Die Herrschaft des Feuers (VHS) Testbericht

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ab 7,58
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Erfahrungsbericht von IvoryB

STOP - bloß nicht drüber nachdenken ...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Bei meinem letzten Kinobesuch sprang mir die Vorschau dieses Filmes ins Auge.
Genau mein Geschmack. Drachen, Helden, Weltuntergang und natürliche knackige Männerkörper, denn wer sonst sollte sich dieser Gefahr auch stellen als durchtrainierte und lebensmüde Bodybuilder. *SMILE*
Gestern war es dann also soweit. Kinotag ... und los ging´s und die Rede ist hier von:

Die Herrschaft des Feuers - Reign of Fire

Kurzer Inhalt:
Es ist das Jahr 2008. In dem Londoner Tunnelsystem finden Bauarbeiten statt und ein Bohrteam erkundet die unterirdischen Gänge. Mit dabei ist Quinn, dessen Mutter als Ingenieurin bei dem Bohrteam anwesend ist.
Als lebenslustiger Junge kann Quinn es natürlich nicht lassen die Höhlen ganz genau in Augenschein zu nehmen. Etwas zu genau, denn durch ihn wird ein uraltes Wesen um seinen Schlaf gebracht. Etwas sehr sehr Altes, extrem Grosses und überaus Hungriges.

Es hat lange geschlafen, wurde unsanft geweckt, seine Laune ist daher nicht grad die Beste und nun ist es frei ... Quinn kann grad noch einem Angriff entkommen, doch seine Mutter stirbt bei der Flucht vor dem Drachen.

Wenige Jahrzehnte später, im Jahre 2030, stehen die Menschheit nach einem verzweifelten Krieg, in dem auch Atombomben nichts ausrichten konnten kurz vor der Vernichtung. Die Drachen haben die Herrschaft über die Erde übernommen, sie überziehen die Erde mit Flammen, um sich von der Asche zu ernähren.

Es gibt nur wenige Überlebende, und diese verschanzen sich in Festungen vor ihren geflügelten Feinden.
Die letzten Überlebenden, angeführt von unserem kleinen Quinn, der nun natürlich erwachsen ist (Christian Bale) sind praktisch am Ende, die Nahrungsmittel sind knapp und überall lauert die Gefahr in Gestalt eines Drachens. Die Hoffnung ist fast verloren, doch da bietet sich ihnen mit der Ankunft einer amerikanischen Militärtruppe unter der Leitung von Van Zan (Matthew McConaughey) und der Pilotin Alex Jensen (Izabella Scorupco) eine ungeahnte Möglichkeit, der Plage Herr zu werden und Quinn muss bald einsehen, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, wenn die Menschheit überleben soll ...

Wer das Kino-Plakat gesehen hat, geht mit der Vorstellung in den Film, dass es das reinste Actionabenteuer ist, Kämpfe gegen Drachen, große Worte, mutige Einsätze der Helden. Kampfhubschraubern gegen Drachen am feuerroten Himmel Londons.
Dem ist allerdings nicht so, der Film ist lang nicht so effektreich wie auch von mir erwartet, es ist eher wieder einmal eine Geschichte über Glaube und Hoffnung und einem bevorstehenden Weltuntergang.

Der Anführer der Amerikaner ist natürlich auf den ersten Blick alles andere als vertrauenserweckend. hat auf den ersten Blick keine Erlöser-Qualitäten, überdimensionale Muskeln, Tatoos wo man hinschaut, sein Kopf ist kahl geschoren und sein irrer stechenender Blick flößt eher Furcht als Vertrauen ein.
Doch Van Zan, gespielt von Matthew McConaughey (ein absolutes Schneckchen für meine Begriffe! *SMILE*) als der Drachentöter ist nicht bloß ein Testosteron getriebener Irrer, sondern ein Mann, der sich den Kampf gegen die Monster zur Aufgabe gemacht hat.
Dementsprechend sieht er keine Möglichkeit für Kompromisse: Er will nicht auf ein besseres Morgen warten, sondern den Rest der Menschheit hier und jetzt ins letzte Gefecht führen.
Die Engländer um Quinn reagieren entsprechend skeptisch auf Van Zan. Er paßt einfach nicht in den englischen Glauben, diese durchgeknallten Amis, die sich aufführen wie Verrückte, erst als sie unter Verlusten einen Drachen erlegen, aber statt den Triumph zu feiern, um ihre Toten trauern, gewinnen sie moralische Autorität.

„Die Herrschaft des Feuers“ hat eigentlich alles, was man sich von einem Actionfilm erhofft, packende Bilder, verzweifelte, mutige, kraftstrotzende Helden, immer einen coolen Spruch auf den Lippen darf ja mittlerweile bei so einem Film auch nicht fehlen, ein wenig Humor zur rechten Zeit und natürlich Action.

All dies hört sich gut an, und doch schafft es \"Die Herrschaft des Feuers\" nicht, richtig zu fesseln, zumindest mich hat der Film nicht wirklich gefesselt.
Es waren einfach wieder einmal zu viele Klischees, die sich da durch diesen Film geschmuggelt haben.
So wie dass die armen ideenlosen Briten nur wieder Hoffnung haben weil die knallharten Amerikaner - natürlich Marines, was sonst? auf die Idee zu kommen selbst Drachen zu töten.
Auch hatte ich einfach das Gefühl, dass sich bei Figuren, Dialogen oder Storyentwicklung keiner so wirklich viel richtig Mühe gegeben hat.
Die Schauspieler an sich spielen gut und überzeugen in ihren Rollen, aber die geführten Dialoge sind nicht wirklich förderlich und interessant.

Aber der beste Clou des Filmes ist die Logik, hier war auf jeden Fall ein Betrunkener am Werk, van Zans Plan ist es den EINZIGEN MÄNNLICHEN Drachen zu erlegen, denn dann würde sich ja kein Drache mehr fortpflanzen können und die Drachen würden wieder aussterben. Eine echter Schenkelklopfer meiner Ansicht nach:
DENN WENN ES NUR EINEN MÄNNLICHEN DRACHEN AM ANFANG GIBT, WIE KÖNNEN DIE ANDEREN EXISTIEREN ???
Andererseits, was soll´s man kann auch einfach sein Gehirn abschalten und sich am Actionkino erfreuen. Punkt!

Drachen wurden ja schon in einigen Filmen so richtig verheizt, in Dragonheart war der letzte Drache allerdings der Gute, diesen Film mochte ich übrigens sehr gerne, Dungeons & Dragons, den Film fand ich sehr schlecht, da waren die Drachen aber auch nur so nebenher interessant und nicht wirklich vernichtend.
Das wird in „Herrschaft des Feuers“! auf jeden Fall einmal gänzlich überholt, denn hier sind und bleiben die Drachen die Stars des Filmes. Bösartig, gefährlich, übermächtig und gewaltig.
Sie sind mit einer Perfektion animiert, die beweist, wie viel Zeit seit Dragonheart und Jurassic Park vergangen ist. Ihre Bewegungen sind fließend, ihre Haut wirkt organisch - man könnte sie für echt halten.

Wie auch immer, der Film ist naja-sehenswert ... für Fans dieser Art Filme okay, für andere, die auf tiefgründigere Filme stehen auf jeden Fall enttäuschend.

Vielen Dank fürs Lesen und Kommentieren,

liebe Grüße,
eure feurige Ivory

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