Dismissed Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Informationsgehalt:  durchschnittlich
  • Präsentation:  durchschnittlich
  • Spaß:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Romantik:  wenig

Erfahrungsbericht von DieEine

Zickenterror und Hahnenkämpfe

  • Unterhaltungswert:  gut
  • Informationsgehalt:  sehr schlecht
  • Präsentation:  durchschnittlich
  • Spaß:  viel
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Romantik:  wenig

Pro:

so schlecht, dass es schon wieder gut ist

Kontra:

eigentlich Schund

Empfehlung:

Nein

Warum passiert es mir immer, dass ich Sendungen, die ich eine ganze Weile schrecklich fand, plötzlich total cool finde? Dass ich eine Vorliebe für Trash-Fernsehen habe, wusste ich ja schon, aber dass es so schlimm ist, war mir nicht klar, deshalb sage ich mal „Willkommen in der Selbsthilfegruppe für „MTV Dismissed“-Fans“.

Was ist Dismissed?
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Dismissed ist eine Dating-Reality-Show des Musiksenders MTV. Anfangs war es nur amerikanischen Singles vorbehalten, sich dort zu melden und zu daten, mittlerweile gibt es die Show auch in Deutschland, wobei momentan aber nur die amerikanischen Folgen laufen.

Wann läuft Dismissed?
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Montag – Freitag: 17.30 – 18.00 Uhr und 21.30 – 22 Uhr
Samstag: 18.30 – 19.00 Uhr

Das Konzept von Dismissed
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Um es einfach zu sagen: drei Teenager bzw. junge Menschen treffen sich und die Person des Geschlechts in der Minderheit darf sich von der Auswahl des anderen Geschlechts einen auswählen.

Etwas differenzierter werde ich es jetzt mit dem Beispiel Girl meets Boys darstellen, natürlich geht es auch umgekehrt mit Boy meets Girls.

Bei strahlendem Sonnenschein treffen sich zuerst zwei gutaussehende Jungs, die vom Typ her völlig verschieden sind und sich meistens bei diesem ersten Treffen schon anpampen nach dem Motto „Du Lusche hast doch eh keine Schnitte gegen mich“, wobei ich sagen muss, dass der Zickenalarm bei der Boy meets Girls-Variante noch um einiges höher ist.

Während die Jungs sich also noch anzicken, kommt aus dem Hintergrund schon das heiße Babe auf die Jungs zu. Meistens sind die Mädels knapp bekleidet und wirken als kämen sie gerade vom Playboy-Photoshooting. Den Jungs verschlägt es die Sprache und schon startet der Wettbewerb.
Jeder der beiden hat sich ein Date überlegt, an dem erstmal alle drei teilnehmen. Man kann golfen gehen oder Sushi herstellen oder sich am Strand tummeln, der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Die Jungs balzen wie bekloppt um die Tussie, stellen ihr intime Fragen etc. bis es einem zu bunt wird, er seinen Jagdinstinkt völlig entdeckt und dem Rivalen die rote Time-Out-Karte vor die Nase hält. Nun hat der Junge zwanzig Minuten, um das Mädchen „richtig“ kennenzulernen und sie von sich zu überzeugen. Eigentlich geht es im Time-Out aber nur darum zu knutschen.

Wenn der Rivale wiederkommt, beginnt das Spielchen wieder von vorne, denn das zweite Date beginnt und es gibt ja auch noch eine Time-Out-Karte, durch die das Mädchen die Möglichkeit hat auch noch mit dem anderen rumzuknutschen, um sich danach dann endlich zu entscheiden, wer dismissed ist und mit wem sie noch ein zweites Date haben will.

So weit so gut. Das Konzept ist im Grunde ja gar nicht so verkehrt, aber es gibt ja nicht nur die Dates zu sehen, sondern auch immer kleine Einspieler, in denen die Jungs sich über das geile Aussehen des Mädchens auslassen und noch mal betonen, dass sie auf jeden Fall gewinnen werden. Das Mädchen druckst in den Einspielern eigentlich immer nur rum wie süß und kreativ und witzig doch beide Jungs wären. Amerikanischer, oberflächlicher Smalltalk eben.

Am Ende der Show bekommen die Jungs halt gesagt, dass sie ja beide sehr nett seien und dass sie auch alle eine gute Zeit hätten, aber einer wäre halt netter gewesen und deshalb ist der andere dismissed.

Der Gehörnte macht daraufhin den Abgang und beschimpft das Mädchen im Einzelstatement noch als Schlampe etc.

Meine Meinung zu Dismissed
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Jetzt wo ich den Bericht schreibe, fällt mir ein, warum ich die Sendung ganz gerne sehe: ich rege mich gerne auf und bei „Dismissed“ hab ich genug Grund.
Die Leute, die da mitmachen sind so doof und müssen unter der totalen Profilneurose leiden.
Halbnackte Tussies, die es nötig haben sich von zwei geifernden Kerlen umgarnen zu lassen und zwei Typen, die mit ihrer Zeit nichts besseres anzufangen wissen als diese Tussie anzubaggern und sich die Blöße zu geben, von ihr abgeschossen zu werden – also erst groß rumprahlen und dann doch der Verlierer zu sein.

„Dismissed“ ist eine typische MTV-Show, bei der es eigentlich nur um Attraktivität und Sex geht. Kaum eine Folge kommt ohne Knutscherei aus, was mir in meiner prüden, kleinen Welt nach 20 Minuten, wo man jemanden kennt, doch etwas zu früh ist.
Außerdem wundert es mich, dass es in Amerika so viele gut aussehende Menschen hat, die bei sowas mitmachen.

Im Prinzip finde ich Dismissed schlecht und entwürdigend, aber irgendwie ist es halt auch lustig anzuschauen wie peinlich manche Leute sind und mit welchen Tricks die Jungs und Mädels beim Baggern arbeiten.
Wie so viele Dinge in meinem Leben, gehört auch Dismissed zu den Sachen, die so schlecht sind, dass sie schon wieder gut sind.

25 Bewertungen