Die Siedler III (PC Strategiespiel) Testbericht

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ab 15,52
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Erfahrungsbericht von Nasim18

Wusel Wusel....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Siedler sind wohl eines der bekanntesten PC-Spiele überhaupt. 1993 kam der erste Teil, zunächst nur auf dem Amiga heraus. Das revolutionäre Spielprinzip und die damit verbundenen hohen Verkaufszahlen, veranlasste Blue Byte dann 1994, die Siedler auf dem PC umzusetzen.

Auch hier war der Erfolg überwältigend, so dass knapp drei Jahre später der Nachfolger auf dem Markt kam. Und wieder 2 Jahre später kam dann Siedler 3 heraus, von dem ich hier eigentlich berichten will.

Ich habe alle drei Teile intensiv gespielt und muss sagen, dass es zwar zwischen Teil eins und zwei kaum Unterschiede gab, dafür aber Teil drei deutlich anders war. Doch zunächst, worum geht es in den Siedlern überhaupt?

Ihr befehligt ein kleines Königreich, welches mit einer Hand voll Untertanen und Werkzeugen beginnt und habt es als Aufgabe, euch auf einem Kontinent gegen andere Königreiche zu behaupten, kurz: vernichtet alle eure Gegner.

Dafür muss man zunächst einen funktionierenden Wirtschaftskreislauf herstellen. Kümmert euch um die Nutzholz und Steinindustrie. Dazu müsst ihr Holzfäller und Steinmetze ausbilden, die euch mit den wichtigen Baustoffen versorgen.

Ist diese Grundversorgung ersteinmal gesichert, müsst ihr euch um Nahrung kümmern. Bauern bestellen die Felder und ernten den Weizen. Mit diesem kann man entweder die Schweine füttern, um sie für wertvolles Fleisch zu mästen, oder ihn mahlen und mit dem Mehl Brot backen. Auch die Früchte des Meeres bringen wertvolle Nahrung.

Nahrung dient in erster Linie den Bergarbeitern, die tief unter der Erde Kohle, Eisenerz oder Gold fördern. Aus dem Eisen kann man mit Hilfe von Kohle Waffen oder Werkzeuge herstellen. Beides ist wichtig, obwohl ihr wesentlich mehr Waffen als Werkzeuge herstellen werdet.

Soldaten bildet man in der Kaserne aus, wobei es Schwertkämpfer, Speerträger und Bogenschützen gibt. Jeder der Typen hat drei Erfahrungsstufen, wobei man das Training nur durch göttliche Hilfe aufwerten kann.

Für diese göttliche Aufwertung gilt es, Alkoholika herzustellen, um diese den Göttern zu opfern. Entweder Wein, Bier, Reisschnaps oder Honigmet, je nach Volk. Dies Opfergaben geben nebenbei noch den Priestern Zauberkraft, mit welches sie verschiedene, mehr oder weniger nützliche Wundern herbeirufen können. Vielleicht liegt dies aber auch mehr am Alkohol.....

Ist eine starke Armee, mit Unterstützung von Belagerungswaffen, aufgestellt, gilt es die Burgen der Gegner zu stürmen und zu erobern. Dies stellt sich oft als schwierige Aufgabe dar, so dass man die verwundeten Soldaten ins Lazarett schicken muss.

Die Siedler gibt es in verschiedenen Spielvariationen, entweder der Kampagnenmodus, oder der freie Spielmodus mit zufälligen oder vorgefertigten Karten. Der Kampagnenmodus ist besonders interessant. In ihm trifft man auf verschiedene Charaktere, die einem Aufträge geben. Dabei gibt es meist immer das selbe Spielprinzip: Gegner vernichten und alles erobern. Gerade hier hätte man sich mehr einfallen lassen können.

Insgesamt gibt es mit dem Erweiterungsset vier verschiedene Völker: Römer, Asiaten, Ägypter und Amazonen. Endlich haben alle Völker auch verschiedene Eigenschaften. So stellen sie unterschiedliche Waffen oder Genussmittel her oder haben sonstige interessante Fähigkeiten. Auch der Bedarf an Baustoffen ist unterschiedlich, sowie vor allem die Zaubersprüche.

Man kann auch sagen, dass die Grafik sehr schön gezeichnet wurde. Die kleinen Siedler wuseln munter vor sich hin und machen ihre Arbeit selbstständig. Die Häuser sind ebenfalls hübsch gezeichnet.

Auch das Handelssystem ist eine Neuerung. Per Schiff oder Maulesel kann man Waren zwischen den verschiedenen Siedlungen austauschen, wenn eine Siedlung mal in einen Engpass geraten ist. Man wird schnell sehen, dass diese Funktion manchmal unumgänglich ist.

Die verschiedenen Handwerker stellen die Waren nur auf Bedarf her, eine nützliche Neuerung. Nie wieder kommt es zu den Staus, die bei den ersten beiden Teilen sehr gestört haben. Acht Waren stellen sie her, und dann nur noch, wenn welche abgeholt wurden. Will man trotzdem Waren lagern, muss man Lagerhallen bauen, die auch nur wenig aufnehmen können.

Und endlich muss man die Straßen nicht mehr selbst bauen. Die Siedler legen Trampelpfade an, wo sie hingehen. Doch dies kann manchmal auch negativ sein, und zwar dann, wenn diese Pfade über Weizenfelder verlaufen. Aber meist sind die Siedler da recht intelligent.

Insgesamt sind die Siedler im dritten Teil sehr stark vom ursprünglichen Spielsystem abgerückt und mehr in Richtung Command & Conquer gerückt. Man kann die Soldaten jetzt in Gruppen steuern und muss sie nicht mehr direkt von den Burgen in die Schlacht schicken. Recht praktisch so.

Trotzdem, das alte System hat mir irgendwie besser gefallen, ich weiß nicht, wieso. Es ist halt Geschmackssache. Irgendwie ist das System nicht mehr so einzigartig, wie früher sondern richtet sich jetzt mehr nach dem Trend.

Zum Handbuch muss ich sagen, dass es leider nur ein kleines CD-Inlay gibt, sowie eine Anleitung auf der CD. Ein ausführliches, gedrucktes Handbuch wäre wünschenswert gewesen. Aber man kann ja nicht alles habe.

Zumindest das Tutorial weist den Spieler gut in die wichtigsten Funktionen ein.

Im großen und ganzen ein erstklassiges Spiel das sehr zu empfehlen ist.

19 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Truckerman

    07.03.2002, 17:57 Uhr von Truckerman
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein Wahnsinnsbericht! Respekt! Gruß Truckerman!

  • Fomas

    27.02.2002, 17:35 Uhr von Fomas
    Bewertung: sehr hilfreich

    Siedler sind cool. Sieht erst aus als sei es für kleine Kinder. Aber ne ne ne.

  • DrDuke

    27.02.2002, 17:27 Uhr von DrDuke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ausser das der Computer bisschen sehr blöd ist, find ich das Spiel prima

  • gOtNoPhEaR

    27.02.2002, 17:11 Uhr von gOtNoPhEaR
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe schon Siedler 4 und finde es super geil! Aber 3 war auch lustig! Greetz, gOtNoPhEaR