Die Mumie (1999) (DVD) Testbericht

ab 7,86 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 04/2006
Auf yopi.de gelistet seit 04/2006
Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von help11
Guter Film!!!!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
The Mummy\" / \"Die Mumie\" (USA 1999)
Produktion: Alphaville/Universal
Produzenten: James Jacks, Sean Daniel
Regie: Stephen Sommers
Buch: Stephen Sommers, Bob Ducsay
Kamera: Adrian Biddle
Musik: Jerry Goldsmith
Darsteller: Brendan Fraser (Rick O\'Connell), Rachel Weisz (Evelyn), John Hannah (Jonathan), Arnold Vosloo (Imhotep), Kevin J. O\'Connor (Beni), Jonathan Hyde (Der Ägyptologe)
Verleih: UIP
*** Zusammenfassung und Kritik ***
Die Story entfaltet sich nach Fabel-Manier mit einem Rückblick in die Antike. Der Sage nach hat vor 3000 Jahren der ägyptischen Hohepriester Imhotep ein Techtelmechtel mit der Geliebten des Pharaos gehabt, der ihn zur Strafe bei lebendigem Leib begraben ließ. Sprung nach vorn in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts: Eine halbägyptische Archäologin macht sich mit ihrem Bruder und einem amerikanischen Abenteurer auf, die geheimnisvolle \"Stadt der Toten\" Hamunaptra zu entdecken. Gleichzeitig ist auch eine Gruppe skrupelloser Goldjäger auf der Suche nach einem geheimnisvollen Schatz, der dort verborgen sein soll. Als alle gleichzeitig in den antiken Grabkammern eintreffen, entsteht beträchtliches Tohuwabohu, und in hektischem Übereifer entziffert die junge Archäologin ausgerechnet jene Passage des mysteriösen Buchs der Toten, die den vor drei Jahrtausenden begrabenen und eingemauerten Imhotep zu neuem Leben zu erwecken vermag. Da sich die Mumie aus den Organen lebender Menschen regenerieren muß und zur Erweckung der einst heiß geliebten Schönen ein weibliches Opfer benötigt, sind die Weichen für eine schaurige Abenteuergeschichte gestellt, in der alle Register der Tricktechnik gezogen werden - bis hin zu den geweissagten Plagen, die über das Volk der Ägypter mit digitaler Computerpräzision hereinbrechen...
Universal hat etliche Jahre über eine Wiederverfilmung des alten Horrorfilms \"The Mummy\" (1932) nachgedacht. Nach Dracula, Frankenstein und dem Wolfsmenschen blieb dem Studio, das seinen Ruf weitgehend dem fantastischen Genre verdankt, kaum eine andere klassische Horrorfigur zur Neubelebung übrig.
Vorhang auf für Stephen Sommers, bisher in Deutschland nur durch Walt Disneys \"Dschungelbuch\"-Verfilmung von 1994 bekannt geworden. Er schrieb seine Fassung in knapp sechs Wochen und hatte - neben anderen bekannten Regisseuren - als einziger Erfolg bei dem damaligen Universal-Chef Casey Silver, obwohl absehbar war, daß sein Vorhaben wahrscheinlich das teuerste von allen sein würde.
Sommers hat den \"klassischen\" Stoff ziemlich rigoros heutigen Spielregeln für \"Event Movies\" angepaßt. Verehrer des alten Karl-Freund-Films vergessen besser alles, was sie in Erinnerung behalten haben. Zwar ist die Story in ihren Grundzügen dieselbe geblieben, aber wo damals intime Atmosphären die Stimmung beherrschten, wird heute mit Effekten geklotzt.
Wenn der Film dennoch auf seine nicht gerade zimperliche Art funktioniert, hat das viel damit zu tun, daß Sommers seine Vorbilder genau kennt - und die entstammen keineswegs nur dem alten \"Mummy\"-Film und dessen Fortsetzungen. Sommers setzt vielmehr auf die aktionsverwöhnten Liebhaber des modernen Special-Effects-Kinos. Aus allen möglichen, stilistisch höchst unterschiedlichen Genres bezieht er dabei seine Ideen.
Wer sich auskennt, findet da ebenso Elemente aus den Indiana-Jones-Filmen, aus \"Star Wars\" und \"Terminator\" wie aus den frühen CinemaScope-Epen, aus Cary-Grant-Komödien, Howard-Hawks-Filmen und den guten alten \"Road\"-Abenteuern Bob Hopes.
Die Horroreffekte sind dank der immer frappierenderen Technik von Industrial Light & Magic mehr erstaunlich als beklemmend, und ernstzunehmen braucht man rein gar nichts an der Geschichte.
Was \"Die Mumie\" relativ angenehm von anderen Event Movies unterscheidet, ist eine durchgehend spielerische Note, die mehr mit dem Entsetzen Scherz treibt als es für unaufhörliche Gewalttaten auszuschlachten. Selbst die Perfektion der Horroreffekte fordert dem Publikum mehr Überraschung als Angstgefühle ab. Insofern ist \"Die Mumie\" eher eines der erfreulicheren Produkte des modernen Hollywood, wenngleich Kenner der alten Verfilmung ihre Enttäuschung kaum werden verbergen können, daß die subtile Fantastik der Story unter dem Schutt des zusammenbrechenden Hamunaptra mit begraben wird...
In der zweiten Hälfte des Films gewinnen die Effekte der schrittweisen Rekreation des mumifizierten Hohenpriesters Imhotep und der von ihm mobilisierten überirdischen Kräfte eindeutig die Überhand - für die unterschwellige Komik der Geschichte bleibt dann nur noch wenig Platz...
Am stärksten enttäuschte mich die Musik von Jerry Goldsmith, die viel dazu beiträgt, die Bombastik der Ereignisse zu unterstreichen, statt den ironischen Komponenten zu ihrem Recht zu verhelfen.
Der aus Südafrika stammende Theaterschauspieler Arnold Vosloo ist für mich der schauspielerische Höhepunkt - auch wenn er durch die F/X teilweise zur Comic-Figur charikiert wird, so hebt er sich doch wohltuend von den anderen Spielern ab... Außerdem ist er mir schon alleine deswegen sehr sympathisch, weil er sich \"Die Mumie\" viel gruseliger gewünscht hätte...
Alles in allem ist \"Die Mumie\" nicht unbedingt ein Film, den man gesehen haben muß, den man sich aber schon allein deswegen mal anschauen könnte, weil es keinen neuen Indiana-Jones-Streifen mehr gibt (auch wenn Indy viel besser war...).
Produktion: Alphaville/Universal
Produzenten: James Jacks, Sean Daniel
Regie: Stephen Sommers
Buch: Stephen Sommers, Bob Ducsay
Kamera: Adrian Biddle
Musik: Jerry Goldsmith
Darsteller: Brendan Fraser (Rick O\'Connell), Rachel Weisz (Evelyn), John Hannah (Jonathan), Arnold Vosloo (Imhotep), Kevin J. O\'Connor (Beni), Jonathan Hyde (Der Ägyptologe)
Verleih: UIP
*** Zusammenfassung und Kritik ***
Die Story entfaltet sich nach Fabel-Manier mit einem Rückblick in die Antike. Der Sage nach hat vor 3000 Jahren der ägyptischen Hohepriester Imhotep ein Techtelmechtel mit der Geliebten des Pharaos gehabt, der ihn zur Strafe bei lebendigem Leib begraben ließ. Sprung nach vorn in die 20er Jahre unseres Jahrhunderts: Eine halbägyptische Archäologin macht sich mit ihrem Bruder und einem amerikanischen Abenteurer auf, die geheimnisvolle \"Stadt der Toten\" Hamunaptra zu entdecken. Gleichzeitig ist auch eine Gruppe skrupelloser Goldjäger auf der Suche nach einem geheimnisvollen Schatz, der dort verborgen sein soll. Als alle gleichzeitig in den antiken Grabkammern eintreffen, entsteht beträchtliches Tohuwabohu, und in hektischem Übereifer entziffert die junge Archäologin ausgerechnet jene Passage des mysteriösen Buchs der Toten, die den vor drei Jahrtausenden begrabenen und eingemauerten Imhotep zu neuem Leben zu erwecken vermag. Da sich die Mumie aus den Organen lebender Menschen regenerieren muß und zur Erweckung der einst heiß geliebten Schönen ein weibliches Opfer benötigt, sind die Weichen für eine schaurige Abenteuergeschichte gestellt, in der alle Register der Tricktechnik gezogen werden - bis hin zu den geweissagten Plagen, die über das Volk der Ägypter mit digitaler Computerpräzision hereinbrechen...
Universal hat etliche Jahre über eine Wiederverfilmung des alten Horrorfilms \"The Mummy\" (1932) nachgedacht. Nach Dracula, Frankenstein und dem Wolfsmenschen blieb dem Studio, das seinen Ruf weitgehend dem fantastischen Genre verdankt, kaum eine andere klassische Horrorfigur zur Neubelebung übrig.
Vorhang auf für Stephen Sommers, bisher in Deutschland nur durch Walt Disneys \"Dschungelbuch\"-Verfilmung von 1994 bekannt geworden. Er schrieb seine Fassung in knapp sechs Wochen und hatte - neben anderen bekannten Regisseuren - als einziger Erfolg bei dem damaligen Universal-Chef Casey Silver, obwohl absehbar war, daß sein Vorhaben wahrscheinlich das teuerste von allen sein würde.
Sommers hat den \"klassischen\" Stoff ziemlich rigoros heutigen Spielregeln für \"Event Movies\" angepaßt. Verehrer des alten Karl-Freund-Films vergessen besser alles, was sie in Erinnerung behalten haben. Zwar ist die Story in ihren Grundzügen dieselbe geblieben, aber wo damals intime Atmosphären die Stimmung beherrschten, wird heute mit Effekten geklotzt.
Wenn der Film dennoch auf seine nicht gerade zimperliche Art funktioniert, hat das viel damit zu tun, daß Sommers seine Vorbilder genau kennt - und die entstammen keineswegs nur dem alten \"Mummy\"-Film und dessen Fortsetzungen. Sommers setzt vielmehr auf die aktionsverwöhnten Liebhaber des modernen Special-Effects-Kinos. Aus allen möglichen, stilistisch höchst unterschiedlichen Genres bezieht er dabei seine Ideen.
Wer sich auskennt, findet da ebenso Elemente aus den Indiana-Jones-Filmen, aus \"Star Wars\" und \"Terminator\" wie aus den frühen CinemaScope-Epen, aus Cary-Grant-Komödien, Howard-Hawks-Filmen und den guten alten \"Road\"-Abenteuern Bob Hopes.
Die Horroreffekte sind dank der immer frappierenderen Technik von Industrial Light & Magic mehr erstaunlich als beklemmend, und ernstzunehmen braucht man rein gar nichts an der Geschichte.
Was \"Die Mumie\" relativ angenehm von anderen Event Movies unterscheidet, ist eine durchgehend spielerische Note, die mehr mit dem Entsetzen Scherz treibt als es für unaufhörliche Gewalttaten auszuschlachten. Selbst die Perfektion der Horroreffekte fordert dem Publikum mehr Überraschung als Angstgefühle ab. Insofern ist \"Die Mumie\" eher eines der erfreulicheren Produkte des modernen Hollywood, wenngleich Kenner der alten Verfilmung ihre Enttäuschung kaum werden verbergen können, daß die subtile Fantastik der Story unter dem Schutt des zusammenbrechenden Hamunaptra mit begraben wird...
In der zweiten Hälfte des Films gewinnen die Effekte der schrittweisen Rekreation des mumifizierten Hohenpriesters Imhotep und der von ihm mobilisierten überirdischen Kräfte eindeutig die Überhand - für die unterschwellige Komik der Geschichte bleibt dann nur noch wenig Platz...
Am stärksten enttäuschte mich die Musik von Jerry Goldsmith, die viel dazu beiträgt, die Bombastik der Ereignisse zu unterstreichen, statt den ironischen Komponenten zu ihrem Recht zu verhelfen.
Der aus Südafrika stammende Theaterschauspieler Arnold Vosloo ist für mich der schauspielerische Höhepunkt - auch wenn er durch die F/X teilweise zur Comic-Figur charikiert wird, so hebt er sich doch wohltuend von den anderen Spielern ab... Außerdem ist er mir schon alleine deswegen sehr sympathisch, weil er sich \"Die Mumie\" viel gruseliger gewünscht hätte...
Alles in allem ist \"Die Mumie\" nicht unbedingt ein Film, den man gesehen haben muß, den man sich aber schon allein deswegen mal anschauen könnte, weil es keinen neuen Indiana-Jones-Streifen mehr gibt (auch wenn Indy viel besser war...).
Bewerten / Kommentar schreiben