Kosmos Die Sternenfahrer von Catan Testbericht

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Erfahrungsbericht von DocT.

Eines der genialsten Gesellschaftsspiele!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Das Spiel DIE STERNENFAHRER VON CATAN ist sicherlich eines der besten Gesellschaftsspiele, das ich kenne. Ich möchte es hier mit meinem völlig neu überarbeiteten Bericht einmal in seiner ganzen Komplexität vorstellen. Dabei wird ein großer Teil auf das Spielzubehör und ein kleinere Teil auf den Spielablauf entfallen, denn dieser ist an und für sich sehr einfach.

Aufbau :
1) Spielfeld
2) Spielsteine / Spielsymbole
3) Spielablauf und Spielziel
4) eigene Spieltipps
5) Spieldauer
6) Hersteller/Preis
7) Fazit

Das Spielfeld
Das Spielfeld ist diesmal von Klaus Teuber, der auch schon das Spiel Die Siedler von Catan erfunden hat, fest vorgegeben. Es ist ein recht komplexes Feld, dass unten mit den mit den vier Catanischen Kolonien beginnt. Dieses sind vier Sternensysteme, die aus jeweils drei Sternen bestehen.
Weitere sieben unerforschte Sternensysteme sind über den Rest des Spielbrettes gleichmäßig verteilt. Auch diese bestehen wieder aus unterschiedlichen Sternen, an denen im späteren Ablauf des Spieles, ähnlich wie bei den Siedlern von Catan, gesiedelt werden kann.
Am Rand, jeweils rechts und links, befinden sich zwei Völker der Freundschaft, bei denen man später im Verlauf des Spieles mit einem Handelschiff anlegen kann. Doch dazu komme ich im unteren Teil des Spieles. Jeweils neben den Völkern der Freundschaft liegen die dazugehörigen Freundschaftskarten.
Des weiteren befindet sich jeweils seitlich eine kleine Übersicht über die Siegpunkte, dass heißt, hier wird nochmals in kurzer Form erläutert für welche Dinge es wie viel Punkte gibt.
Das gesamte Spielfeld ist abschließend mit einem sechseckigen Wabennetz überzogen, wobei man mit seinem Raumschiff, auch hierzu komme ich im nächsten Abschnitt noch, von Eckpunkt zu Eckpunkt fliegen kann.

Die Spielsteine / Spielsymbole
Zuerst beginne ich mit den Spielsteinen, die jeder Spieler bei Beginn des Spiels als sein Eigen nennen darf. Am Anfang hat jeder der vier Mitspieler drei Raumhafenringe, drei Transporter, neun Kolonien, sieben Handelsstationen und einen Siegpunktmarker. Der Siegpunktmarker besteht als einziger Spielstein aus Holz. Allerdings denke ich mir, dass es zu schwer und aufwendig gewesen wäre, wenn auch die anderen o. g. Spielsteine aus dem umweltverträglichen Material hergestellt worden wären.
Doch nun weiter mit der Erklärung. Die Kolonien lassen sich mit einem Raumhafenring zu einer Einheit zusammenfügen und ergeben dann einen Raumhafen. Das gleiche gilt für die Kolonien und die Transporter. Die Transporter lassen sich auf die Kolonien bzw. Handelsstationen stecken und ergeben bzw. nennen sich dann wahlweise Kolonieschiff bzw. Handelsschiff.
Auf den einzelnen Sternen eines jeden Sternensystems müssen sogenannte Ertragsplättchen offen bzw. verdeckt gelegt werden. Die offenen Ertragsplättchen liegen aus den Catalanischen Kolonien, die die Ausgangspunkte des Spiels sind. Sie enthalten auf der einen Seite immer eine Zahl oder ein Symbol. Die Rückseite trägt die Farbe des Sterns, auf den sie gelegt werden müssen. Die Symbole zeigen entweder eine Anzahl von Frachtringen oder eine Anzahl von Bordkanonen.
Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler ein Mutterschiff, das ist im übrigen ganz aus Plastik. An diesem Mutterschiff lassen sich diverse sogenannte Ausbauten im Verlauf des Spieles anfügen, wie z.B. Frachtringe, Antriebsraketen, Bordkanonen und Ruhmesringe.
Zu Guter letzt gibt es noch die verschiedenen fünf Ertragskarten: Treibstoff, Erz, Handelsware, Carbon und Nahrung. Mit diesen Ertragskarten lassen sich die verschiedenen Ausbauten am Mutterschiff bezahlen oder aber auch ein Handels- oder Kolonieschiff bauen.


Der Spielablauf und das Spielziel
Der Spielablauf ähnelt sehr stark dem Spiel Die Siedler von Catan. Für eingefleischte Siedler ist es keine Schwierigkeit sich in dem Spiel sofort zurechtzufinden.
Zu Beginn des Spiel erhält jeder Spieler drei Ertragskarten aus dem großen Spielstapel, von dem man solange ziehen darf, bis man neun Siegpunkte erreicht hat. Nun würfelt man mit zwei Würfeln und ermittelt die jeweiligen Erträge der Sterne. Der Stern, der die gewürfelte Zahl trägt, erwirtschaftet für jede angrenzende Kolonie den Rohstoff einmal. Zudem darf der Spieler, der an der Reihe ist noch eine Ertragskarte vom Allgemeinstapel ziehen. Nun kann er mit den Mitspielern handeln oder aber mit der sogenannten Galaktischen Bank Rohstoffe tauschen. Die verschiedenen Tauschverhältnisse möchte ich hier im einzelnen nicht darlegen, denn ich möchte nicht die Spielanweisung abschreiben. Nur soviel sei gesagt, dass bei unseren Spielen das Verhältnis 1:1 meist nicht eingehalten wird. Der gewiefte Spieler sollte schon einen deutlich besseren Kurs erreichen.
Nach dem Handeln kann der Spieler, der an der Reihe ist noch bauen. Er kann also Ausbaustufen an sein Mutterschiff anbringen oder aber neue Handels- oder Kolonieschiffe (max. drei) auf das Spielfeld bringen.
Abschließend wird durch das Schütteln des Mutterschiffes, das im Raketenkörper verschiedenfarbige Kugeln enthält, die Flugphase des/der Raumschiffe(s) eingeläutet. Die verschiedenen Farben bedeuten verschiedene Zahlen. Sie ergeben die Summe, mit denen die Raumschiffe auf den Spielbrett von Eckpunkt zu Eckpunkt fliegen können. Die Besonderheit mit der schwarzen Kugel lasse ich hier weg. Nur soviel sei gesagt: Wenn sie fällt, wird eine der Begegnungskarten gezogen und vom linken Mitspieler vorgelesen. Diese enthalten ein positive oder negative Ereignis, das den gesamten Spielablauf sehr interessant macht.
Erreicht ein Kolonieschiff ein neues Sternensystem kann der Spieler unter die jeweiligen Plättchen gucken und schauen, ob er dort siedeln will und kann (Man muss die Piratennester und Eisplaneten beachten !!).
Erreicht ein Handelsschiff ein fremdes Volk, dann kann er dort eine Handelsstation gründen und bekommt im Falle das noch kein anderer dort gesiedelt hat, die Scheibe der Freundschaft, die immerhin zwei Siegpunkte zählt. Zudem darf sich der Spieler eine der fünf Karten aussuchen, die in dem Spiel die Siegchancen deutlich erhöhen.
Das Spielziel ist der Sieg! Diesen erreicht man, wenn man als erster Spieler seinen Spielpunktmarker auf die 15 Siegpunkte ziehen kann.

Eigene Spieltipps
Als ersten gilt es meiner Meinung nach, dass man sein Mutterschiff mit möglichst vielen zusätzlichen Antriebsraketen ausstattet. Dieses erlaubt den Raumschiffen auf dem Spielbrett ein deutlich schnelleres Fortkommen und im Verlauf des Spieles deutlich bessere Siedelchancen in den sieben unbekannten Sternensystemen. Allerdings ist dieses manchmal aufgrund der Zahlenkombination nicht möglich.
Dann verfolge ich eine zweite Spielvariante. Ich strebe dazu, möglichst viele Kolonie- und Handelsschiffe frühzeitig auf das Spielfeld zu bringen. Dabei vernachlässige ich den Ausbau meines Mutterschiffes, denn ich hoffe dadurch mit geballter Macht zwar etwas langsamer als die Mitspieler zu siedeln, dafür aber später mit geballter Macht. Erst danach widme ich mich meinem Mutterschiffausbau. Durch das rechtzeitige Erreichen eines Handelsplaneten sichere ich mir eine Scheibe der Freundschaft (per Handelsschiff) und somit zwei wichtige Siegpunkte.
Beim Handeln mit den Mitspielern sollte man immer versuchen, möglichst nur eine Karte abzugeben und zwei Karten zu bekommen. Manchmal ist es auch besser überhaupt nicht zu tauschen, weil dadurch der Mitspieler wohlmöglich einen kleinen Vorteil erreicht.

Spieldauer
Die Spieldauer ist mit 120 Minuten angegeben, und diese Zeit ist sehr gut berechnet. Ich bin sogar der Meinung, das eine gute Partie eher länger dauert.

Hersteller
Der Hersteller bzw. Herausgeber des Spieles ist die Firma Kosmos. Erfunden wurde das Spiel von Klaus Teuber. Zum Preis kann ich nicht sehr viel sagen, da es ein Geburtstagsgeschenk war. Nur ich denke, dass es in letzter Zeit doch deutlich gesunken ist. Ich meine das Spiel schon für ca. 49 DM bzw. ca. 25 Euro gesehen zu haben.

Fazit
Das Spiel Sternenfahrer von Catan von Klaus Teuber ist meiner Meinung eines der genialsten Gesellschaftsspiele, die ich kenne. Der Spielablauf ist zwar dem Spiel Die Siedler von Catan ganz ähnlich, allerdings ist das Zubehör und die Ausstattung bei den Sternenfahrer deutlich interessanter. Auch ist der gesamte Spielablauf niemals vorhersehbar. Eingefleischte Spieler schaffen es immer wieder, den Spielverlauf völlig auf den Kopf zu stellen. Bei mir bzw. uns ist es am Ende immer ganz ganz eng und es kommen mindestens immer zwei Spieler für den Sieg in Frage.
Negativ finde ich eigentlich nur, dass das Spielfeld fest vorgegeben ist. Dies ist zwar nicht so schlimm, allerdings würde ich ein bisschen Spielfeldvarianz schon vorziehen. Als einen kleinen weiteren Negativpunkt muss ich anmerken, das man die Sternenfahrer leider nur mit vier Mitspielern spielen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob es schon weitere Ausbaustufen zu den Sternenfahrer von Catan gibt. Es wäre schön, wenn man mir darüber Nachricht geben könnte.
Trotz der kleinen Negativpunkte bekommen die Sternenfahrer von Catan von mir die Note 1.


Der Bericht ist auch bei ciao.com veröffentlicht!!

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