Die Siedler III (PC Strategiespiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Perserkatze
Hier wuselt es von früh bis spät
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Seit Anbeginn der Siedlerära – lange bevor ich auch nur in die Nähe eines PCs kam – spielte ich bereits das Spiel „Die Siedler“. Mein Amiga 500 glühte förmlich unter meiner Spielwut und ich konnte von diesem Game nicht genug bekommen. Nachdem ich auch „Die Siedler II“ bis zum Umfallen gequält habe, konnte ich das Erscheinen von Nummer drei kaum erwarten. Mittlerweile war ich aber schon vom Spielcomputer auf den PC umgestiegen.
Wenn ich mich richtig erinnere, so war es im Oktober 1998 als Blue Byte es endlich schaffte „Die Siedler III“ fertigzustellen und ich dieses Game natürlich bald nach Erscheinen käuflich erwarb. Zum Preis von heute umgerechnet circa € 50,00 konnte ich „Die Siedler III“ bei Cosmos endlich in Empfang nehmen. Einige Monate später kam dann die Missions-CD und in etwa ein Jahr später noch die Amazonen CD heraus. Süchtig wie ich nun mal auf dieses Spiel war habe ich natürlich die ganze Palette erstanden und noch heute spiele ich immer wieder die Missionen durch – wenn auch nicht mehr ganz so oft wie früher.
Grundlage von „Die Siedler III“ ist es, auf effiziente Weise sein Land zu bebauen, es zu vergrößern und Rohstoffe zu beschaffen um die notwendigen Produkte zu erzeugen. Eisen, Kohle und Gold sind das Um und Auf um die einzelnen Missionen zu gewinnen und die Gegner niederzustrecken, denn meist sind die Bedingungen zum Sieg die Vernichtung eines oder mehrerer Gegner. Dazu benötigt man viele Waffen – Schwerter, Bögen und Speere – Gold zur Stärkung der Kampfstärke, sowie Mana um die Soldaten aufzuwerten.
Bei „Die Siedler III“ hat man die Möglichkeit zwischen drei Völkern – Römer, Asiaten und Ägypter – zu wählen. Besitzt man auch die Zusatz CD „Das Geheimnis der Amazonen“ kann man natürlich zwischen vier Völkern wählen, wobei ich persönlich die weiblichen Siedler bevorzuge. Die verschiedenen Volksgruppen zeichnen sich durch verschiedene Gebäude-Designs, Rohstoffverbrauch und Zauberkräfte und natürlich auch durch ihr unterschiedliches Aussehen aus. Durch die teilweise andere Handhabung, Beschaffung und Nutzung von Mana – dazu noch später – ist ein gewisser Unterschied auch in der Spielstärke vorhanden.
Die Römer
Dieses Volk ist von der Spielweise und einzelnen Features her wohl das einfachste, jedoch bei den einzelnen Missionen kann es trotzdem etwas schwieriger werden, da die Gegner – in diesem Fall die KI – meist Asiaten und/oder Ägypter sind – hier ist jedoch anzumerken, dass die KI nicht unbedingt als sehr stark zu bezeichnen ist. Online – also gegen menschliche Gegner sieht die Sache schon ganz anders aus, da ein solcher Gegner schwer einzuschätzen ist.
Wie bereits kurz erwähnt hängt sehr viel von der Erzeugung des Mana´s ab, dies ist eine Art Göttergabe, die in kleine Tempel geliefert wird. Bei den Römern ist dies ganz einfach, man sucht sich ein etwas hügeliges Landstück aus und baut dort die Weinbauern auf. Im Menü lässt sich einstellen, wo genau der Bauer den Wein pflanzen soll, dies ist unbedingt zu beachten, denn auf geraden Grünflächen wächst kein Wein.
Das Mana in den Tempeln hat aber auch noch den Sinn dem Priester – diesen erhält man durch den Bau eines großen Tempels - seine Kraft zu spenden der unter anderem Rohstoffe zaubert, Gegner bekehrt, Teile der Karte aufdeckt und einiges mehr.
Um aus dem Eisen-, Kohle- und Goldbergwerken auch Rohstoffe zu gewinnen braucht man die richtigen Werkzeuge – Produktion in einer Werkzeugschmiede – Nahrung und natürlich ausreichend Siedler – sogenannte Träger - die dann die Waren transportieren. In der Eisenschmiede werden aus dem Roheisen Eisenbarren erzeugt die für die Herstellung von Waffen, Werkzeugen und teilweise auch für den Schiffbau benötigt werden.
Zum Bau der diversen Gebäude braucht man Holzbretter und Steine, die mittels Steinmetz, Holzfäller – zusätzlich Förster damit die Bäume nicht ausgehen – sowie einem Sägewerk herbeigeschafft werden. Hat man ein Gebäude in Auftrag gegeben, so wird der Boden an dieser Stelle erst einmal begradigt, dies versehen kleine Männchen mit ihren Schaufeln. In der Zwischenzeit wird bereits begonnen das notwendige Baumaterial zu liefern und ist der Boden endlich eben beginnen die Bauarbeiter mit dem Aufbau des Gebäudes.
Man kann mehrere Gebäude gleichzeitig in Auftrag geben, es sollten jedoch nicht zu viele sein, denn schnell gehen die Materialien oder die Träger aus. Werden die Baustellen nicht mehr rechtzeitig mit allen Baustoffen beliefert, so laufen die Bauarbeiter zur nächsten wo schon wieder etwas an Materialien liegt. Dies kann dazu führen, dass die armen Arbeiter wahrlich von Pontius zu Pilatus eilen und irgendwie dann nichts fertig wird bzw. dauert der Bau dann ewig lange. Sollte dies einmal passieren, kann man einzelne Bauwerke auf „Priorität hoch“ stellen, dann kümmern sich die Siedler in erster Linie um dieses eine Gebäude. Aber ein ganz wichtiger Faktor ist hierbei nicht zu vergessen, nämlich immer wieder zwischendurch ein Wohnhaus – klein, mittel und groß - zu errichten, denn ohne Siedler steht so gut wie alles still, denn wenn die Träger zu wenig werden, können natürlich keine Waren transportiert werden.
Um sein Land zu vergrößern gibt es zwei Möglichkeiten, zum Einen erbaut man Türme – kleiner oder großer Turm, Burg - die mit mindestens einem Soldaten – einem Schwertkämpfer – besetzt werden und zum Zweiten kann man auch Pioniere losschicken. Zweiteres ist nicht immer empfehlenswert, da dieses Land von einem Gegner oder auch Partner mittels Turmbau wieder eingenommen werden kann. Es ist an den Grenzen zu anderen Völkern also eher ein Turm zu bauen und diesen auch gut zu bewachen, damit er nicht verloren geht. An Stellen wo keine Türme aufgestellt werden können, ist der Einsatz von Pionieren natürlich angebracht.
Noch ein paar Angaben zur benötigten Nahrung, denn die Bergwerke bevorzugen unterschiedliche Speisen – sie ernähren sich zwar von allen angebotenen Nahrungsmitteln, produzieren jedoch dann nur einen Teil der Rohstoffe. Das Eisenbergwerk zum Beispiel liebt Fleisch – dazu benötigt man eine Farm für den Weizen, eine Schweinezucht, ein Wasserwerk sowie natürlich den Fleischer um aus den Schweinen leckere Stelzen zu erzeugen. Das Kohlebergwerk mag lieber Brot das in einer Bäckerei gebacken wird. Auch dafür benötigt man eine Farm und ein Wasserwerk, zusätzlich jedoch eine Mühle und besagte Bäckerei. Der Bergarbeiter, der zur Beschaffung von Rohgold zuständig ist nimmt Vorlieb mit Fischen, die an einem Binnensee oder auf dem Meer gefangen werden. Hier muss man beachten, dass nicht überall Fische vorkommen – man sieht das an springenden Fischen in Ufernähe.
Zu guter Letzt möchte ich noch den Handel erwähnen. Dieser funktioniert entweder über einen Marktplatz oder über den Seeweg. Dazu benötigt man Esel und für Übersee natürlich Schiffe. Auch diese Transportmittel werden in eigenen Produktionsstätten erzeugt. Hier gibt es die Eselsfarm – diese benötigt wieder Weizen und Wasser – und weiters eine Werft welche zum Erbau eines Schiffes Holz und manchmal Eisen braucht. Leider ist der Handel im Einzelspieler Modus etwas zu kurz geraten bzw. kaum möglich, da der Computerpartner selten bis gar nicht handelt. Der Warenaustausch mit Gegnern ist gar nicht möglich. Besteht die Karte jedoch aus mehreren Inseln kann man diese – sofern sie unbesetzt sind – ebenfalls besiedeln, dazu muss man dann aber die Schiffe verwenden, also sind sie nicht ganz so unnütz. Hier gibt es zwei Arten von Schiffen, Erstens eine Fähre zum übersetzen der Pioniere – die dort dann Land einnehmen können – und zweitens ein Handelsschiff, welches die benötigten Waren von der Anlegestelle zur Insel transportiert. Pioniere können nach getaner Arbeit wieder in freie Träger umgewandelt werden, die sich auf der neuen Insel Werkzeuge schnappen und mit dem Bau beginnen, sowie das Baumaterial liefern. Holz dient aber bei den Römern auch noch als Grundmaterial zur Erschaffung von zusätzlicher Kohle, sollte diese mal ausgehen. Mit einem Köhler kann man hier ein wenig nachhelfen.
Das positive Ende einer Mission und die Bedingung die nächste zu bestreiten ist meist durch die Vernichtung von einem oder mehreren Gegnern zu erreichen. Dies ist fast ausschließlich durch Kampf möglich wobei der Priester manchmal nicht ganz unbeteiligt ist. Wie schon erwähnt gibt es drei verschiedene Arten von Soldaten, die in einer Kaserne ausgebildet werden, nachdem in der Waffenschmiede – dafür verwendet man Eisenbarren und Kohle - die dafür benötigten Schwerter, Bögen und Speere erzeugt wurden. Auch hier sollte man nie vergessen neue Siedler zu schaffen, damit die Anzahl der Soldaten wachsen kann. Wie schon erwähnt hängt die Kampfstärke und –Bereitschaft von Mana und Gold ab.
Die Ägypter und Asiaten unterscheiden sich von den Römern in der Aufbauweise so gut wie gar nicht, lediglich die Erschaffung von Mana, die Stärkung der Kampfkraft sowie die Arten von Zauber des Priesters sind völlig anders, was auch besagt, dass diese Völker für eher fortgeschrittene Spieler geeignet sind.
Zur Produktion von Mana benötigt der Asiate erstmals einen Sumpf an dem er seine Reisbauern wirtschaften lassen kann. Die fertigen Reisbündel werden dann in eine sogenannte Destille geschafft, die unter Verwendung von zusätzlich Kohle erst zu Reisschnaps wird. Auch dieser Schnaps hat seine Kraft erst im kleinen Tempel und lässt die Soldaten stark werden sowie den Priester zaubern. Dieser übrigens hat Zauberkräfte wie zum Beispiel Steine in Eisen zu verwandeln, Eis schmelzen zu lassen und Hilfe herbei rufen – um nur einiges zu nennen.
Der Ägypter muss sich zur Erschaffung des Mana´s besonders anstrengen, da er dazu Weizen – zusätzliche Getreidefarmen - eine Brauerei sowie Wasserwerke benötigt. Hier wird auf relativ umständliche Art Bier erzeugt, welches dann wieder im Tempel verschwindet. Die Vorteile des Ägypters liegt wohl darin, dass dieser auch auf Wüstengegenden bauen kann, was allen anderen Völkern verwehrt bleibt, somit kann er Plätze nützen, die bei anderen brach liegen bleiben. Auch bei der Kampfkraft hat er den Vorteil, dass er zusätzlich zum Gold auch noch Diamanten abbauen kann und diese in Lagerstätten aufbewahrt – wo übrigens auch das Gold deponiert werden muss, da die Schmieden immer nur maximal 8 Stück jedes Materials im bzw. neben dem Gebäude lagern können. Trägt keiner die Waren weg wird auch nicht weiter produziert.
Der Priester dieses Volkes kann Soldaten in Pioniere verwandeln und damit die Gefahr bannen, Soldaten wegzaubern, Fisch in Fleisch umwandeln sowie Waldbrände verursachen, was den Asiaten gar nicht bekommt, da diese sehr viel Holz benötigen.
Noch ein kurzer Ausflug zu den Amazonen, die als die schlauen, weiblichen Siedler gelten. Wie schon erwähnt zählen sie zu meinen Favoriten, da sie in der Handhabung mittleres Maß sind und wirklich niedlich aussehen. Auch hier ist die Erzeugung von Mana völlig anders als bei den männlichen Siedlern. Amazonen brauchen dafür ein Stück Wald wo Imker ihre Arbeit tun. Der Honig wird dann zum Honigwinzer gebracht und dieser stellt dann unter Zugabe von Wasser den sogenannten Honigwein her. Auch hier wird das fertige Produkt in den kleinen Tempel gebracht. Die Zauberkräfte der Damen sind ganz beachtlich, denn sie können Waren herbeiholen und wegschicken, die komplette Karte aufdecken – das vergaß ich zu erwähnen – wie bei den anderen Völkern Geschenke herbeizaubern und einiges mehr.
Bei allen Völkern gibt es die Möglichkeit eine Waffe die ohne Soldaten funktioniert zu erschaffen. Da gibt es z.B. ein Katapult oder bei den Amazonen den sogenannten Gong. Auch dafür gibt es eine eigene Werkstatt wo auch die Munition produziert und nachbestückt wird.
Ich denke, dass ich nun fast alles gesagt habe und euch nur noch darauf hinweisen möchte, dass man Siedler 3 auch online gegen Menschen spielen kann. Dazu findet man im Menü den Weg zur Lobby, bei der man sich mit einem Nicknamen anmelden muss und schon kann man auch hier sein Unwesen treiben. Hier spielt man keine Missionen, sondern sucht sich Partner und Gegner sowie verschiedene Karten aus und dann kann der Fight losgehen. Übrigens, auch offline muss man nicht unbedingt Missionen spielen, sondern kann einzelne Karten ausprobieren. Hier muss ich aber sagen, dass die gegnerische KI recht lahm und fade und somit kaum eine Herausforderung ist.
Systemvoraussetzung – Minimalkonfiguration
Ab Pentium 100
Mindestens 32 MB RAM
Mindestens 2 MB Grafikkarte (DirectX kompatibel)
Circa 250 MB freien Festplattenspeicher
Mindestens 4-fach CD-ROM
Windows 95/989NT 4.0
DirectX 6.0 – wird mitgeliefert
Achtung: Auf WIN ME hatte ich ständig Abstürze – also nicht spielbar (zumindest auf meinem Rechner)
Infos und Updates, sowie einige selbsterschaffene Karten gibt es unter www.siedler3.de
Ich wünsche euch viel Spaß beim Siedlern und noch einen schönen Sonntag,
eure ©Perserkatze
Vielen Dank für´s Lesen!
Wien, am 01. September 2002
PS.: Sollte ich etwas vergessen haben bitte ich euch um entsprechende Kommentare!
78 Bewertungen, 10 Kommentare
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27.01.2009, 22:58 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin schöner Bericht. LG
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10.10.2008, 18:33 Uhr von paula2
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße
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11.09.2008, 22:58 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreichWuEnScHe EiNeN sChOeNeN aBeNd..GrUsS aNjA
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05.10.2007, 01:46 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico :-)
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09.09.2006, 11:50 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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18.07.2006, 02:22 Uhr von Zuckermaus29
Bewertung: sehr hilfreichDas Spiel liebe ich! "sh" von mir für Dich :o) Viele Grüße Jeanny
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10.07.2006, 11:26 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreichdiese sucht holt mich immer mal wieder ein ;o)
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04.06.2006, 16:15 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche noch ein schönes Pfingstwochenende.
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08.05.2006, 01:58 Uhr von Wegeno
Bewertung: sehr hilfreichEin toller Bericht zu einem tollen Spiel. Stundenlanger Spielsp´ß ist heir garantiert. Gruß Werner
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03.12.2005, 10:33 Uhr von glowhand
Bewertung: sehr hilfreichguter bericht!
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