Die Herrschaft des Feuers (VHS) Testbericht

Die-herrschaft-des-feuers-vhs-actionfilm
ab 7,58
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2004

Erfahrungsbericht von Sorsha

Wer hat hier wohl das Drehbuch geschrieben?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Antwort auf diese Frage ist doch ganz klar: ein Mann. Wer wissen will warum man das so schön erkennt, der muss sich bis zum Ende des Berichtes gedulden (oder einfach nach unten scrollen).


Story:

Der Junge Quinn besucht wie schon oft seine Mutter an ihrem Arbeitsplatz, einer U-Bahn-Baustelle in London. Untertage ist er nun dabei, als die Arbeiter, vermutlich von der Strecke abgekommen, auf einen großen Hohlraum (sprich eine Höhle) stoßen. Mutig wie kleine Jungs halt manchmal sind, klettert Quinn in die unbekannte Dunkelheit und sieht sich auch schon prompt einer Sagengestalt gegenüber. Denn wer glaubt Anfang des 21. Jahrhunderts schon noch an Drachen. Aus seinem tiefen \"Winterschlaf\" geweckt, hat der Drache dann auch erst einmal Luft auf Gegrilltes und verschafft so auch gleich seiner schlechten Laune Ausdruck. Das alles kostet auch gleich zu Beginn einigen Menschen, darunter auch Quinns Mutter, das Leben.

Etliche Jahre später sehen wir Quinn nun als Anführer einer kleinen Gruppe Menschen (es dürften so knapp 75 sein), die sich in einer alten Festung vor den feuerspeienden Ungetüme verschanzt haben. Das ausgeklügelte Drachen-Alarm-System beginnt mit dem ausgeregten Verhalten eines Falken und endet damit, dass sich die Menschen in die Kellergewölbe verkriechen und dort hoffen, dass der Drache bald sein Interesse verliert.

Dieses \"Idyll der Sicherheit\" hat schon immer seine kleinen Kratzer gehabt. Denn wie soll man von verbrannter Erde leben und seine Kinder dabei auch noch großziehen. Nur wenige relativ weit entfernt liegende Felder stehen zur Versorgung zur Verfügung. So kommt es wie es kommen muss, nicht jeder der Überlebenden will sich den Befehlen von Quinn unterordnen. Als sich 5 Mitglieder der Gruppe zu etwas verfrühten Ernte zu den Feldern begeben, werden sie von einem Drachen überrascht. Nur durch Quinns Einschreiten können dabei immerhin 4 lebend gerettet werden.

In diese angeknackste Gesellschaft bricht nun \"Hoffnung\" in Form des Drachentöters Van Zan ein. Der amerikanische Soldat ist mit seiner Truppe unterwegs, um möglichst vielen Monstern den Gar aus zu machen, und bittet Quinn für einige Tage um Unterschlupf. Kurze Zeit später können die Amis schon zeigen, was in ihnen steckt. Ein Drache wird gesichtet und statt sich wie Quinn und seine Anhänger zu verschanzen, geht Van Zan zum Angriff über. Leider geht bei dieser Jagd jedoch einiges schief. Denn obwohl der Drache letztendlich erwischt wird, verliert Van Zan ein paar seiner Männer. Wie sich das für einen Amerikaner gehört, lässt das Van Zan jedoch nicht aus sich sitzen und zieht los nach London den Urvater aller Drachen zu erledigen. Denn es gibt nur ein Drachenmännchen auf dieser Welt, dass alle Eier befruchtet. Das Prinzip funktioniert so wie bei manchen Fischarten: Das Weibchen legt die Eier ab und das Männchen kommt vorbei und befruchtet diese.

Doch, man glaubt es kaum, die Amerikaner werden haushoch von dem Drachen erledigt. Nur 3 Menschen überleben. Unter ihnen Van Zan, der nun Quinn um Hilfe bittet.

So ich denke mal, das reicht um euch neugierig zu machen.


Die Darsteller:

Quinn - Christian Bale
Mir fiel Christian Bale das erste Mal in Mio, mein Mio auf. Wer den Film kennt, weiß, dass er da noch als Kinderstar zu bezeichnen war. Jahre später entdeckte ich ihn dann wieder als Begierde von Betty und ihren Schwestern bis er dann vor kurzem als Psychopath zuschlagen durfte (American Psycho). Ich persönlich sehe ihn also schon jahrelang immer wieder gerne, was wohl mit ein Grund war, weshalb ich mir den Film gerne im Kino anschauen wollte. Seine Leistung ist hier, wie es sich für einen Effekt-Film gehört, solide. D. h. nicht unbedingt oscarreif, aber trotzdem konnte man seine Regungen gut nachvollziehen.

Van Zan - Matthew McConaughey
Ich schätze mal es ging nicht nur mir so, dass ich mir den Trailer erst ein paar Mal anschauen musste, bevor ich glauben konnte, dass das wirklich der rechtschaffende Anwalt (Die Jury) und der Traumprinz von nebenan (Wedding Planer) ist. So spielt McConaughey hier mal total gegen sein \"Weichspüler-Image\" an. Natürlich ist er hier absolut nicht der Sympathieträger, aber die Rolle als überheblicher Amerikaner scheint ihm auf den Leib geschneidert zu sein.

Eigentlich dreht sich die Story ja nur um diese beiden Charaktere und um die Drachen, aber trotzdem spielen natürlich noch andere Leute mit.
Izabella Scorupco - die vorher nur als Bond-Gespielin (Goldeneye) auf sich aufmerksam machte
Gerard Bulter - der sich auch schon mal als Dracula versuchte (Dracula 2000)
Und viele andere, die man vielleicht auch schon mal in irgendwelchen Nebenrollen gesehen hat.


Der Film:

Nun mal zur eigentlichen Filmkritik. Die ersten Gedanken, die mir nach Ende des Films durch den Kopf schossen, waren: \"Gute Grundidee, beschissener Schluss!\". Obwohl inzwischen schon drei Tage vergangen sind und ich das Ganze noch mal durchdacht habe, kann ich diese Kurzfassung meiner Meinung nicht revidieren. Weshalb? Das möchte ich hier kurz erläutern.

Die Grundidee, dass, aus welchen Gründen auch immer (so ganz klar ist mir bei dem Film ja nicht, warum der Drache erst durch das Anbohren der Höhle erwacht), in der heutigen Zeit plötzlich wieder Drachen auf unserem Planeten auftauchen, hat für mich etwas Faszinierendes. Diese Fabelwesen haben ja je nach Religion, Ideologie oder was auch immer eines Landes sehr unterschiedliche Charaktere. In manchen Teilen der Welt werden sie verehrt, in anderen als bösartige Ungeheuer verfolgt. Wie man in diesem Film schnell merkt, gehört die westliche Zivilisation eher zu den letzteren.

Der Film selbst spielt ja mit dem sehr unterschiedlichen Umgang mit der neuen unbekannten Situation. So sehen wir Quinn, der sich mit den Drachen abgefunden hat und versucht bestmöglich mit ihnen zu leben, und Van Zan, der alles dafür geben würde, wenn es noch mal so wäre, wie es vor der Ankunft der Ungeheuer war. Beide habe auf ihre Weise schon irgendwie recht. Quinn hat den friedfertigen Weg gewählt, da er genug von dem ewigen Blutvergießen hat. Van Zan dagegen ist wohl der Meinung, dass man sich nicht einem Wesen geschlagen geben kann, dass doch eigentlich schon ausgestorben war.

Also die Umsetzung dessen gefiel mir noch sehr gut. Ich meine, ein paar Übertreibungen müssen im Film ja immer sein (ich will hier nur kurz die Hubschrauber-Sequenz erwähnen).

Nun kommen wir aber mal zu dem einfalllosen Schluss und somit zu der Antwort auf die Frage, wer wohl das Drehbuch geschrieben hat. Das dies ein Mann vollbracht hat, kann man denke ich schon daran erkennen, dass Frauen hier praktisch keine Rolle spielen. Die Hubschrauberpilotin ist bestimmt nur über die Frauenquote reingerutscht. Außerdem scheinen die Herren der Schöpfung, immerhin 3 an der Zahl (Gregg Chabot, Kevin Peterka, Matt Greenberg), gerne im Bezug auf die Männlichkeit zu übertreiben. Es ist ja wohl absolut lachhaft, dass EIN Männchen alle Eier befruchten soll und dies auch noch auf dem ganzen Erdball verteilt. Mit einem Männchen pro Land oder sogar Kontinent könnte ich ja zur Not noch leben, aber das war ja wohl lachhaft.

Doch nicht genug damit. Wenn wir jetzt also einfach mal hinnehmen, dass nur ein Männchen alle Eier befruchtet, unter den schlüpfenden Drachen natürlich keine Männlein sind und die Spezies Drache somit nach Tod des Einen aussterben muss, stellt sich doch die Frage, warum sich die ja noch lebenden Weibchen weder in den Entscheidungskampf einmischen (oder ist das jetzt wieder so ein Macho-Ding, dass jeder Mann für sich allein kämpft?) noch danach \"um ihr Leben kämpfen\". Ich stelle mir jetzt mal vor, es würde uns heute mitgeteilt, dass die Menschheit am Ende ist. Würdet ihr euch ruhig in eine Ecke setzen? Ich denke, das würden wir genauso wenig machen, wie die Drachen. Eher würden die Tiere doch noch aggressiver bis sie alle natürlich oder sonst wie ausgestorben sind.

Zum Schluss will ich aber dann doch noch ein weiteres Lob los werden. Denn die Special-Effects, sprich die Darstellung der Drachen fand ich sehr gelungen, weshalb sich der Kinobesuch ja schon gelohnt hat ;-)

Noch kurz zu erwähnen sei, das Rob Bowman zuvor hauptsächlich für die Serie Akte X (inkl. Kinofilm) arbeitete. Mit Die Herrschaft des Feuers hat er meiner Meinung nach bewiesen, dass er auch nach Ende der Serie nicht in Vergessenheit geraten wird.




Fazit:

Jedem, der mich fragt, kann ich ohne Umschweife sagen, dass man sich den Film ruhig anschauen sollte. Vor allem Fans von Fantasy-Filmen (ja, ich bin einer) oder auch einfach nur Liebhaber von tollen Special-Effects-Filmen (dazu gehöre ich auch) werden ihren Spaß daran haben. Nur vor dem Schluss, bei dem den Autoren wohl die Ideen ausgegangen sind, will ich an dieser Stelle warnen.
Ebenfalls gewarnt sein sollen jene Matthew-McConaughey-Fans, die sich Filme allein wegen des Schönlings anschauen. Diese werden hier wohl enttäuscht, den Raum verlassen, da sie ihren Liebling ja kaum wiedererkennen werden.






Originaltitel: Reign Of Fire
Deutscher Titel: Herrschaft des Feuers (Wahnsinn, ich glaube, die Titel-Übersetzer haben ihr Wörterbuch wiedergefunden!)
Jahr: 2002
Land: USA
Regie: Rob Bowman
Darsteller: Christian Bale, Matthew McConaughey,...

36 Bewertungen, 9 Kommentare

  • anonym

    12.04.2007, 21:28 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Damaris :-)

  • _knuddelmonster88_

    11.04.2007, 00:27 Uhr von _knuddelmonster88_
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh und LG Sara

  • Estha

    09.04.2007, 21:00 Uhr von Estha
    Bewertung: sehr hilfreich

    schön :-D

  • kleenerknuffi

    26.03.2007, 16:19 Uhr von kleenerknuffi
    Bewertung: sehr hilfreich

    Über dieses "Ein Männchen befruchtet alle Eier auf der Welt" konnte ich auch nur den Kopf schütteln und müde lächeln. Männer sind schon ziemlich einfach gestrickt. Aber immerhin konnte man sich als Frau die gestählten Körper von Christian Bale un

  • misscindy

    26.03.2007, 15:56 Uhr von misscindy
    Bewertung: sehr hilfreich

    ﻬﻬﻬ sh + lg ﻬﻬﻬ

  • panico

    05.03.2007, 09:39 Uhr von panico
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg panico:-)

  • diana75

    23.02.2007, 02:32 Uhr von diana75
    Bewertung: sehr hilfreich

    ‹^› ‹(•¿•)› ‹^›G*R*U*S*S*‹^› ‹(•¿•)› ‹^›

  • sebbelino

    04.05.2006, 03:13 Uhr von sebbelino
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich, liebe grüße

  • schnekuesschen

    02.05.2006, 12:56 Uhr von schnekuesschen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht....LG Sandy :-)))