl in Stepford fühlt, aber überhaupt nicht neidisch ist auf die Frauen seiner neuen Freunde, die so ganz anders sind als seine eigene. Walter mag Joanna so wie sie ist, was am Ende des Films zum einzigen rührenden Moment im Film sorgt.
Dass Matthew Broderick diese Rolle gut verkörpert, liegt auf der Hand, denn schließlich steht er im realen Leben seit einiger Zeit auch im Schatten seiner erfolgreichen Frau Sarah Jessica Parker (Sex and the city).
Wie Walter hat auch er kein Problem damit, eine erfolgreiche und starke Frau an seiner Seite zu haben, was ihn und auch den Charakter Walter sehr sympathisch macht.
\"Die Frauen von Stepford\" bedient sich vielen Klischees und greift tief in die Vorurteilskiste, aber gerade dieses Übertreibung ist ja nötig, um ein Dorf wie Stepford erst möglich zu machen.
In Stepford scheint immer die Sonne, die Frauen sehen aus wie aus dem Modekatalog und scheinen glücklich, wenn sie sich um ihre Männer kümmern können, was wiederum diese glücklich macht.
Die Überlegung, ob Frauen vielleicht doch an den Herd gehören, damit die Welt rosarot wird, liegt nahe, aber wer möchte schon eine nette, aber leblose Hülle sein.
_Mein Fazit
************
\"Die Frauen von Stepford\" ist eine unterhaltsame Komödie mit grandiosen Darstellern und einer Message.
Männer erfreuen sich an den hübschen Damen, die Damen daran, dass sie nicht in Stepford wohnen.
Da ich Nicole Kidman sehr gerne sehe und ich mittlerweile auch ein paar Trailer mit mehr Aussage gesehen hatte, beschloss ich, mir diesen Film anzusehen, was ich letzte Woche dann getan habe.
_Die Story
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Joanna Eberhart (Nicole Kidman) ist eine knallharte Karrierefrau, die es wie keine zweite versteht, Leute für ihre eher fragwürdigen Shows bei einem TV-Sender zu begeistern.
Als Programmdirektorin stellt sie ihren Mitarbeitern bei einer großen Gala ihre neueste Show \"Es geht auch besser\" vor, bei der ein Pärchen jeweils mit attraktiven Vertretern des anderen Geschlechts ausgeht, um sich am Ende entweder für einen Typ wie Mister Universum oder den eigenen Mann bzw. Frau zu entscheiden.
Ein gehörnter Ehemann, dessen Angetrauter bei dieser Show entschieden hat, dass es eben auch besser geht, läuft bei der Präsentation Amok und schießt auf Joanna, woraufhin diese für den Sender ein unkalkulierbares Risiko darstellt und zu ihrer eigenen Sicherheit gefeuert wird.
Joanna erleidet einen Nervenzusammenbruch und als sie wieder klar denken kann, offenbart ihr Mann Walter (Matthew Broderick) ihr, dass er seinen Job beim Sender gekündigt hat und mit Joanna und ihren beiden Kinder aufs Land, nach Stepford, ziehen wird.
In Stepford werden die neuen Bewohner sofort vom Dorfvorstand Claire Wellington (Glenn Close) aufgenommen.
Da Joanna aber mit der überfreundlichen Art der Bewohnerinnen nicht so viel anfangen kann, freundet sie sich mit der zynischen Schriftstellerin Bobby (Bette Midler) und dem homosexuellen Roger (Roger Bart) an, da diese auch neu in Stepford sind und ebenso nicht so ganz mit dem Saubermann-Image des Ortes klar kommen.
In Stepford sind nämlich alle Menschen glücklich. Die Frauen scheinen alle ihren Lebenssinn darin gefunden zu haben, ihre Männer zu beglücken, indem sie tagsüber am Herd stehen und Abends im Bett zur Wildkatze werden.
Dabei sehen die Damen immer aus, als kämen sie gerade vom Fotoshooting für die Vogue, während ihre Männer äußerlich so gar nicht zu den Traumfrauen passen.
Die Herren der Schöpfung scheinen aber nicht besonders stolz auf ihre Gattinnen zu sein, denn sie verbringen sehr viel Zeit im \"Mensclub\", wo man noch richtig Mann sein kann und wo Frauen keinen Zutritt zu haben.
In diesem Mensclub und in ganz Stepford gehen merkwürdige Sachen vor sich, das merken auch Joanna, Bobby und Roger, die sich bald daran machen, das Geheimnis von Stepford zu entlüften, als sie bei einer Party gesehen habe, wie eine Frau sich plötzlich verhält wie ein PC, der gerade abstürzt.
Werden die Männer zulassen, dass die Frauen sich Zutritt zum Mensclub verschaffen und dem Geheimnis von Stepford auf die Spur kommen??
_Meine Meinung
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Mit 93 Minuten ist \"Die Frauen von Stepford\" sicherlich ein kurze Filmvergnügen, aber dafür wird man während dieser anderthalb Stunden bestens unterhalten.
Ich kenne weder die Buchvorlage von Ira Levin, noch den Film von 1975, aber was Regisseur Frank Oz hier abliefert kann beidem nur gerecht werden.
\"Die Frauen von Stepford\" hat mir persönlich mehr als \"The Hours\" die Wandlungsfähigkeit von Nicole Kidman gezeigt.
Ihr Darstellung der unabhängigen, starken Frau, die trotzdem immer noch Frau ist und nach ihrem Misserfolg nichts mehr braucht als ihre Familie, hat mich wirklich beeindruckt.
Auch Joanna Eberhart macht in Stepford eine Verwandlung durch. Sie wird von der skrupellosen Karrierefrau zur Ehefrau - ohne dabei ein Roboter zu werden.
In dem Sinne ist \"Die Frauen von Stepford\" auch durchaus ein Frauenfilm, der Männer zwar nicht verärgern wird, weil Frauen hier doch letztendlich als die intelligenteren dargestellt werden, aber wohl nicht so anspricht wie Frauen.
Die Männer werden aus meiner Sicht (ob ich jetzt super-emanzipiert bin, weiß ich nicht) von Anfang an als Trottel hingestellt.
Die meisten sehen aus wie Mallorca-Urlauber, machen darüber hinaus noch einen sehr einfältigen Eindruck, lümmeln sich permanent im Mensclub und rühmen sich damit, die Macht über ihre hübschen Frauen zu haben.
Dass diese Macht aber rein mechanischer Natur ist und man darauf folglich nicht sonderlich stolz sein kann, kommt den Guten nicht in den Sinn.
Die Frauen in Stepford sind willenlos. Die Fragen wie \"welches Kleid ziehe ich heute an\" und \"was koche ich meinem Gatten zum Abendessen\" sind das einzige, was die Stepford-Püppchen interessiert.
Neben diesen Damen gibt es aber noch die neu Zugereisten Joanna und Bobby, die mit ihrer resoluten Art sehr erfrischend ist und stellvertretend für die emanzipierten Frauen steht. Sie ist als Schriftstellerin zu beschäftigt, um ihren Mann zu bekochen und zu bemuttern und fragt sich und ihn ständig, warum er nicht ganz einfach die Rolle der Frau übernimmt und kocht, wenn er Abends essen will.
Ein emanzipierter Mann ist auch Walter, der sich sichtlich wohl in Stepford fühlt, aber überhaupt nicht neidisch ist auf die Frauen seiner neuen Freunde, die so ganz anders sind als seine eigene. Walter mag Joanna so wie sie ist, was am Ende des Films zum einzigen rührenden Moment im Film sorgt.
Dass Matthew Broderick diese Rolle gut verkörpert, liegt auf der Hand, denn schließlich steht er im realen Leben seit einiger Zeit auch im Schatten seiner erfolgreichen Frau Sarah Jessica Parker (Sex and the city).
Wie Walter hat auch er kein Problem damit, eine erfolgreiche und starke Frau an seiner Seite zu haben, was ihn und auch den Charakter Walter sehr sympathisch macht.
\"Die Frauen von Stepford\" bedient sich vielen Klischees und greift tief in die Vorurteilskiste, aber gerade dieses Übertreibung ist ja nötig, um ein Dorf wie Stepford erst möglich zu machen.
In Stepford scheint immer die Sonne, die Frauen sehen aus wie aus dem Modekatalog und scheinen glücklich, wenn sie sich um ihre Männer kümmern können, was wiederum diese glücklich macht.
Die Überlegung, ob Frauen vielleicht doch an den Herd gehören, damit die Welt rosarot wird, liegt nahe, aber wer möchte schon eine nette, aber leblose Hülle sein.
_Mein Fazit
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\"Die Frauen von Stepford\" ist eine unterhaltsame Komödie mit grandiosen Darstellern und einer Message.
Männer erfreuen sich an den hübschen Damen, die Damen daran, dass sie nicht in Stepford wohnen.
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