Erfahrungsbericht von Trollsplitter
Die Fantasy-Welle schwappt durch Deutschlands Kinos!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
DRACHEN! Mythen und Legenden ranken sich um diese erhabenen, mächtigen Tiere, doch als sie nach Jahrhunderten des Schlafs wieder das Licht der Erde erblicken, ist schnell klar, dass es nur eine Herrscher-Rasse auf der Welt geben wird: Menschen oder Drachen!
Im Film „Die Herrschaft des Feuers“ geht es also um den Kampf zwischen Menschen und Drachen, High-Tech gegen tierischen Hunger und Feuer!
Ob die spannende Fantasy-Endzeit-Story überzeugen kann…ich war mir vor meinem Kinobesuch nicht so ganz sicher! Schon in den unzähligen Fernseh-Spots fiel mir auf, dass die Dialoge extrem unglaubwürdig und platt waren, andererseits lockte natürlich Action und faszinierende Special-Effects! Gerade für einen Fantasy-Rollenspieler also ein unausweichliches Stück Hollywood.
Nun gut, Karte gekauft und los ging’s…
Die Story
Im London von heute werden Kanalarbeiten durchgeführt. Bei den Bohrungen in der Tiefe stößt man plötzlich auf eine riesige Höhle, welche der Junge Quinn, Sohn der Bauleiterin, erforscht. Plötzlich merkt er, dass er nicht alleine ist in der Höhle, und nur Sekunden später bricht ein Inferno aus, welches alle Arbeiter und seine Mutter tötet! Der erste Drache ist erwacht!
Innerhalb kürzester Zeit vermehren sich die Tiere, während die Menschen immer noch ungläubig an den Himmel schauen und nicht fassen können, dass es Drachen tatsächlich gibt! Durch den unbändigen Hunger der gigantischen Flugmonster werden mehr und mehr Menschen getötet, der Feuerodem der Drachen legt Stadt um Stadt in Schutt und Asche! Das Militär setzt seine geballte Feuerkraft gegen die Tiere ein, doch es ist bereits zu spät für die Zivilisation: durch das schnelle Verbreiten der Drachen über die ganze Welt gibt es keinen Ort mehr, wo man vor ihnen sicher ist! Selbst Atombomben bringen keinen Erfolg für die Menschen, stattdessen wird die Welt, wie wir sie kennen, noch mehr zerstört!
Es scheint keine Hoffnung mehr zu geben…
Die eigentliche Geschichte beginnt dann im Jahre 2022, Quinn (Christian Bale), inzwischen 32 Jahre alt, hat in den Hügeln Englands einen Zufluchtsort für Menschen geschaffen. Eine alte Burgruine, ein paar Baracken und spärliche Äcker…das ist alles, womit die Gemeinschaft auskommen muss!
In ständiger Furcht vor Drachen lebt die Hundertschaft vor sich hin, man hofft einfach darauf, dass die Drachen so plötzlich verschwinden, wie sie gekommen sind.
Eines Tages erscheinen dann ganz unverhofft Amerikaner am Horizont. Nicht nur mit einem Panzer, auch mit zwei Truppentransportern und einem Helikopter ausgestattet! Beachtlich! Der Anführer der Freiwilligenarmee, zusammengewürfelt aus Marines und Zivilisten, stellt sich als Van Zan (Matthew McConaughey) vor.
Er hat zusammen mit seiner Gruppe schon über 200 Drachen getötet und möchte Verstärkung holen, um in London auf Drachenjagd zu gehen! Es ist der erste Drache, der auch Quinns Mutter getötet hat, der ausgerottet werden muss, denn nur er kann weibliche Dracheneier befruchten.
Nachdem Van Zan, unter Mithilfe von Quinn, einen Drachen erlegt hat, der die Burg angegriffen hat, sind einige Engländer dazu bereit, sich dem Himmelfahrtskommando anzuschließen, der letzte Kampf kann beginnen!
Was dann in der letzten Stunde passiert verschweige ich an dieser Stelle lieber, denn der Film hat nahezu überhaupt keinen Spannungsbogen, da muss wenigstens das Überraschungsmoment noch erhalten bleiben!
;-)
Filmkritik:
Man mag es vielleicht in der Story-Beschreibung schon gemerkt haben: eine interessante Idee, nämlich Drachen in die heutige Zeit zu bringen und mit den Menschen zu konfrontieren, wurde recht kläglich umgesetzt! Die Story erinnert etwas an MadMax, jedoch ist sie so an den Haaren herbeigezogen, dass sie meistens nur zum Kopfschütteln des Zuschauers nützt. Die schnelle Vermehrung der Drachen, die Wehrlosigkeit der Armee…das passt nicht mit dem Rest des Films zusammen! Man wird praktisch mit zig unglaubwürdigen Geschehnissen konfrontiert, bis man im Jahr 2022 landet, wo der Film hauptsächlich spielt. Bis dahin, und das sind nur 5 Minuten, erschien mir die Story jedoch schon so lächerlich, dass ich auf „total stumpf“ schalten musste, um den Rest zu ertragen.
Auf der anderen Seite sind die Action-Szenen wirklich super gelungen! Alleine die Idee, Drachen durch Fallschirmspringer, die mit Netzen schießen, zur Landung zu zwingen, ist genial und waghalsig. Ein wirklich wilder Ritt durch die Wolken!
Dazu noch die Feuer speienden Fantasy-Monster, die wirklich super animiert durch den Film flattern und Tod zu den Menschen bringen… ganz großes Popcorn-Kino!
Klar, die Drachen spielen auch die absolute Hauptrolle im Film, Bale und McConaughey müssen sich de facto mit Nebenrollen begnügen, sie spielen diese aber sehr vernünftig und solide!
Der Showdown in London ist gut gemacht und man bekommt sehr viel Lust darauf, zu erfahren, wie der Film zu ende geht!
Das hat aber, wie bereits erwähnt, nichts mit Spannung zu tun, denn die Story ist wirklich unterirdisch. Man möchte viel eher sehen, wie der männliche Drache noch mal richtig Gas gibt und ordentlich Feuer speit! Tolle Szenen, dazu passende Musikuntermalung…ja, das macht Spaß und das möchte man sehen!
Was bleibt also noch zu sagen?
Nun, ich habe selten erlebt, dass ein neumodischer, teurer Film ein so blödes Drehbuch zu haben scheint!
Ein paar Beispiele für unlogische Ereignisse oder dumme Dialoge (so was kommt in den 102 Filmminuten ständig vor!):
„Er (der Drache) spielt mit uns!“
„Er spielt nicht mit uns…er verarscht uns!“
Danke!
Dann bekommt man zu hören, dass Drachen Asche fressen, daher verwandeln sie auch alles darein! So weit, so gut, aber dann: in London fressen sich Drachen gegenseitig! Begründung: „Sie haben Hunger, sie machen schon Jagd auf sich selbst!“ AHA! Zur ausgewogenen Ernährung der Drachen gehört also Asche und Fleisch?!
Na ja…
Witzig ist auch der Panzer: er wird nicht ein einziges Mal benutzt, außer um damit (trotz der herrschenden Benzinknappheit) herumzufahren! Selbst bei einem drohenden Hinterhalt nicht! Dafür stirbt aber der Panzerfahrer, als der männliche Drache ihn und den Rest der Armee mit Feuer eindeckt! Klarer Fall, ist ja auch nur ein Panzer, der ansonsten unbeschädigt bleibt…!
So wie so: beim Angriff des Drachen auf die Gruppe von Kämpfern bleiben alle Männer dicht beisammen stehen, obwohl es zwischen Schutt und Wracks richtig gute Deckung geben würde! Die sollen schon 200 Viecher getötet haben? Wohl kaum, wenn die so dumm sind!
Ja, ja, der Film bietet viel zum Lachen und Kopfschütteln + die erwähnte Action mit tollen Special Effects!
Mein Fazit kann also nur lauten:
auf dumm stellen und reingehen, wenn man die Geschichte generell interessant und spannend findet! Die Drachen sollte man als Fantasy-Fan einfach auf einer großen Leinwand gesehen haben, toll und aufwendig gemacht!
Außerdem ist Van Zan ein krasser Typ, hätte auch von Arnold Schwarzenegger gespielt werden können!
Realistisches Ende übrigens, was Van Zan angeht!
Hier gibt’s doch noch ein letztes Mini-Plus für das Drehbuch, insgesamt gebe ich die Note drei und ein „Empfehlung an Freunde“ unter den erwähnten Vorbehalten!
Lasst euch nicht rösten!
Trollsplitter
Darsteller: Christian Bale, Matthew McConaughey, Izabella Scorupco, Gerard Butler
Regie: Rob Bowman
Produzent: Richard Zanuck, Roger Birnbaum, Gary Barber, Lili Fini Zanuck
Drehbuch: Matt Greenberg, Terry Hayes
offizieller Deutschland-Start: 09.01.2003
offizieller US-Start: 12.07.2002
Im Film „Die Herrschaft des Feuers“ geht es also um den Kampf zwischen Menschen und Drachen, High-Tech gegen tierischen Hunger und Feuer!
Ob die spannende Fantasy-Endzeit-Story überzeugen kann…ich war mir vor meinem Kinobesuch nicht so ganz sicher! Schon in den unzähligen Fernseh-Spots fiel mir auf, dass die Dialoge extrem unglaubwürdig und platt waren, andererseits lockte natürlich Action und faszinierende Special-Effects! Gerade für einen Fantasy-Rollenspieler also ein unausweichliches Stück Hollywood.
Nun gut, Karte gekauft und los ging’s…
Die Story
Im London von heute werden Kanalarbeiten durchgeführt. Bei den Bohrungen in der Tiefe stößt man plötzlich auf eine riesige Höhle, welche der Junge Quinn, Sohn der Bauleiterin, erforscht. Plötzlich merkt er, dass er nicht alleine ist in der Höhle, und nur Sekunden später bricht ein Inferno aus, welches alle Arbeiter und seine Mutter tötet! Der erste Drache ist erwacht!
Innerhalb kürzester Zeit vermehren sich die Tiere, während die Menschen immer noch ungläubig an den Himmel schauen und nicht fassen können, dass es Drachen tatsächlich gibt! Durch den unbändigen Hunger der gigantischen Flugmonster werden mehr und mehr Menschen getötet, der Feuerodem der Drachen legt Stadt um Stadt in Schutt und Asche! Das Militär setzt seine geballte Feuerkraft gegen die Tiere ein, doch es ist bereits zu spät für die Zivilisation: durch das schnelle Verbreiten der Drachen über die ganze Welt gibt es keinen Ort mehr, wo man vor ihnen sicher ist! Selbst Atombomben bringen keinen Erfolg für die Menschen, stattdessen wird die Welt, wie wir sie kennen, noch mehr zerstört!
Es scheint keine Hoffnung mehr zu geben…
Die eigentliche Geschichte beginnt dann im Jahre 2022, Quinn (Christian Bale), inzwischen 32 Jahre alt, hat in den Hügeln Englands einen Zufluchtsort für Menschen geschaffen. Eine alte Burgruine, ein paar Baracken und spärliche Äcker…das ist alles, womit die Gemeinschaft auskommen muss!
In ständiger Furcht vor Drachen lebt die Hundertschaft vor sich hin, man hofft einfach darauf, dass die Drachen so plötzlich verschwinden, wie sie gekommen sind.
Eines Tages erscheinen dann ganz unverhofft Amerikaner am Horizont. Nicht nur mit einem Panzer, auch mit zwei Truppentransportern und einem Helikopter ausgestattet! Beachtlich! Der Anführer der Freiwilligenarmee, zusammengewürfelt aus Marines und Zivilisten, stellt sich als Van Zan (Matthew McConaughey) vor.
Er hat zusammen mit seiner Gruppe schon über 200 Drachen getötet und möchte Verstärkung holen, um in London auf Drachenjagd zu gehen! Es ist der erste Drache, der auch Quinns Mutter getötet hat, der ausgerottet werden muss, denn nur er kann weibliche Dracheneier befruchten.
Nachdem Van Zan, unter Mithilfe von Quinn, einen Drachen erlegt hat, der die Burg angegriffen hat, sind einige Engländer dazu bereit, sich dem Himmelfahrtskommando anzuschließen, der letzte Kampf kann beginnen!
Was dann in der letzten Stunde passiert verschweige ich an dieser Stelle lieber, denn der Film hat nahezu überhaupt keinen Spannungsbogen, da muss wenigstens das Überraschungsmoment noch erhalten bleiben!
;-)
Filmkritik:
Man mag es vielleicht in der Story-Beschreibung schon gemerkt haben: eine interessante Idee, nämlich Drachen in die heutige Zeit zu bringen und mit den Menschen zu konfrontieren, wurde recht kläglich umgesetzt! Die Story erinnert etwas an MadMax, jedoch ist sie so an den Haaren herbeigezogen, dass sie meistens nur zum Kopfschütteln des Zuschauers nützt. Die schnelle Vermehrung der Drachen, die Wehrlosigkeit der Armee…das passt nicht mit dem Rest des Films zusammen! Man wird praktisch mit zig unglaubwürdigen Geschehnissen konfrontiert, bis man im Jahr 2022 landet, wo der Film hauptsächlich spielt. Bis dahin, und das sind nur 5 Minuten, erschien mir die Story jedoch schon so lächerlich, dass ich auf „total stumpf“ schalten musste, um den Rest zu ertragen.
Auf der anderen Seite sind die Action-Szenen wirklich super gelungen! Alleine die Idee, Drachen durch Fallschirmspringer, die mit Netzen schießen, zur Landung zu zwingen, ist genial und waghalsig. Ein wirklich wilder Ritt durch die Wolken!
Dazu noch die Feuer speienden Fantasy-Monster, die wirklich super animiert durch den Film flattern und Tod zu den Menschen bringen… ganz großes Popcorn-Kino!
Klar, die Drachen spielen auch die absolute Hauptrolle im Film, Bale und McConaughey müssen sich de facto mit Nebenrollen begnügen, sie spielen diese aber sehr vernünftig und solide!
Der Showdown in London ist gut gemacht und man bekommt sehr viel Lust darauf, zu erfahren, wie der Film zu ende geht!
Das hat aber, wie bereits erwähnt, nichts mit Spannung zu tun, denn die Story ist wirklich unterirdisch. Man möchte viel eher sehen, wie der männliche Drache noch mal richtig Gas gibt und ordentlich Feuer speit! Tolle Szenen, dazu passende Musikuntermalung…ja, das macht Spaß und das möchte man sehen!
Was bleibt also noch zu sagen?
Nun, ich habe selten erlebt, dass ein neumodischer, teurer Film ein so blödes Drehbuch zu haben scheint!
Ein paar Beispiele für unlogische Ereignisse oder dumme Dialoge (so was kommt in den 102 Filmminuten ständig vor!):
„Er (der Drache) spielt mit uns!“
„Er spielt nicht mit uns…er verarscht uns!“
Danke!
Dann bekommt man zu hören, dass Drachen Asche fressen, daher verwandeln sie auch alles darein! So weit, so gut, aber dann: in London fressen sich Drachen gegenseitig! Begründung: „Sie haben Hunger, sie machen schon Jagd auf sich selbst!“ AHA! Zur ausgewogenen Ernährung der Drachen gehört also Asche und Fleisch?!
Na ja…
Witzig ist auch der Panzer: er wird nicht ein einziges Mal benutzt, außer um damit (trotz der herrschenden Benzinknappheit) herumzufahren! Selbst bei einem drohenden Hinterhalt nicht! Dafür stirbt aber der Panzerfahrer, als der männliche Drache ihn und den Rest der Armee mit Feuer eindeckt! Klarer Fall, ist ja auch nur ein Panzer, der ansonsten unbeschädigt bleibt…!
So wie so: beim Angriff des Drachen auf die Gruppe von Kämpfern bleiben alle Männer dicht beisammen stehen, obwohl es zwischen Schutt und Wracks richtig gute Deckung geben würde! Die sollen schon 200 Viecher getötet haben? Wohl kaum, wenn die so dumm sind!
Ja, ja, der Film bietet viel zum Lachen und Kopfschütteln + die erwähnte Action mit tollen Special Effects!
Mein Fazit kann also nur lauten:
auf dumm stellen und reingehen, wenn man die Geschichte generell interessant und spannend findet! Die Drachen sollte man als Fantasy-Fan einfach auf einer großen Leinwand gesehen haben, toll und aufwendig gemacht!
Außerdem ist Van Zan ein krasser Typ, hätte auch von Arnold Schwarzenegger gespielt werden können!
Realistisches Ende übrigens, was Van Zan angeht!
Hier gibt’s doch noch ein letztes Mini-Plus für das Drehbuch, insgesamt gebe ich die Note drei und ein „Empfehlung an Freunde“ unter den erwähnten Vorbehalten!
Lasst euch nicht rösten!
Trollsplitter
Darsteller: Christian Bale, Matthew McConaughey, Izabella Scorupco, Gerard Butler
Regie: Rob Bowman
Produzent: Richard Zanuck, Roger Birnbaum, Gary Barber, Lili Fini Zanuck
Drehbuch: Matt Greenberg, Terry Hayes
offizieller Deutschland-Start: 09.01.2003
offizieller US-Start: 12.07.2002
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