Die Schöne und das Biest (2007) (DVD) Testbericht

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ab 9,58
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Erfahrungsbericht von winterspiegel

Best of the Beast

Pro:

Animation, Musik, Extras

Kontra:

Extras etwas zu kindgerecht

Empfehlung:

Ja

Ein Besuch des Musicals „Tanz der Vampire“, dass mich restlos begeisterte, änderte auch langsam meine Ansicht über Musikfilme ganz im allgemeinen.
Da ich eigentlich schon immer ein Fan von Zeichentrick- und Animationsfilmen war, legte ich mir kurzentschlossen diese restaurierte, mit erweiterten Sequenzen aufpolierte Scheibe vom Disney-Streifen aus dem Jahre 1991 zu. Natürlich musste es schon die Deluxe Edition, mit einer extra Bonus-DVD sein, weil mich zusätzliche Hintergrundberichte schon immer brennend interessierten. Vom Film selber - von dem ich wusste, dass er in der Art eines Musicals angelegt wurde - ließ ich mich ganz einfach mal überraschen.



Filmhandlung


Es war einmal ein Prinz, der war so hartherzig gegenüber anderen Menschen, dass dieser von einer Fee in ein weniger attraktiv aussehendes Biest verzaubert wurde. Auch sein Schloss wurde in ein nicht gerade einladendes Horrorgemäuer verwandelt, in dem sämtliche Angestellten fortan als irgendwelche Haushaltsegenstände ihr Dasein fristen müssen.
Diese Verzauberung hält so lange an, bis das Biest sich der Liebe einer anderen Frau gewiss sein kann. Ist allerdings die Frist abgelaufen, die anhand einer verwelkenden Rose symbolisiert wird, wird das Schloss und alles was sich darin befindet, bis in alle Ewigkeit im immerwährenden, gleichbleibenden Zustand weiterexistieren müssen.

Belle ist die hübsche Tochter des verrückten Erfinders Maurice. Sie hat den lieben langen Tag nichts anderes im Kopf, als Bücher und romantische Geschichten. Der gut aussehende Jäger und selbstverliebte Frauenheld Gaston, hat es auf sie abgesehen und macht ihr nachhaltig den Hof. Davon will die träumerische Schönheit allerdings nicht viel wissen, und lässt den Schleimer dumm aussehen, als sie ihn mir-nichts-dir-nichts einfach unverrichteter Dinge stehen lässt.
Maurice bricht mit Philippe, dem gutmütigen Schimmel des Erfinders auf, um seine neuste Konstruktion auf dem Markt zu präsentieren. Leider verirren sie sich im Wald, es war so dunkel und auch so bitter kalt... OK, OK, Spaß muss sein - jedenfalls werden sie von Wölfen angegriffen und flüchten in ein düsteres Anwesen. Als Maurice am Tor klopft staunt er nicht schlecht, als ein Kerzenständer und eine kleine Pendeluhr doch tatsächlich zum Leben erwacht sind.
Sie bitten ihn herein, um es ihm an nichts fehlen zu lassen.
Das ändert sich schlagartig, als das Biest Maurice entdeckt, der sich gerade verköstigen lässt und ihn sogleich in ein dunkles Verließ steckt.

Als Philippe ohne den verrückten Erfinder zurückkommt, macht sich Belle ohne Umschweife auf den Weg ihren Vater zu suchen. Sie kommt ihm auch schnell auf die Spur und bietet sich schließlich, dem in ein Monstrum verwandelten Prinzen an, sich gegen ihren Vater austauschen zu lassen. So kommt es, dass Belle erst mal todunglücklich an diesem Ort verweilt. Die verzauberten Haushaltsgegenstände versuchen unterdessen die Schöne, um das zu Tobsuchtsanfällen neigende Monstrum zu verkuppeln.

Doch die Zeit arbeitet gegen sie. Als das Biest auch noch Belle, in die er sich zwischenzeitlich verliebt hat, ihrer Wege ziehen lässt um ihrem in Gefahr befindlichen Vater zu helfen, scheint die Situation aussichtslos. Jetzt hilft eigentlich nur noch ein Wunder in der Form, dass sich die schöne Maid genauso zu dem fellbewachsenen und liebeskranken Ungeheuer hingezogen fühlt, wie das umgekehrt schon der Fall ist...



KRITIK


Die Animation von „Die Schöne und das Biest“ lehnt sich an den klassischen Stil der Disney-Filme wie „Bambi“, oder „Schneewittchen“ an. So sind hier die Hintergründe extrem märchenhaft gezeichnet.
Auch bei den unter großem Zeitaufwand erstellten Landschaften, die mit viel Liebe zum Detail entworfen wurden, merkt man diesen stilistischen Einfluss.
Die Trickfiguren sind wiederum etwas einfacher, aber mit einem ungeheuren Repertoire an Ausdrucksmöglichkeiten, von den talentiertesten Animatoren in diese Traumwelt integriert worden.
Besonders gut kommen dabei die verzauberten Gegenstände weg, die vom Zuschauer sicher sofort ins Herz geschlossen werden. Was die Zeichenkünstler hier abgeliefert haben, grenzt dabei fast genau so an Zauberei -, oder eben beste Disney-Animation der alten Schule.
Dem Kerzenleuchter (Lumiere) und der kleinen Standuhr (Herr von Unruh) wurden umgehend Leben eingehaucht, sodass sie eine Virtuosität an den Tag legen, die sie fast allen anderen Figuren, einschließlich des Biestes die Schau stehlen lässt.

Die Gesangseinlagen sind ganz sicher nicht jedermanns Sache, über die Qualität der einzelnen Musikstücke lässt sich allerdings nicht streiten. Alan Meken und Howard Ashmann - die Komponisten haben hier sämtliche Register ihres Könnens gezogen. Allein der wunderbare Titelsong ist eine Klasse für sich.
Auch Leute die normalerweise eher nicht auf diese Art der Unterhaltung stehen, müssen das wohl neidlos anerkennen.
So war es auch kein Wunder, als dann schließlich aus der gefeierten Trickfilmvorlage, bald darauf ein eigenes Musical entstand, dass auf der ganzen Welt Erfolge einheimsen konnte. Der Film „Die Schöne und das Biest“, war so auch ein Wegbereiter z. b. für die Musicals „Der König der Löwen“, oder den schon angesprochenen „Tanz der Vampire“, die dadurch einen frenetisch gefeierten Weg auf „die Bretter, die die Welt bedeuten“ nehmen konnten.



FAZIT/Film


Disneys über 10 Jahre alter Erfolg präsentiert sich - wie es eigentlich für alle etwas angegrauten Filme gelten sollte, die auf DVD neu erscheinen - in einem hervorragenden Zustand. Auch die auf der Deluxe Edition enthaltene zusätzliche Disc, wurde mit vielen Interessanten Extras für den Trickfilm-Freund zusammengestellt.
Auch an die etwas jüngeren Fans des Mäuseimperiums wurde gedacht. Allerlei kleine, hübsch animierte und gestalteten Spielchen, sorgen für den lockeren Zeitvertreib zwischendurch. Somit gibt es eigentlich überhaupt keinen guten Grund sich dieser Produktion zu verweigern. Selbst wem Disney-typische Musik und Gesangsstücke immer schon ein Gräuel waren, sollte durchaus hier einmal einen ernsthaften Blick riskieren.



DVD 1

(Die verschiedenen Filmvariationen)

Auf der ersten Scheibe befindet sich die 87 Minuten lange Spezial Edition mit erweiterten Sequenzen.

Die Version wie sie im Kino lief.

Eine unfertige Version unter Verwendung von Rohzeichnungen und Storyboards, die mit dem übrigen Film verbunden wurden.


Bild und Ton

Bild und Ton wurden vorbildlich für diese Doppel-DVD auf den neusten Stand gebracht. Das Bild besticht durch eine unglaublich naturgetreue Farbgebung. Auch die Schärfe der Aufnahmen sucht im Trickfilmgenre ihresgleichen.
Der Ton ist sehr ausgewogen. Es überwiegen natürlich meist die ausgezeichneten Musikstücke und Gesangseinlagen, die den Raum mit überraschend kräftigem Volumen ausfüllen.
Surrount-Effekte sind eher selten und beschränken sich auf kleinere Einlagen.


Audio – Kommentar

Der Produzent Don Hahn und weitere Mitarbeiter, lassen den Film nach all den ganzen Jahren wieder Revue passieren. Auch gehen sie noch mal detailliert auf viele Szenen ein und lassen den Zuhörer an so mancher Anekdote teilhaben.
Die Kommentarspur ist deutsch untertitelt.

Spiel: Maurice`s Erfinder Werkstatt:
Hier erhält man die Kombination für das Spiel auf DVD 2



DVD 2 (Extras)


Eine nett animierte Einführung in das Menü, in dem man zwischen einzelnen- oder allen Bonuspunkten auswählen kann.
Entweder sieht man sich diese Stückweise an oder lässt alle auf einen Rutsch durchlaufen.

Herr von Unruh und Lumiere zeigen wo die Ursprünge von „Die schöne und das Biest“ liegen. Danach folgt die Entwicklung bis hin zum eigentlichen Film und der Aufbau der Story. Dann wird gezeigt wie die fantastische Musik eingespielt wurde und danach wie die einzelnen Trickfiguren Gestalt annehmen. Auch eine kleine Demonstration wie die Animationen erschaffen wurden ist enthalten.
Ein Bericht über den äußerst erfolgreichen Kinostart und die überschwänglichen Reaktionen darauf, dürfen da natürlich nicht fehlen. Schließlich gibt es noch einen interessanten Blick auf das Broadway-Musical und die Produktion dieser Deluxe Edition, die diesen Teil abschließen.

Madame Pottines Menü enthält ein Making of (ca. 27 Minuten) über den Film, auf dass wir von Celine Dion eingestimmt werden, die ein paar einführende Worte spricht. Danach werden oben genannte Menüpunkte am Stück einfach noch einmal abgespielt. Doppelt gemoppelt nennt man so was wohl.
Dann ein Spiel in Form eines nicht all zu Ernst zu nehmenden Persönlichkeitstests.
Jetzt stellt Celine Dion ihr Musikvideo zum Film vor, bevor es abgespielt wird.
Zum Schluss dieses Menüpunkts noch eine sehr interessante Geschichte zu den Meisterwerken von Walt Disney.
In einem kurzen Anriss wird die Story von ausgesuchten Filmen wie z.B. Pocahontas erzählt, und anschließend nach einem geschichtlichen Hintergrund gesucht.
7 Disney - Klassiker werden so etwas näher beleuchtet.

Das Menü von Tassilo zeigt ein weiteres Musikvideo des Titelsongs, mit der Teenie Band „Jump 5“. Danach ein Spiel wo Merkfähigkeit gefragt ist. Anschließend kam man sich eine Reportage über Animationsabläufe bewundern und den Zeichenkünstlern bei ihrer Arbeit über die Schulter sehen. 7 Kapitel sind anwählbar.

Ach ja, das Symbol mit der Rose gibt den Weg in den Westflügel frei, allerdings muss zuvor noch die richtige Kombination eingegeben werden. Die Reihenfolge bekommt man in dem man das Spiel auf DVD 1 löst.
Ich will ja nicht so sein, die Kombination lautet: Stern, Mond, Wolke.
Jetzt folgen einige nervige Spielchen, bevor die Rose die es zu ereichen gilt in Sichtweite kommt.


Fazit/Extras

Alles in allem war ich trotz der Vielfalt ein klein wenig enttäuscht über die doch all zu sehr kindgerechte Aufmachung der Extras. Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass hier das Zusatzmaterial durch allen möglichen Firlefanz mächtig aufgeblasen wurde.
Nichtsdestotrotz sind die Bereiche bei denen die Macher über die Entstehung des Trickfilms und deren technische Umsetzung berichten Spitzenklasse. Auf Untertitel konnte bei fast allen Extras verzichtet werden, da sämtliche Punkte deutsch synchronisiert wurden.
Nur 3 Euro mehr zur normalen Version, also keine Frage welcher ich den Vorzug gebe. Auch wenn ich das letzt Stück vermisse, dass aus dieser Deluxe Edition durchaus noch herauszuholen gewesen wäre.


Filmdaten

Laufzeit: ca. 87 Minuten

Tonformat: Englisch / Deutsch Dolby digital 5.1

Bildformat: 1:1,85 (16:9)

Untertitel: Deutsch / Englisch / Französisch / Spanisch / Italienisch / Deutsch für Hg.


(c) winterspiegel für Ciao & Yopi

30 Bewertungen, 2 Kommentare

  • Wuschel_F

    05.06.2004, 21:46 Uhr von Wuschel_F
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wo ist denn hier die BH Taste??? Mein Großer mag den Film total gerne, wir haben ihn aber nur auf Video, von Premiere aufgenommen, der ist aber auch zu schön, wie fast alle Disney-Filme

  • catmother

    04.06.2004, 17:59 Uhr von catmother
    Bewertung: sehr hilfreich

    Oh, du schaust auch Disney? Das macht dich ja direkt sympathisch.