Die Unglaublichen - The Incredibles (DVD) Testbericht

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ab 4,81
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Wolf26ie

Die Welt braucht solche Superhelden

Pro:

toll gemacht, liebevolle Charaktere, Wiedererkennungswert, spannend, lustig, actionreich

Kontra:

evtl . die Altersbeschränkung

Empfehlung:

Ja

Würde ich den Film nicht schon kennen, würde ich mich über diese penetrante (u.a. Milch-Schnitte, McDonalds und Opel) aufregen und den Film boykottieren, so aber erfreue ich mich daran, dass ich überall Goodies von dem Film bekommen hat.

Warum mir \"Die Unglaublichen\" so gut gefallen hat, könnt Ihr folgendem Bericht entnehmen.

_Die Story
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Wieviel wissen Sie eigentlich von Ihrem Versicherungsagenten? Wissen Sie, was der dicke, fast kahlköpfige Mann, der an seinem Schreibtisch missmutig Ihre Anträge bearbeitet, in seiner Vergangenheit getrieben hat?
Bob Parr ist einer dieser Versicherungsagenten, der als Schadensregulierer bei „Rundum sorglos\" sein Dasein fristet, obwohl in ihm eigentlich Superkräfte schlummern.

Vor 15 Jahren nämlich, rettete Bob als Mr. Incredible die Welt fast jeden Tag vor Gewalt, Verbrechen und sonstigen Gaunereien, bis er bei einer seiner Missionen einen Mann rettete, der gar nicht gerettet werden wollte. Mr. Incredible wurde verklagt und damit eine Klagewelle losgetreten, denn plötzlich wurden alle Superhelden wegen irgendwas verklagt.
Die Gerichte hatten bald mehr zu tun als ihnen lieb war. Es war dringender Handlungsbedarf angesagt und die Regierung beschloss, Superhelden aufgrund ihrer hohen Kosten einfach zu verbieten.

So musste sich der unglaubliche Bob gemeinsam mit seiner Frau Helen alias Elastigirl, eine Frau mit extrem dehnbaren Gliedmaßen, eine neue, bürgerliche Identität schaffen und während Helen sich im Laufe der Jahre mit ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter von drei Kindern (ebenfalls mit Superkräften ausgestattet) abgefunden hat, trauert Bob immer noch seinem Leben als Superheld hinterher.

Einmal in der Woche trifft er sich mit seinem Freund Lucius, der früher als Frozone (eine lebende Eismaschine) bekannt war, hört den Polizeifunk ab und versucht die alten Tage wieder aufleben zu lassen – mit mäßigem Erfolg und obwohl Mr. Incredible nicht mehr der fitteste und schnellste aller Superhelden ist, bekommt er eines Tages von der mysteriösen Blondine Mirage den Auftrag, auf einer einsamen Insel einen außer Kontrolle geratenen Roboter zu bezwingen.

Zu spät merkt Mr. Incredible, dass er hier in eine Falle gelockt wurde, denn hinter dem ominösen Riesen-Roboter steckt in Wirklichkeit der Superschurke Syndrom, der einst Mr. Incredibles größter Fan war, es aber nie verkraftet hat, dass Mr. Incredible nicht mit ihm zusammenarbeiten wollte.

Syndrom wollte testen, wie viel Power wirklich noch in dem einstigen Superhelden steckt, denn er möchte alle Superhelden vernichten – einschließlich den Incredibles.

In bester James Bond Agenten-Marnier kämpft Mr. Incredible auf der Insel um sein Überleben und gegen den fiesen Syndrom. Dabei bekommt er ungeahnte, aber auch unverzichtbare Hilfe von seiner Familie - ob das reicht, um Syndrom zu stoppen?

_Meine Meinung
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Bevor ich hier meine Lobeshymne auf \"Die Unglaublichen\" schreibe, muss ich noch bemerken, dass mich eins an der penetranten Werbung für den Film nervt: der Zusatz \"von den Machern von \"Findet Nemo\"\".
Sorry, aber das hat pixar doch eigentlich nicht nötig. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Fans von computeranimierten - oder Zeichentrickfilmen mit dem Namen Pixar nichts anfangen können und nicht wissen, dass der Name ein Garant für herrlichen Kinospaß ist.

Naja, wie dem auch sei: Pixar liefert mit \"Die Unglaublichen\" meiner Meinung nach den bisher besten, weil fortschrittlichsten animierten Film ab.
Der Film wirkt so real, dass man nach ein paar Minuten überhaupt nicht mehr wahrnimmt, dass man keinen richtigen Schauspielern zuguckt, sondern einen im Computer entstandenen Film sieht - so real sind die Charaktere, so atemberaubernd und phantasiereich die Action.

Die Figuren sind alle mit sehr viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt worden - jeder hat so seine kleinen Macken und Fehler, was jeden auf seine Weise sehr liebenswert macht und für viel zu lachen sorgt.

Unglaublich an dem Film finde ich die Auswahl der Synchronsprecher. Anfangs war ich skeptisch, weil mit Markus Maria Profittlich, Barbara Schöneberger, Kai Pflaume und Herbert Feuerstein nicht unbedingt erfahrene Synchronsprecher engagiert worden und man annehmen könnte, dass diese Namen die Leute ins Kino locken sollen, aber weit gefehlt - die Stimmen passen perfekt zu den Figuren, denn nicht nur die Stimmlage passt, sondern die Figuren sehen den Sprechern auch erstaunlich ähnlich.

Um es mal kurz zu sagen: der Film ist einfach sehr stimmig. Die Figuren lassen keine Fragen offen und nichts zu wünschen übrig, Humor ist ausreichend vorhanden, wenn ein alternder Superheld seine besten Jahre nochmal wiederholen möchte und Action und Spannung gibt es bei \"Die Unglaublichen\" auch massig und das ganz ohne zu langweilen, denn die Macher eines Animationsfilms haben natürlich viel mehr Möglichkeiten ihre Phantasie umzusetzen als ein Realfilm.
Eine Frau, die so elastisch ist, dass sie sich zum Fallschirm umfunktionieren kann, wäre mit echten Schauspielern doch undenkbar, oder?

Erstmals gibt es bei einem Disney-Pixar-Film allerdings eine Altersbeschränkung (FSK 6), was aber nichts daran ändert, dass \"Die Unglaublichen\" ein Film ist, der die ganze Familie begeistern wird, denn die Familienmitglieder werden sich auch in mindestens einer der Figuren wiedererkennen und jede Menge Spaß haben.

_Allgemeines
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\"Die Unglaublichen - The Incredibles\". USA 2004
Regie, Drehbuch: Brad Bird
Produktion: John Walker
Stimmen: Markus Maria Profitlich, Katrin Fröhlich, Barbara Schöneberger, Kai Pflaume, Felicitas Woll, Herbert Feuerstein
Verleih: Buena Vista International
Länge: 115 Minuten
FSK: 6

_Mein Fazit
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Wurde Pixar bisher immer mit \"Findet Nemo\" in Zusammenhang gebracht, sollte es das Unternehmen nach \"Die Unglaublichen\" kaum mehr nötig haben, mit bisherigen Erfolgen die Werbetrommel zu rühren, denn spätestens jetzt sollte jeder mitbekommen haben, dass Pixar für große Unterhaltung steht.

9 Bewertungen