Die letzte Festung (VHS) Testbericht

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ab 9,95
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Erfahrungsbericht von Netti1982

Kameraden still gestanden!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Vor Kurzem war ich zur 20:00 Uhr Vorstellung des damals neu angelaufenen Action-Films "Die letzte Festung". Zugegeben, zuerst wollte ich eigentlich einen anderen Film sehen, aber letztendlich hatte mich mein Freund doch davon überzeugt, in "Die letzte Festung" zu gehen, da das Fernsehen schon einige sehr vielversprechende Szenen vorgestellt hatte. Somit ging ich ohne große Erwartungen und Hintergrundinformationen in diesen Film und wurde so letztendlich auch nicht enttäuscht.

Inhalt: Als der Drei-Sterne-General Irwin, gespielt von Robert Redford, für 10 Jahre in ein Hochsicherheitsgefängnis gesteckt wird, ahnt er noch nicht, was ihn erwartet. Angeblich handelt es sich bei seiner Verurteilung um einen Justizirrtum, doch später stellt sich heraus, dass er durch Befehlsverweigerung für den Tod von 8 Menschen mitverantwortlich gewesen sein soll.
Da Irwin eine Person mit hoher Anerkennung ist, genießt er zunächst noch die Achtung des brutalen Gefängnisdirektors Colonel Winter, gespielt von James Gandolfini.

Beim Empfang in Winters Büro, beschäftigt sich Irwin mit der beachtenswerten Sammlung von Kriegsgegenständen, die Winter wie seinen Augapfel behütet und pflegt. So kommt es dazu, dass Irwin Winters Untergebenen erzählt, was er von derlei Sammlungen hält. Er meint, dass er solche Menschen verabscheue, die diese Gegenstände sammeln, da diese Menschen noch nie auf einem Schlachtfeld gestanden haben und gar nicht wissen, wie viele Menschen mit derlei Gewehrkugeln und Schwertern getötet wurden.
Wie es der Zufall so will, hat Winter natürlich alles mit angehört und fühlt sich in seinem Ansehen und in seiner Würde angegriffen: Aus Respekt wird Hass.

Während der ersten Tage bekommt Irwin bereits mit, welche menschenverachtende Methoden Winter benutzt um seine Autorität darzustellen. Der General beginnt sich zu wehren und die Gefangenen zu organisieren. Er versammelt die Insassen hinter sich und zieht mit symbolisch wehenden Sternenbannern in seinen letzten Kampf für die gute Sache.



Jeder kann sich vorstellen, wie der Film weitergeht und vielleicht sogar endet. Doch dies macht der Spannung keinen Abbruch, da man immer wieder mit unerwarteten Handlungen überrascht wird und einem immer wieder der Atem stoppt.

Regisseur Rod Lurie inszenierte die pathosbeladende Schlacht zweier Berufs-Patrioten als konventionelles Actiondrama. Man kann dem Regisseur ein ehrliches Bemühen um die dramatische Zuspitzung dieses Konflikts nicht absprechen, auch wenn die Geschichte selbst sich nie von üblichen Konventionen lösen kann. Die Auseinandersetzung der beiden Militärs mag den vorhersehbaren Verlauf nehmen, doch immerhin das Duell der Schauspieler birgt eine gewisse Spannung.

Was ich aber zu bemängeln habe, ist, dass die üblichen Nebenrollen, von denen es ja in einem Gefängnis genug gibt, wie Spielfiguren ins Feld gerückt werden: der stotternde Underdog, dessen gewaltsamer Tod eine Revolte gegen Winter rechtfertigen muss; der selbstsüchtige Zyniker, der später im Kampfeinsatz zum Helden reift - dazu ein Haufen autoritätsscheuer Ex-Soldaten, der sich geschlossen und dienstbeflissen Irwins Kommando unterstellt.

Mit einnehmendem Selbstverständnis gestaltet Colonel Winter die Rolle des Anstaltsleiters und zelebriert geradezu den ganz alltäglichen Sadismus des Bürokraten, der seine Eigenverantwortung längst unter einem Stapel Dienstbefehle begraben hat. Ein penibler Schreibtischtäter und Militariasammler, den allein die Anwesenheit eines echten und aufrechten Frontsoldaten in seiner Eitelkeit verletzen muss.

In dem Gefängnisthriller kämpfen Robert Redford und James Gandolfini um Gut und Böse und um die Gerechtigkeit. Wer siegen wird? Schaut es Euch an...

Der Film geht insgesamt 131 Minuten, also müsst Ihr ein gutes Durchhaltevermögen mitbringen. Vorab kann ich Euch aber schon sagen, dass die zwei Stunden wie im Flug vergehen werden, da auf einen Höhepunkt der nächste folgt und auch ein paar Szenen zum Schmunzeln mit eingefügt wurden, wenn auch vielleicht unfreiwillig.

Alle Darsteller, auch die, die eher als Nebenrollen mitgewirkt haben, begeisterten wirklich durch ihr schauspielerisches Talent:
Robert Redford (General Irwin),
Robin Wright,
James Gandolfini ("The Mexican"; Colonel Winter),
Mark Ruffalo,
Steve Burton (Lt. Peretz),
George Scott (Thumper),
Addison Pate (Gefängnis-Insasse),
Nick Kokich (Private Neibolt),
David Alford (Corp Zamorro),
Samuel Ball,
Paul Calderon (Dellwo),
Jeremy Childs,
Clifton Collins Jr.,
Frank Fox (Auggie),
Brian Goodman (Beaupre),
Delroy Lindo,
Frank Military (Doc),
Dave Powledge (Wächter),
Michelle Way (Wächterin)

Drehbuch: David Scarpa
Altersfreigabe: ab 16 Jahre




Viel Spaß im Kino wünscht Euch Netti1982

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