Erfahrungsbericht von kerlimaus99
Mehr Schein als Sein
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
oder der Unterschied zwischen Trailer und Film.
Ich denke es ist manchem Kinobesucher so gegangen, daß er nachdem er den Trailer zum Film \"Die Herrschaft des Feuers\" gesehen hat und nun im Kino sitzt, daß er so etwa spätestens zur Mitte des Filmes denkt, er wäre mal wieder im falschen Film.
Zwar ist es ja inzwischen üblich alle irgendwie sehenswerten oder actiongeladenen oder von Special-Effects nur so trotzenden Szenen in einem Trailer zusammenzuschneiden und dies ist sicherlich auch irgendwie nachvollziehbar, denn Klappern gehört zum Geschäft, aber wenn ein Trailer dann eine ganz andere Charakteristik von Film vorgaukelt, besteht natürlich zum Beispiel auch die Gefahr, daß die falsche Klientel angelockt wird, deren Urteil dann sicherlich wesentlich schlechter ausfällt, als das derjeniegen, in deren Geschmack und Genrevorstellung der Film eigentlich fällt.
Nun dies könnte zwar den Filmemachern ziemlich egal sein, denn diese haben den Film ja dann schon gesehen und auch entsprechend gelöhnt, aber gerade bei Kino gehört eine gewisse Form der Mund-zuMund-propaganda nach dem Motto \"mupt Du Dir unbedingt ansehen\" oder aber auch \"kannste getrost vergessen\" einfach dazu und dadurch schadet sich der Film letztlich selbst.
Zugegebenermaßen vielleicht eine recht lange Vorrede, deren Sinn aber vielleicht am Ende des Beitrages verständlich wird. Nun aber direkt zum Film und ehe ich sie vergesse zunächst die \"technischen Daten\".
Unter der Regie von Rob Bowman spielen Christian Bale, Matthew McConaughey, Izabella Scorupco, Gerald Butler und Scott Moutter sowie natürlich viele andere in einem Streifen, der etwa 100 Minuten läuft und nach FSK 12 freigegeben ist, woran ich zuerst zweifelte, aber nachdem ich den Film gesehen habe, bin ich der Meinung, daß geht schon so in Ordnung, denn so schlimm, wie es der Trailer vermuten lassen könnte, ist der Film nun wirklich nicht.
Aber worum geht es überhaupt? Ich werde mich hier wieder gewohnt kurz fassen und sicher nicht alle Details wiedergeben, denn sonst würde ich ja jedem den Spaß nehmen, der sich den Film noch ansehen möchte und das will ich ja nicht, weil ich das auch nicht mag.
Die Entdeckung eines schlafenden Drachen bei U-Bahn-Bauarbeiten in London läutet mehr oder weniger das Ende der Menschheit ein. Der unsanft gewckte Drache metzelt mal eben alle nieder und nur der kleine Quinn, der seine Mutter besuchen wollte, entkommt und spielt natürlich im weiteren Verlauf des Filmes eine wichtige Rolle, wie denn auch sonst.
Im Laufe der nächsten Jahren übernehmen die Drachen immer mehr die Herrschaft über die Erde, wohingegen sich die Menschheit in wenige besonders geschützte Burgen oder ähnliches zurücksieht, deren Situation aber auch immer aussichtsloser wird.
Nachdem alle Armeen der Welt kläglich versagt haben und sich die Theorie durchsetzt, das es nur einen einzelnen männlichen Drachen geben soll, macht sich eine Gruppe ehemaliger Marines unter der Führung von Van Zan auf, dem in London vermuteten Obermännchen den Garaus zu machen, wobei natürlich Quinn, wie könnte es auch anders sein, mit von der Partie ist.
Nun wie dieses Hiobskommando ausgeht, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, aber wer genug Filme gesehen hat, kann sich das Ende zumindest dem Ergebnis nach wohl denken.
Hört sich doch alles vielversprechend an und dann noch dieser Trailer dazu, das verspricht doch Action-Spektakel allererster Güte, aber wie wir aus unserer Lebenserfahrung wissen, werden halt nicht alle Versprechen gehalten, so auch nicht bei diesem Film, und deshalb auch diese lange Einleitung. Nicht das ich \"Die Herrschaft des Feuers\" nun für einen extrem lahmen Film halten würde, aber das versprochene Action-Spektakel ist er bei weitem nicht und von einem guten Fantasy-Film meilenweit entfernt.
Nun werde ich oftmals von Bekannten kritisiert, wenn ich gerade in Science-Fiction-Filmen etwas an der Logik aussetze, ist doch eh alles nur Fiction. Dessen bin ich mir wohl bewußt, aber deswegen gebe ich doch meinen Verstand nicht an der Kinokasse oder der einer Videothek ab, wenn ich mir einen Film ansehe oder ausleihe. Ich kann doch wohl verlangen, daß die Fakten, wenn sie auch Fiction sind, logisch zueinander passen, aufeinander aufbauen und sich zumindest nicht widersprechen. Im Bezug auf \"Die Herrschaft des Feuers\" will ich hier nur zwei Beispiele nennen, die sicher nicht nur mir aufgefallen sind. Erstens handelt es sich hier um Flugdrachen, die äußerst aggressiv sind und mit dem Feuer, aha daher der Titel, nicht gerade sparsam umgehen, wie kann denn dann die Gruppe Amerikaner mal eben locker über den Atlantik nach London fliegen und dort unbeschadet ankommen, irgendwie unlogisch, denn so ein Flugzeug mal eben vom Himmel zu holen, sollte doch einer der leichtesten Übungen für die Drachen sein oder. Zweitens, wenn mehrere Leute nacheinander die gleiche Leiter benutzen, wie kann dann der, der zuletzt die Leiter betritt, als erstes am anderen Ende ankommen, oder haben die zwischendurch darauf Turnübungen gemacht, wohl kaum.
Generell stört es mich aber, daß es ausgerechnet wieder eine Handvoll Amerikaner sein sollen, die besser sind als alle Armeen, hehe reingelegt, denn dann auch besser als die eigene (???), und mal wieder zum 672. Mal die Welt retten. Hätten es nicht mal Südafrikaner oder Phillipinos sein können oder wenigstens eine Streitmache der UNO oder einer ähnlichen globalen Institution. Irgendwann kotzt einen die Glorifizierung des achso heldenhaften und immer siegreichen Amerikaner auch mal an.
Sicher ist es kein absolut schlechter Film, da hat man schon schrottigeres gesehen, aber ein toller Film ist es beileibe auch nicht, schon gar nicht so toll, wie einem Trailer und Werbung Glauben machen wollen, also garantiert kein Highlight, sondern einer von vielen in einem Durchschnitts-Filme-Brei.
Auch wenn ich den Film nicht für grottenschlecht halte, so werde ich ihn trotzdem nicht empfehlen, denn wer ihn nicht gesehen hat, hat auch nichts besonderes verpaßt, also spart Euer Geld lieber für einen wirklich guten Film.
Sollte etwas Wichtiges oder Wissenswertes fehlen, so bin ich für Anregungen und Hinweise wie immer genauso dankbar wie für jeden anderen Eurer hoffentlich wieder zahlreichen Kommentare, die gegebenenfalls die Basis für ein Update bilden werden.
Danke für Euer Interesse sowie das Lesen und Bewerten meines Beitrages.
Liebe Grüße
Euer kerlimaus99
© 19.01.2003
Ich denke es ist manchem Kinobesucher so gegangen, daß er nachdem er den Trailer zum Film \"Die Herrschaft des Feuers\" gesehen hat und nun im Kino sitzt, daß er so etwa spätestens zur Mitte des Filmes denkt, er wäre mal wieder im falschen Film.
Zwar ist es ja inzwischen üblich alle irgendwie sehenswerten oder actiongeladenen oder von Special-Effects nur so trotzenden Szenen in einem Trailer zusammenzuschneiden und dies ist sicherlich auch irgendwie nachvollziehbar, denn Klappern gehört zum Geschäft, aber wenn ein Trailer dann eine ganz andere Charakteristik von Film vorgaukelt, besteht natürlich zum Beispiel auch die Gefahr, daß die falsche Klientel angelockt wird, deren Urteil dann sicherlich wesentlich schlechter ausfällt, als das derjeniegen, in deren Geschmack und Genrevorstellung der Film eigentlich fällt.
Nun dies könnte zwar den Filmemachern ziemlich egal sein, denn diese haben den Film ja dann schon gesehen und auch entsprechend gelöhnt, aber gerade bei Kino gehört eine gewisse Form der Mund-zuMund-propaganda nach dem Motto \"mupt Du Dir unbedingt ansehen\" oder aber auch \"kannste getrost vergessen\" einfach dazu und dadurch schadet sich der Film letztlich selbst.
Zugegebenermaßen vielleicht eine recht lange Vorrede, deren Sinn aber vielleicht am Ende des Beitrages verständlich wird. Nun aber direkt zum Film und ehe ich sie vergesse zunächst die \"technischen Daten\".
Unter der Regie von Rob Bowman spielen Christian Bale, Matthew McConaughey, Izabella Scorupco, Gerald Butler und Scott Moutter sowie natürlich viele andere in einem Streifen, der etwa 100 Minuten läuft und nach FSK 12 freigegeben ist, woran ich zuerst zweifelte, aber nachdem ich den Film gesehen habe, bin ich der Meinung, daß geht schon so in Ordnung, denn so schlimm, wie es der Trailer vermuten lassen könnte, ist der Film nun wirklich nicht.
Aber worum geht es überhaupt? Ich werde mich hier wieder gewohnt kurz fassen und sicher nicht alle Details wiedergeben, denn sonst würde ich ja jedem den Spaß nehmen, der sich den Film noch ansehen möchte und das will ich ja nicht, weil ich das auch nicht mag.
Die Entdeckung eines schlafenden Drachen bei U-Bahn-Bauarbeiten in London läutet mehr oder weniger das Ende der Menschheit ein. Der unsanft gewckte Drache metzelt mal eben alle nieder und nur der kleine Quinn, der seine Mutter besuchen wollte, entkommt und spielt natürlich im weiteren Verlauf des Filmes eine wichtige Rolle, wie denn auch sonst.
Im Laufe der nächsten Jahren übernehmen die Drachen immer mehr die Herrschaft über die Erde, wohingegen sich die Menschheit in wenige besonders geschützte Burgen oder ähnliches zurücksieht, deren Situation aber auch immer aussichtsloser wird.
Nachdem alle Armeen der Welt kläglich versagt haben und sich die Theorie durchsetzt, das es nur einen einzelnen männlichen Drachen geben soll, macht sich eine Gruppe ehemaliger Marines unter der Führung von Van Zan auf, dem in London vermuteten Obermännchen den Garaus zu machen, wobei natürlich Quinn, wie könnte es auch anders sein, mit von der Partie ist.
Nun wie dieses Hiobskommando ausgeht, verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht, aber wer genug Filme gesehen hat, kann sich das Ende zumindest dem Ergebnis nach wohl denken.
Hört sich doch alles vielversprechend an und dann noch dieser Trailer dazu, das verspricht doch Action-Spektakel allererster Güte, aber wie wir aus unserer Lebenserfahrung wissen, werden halt nicht alle Versprechen gehalten, so auch nicht bei diesem Film, und deshalb auch diese lange Einleitung. Nicht das ich \"Die Herrschaft des Feuers\" nun für einen extrem lahmen Film halten würde, aber das versprochene Action-Spektakel ist er bei weitem nicht und von einem guten Fantasy-Film meilenweit entfernt.
Nun werde ich oftmals von Bekannten kritisiert, wenn ich gerade in Science-Fiction-Filmen etwas an der Logik aussetze, ist doch eh alles nur Fiction. Dessen bin ich mir wohl bewußt, aber deswegen gebe ich doch meinen Verstand nicht an der Kinokasse oder der einer Videothek ab, wenn ich mir einen Film ansehe oder ausleihe. Ich kann doch wohl verlangen, daß die Fakten, wenn sie auch Fiction sind, logisch zueinander passen, aufeinander aufbauen und sich zumindest nicht widersprechen. Im Bezug auf \"Die Herrschaft des Feuers\" will ich hier nur zwei Beispiele nennen, die sicher nicht nur mir aufgefallen sind. Erstens handelt es sich hier um Flugdrachen, die äußerst aggressiv sind und mit dem Feuer, aha daher der Titel, nicht gerade sparsam umgehen, wie kann denn dann die Gruppe Amerikaner mal eben locker über den Atlantik nach London fliegen und dort unbeschadet ankommen, irgendwie unlogisch, denn so ein Flugzeug mal eben vom Himmel zu holen, sollte doch einer der leichtesten Übungen für die Drachen sein oder. Zweitens, wenn mehrere Leute nacheinander die gleiche Leiter benutzen, wie kann dann der, der zuletzt die Leiter betritt, als erstes am anderen Ende ankommen, oder haben die zwischendurch darauf Turnübungen gemacht, wohl kaum.
Generell stört es mich aber, daß es ausgerechnet wieder eine Handvoll Amerikaner sein sollen, die besser sind als alle Armeen, hehe reingelegt, denn dann auch besser als die eigene (???), und mal wieder zum 672. Mal die Welt retten. Hätten es nicht mal Südafrikaner oder Phillipinos sein können oder wenigstens eine Streitmache der UNO oder einer ähnlichen globalen Institution. Irgendwann kotzt einen die Glorifizierung des achso heldenhaften und immer siegreichen Amerikaner auch mal an.
Sicher ist es kein absolut schlechter Film, da hat man schon schrottigeres gesehen, aber ein toller Film ist es beileibe auch nicht, schon gar nicht so toll, wie einem Trailer und Werbung Glauben machen wollen, also garantiert kein Highlight, sondern einer von vielen in einem Durchschnitts-Filme-Brei.
Auch wenn ich den Film nicht für grottenschlecht halte, so werde ich ihn trotzdem nicht empfehlen, denn wer ihn nicht gesehen hat, hat auch nichts besonderes verpaßt, also spart Euer Geld lieber für einen wirklich guten Film.
Sollte etwas Wichtiges oder Wissenswertes fehlen, so bin ich für Anregungen und Hinweise wie immer genauso dankbar wie für jeden anderen Eurer hoffentlich wieder zahlreichen Kommentare, die gegebenenfalls die Basis für ein Update bilden werden.
Danke für Euer Interesse sowie das Lesen und Bewerten meines Beitrages.
Liebe Grüße
Euer kerlimaus99
© 19.01.2003
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