Die Harald-Schmidt Show Testbericht
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Summe aller Bewertungen
- Unterhaltungswert:
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- Spannung:
- Romantik:
Erfahrungsbericht von Herzkine
Bitte setzt die Harald-Schmidt-Show ab
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
...diesen Wunsch hätte ich sofort jedem Verantwortlichen von SAT.1 beim Start der Late-Night-Show mit Harald Schmidt ohne Zögern ins Gesicht gesagt.
Warum denn das werden die sicher zahlreichen Fans der Sendung jetzt fragen.
Nun ich setzte mich zur ersten Sendung völlig unvoreingenommen vor die Glotze und liess einfach mal alles auf mich zukommmen.
Doch schon als Harald Schmidt hereinkam und ein gequältes Lächeln aufsetzte war mir nicht so ganz wohl, der erste Eindruck liess nämlich Schreckliches erahnen. Die Kulisse erinnerte schon sehr stark an die David Letterman Show, die zu diesem Zeitpunkt auf RTL II ausgestrahlt wurde. Man wird doch nicht etwa das komplette Format bis ins kleinste Detail übernommen haben.
Doch genauso war es, ein kleiner Kameraschwenk brachte die Wahrheit ans Licht sogar die Band stand genau am selben Platz, nur dass hier nicht Paul Shaffer sondern ein gewisser Helmut Zerlett für die musikalische Unterhaltung der Gäste und kleine Witzelchen am Rande verantwortlich war.
Nun ja, etwas Neues war es also gerade nicht dennoch gefiel mir ja die Sendung von Letterman oder die von dessen Nachfolger bei NBC, Jay Leno, auch sehr gut und ich traute Harald Schmidt durchaus zu regelmässig ähnliche Unterhaltung bieten zu können. Schliesslich war er zusammen mit Herbert Feuerstein ein Showhighlight mit der Sendung "Schmidteinander" beim WDR.
Doch wie recht ich mit der Vorahnung hatte wie ähnlich gut er die Unterhaltung machen könne, liess mir fast das Blut in den Adern gefrieren.
Denn nun stand laut Sendungsformat der Monolog an:
Kleine Witze und Anspielungen rund um das Zeitgeschehen um den Zuschauern wenigstens etwas ausser den meist langweiligen Gästen bieten zu können.
Doch eben dieser Monolog trennt auch die Spreu vom Weizen, er prägt das Image einer Sendung ist sozusagen das Markenzeichen der ganzen Sache.
Und genau hier haperte es.
Ich konnte es fast nicht glauben , es kam nämlich der erste Witz und ich dachte mir schon dass er mir irgendwie bekannt vorkommt.
"Genau den hab ich doch gestern beim Letterman gehört", schoss es mir durch den Kopf.
Ich ahnte böses.
Und es wurde bestätigt.
Der nächste Kalauer war eindeutig von Jay Leno geklaut.
Das wars also mit der deutschen Showherrlichkeit:
SAT 1 hatte ein amerikanisches Konzept gekauft, und einen bekannten deutschen Komiker zum herunterbeten der Witze für viel Geld angeheuert.
Irgendwie wirkte das ganze äusserst peinlich, sogar Harald Schmidt sah man an, dass er sich sichtlich unwohl fühlte.
Ein paar Mal sah ich mir die Sendung noch an , jedoch nur um meinen Verdacht immer wieder bestätigt zu sehen. Es war einfach peinlich wie Schmidt die Witze der amerikanischen Kollegen, die in Deutschland oft gar nicht richtig verstanden, wurden brav runterleierte.
Nun einige Jahre gingen ins Land und ich war überhaupt nicht mehr bereit mir so eine Sendung anzutun.
Doch irgendwann zappte ich doch mal wieder vorbei, gerade als die Sendung anfing.
Nun weder Letterman noch Leno waren in Deutschland noch zu empfangen, so dass ich mir dachte da gerade eh nichts läuft könnte ich mir ja deren Witze von Schmidt erzählen lassen.
Also den nervigen Auftritt abgewartet und es konnte losgehen. Zumindest äusserlich schien sich nichts geändert zu haben, Bühne, Band alles wie gehabt.
Dann gings los.
Aber was durfte ich da feststellen, Schmidt redete plötzlich über deutsches Alltagsgeschehen. Nein das konnte nicht aus den USA sein.
Und das beste war: Die Witze waren wirklich gut, hatten oft sogar fast intellektuellen Background.
Ja das war Harald Schmidt wie ich ihn kannte.
Begeister sah ich mir doch den ganzen Monolog an und nahm mir vor nun doch etwas öfter wieder mal vorbeizuschauen.
Ind er Euphorie tat ich mir sogar noch die Gäste an , was an diesem Abend jedoch nicht sehr zu empfehlen war da sie nicht gerade viel Charakter zeigten so dass Schmidt mit ihnen frotzeln hätte können.
Später stellte ich fest dass Schmidt mit Gästen die nicht nur auf Werbetournee für ihre neue Platte etc. sind wunderbare Dialoge führen kann die manchmal sehr witzig sind.
Um es zusammenzufassen:
Die Harald-Schmidt Show, wie sie sich heute präsentiert ist wirklich gute Fernsehunterhaltung, die Gagschreiber die man Schmidt nun endlich spendiert hat bringen gute Beiträge und er selber zeigt wieder das Selbstbewusstsein das ihn so stark macht.
Er hat sich gottseidank das Kasperlethater von SAT1 nicht ewig gefallen lassen.
Erst kürzlich habe ich ihn in einem Interview gesehen , in dem er sagte er würde sich nicht in die sendung reinreden lassen und auch seine (pseudo?)-intellektuellen Beiträge weitermachen, es muss ihm gefallen ansonsten keinem. Entweder so oder gar nicht.
Das lässt wirklich hoffen.
Das war wohl eine der besten Machtverschiebungen in einem Sender die vor sich gegangen ist.
Heute kann man also Harald Schmidt ohne schlechtes Gewissen empfehlen, und er wird auch weiterhin der Masstab in der Kategorie der Late-Night-Shows bleiben.
Auch die oftmals als übermächtig dargestellte von Konkurrenz von Raabs TV Total braucht Schmidt nicht im geringsten scheuen, den Raab gehen jetzt schon die Ideen aus und er läuft sich platt.
Das war vielleicht der Vorteil von Schmidt, er begann schlecht wird aber immer besser...
Warum denn das werden die sicher zahlreichen Fans der Sendung jetzt fragen.
Nun ich setzte mich zur ersten Sendung völlig unvoreingenommen vor die Glotze und liess einfach mal alles auf mich zukommmen.
Doch schon als Harald Schmidt hereinkam und ein gequältes Lächeln aufsetzte war mir nicht so ganz wohl, der erste Eindruck liess nämlich Schreckliches erahnen. Die Kulisse erinnerte schon sehr stark an die David Letterman Show, die zu diesem Zeitpunkt auf RTL II ausgestrahlt wurde. Man wird doch nicht etwa das komplette Format bis ins kleinste Detail übernommen haben.
Doch genauso war es, ein kleiner Kameraschwenk brachte die Wahrheit ans Licht sogar die Band stand genau am selben Platz, nur dass hier nicht Paul Shaffer sondern ein gewisser Helmut Zerlett für die musikalische Unterhaltung der Gäste und kleine Witzelchen am Rande verantwortlich war.
Nun ja, etwas Neues war es also gerade nicht dennoch gefiel mir ja die Sendung von Letterman oder die von dessen Nachfolger bei NBC, Jay Leno, auch sehr gut und ich traute Harald Schmidt durchaus zu regelmässig ähnliche Unterhaltung bieten zu können. Schliesslich war er zusammen mit Herbert Feuerstein ein Showhighlight mit der Sendung "Schmidteinander" beim WDR.
Doch wie recht ich mit der Vorahnung hatte wie ähnlich gut er die Unterhaltung machen könne, liess mir fast das Blut in den Adern gefrieren.
Denn nun stand laut Sendungsformat der Monolog an:
Kleine Witze und Anspielungen rund um das Zeitgeschehen um den Zuschauern wenigstens etwas ausser den meist langweiligen Gästen bieten zu können.
Doch eben dieser Monolog trennt auch die Spreu vom Weizen, er prägt das Image einer Sendung ist sozusagen das Markenzeichen der ganzen Sache.
Und genau hier haperte es.
Ich konnte es fast nicht glauben , es kam nämlich der erste Witz und ich dachte mir schon dass er mir irgendwie bekannt vorkommt.
"Genau den hab ich doch gestern beim Letterman gehört", schoss es mir durch den Kopf.
Ich ahnte böses.
Und es wurde bestätigt.
Der nächste Kalauer war eindeutig von Jay Leno geklaut.
Das wars also mit der deutschen Showherrlichkeit:
SAT 1 hatte ein amerikanisches Konzept gekauft, und einen bekannten deutschen Komiker zum herunterbeten der Witze für viel Geld angeheuert.
Irgendwie wirkte das ganze äusserst peinlich, sogar Harald Schmidt sah man an, dass er sich sichtlich unwohl fühlte.
Ein paar Mal sah ich mir die Sendung noch an , jedoch nur um meinen Verdacht immer wieder bestätigt zu sehen. Es war einfach peinlich wie Schmidt die Witze der amerikanischen Kollegen, die in Deutschland oft gar nicht richtig verstanden, wurden brav runterleierte.
Nun einige Jahre gingen ins Land und ich war überhaupt nicht mehr bereit mir so eine Sendung anzutun.
Doch irgendwann zappte ich doch mal wieder vorbei, gerade als die Sendung anfing.
Nun weder Letterman noch Leno waren in Deutschland noch zu empfangen, so dass ich mir dachte da gerade eh nichts läuft könnte ich mir ja deren Witze von Schmidt erzählen lassen.
Also den nervigen Auftritt abgewartet und es konnte losgehen. Zumindest äusserlich schien sich nichts geändert zu haben, Bühne, Band alles wie gehabt.
Dann gings los.
Aber was durfte ich da feststellen, Schmidt redete plötzlich über deutsches Alltagsgeschehen. Nein das konnte nicht aus den USA sein.
Und das beste war: Die Witze waren wirklich gut, hatten oft sogar fast intellektuellen Background.
Ja das war Harald Schmidt wie ich ihn kannte.
Begeister sah ich mir doch den ganzen Monolog an und nahm mir vor nun doch etwas öfter wieder mal vorbeizuschauen.
Ind er Euphorie tat ich mir sogar noch die Gäste an , was an diesem Abend jedoch nicht sehr zu empfehlen war da sie nicht gerade viel Charakter zeigten so dass Schmidt mit ihnen frotzeln hätte können.
Später stellte ich fest dass Schmidt mit Gästen die nicht nur auf Werbetournee für ihre neue Platte etc. sind wunderbare Dialoge führen kann die manchmal sehr witzig sind.
Um es zusammenzufassen:
Die Harald-Schmidt Show, wie sie sich heute präsentiert ist wirklich gute Fernsehunterhaltung, die Gagschreiber die man Schmidt nun endlich spendiert hat bringen gute Beiträge und er selber zeigt wieder das Selbstbewusstsein das ihn so stark macht.
Er hat sich gottseidank das Kasperlethater von SAT1 nicht ewig gefallen lassen.
Erst kürzlich habe ich ihn in einem Interview gesehen , in dem er sagte er würde sich nicht in die sendung reinreden lassen und auch seine (pseudo?)-intellektuellen Beiträge weitermachen, es muss ihm gefallen ansonsten keinem. Entweder so oder gar nicht.
Das lässt wirklich hoffen.
Das war wohl eine der besten Machtverschiebungen in einem Sender die vor sich gegangen ist.
Heute kann man also Harald Schmidt ohne schlechtes Gewissen empfehlen, und er wird auch weiterhin der Masstab in der Kategorie der Late-Night-Shows bleiben.
Auch die oftmals als übermächtig dargestellte von Konkurrenz von Raabs TV Total braucht Schmidt nicht im geringsten scheuen, den Raab gehen jetzt schon die Ideen aus und er läuft sich platt.
Das war vielleicht der Vorteil von Schmidt, er begann schlecht wird aber immer besser...
12 Bewertungen, 2 Kommentare
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05.03.2002, 15:05 Uhr von kaykintzel
Bewertung: sehr hilfreichgrade so ein nützlich ;-) bin leider Schmidt-Fan. Aber deine meinung ist deine meinung, gut das nicht alle ihn mögen. Ansonsten Top-Bericht. kay
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05.03.2002, 15:05 Uhr von InterCeptor
Bewertung: sehr hilfreichWielange liegt denn der Anfang schon zurück? Hat er inzwischen nicht scho 1000 Sendungen? Mfg Inter
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