Erfahrungsbericht von MarkOh
Verdammte Sch... Ups!
Pro:
Ma ’ne andere Idee, hält sich auf einer unterhaltenden humorvollen Ebene, Schauspieler, kleine Lovestory
Kontra:
teilweise zu unglaubwürdig
Empfehlung:
Ja
Hi! Kaum bin ich von meiner Klassenfahrt zurückgekehrt, gehe ich auch gleich wieder ins Kino, weil es bei der Wewelsburg keines gab. Meine Freunde wollten dann unbedingt in die Wutprobe gehen. Ich fand die Idee zur „Wutprobe“ bis dahin zwar eigentlich eher schwachsinnig, aber man hört dauernd wieder was von dem Film und er hatte auch ganz gute Kritiken bekommen, deswegen dachte ich mir, so schlecht wird er nun auch nicht sein :)
Nach einer halben Stunde Werbung und recht interessanten Vorschauen von Matrix, X Men 2 usw ging es dann los. Der Anfang des Filmes war etwas plötzlich und man brauchte etwas, um sich ins Geschehen reinzufinden, denn es ging eigentlich gleich los.
~~~~~
Story
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Beginnen tut alles mit einem kleinen Rückblick: Ein kleiner Junge will gerade ein Mädchen küssen, dann zieht ihm jedoch einer die Hose herunter. Haha! Na das mag ja noch was werden, dachte ich mir, wieder so ein ach so lustiger Familienfilm! Dann jedoch geht es in die Zukunft, oder eigentlich Gegenwart, da der Rest der Geschichte in dieser Zeit spielt. Der Junge hat inzwischen eine Freundin, und die beiden sind ziemlich verliebt, allerdings ist der inzwischen erwachsene Junge recht schüchtern und traut sich vor seinem Abflug nicht, sie zu küssen, weil er dies vor einer Menschenmenge nicht gerne macht, vielleicht wegen dem traumatischen Erlebnis aus der Vergangenheit.. Egal! Wohin er fliegen wollte, weiß ich jetzt nicht mehr so genau, hab den Film ja nur einmal gesehen und nicht auf DVD, die gibt es ja noch nicht, aber es hatte mit seinem Job, bei dem er sehr fleißig arbeitete, jedoch nicht voll anerkannt bzw ausgenutzt wurde, d.h., jeder trampelte auf dem schüchternen Kerl herum und dieser ließ das zu, und nun musste er wohl irgendwohin fliegen, damit er eine Beförderung bekommen kann.
Hier nochmal, zum besseren Verständnis, die bisherige Situation: Der erwachsene Junge, Dave Buznik, gespielt von Adam Sandler, ist sehr ruhig und lässt sich auf der Arbeit unterdrücken, obwohl er dies eigentlich nicht verdient hätte, und das weiß seine Freundin Linda gespielt von Marisa Tomei, auch. Die Freundin würde ich charakterlich als freundliche und offene Person einschätzen, die auch ziemlich gut aussieht.
Im Flugzeug dann passiert das Unglück, welches ich natürlich schon vorher so ungefähr kannte, da dies den weiteren Verlauf der Story beeinflusst und hier die Handlung eigentlich erst wirklich anfängt, deswegen kann man diesen Teil in den meisten Filmbeschreibungen auch nachlesen. Allerdings ist dieser Teil dann doch etwas sehr ungelaubwürdig geworden: Dave muss sich neben einen merkwürdigen alten Mann setzen, der sich köstlich über den im Flugzeug gezeigten Film interessiert, während Dave eigentlich schlafen will. Beachtlich, wie man in so einer Situation so ruhig bleiben kann, Dave wirkt fast schon schläfrig, während der alte Mann das ganze Flugzeug unterhält mit seinem schallenden Lachen, und weil Dave dies zu peinlich wird, sagt er der Stewardess, dass er auch einen Kopfhörer haben will.
Da fängt das Problem dann an: Die Stewardess unterhält sich mit einer Kollegin und scheint Daves Wunsch schon wieder vergessen zu haben. Als sie dann an ihm mal wieder vorbeigeht, zupft dieser an ihrer Hand, dass sie ihn vergessen hätte. Sie ist total geschockt und tut, als hätte er sie geschlagen, und ab hier kam mir der Film doch sehr spanisch vor! Doch es kommt noch härter, denn nun erscheint ein Bodyguard und schreit Dave an, ruhig zu bleiben, obwohl dieser völlig monoton und schläfrig redet ohne auch nur eine Spur von Wut. Natürlich kann es hier nicht mit rechten Dingen zugehen und der verwirrte Dave fragt, was die doch für ein Völkchen sind. Das Problem ist, dass es sich beim Bodyguard um einen Schwarzen handelt, und dieser fasst diese Bemerkung als rassistisch auf, obwohl sie so ja nun wirklich nicht gemeint war. Alles endet in einem ziemlichen Chaos und schließlich stellt der Bodyguard Dave mit einem Elektroschocker ruhig.
In der nächsten Sequenz sehen wir Dave dann beim Richter, oder eher bei der Richterin, ihm wird das Schlagen einer Stewardess vorgeworfen und man verurteilt ihn zu 20 Stunden Anti-Aggressionstherapie, woran auch sein übertrieben bekloppter Anwalt nichts rütteln kann. Ziemlich unglaubwürdig, das Ganze, es werden überhaupt keine Zeugen gefragt und das Ganze kommt einem nun wirklich spanisch vor.
Dann geht Dave also zur A.a.therapie, ohne so richtig zu kapieren, was er hier überhaupt zu suchen hat, er findet das alles eher lächerlich und macht hin und wieder mal eine sarkastische Bemerkung, aber alles in völlig ruhier und keinesfalls wütender Form. Der Zuschauer ist hier eigentlich genauso ratlos wie er, mir ging es jedenfalls so, und man denkt sich, man ist das ein Schwachsinn! Aber keine Angst, ein Großteil der Unglaubwürdigkeiten klärt sich am Ende noch, jedoch nicht alle, und da ich das Ende noch nicht verraten will, werde ich die ungeklärten Stellen jetzt nicht noch extra ausführen.
Jedenfalls trifft Dave hier auf seinen Flugzeugnachbar wieder, der der Therapeut ist, na so was aber auch, welch Zufall! Während der ziemlich alt wirkende Dr. Buddy Rydell, also der aus dem Flugzeug, gespielt von Jack Nicholson, im Flugzeug noch ziemlich aufgedreht und verrückt erschien, macht er hier doch einen eher ruhigen und geschäftsmännischen Eindruck, auch sehr unglaub- und merkwürdig! Diese und andere Stellen ziehen das Niveau des Films irgendwie herunter, obwohl er sonst eigentlich ganz gut, unterhaltsam und witzig ist! Dave möchte, dass Buddy ihn dort gleich wieder herauslässt, weil er neben den anderen, die ziemliche Probleme zu haben scheinen, doch ziemlich fehl am Platze wirkt und total erschrickt, wenn einer zu schreien anfängt, was bei diesen Anti-Aggressionstherapien ja hin und wieder mal vorkommt.
Doch leider besteht er den Test nicht, obwohl ich ihm schon soviel Hirn zugetraut hätte, den Trick zu durchschauen, ich wusste ja auch gleich, was das Ganze werden soll und so ist auch dies wieder eine unglaubwürdige Szene. Er wird nämlich gefragt, was für ein Mensch er so sei, und so erzählt er von seinem Lebenslauf, doch Buddy meint vergnügt, dass er nicht dies meint, sondern lediglich wissen wolle, was für ein MENSCH Dave denn nun sei. Total ruhig versucht Dave es nochmal und erzählt von seinem Charakter, doch auch dies ist nicht richtig. Nun wird ers Dave doch zu bunt, und jetzt lernt der Zuschauer eine neue Seite an ihm kennen!
Bisher wirkte Dave nämlich völlig in Ordnung und sah nicht so aus, als wenn er irgendwelche Probleme hätte, aber nun fängt sein Fuß nervös an zu tappen und auf einmal schreit er los, er habe doch keine ahnung, was Buddy wissen wolle. Natürlich gewinnt er sofort wieder die Beherrschung und entschuldigt sich, doch es ist zu spät, um Buddy davon abzuhalten, die Therapie zu verlängern. Jetzt kommt der erste und eigentlich auch einzige weise und interessante Spruch im Film, nämlich, dass es zwei Typen von wütenden Menschen gibt: Die explodierenden, zum Beispiel den, der sich was kaufen will und nicht genug Geld zurück bekommt und sich aufregt, und den implodierenden, den Kassierer, der sich ständig wieder die Meckereien seiner Kunden anhören muss und den ganzen Ärger in sich hineinfrisst, bis er irgendwann einmal durchdreht. Zur letzteren Gruppe von Menschen gehört nun Dave, meint zumindest Dr. Buddy. Trotz Daves sarkastischer Bemerkung hierzu, die ich jetzt leider nicht mehr auswendig weiß, merkt man als Zuschauer doch, dass da was dran sein muss und hier beginnt der Film dann doch ein bisschen zu verwirren: Ist Dave vielleicht doch ein gefährlicher Mann, obwohl er so ruhig und schüchtern und ängstlich wirkt, wenn jemand anderes wütend wird, also eigentlich eine recht lächerliche Vorstellung, oder ist er da nur in ein riesiges Missverständnis geraten?
Klar, ich denke mal, jeder rastet in so einer Situation ein bisschen aus, aber dies hat bei einem normalen Menschen keine schitzophrene Wirkung, bei einem sonst ruhigen Menschen dagegen schon. Ich als Zuschauer stand hier jedenfalls weiter auf der Seite Daves, dachte mir also, dass er da in einem ziemlichen Schlamassel, der jedoch irgendwo ziemlich unglaubwürdig ist, geraten war.
Nun meint Buddy jedoch, dass es das Beste wäre, wenn Dave zusammen mit einem anderen aus der Gruppe seine Aggressionen bekämpfen würde, und dies ist dann natürlich ein sehr aggressiver Typ, mit dem er dann Essen geht. In der Bar macht dieser dann auch gleich einen Typen an, der ihn seiner Meinung nach schräg angeguckt hat, da kann ihn auch Dave nicht mehr zurückhlante, mit der Bemerkung, dass der Opa, der ihn schräg angeguckt haben soll, blind ist (Ok, dann erledige du den und ich knöpf mir den andern vor!) (Neben dem Opa stand noch ein anderer Typ, ziemlich stämmig und korpulent, warscheinlich sein Sohn). So geht dann das Chaos los, Dave will seinen Aggressionspartner irgendwie aufhalten, wird dann aber vom blinden Opa mit dem Gehstock geschlagen. Er versucht, ihm den Stock abzunehmen, was ihm dann mit einem Ruck auch gelingt, allerdings stößt er dann aus Versehen die Kellnerin, die gerade eingreifen will, und schwupps, sitzt Dave wieder vorm Gericht und wird zu einer einjährigen Therapie mit Buddy verurteilt.
Kurzerhand entschließt sich dieser, bei Dave einzuziehen und ihn zu beobachten, während er ihm verschiedene Lektionen lehren kann. Sein freches Verhalten bezüglich des Frühstücks, dass Dave ihm machen soll usw gehört natürlich mit zur Therapie, da er Daves Reaktionen auf solche Ärgernisse sehen will, und die fallen wie erwartet aus: Dave sagt nichts und frisst den Frust in sich hinein. Merkwürdig jedoch fand ich die schwulen Anspielungen im Bett, wie sie zum ersten Mal auch im Flugzeug auftraten, also zum Beispiel, dass Buddy nackt schläft: Das passt irgendwie nicht so richtig zur Therapie; aber wer weiß, vielleicht ist Buddy ja wirklich schwul, doch das würde nicht mit dem Ende zusammenpassen. Wieder so ‚ne merkwürdige Ungereimtheit. Naja! Jedenfalls bemerkt Buddy Daves Zurückhalten in Sachen Schwulheit und fährt mit ihm kurzerhand auf den Schwulenstrich, wo er „Galaxia“ dafür bezahlt, sich auf der Rückbank ein wenig mit Dave zu „unterhalten“. Als dieser schließlich von der tatscherei zu viel hat und kurz die Kontrolle verliert, sieht Dave den zweiten Teil seiner Therapie für gelungen an.
Am nächsten Tag lernt er dann auch Daves Freundin, Linda, kennen und sagt zur Begrüßung ein Gedicht auf. Dave, der ihn für verrückt hält, will gerade einen genervten Spruch ablassen, als bekannt wird, dass Buddy dieses Gedicht, welches Linda geschrieben hat, irgendwo in zerknüllter Form in Daves Zimmer gefunden hat. Peinlich peinlich! Dass Buddy ihm anscheinend seine Freundin ausspannen will, wird dann spätestens klar, als Buddy Dave in einer Bar das Angebot macht, dass erm die Therapie abschließt, wenn ave sich traut, ein ziemlich gutaussehendes Mädel an der Bar anzumachen. Es klappt, und als die beiden genug geplauscht haben, kann Dave Buddy nicht mehr finden und geht auf den Vorschlag der ca 17-jährigen, bei ihr zu Hause nach der Telefonnummer Buddys zu suchen und diesen dann anzurufen, ein. Natürlich hätte er sich denken können, dass sie etwas anderes vorhat, aber so geschieht das Chaos: Sie stript vor ihm herum, und er sagt, dass er bereits eine Freundin hat – sie glaubt, er lügt und findet sie zu dick (sie ist wohl magersüchtig), und schon wird er aus dem Haus ins Freie gescheucht, sodass er sich im Regen wiederfindet. Jedoch passt es nicht zu seinem Charakter, er hätte sich doch denken müssen, was sie vorhatte, und es ihr schon in der Bar erzählen können, dann wäre sie nicht so enttäuscht gewesen und hätte ihn vielleicht trotzdem telefonieren lassen.
Naja, mehr möchte ich nun zur Story nicht erzählen, du bist eh sicherlich schon ziemlich verwirrt durch die vielen Ungereimtheiten, insgesamt wirkt es folgendermaßen: Dave, die Hauptperson, gerät unschuldigerweise and Buddy, den Anti-Aggressionsleiter und muss von diesem behandelt werden, dieser scheint das aber auszunutzen, um an Daves Freundin heranzukommen. Wie das Ganze dann weitergeht, möchte ich hier nicht erzählen, weil ich sonst zu viele Gags vorwegnehmen muss. Das ziemlich kitschige Ende klärt dann zwar einige Dinge aus den Anfangssituationen des Films, bringt aber auch wieder neue Ungereimtheiten auf und ist somit nicht gut durchdacht... Aber es wird dann an einer Stelle auch ein wenig romantisch, eine Lovestory ist also auch dabei.
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Eindruck
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Nach dem Film hatte ich zwar schon das Gefühl, gut unterhalten worden zu sein, aber teilweise war die Story doch wirklich recht unglaubwürdig, da hilft auch das Ende nicht. Die schauspielerische Leistung des Hauptcharakters, Dave, war gelungen und Buddy, alias Jack Nicholson, konnte seinen durchgeknallten Charakter auch glaubhaft herüberbringen, doch seine Umwandlung zum normalen Menschen hin und wieder war doch recht sonderbar, denn mal führte er sich so auf und mal so, aber das hat sicherlich das Drehbuch so gewollt und ist nicht seine Schuld. Wenn du ein ensch bist, der viel denkt, bist du in diesem Film allerdings nicht ganz so gut aufgehoben wie zum Beispiel in Minority Report, denn die eigentlich recht einfache Geschichte hat doch viele Logiklücken und Unglaubwürdigkeiten.
Als film für Jugendliche hätte ich den Film zuvor eingestuft, weil er sich noch einem Haufen Schwachsinn anhört, ich meine, Beschimpfungen sind doch eher nichts für die Familie. Doch falsch gedacht, richtig schlimm geschimpft wird nicht und der Humor ist eher seicht, sodass auch dei älteren Mitglieder aus der Familie mitlachen können, Erotik gibt es auch kaum, das Mädchen aus der Bar kam nämlich leider nicht dazu, sich ganz auszuziehen (Mist *g*), aber dank dem Ende ist doch ein wenig Romantik im Film und die paar Chaos-Szenen sorgen auch für leichte Action. Die Kamera-Perspektiven sind eigentlich alle so gewählt, dass man nicht genervt wird sondern das Geschehen gut verfolgen kann, und so läuft es auch mit der Musik. Die Farbauswahl ist nicht zu bunt und auch nicht zu grau aber doch halbwegs abwechslungsreich gehalten, in der filmtechnischen Sicht ist also alles supi :)
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Fazit
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Ich habe nicht viel von dem Film erwartet und wurde dementsprechend auch nicht unbedingt enttäuscht, sondern eher überrascht, weil der Film recht Familientauglich und kein Blödel-Schwachsinn für die jungen Leute ist. Wenn die Ungereimtheiten nicht wären, würde ich den Film ja sogar positiv bewerten, aber so gebe ich ihm nur mittelmäßige drei Sterne und empfehle ihn den Familien und Popcorn-Freunden!
Schönes Kinowochenende und viel Spaß beim Bewerten und Kommentieren wünscht dir der Marco!
Nach einer halben Stunde Werbung und recht interessanten Vorschauen von Matrix, X Men 2 usw ging es dann los. Der Anfang des Filmes war etwas plötzlich und man brauchte etwas, um sich ins Geschehen reinzufinden, denn es ging eigentlich gleich los.
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Story
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Beginnen tut alles mit einem kleinen Rückblick: Ein kleiner Junge will gerade ein Mädchen küssen, dann zieht ihm jedoch einer die Hose herunter. Haha! Na das mag ja noch was werden, dachte ich mir, wieder so ein ach so lustiger Familienfilm! Dann jedoch geht es in die Zukunft, oder eigentlich Gegenwart, da der Rest der Geschichte in dieser Zeit spielt. Der Junge hat inzwischen eine Freundin, und die beiden sind ziemlich verliebt, allerdings ist der inzwischen erwachsene Junge recht schüchtern und traut sich vor seinem Abflug nicht, sie zu küssen, weil er dies vor einer Menschenmenge nicht gerne macht, vielleicht wegen dem traumatischen Erlebnis aus der Vergangenheit.. Egal! Wohin er fliegen wollte, weiß ich jetzt nicht mehr so genau, hab den Film ja nur einmal gesehen und nicht auf DVD, die gibt es ja noch nicht, aber es hatte mit seinem Job, bei dem er sehr fleißig arbeitete, jedoch nicht voll anerkannt bzw ausgenutzt wurde, d.h., jeder trampelte auf dem schüchternen Kerl herum und dieser ließ das zu, und nun musste er wohl irgendwohin fliegen, damit er eine Beförderung bekommen kann.
Hier nochmal, zum besseren Verständnis, die bisherige Situation: Der erwachsene Junge, Dave Buznik, gespielt von Adam Sandler, ist sehr ruhig und lässt sich auf der Arbeit unterdrücken, obwohl er dies eigentlich nicht verdient hätte, und das weiß seine Freundin Linda gespielt von Marisa Tomei, auch. Die Freundin würde ich charakterlich als freundliche und offene Person einschätzen, die auch ziemlich gut aussieht.
Im Flugzeug dann passiert das Unglück, welches ich natürlich schon vorher so ungefähr kannte, da dies den weiteren Verlauf der Story beeinflusst und hier die Handlung eigentlich erst wirklich anfängt, deswegen kann man diesen Teil in den meisten Filmbeschreibungen auch nachlesen. Allerdings ist dieser Teil dann doch etwas sehr ungelaubwürdig geworden: Dave muss sich neben einen merkwürdigen alten Mann setzen, der sich köstlich über den im Flugzeug gezeigten Film interessiert, während Dave eigentlich schlafen will. Beachtlich, wie man in so einer Situation so ruhig bleiben kann, Dave wirkt fast schon schläfrig, während der alte Mann das ganze Flugzeug unterhält mit seinem schallenden Lachen, und weil Dave dies zu peinlich wird, sagt er der Stewardess, dass er auch einen Kopfhörer haben will.
Da fängt das Problem dann an: Die Stewardess unterhält sich mit einer Kollegin und scheint Daves Wunsch schon wieder vergessen zu haben. Als sie dann an ihm mal wieder vorbeigeht, zupft dieser an ihrer Hand, dass sie ihn vergessen hätte. Sie ist total geschockt und tut, als hätte er sie geschlagen, und ab hier kam mir der Film doch sehr spanisch vor! Doch es kommt noch härter, denn nun erscheint ein Bodyguard und schreit Dave an, ruhig zu bleiben, obwohl dieser völlig monoton und schläfrig redet ohne auch nur eine Spur von Wut. Natürlich kann es hier nicht mit rechten Dingen zugehen und der verwirrte Dave fragt, was die doch für ein Völkchen sind. Das Problem ist, dass es sich beim Bodyguard um einen Schwarzen handelt, und dieser fasst diese Bemerkung als rassistisch auf, obwohl sie so ja nun wirklich nicht gemeint war. Alles endet in einem ziemlichen Chaos und schließlich stellt der Bodyguard Dave mit einem Elektroschocker ruhig.
In der nächsten Sequenz sehen wir Dave dann beim Richter, oder eher bei der Richterin, ihm wird das Schlagen einer Stewardess vorgeworfen und man verurteilt ihn zu 20 Stunden Anti-Aggressionstherapie, woran auch sein übertrieben bekloppter Anwalt nichts rütteln kann. Ziemlich unglaubwürdig, das Ganze, es werden überhaupt keine Zeugen gefragt und das Ganze kommt einem nun wirklich spanisch vor.
Dann geht Dave also zur A.a.therapie, ohne so richtig zu kapieren, was er hier überhaupt zu suchen hat, er findet das alles eher lächerlich und macht hin und wieder mal eine sarkastische Bemerkung, aber alles in völlig ruhier und keinesfalls wütender Form. Der Zuschauer ist hier eigentlich genauso ratlos wie er, mir ging es jedenfalls so, und man denkt sich, man ist das ein Schwachsinn! Aber keine Angst, ein Großteil der Unglaubwürdigkeiten klärt sich am Ende noch, jedoch nicht alle, und da ich das Ende noch nicht verraten will, werde ich die ungeklärten Stellen jetzt nicht noch extra ausführen.
Jedenfalls trifft Dave hier auf seinen Flugzeugnachbar wieder, der der Therapeut ist, na so was aber auch, welch Zufall! Während der ziemlich alt wirkende Dr. Buddy Rydell, also der aus dem Flugzeug, gespielt von Jack Nicholson, im Flugzeug noch ziemlich aufgedreht und verrückt erschien, macht er hier doch einen eher ruhigen und geschäftsmännischen Eindruck, auch sehr unglaub- und merkwürdig! Diese und andere Stellen ziehen das Niveau des Films irgendwie herunter, obwohl er sonst eigentlich ganz gut, unterhaltsam und witzig ist! Dave möchte, dass Buddy ihn dort gleich wieder herauslässt, weil er neben den anderen, die ziemliche Probleme zu haben scheinen, doch ziemlich fehl am Platze wirkt und total erschrickt, wenn einer zu schreien anfängt, was bei diesen Anti-Aggressionstherapien ja hin und wieder mal vorkommt.
Doch leider besteht er den Test nicht, obwohl ich ihm schon soviel Hirn zugetraut hätte, den Trick zu durchschauen, ich wusste ja auch gleich, was das Ganze werden soll und so ist auch dies wieder eine unglaubwürdige Szene. Er wird nämlich gefragt, was für ein Mensch er so sei, und so erzählt er von seinem Lebenslauf, doch Buddy meint vergnügt, dass er nicht dies meint, sondern lediglich wissen wolle, was für ein MENSCH Dave denn nun sei. Total ruhig versucht Dave es nochmal und erzählt von seinem Charakter, doch auch dies ist nicht richtig. Nun wird ers Dave doch zu bunt, und jetzt lernt der Zuschauer eine neue Seite an ihm kennen!
Bisher wirkte Dave nämlich völlig in Ordnung und sah nicht so aus, als wenn er irgendwelche Probleme hätte, aber nun fängt sein Fuß nervös an zu tappen und auf einmal schreit er los, er habe doch keine ahnung, was Buddy wissen wolle. Natürlich gewinnt er sofort wieder die Beherrschung und entschuldigt sich, doch es ist zu spät, um Buddy davon abzuhalten, die Therapie zu verlängern. Jetzt kommt der erste und eigentlich auch einzige weise und interessante Spruch im Film, nämlich, dass es zwei Typen von wütenden Menschen gibt: Die explodierenden, zum Beispiel den, der sich was kaufen will und nicht genug Geld zurück bekommt und sich aufregt, und den implodierenden, den Kassierer, der sich ständig wieder die Meckereien seiner Kunden anhören muss und den ganzen Ärger in sich hineinfrisst, bis er irgendwann einmal durchdreht. Zur letzteren Gruppe von Menschen gehört nun Dave, meint zumindest Dr. Buddy. Trotz Daves sarkastischer Bemerkung hierzu, die ich jetzt leider nicht mehr auswendig weiß, merkt man als Zuschauer doch, dass da was dran sein muss und hier beginnt der Film dann doch ein bisschen zu verwirren: Ist Dave vielleicht doch ein gefährlicher Mann, obwohl er so ruhig und schüchtern und ängstlich wirkt, wenn jemand anderes wütend wird, also eigentlich eine recht lächerliche Vorstellung, oder ist er da nur in ein riesiges Missverständnis geraten?
Klar, ich denke mal, jeder rastet in so einer Situation ein bisschen aus, aber dies hat bei einem normalen Menschen keine schitzophrene Wirkung, bei einem sonst ruhigen Menschen dagegen schon. Ich als Zuschauer stand hier jedenfalls weiter auf der Seite Daves, dachte mir also, dass er da in einem ziemlichen Schlamassel, der jedoch irgendwo ziemlich unglaubwürdig ist, geraten war.
Nun meint Buddy jedoch, dass es das Beste wäre, wenn Dave zusammen mit einem anderen aus der Gruppe seine Aggressionen bekämpfen würde, und dies ist dann natürlich ein sehr aggressiver Typ, mit dem er dann Essen geht. In der Bar macht dieser dann auch gleich einen Typen an, der ihn seiner Meinung nach schräg angeguckt hat, da kann ihn auch Dave nicht mehr zurückhlante, mit der Bemerkung, dass der Opa, der ihn schräg angeguckt haben soll, blind ist (Ok, dann erledige du den und ich knöpf mir den andern vor!) (Neben dem Opa stand noch ein anderer Typ, ziemlich stämmig und korpulent, warscheinlich sein Sohn). So geht dann das Chaos los, Dave will seinen Aggressionspartner irgendwie aufhalten, wird dann aber vom blinden Opa mit dem Gehstock geschlagen. Er versucht, ihm den Stock abzunehmen, was ihm dann mit einem Ruck auch gelingt, allerdings stößt er dann aus Versehen die Kellnerin, die gerade eingreifen will, und schwupps, sitzt Dave wieder vorm Gericht und wird zu einer einjährigen Therapie mit Buddy verurteilt.
Kurzerhand entschließt sich dieser, bei Dave einzuziehen und ihn zu beobachten, während er ihm verschiedene Lektionen lehren kann. Sein freches Verhalten bezüglich des Frühstücks, dass Dave ihm machen soll usw gehört natürlich mit zur Therapie, da er Daves Reaktionen auf solche Ärgernisse sehen will, und die fallen wie erwartet aus: Dave sagt nichts und frisst den Frust in sich hinein. Merkwürdig jedoch fand ich die schwulen Anspielungen im Bett, wie sie zum ersten Mal auch im Flugzeug auftraten, also zum Beispiel, dass Buddy nackt schläft: Das passt irgendwie nicht so richtig zur Therapie; aber wer weiß, vielleicht ist Buddy ja wirklich schwul, doch das würde nicht mit dem Ende zusammenpassen. Wieder so ‚ne merkwürdige Ungereimtheit. Naja! Jedenfalls bemerkt Buddy Daves Zurückhalten in Sachen Schwulheit und fährt mit ihm kurzerhand auf den Schwulenstrich, wo er „Galaxia“ dafür bezahlt, sich auf der Rückbank ein wenig mit Dave zu „unterhalten“. Als dieser schließlich von der tatscherei zu viel hat und kurz die Kontrolle verliert, sieht Dave den zweiten Teil seiner Therapie für gelungen an.
Am nächsten Tag lernt er dann auch Daves Freundin, Linda, kennen und sagt zur Begrüßung ein Gedicht auf. Dave, der ihn für verrückt hält, will gerade einen genervten Spruch ablassen, als bekannt wird, dass Buddy dieses Gedicht, welches Linda geschrieben hat, irgendwo in zerknüllter Form in Daves Zimmer gefunden hat. Peinlich peinlich! Dass Buddy ihm anscheinend seine Freundin ausspannen will, wird dann spätestens klar, als Buddy Dave in einer Bar das Angebot macht, dass erm die Therapie abschließt, wenn ave sich traut, ein ziemlich gutaussehendes Mädel an der Bar anzumachen. Es klappt, und als die beiden genug geplauscht haben, kann Dave Buddy nicht mehr finden und geht auf den Vorschlag der ca 17-jährigen, bei ihr zu Hause nach der Telefonnummer Buddys zu suchen und diesen dann anzurufen, ein. Natürlich hätte er sich denken können, dass sie etwas anderes vorhat, aber so geschieht das Chaos: Sie stript vor ihm herum, und er sagt, dass er bereits eine Freundin hat – sie glaubt, er lügt und findet sie zu dick (sie ist wohl magersüchtig), und schon wird er aus dem Haus ins Freie gescheucht, sodass er sich im Regen wiederfindet. Jedoch passt es nicht zu seinem Charakter, er hätte sich doch denken müssen, was sie vorhatte, und es ihr schon in der Bar erzählen können, dann wäre sie nicht so enttäuscht gewesen und hätte ihn vielleicht trotzdem telefonieren lassen.
Naja, mehr möchte ich nun zur Story nicht erzählen, du bist eh sicherlich schon ziemlich verwirrt durch die vielen Ungereimtheiten, insgesamt wirkt es folgendermaßen: Dave, die Hauptperson, gerät unschuldigerweise and Buddy, den Anti-Aggressionsleiter und muss von diesem behandelt werden, dieser scheint das aber auszunutzen, um an Daves Freundin heranzukommen. Wie das Ganze dann weitergeht, möchte ich hier nicht erzählen, weil ich sonst zu viele Gags vorwegnehmen muss. Das ziemlich kitschige Ende klärt dann zwar einige Dinge aus den Anfangssituationen des Films, bringt aber auch wieder neue Ungereimtheiten auf und ist somit nicht gut durchdacht... Aber es wird dann an einer Stelle auch ein wenig romantisch, eine Lovestory ist also auch dabei.
~~~~~~
Eindruck
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Nach dem Film hatte ich zwar schon das Gefühl, gut unterhalten worden zu sein, aber teilweise war die Story doch wirklich recht unglaubwürdig, da hilft auch das Ende nicht. Die schauspielerische Leistung des Hauptcharakters, Dave, war gelungen und Buddy, alias Jack Nicholson, konnte seinen durchgeknallten Charakter auch glaubhaft herüberbringen, doch seine Umwandlung zum normalen Menschen hin und wieder war doch recht sonderbar, denn mal führte er sich so auf und mal so, aber das hat sicherlich das Drehbuch so gewollt und ist nicht seine Schuld. Wenn du ein ensch bist, der viel denkt, bist du in diesem Film allerdings nicht ganz so gut aufgehoben wie zum Beispiel in Minority Report, denn die eigentlich recht einfache Geschichte hat doch viele Logiklücken und Unglaubwürdigkeiten.
Als film für Jugendliche hätte ich den Film zuvor eingestuft, weil er sich noch einem Haufen Schwachsinn anhört, ich meine, Beschimpfungen sind doch eher nichts für die Familie. Doch falsch gedacht, richtig schlimm geschimpft wird nicht und der Humor ist eher seicht, sodass auch dei älteren Mitglieder aus der Familie mitlachen können, Erotik gibt es auch kaum, das Mädchen aus der Bar kam nämlich leider nicht dazu, sich ganz auszuziehen (Mist *g*), aber dank dem Ende ist doch ein wenig Romantik im Film und die paar Chaos-Szenen sorgen auch für leichte Action. Die Kamera-Perspektiven sind eigentlich alle so gewählt, dass man nicht genervt wird sondern das Geschehen gut verfolgen kann, und so läuft es auch mit der Musik. Die Farbauswahl ist nicht zu bunt und auch nicht zu grau aber doch halbwegs abwechslungsreich gehalten, in der filmtechnischen Sicht ist also alles supi :)
~~~
Fazit
~~~
Ich habe nicht viel von dem Film erwartet und wurde dementsprechend auch nicht unbedingt enttäuscht, sondern eher überrascht, weil der Film recht Familientauglich und kein Blödel-Schwachsinn für die jungen Leute ist. Wenn die Ungereimtheiten nicht wären, würde ich den Film ja sogar positiv bewerten, aber so gebe ich ihm nur mittelmäßige drei Sterne und empfehle ihn den Familien und Popcorn-Freunden!
Schönes Kinowochenende und viel Spaß beim Bewerten und Kommentieren wünscht dir der Marco!
20 Bewertungen, 1 Kommentar
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23.12.2004, 19:38 Uhr von StarlightII
Bewertung: sehr hilfreich...den Film furchtbar, ich war nach'ner guten halben Stunde bereits tierisch genervt und wütend auf die ganze Sache, die mit dem armen Mann passiert.. nee, den Film würd ich mir nicht nochmal anschaun.. *grr* :o) Wünsche dir schöne
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