Dismissed Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Informationsgehalt:  durchschnittlich
  • Präsentation:  durchschnittlich
  • Spaß:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Romantik:  wenig

Erfahrungsbericht von Anonym114

Ein bißchen Psychologie ... oder einfach Trash?

Pro:

psychologisch nicht uninteressant

Kontra:

viel Show, weil sich die Kandidaten obercool geben wollen; oft nach dem selben Strickmuster

Empfehlung:

Ja

Sendungen aus dem wahren Leben? Ein Stück weit haben sie sich mit dem anfänglichen Boom von Big Brother und anderen so genannten Real Life Formaten überlebt ... Oder doch nicht? Andererseits könnten nun auch wieder Erfolge wie Deutschland sucht den Superstar, Big Brother The Battle oder eben Dismissed das Gegenteil beweisen. Für mich einige dieser Sendungen auch ein Stück weit Frage der Psychologie.

WER ODER WAS IST DISMISSED?
Bei Dismissed handelt es sich um eine Sendung des Musikkanals MTV. Entsprechend stammt der Ausdruck Dismissed auch aus dem Englischen und heißt soviel wie rausgeworfen oder rausgeflogen.
Ein Typ hat eine Verabredung mit zwei Mädels oder eine Frau trifft zwei Männer. Ab und an sind es aber auch homosexuelle Kandidaten. Die zwei konkurrieren dann darum, wer von ihr/ihm angenommen wird und wer hinaus fliegt.

ABLAUF:
Zunächst lernen sich beispielsweise zwei Mädels kennen. Jede von ihnen erzählt, was sie vom ersten Eindruck her von der anderen denkt. Normalerweise artet das schon in ein ziemliches Gegockel aus, nach dem Motto: Ich bin ja viel cooler, schöner, sexier als sie. Sie hat eh keine Chance. Der Typ ist schon meiner.
Dann kommt derjenige welcher. Er begrüßt beide Kandidatinnen. Von denen hat sich jede einen Ort für die gemeinsame Verabredung ausgesucht. Beliebt sind Bars, manchmal gehts zum Ausflug an den Strand, in den Freizeitpark oder zum Sport.
Immer wieder werden alle drei zwischendurch über ihre Eindrücke befragt, das gegenseitige Gestichel zwischen den Wettbewerber(inne)n geht dabei natürlich weiter.
Da sich zu dritt ein Kennenlernen nicht immer gut macht, haben die Konkurrentinnen rote Karten, die sie der jeweils anderen zeigen. Die muss dann für 20 Minuten eine Auszeit nehmen (das so genannte Time Out) und verschwinden. Die beiden zurück gebliebenen nutzen die Gelegenheit ganz unterschiedlich. Manche versuchen sich im Gespräch näher zu kommen, fragen den anderen nach Erlebnissen und nach dem, was man sich vom Partner wünschen würde. Bei anderen gehts zur Sache, d.h. dann meist, es wird wild rum geknutscht.
Nach der Auszeit beginnt dann meist die zweite Verabredung und die zweite Auszeit.

DISMISSED:
Zum Abschluss des Tages zu Dritt hat der Typ oder die Frau nun die Qual der Wahl, fast noch einmal zusammen, wie beeindruckt er oder sie von den Orten der Verabredung war und welche Pluspunkte die beiden anderen gesammelt haben. Doch letztendlich muss er dann eine oder sie einen fort schicken.

PSYCHOLIOGIE:
Eigentlich ist es ja eher selten, dass man Leuten bei ihrem ersten Kennenlernen über die Schulter schaut. Insofern hat es schon einen nicht unspannenden Faktor zu sehen, was den Kandidaten bei ihren Partnern wichtig ist, wie unterschiedlich sie reagieren, wie leicht oder schwer sich mancher oder manche öffnet. Häufig ist bei den Konkurrenten einer eher verschlossen, der andere sehr offen und draufgängerisch.

JUGENDFREI?
Tja, das ist so eine Sache. Inzwischen sind ja selbst in Kindersendungen Küsse an der Tagesordnung. Andererseits frage ich mich, wie ein siebenjähriger, der am späten Nachmittag vor der Glotze hängt, reagiert, wenn die Kandidaten doch recht offen reden und sich ganz klar näher kommen. Wahrscheinlich ist es da eher nicht angebracht, Kinder allein vorm Fernseher sitzen zu lassen ...

ENGLISCH:
Dismissed ist (ursprünglich) eine amerikanische Serie. Die meisten der Folgen, die man hier sieht, stammen dann auch aus den Staaten. Das hat den Vorteil, dass man sein Englisch ein wenig trainieren kann. Gleichzeitig gibt es aber auch Untertitel, so dass Leute, die mit der Sprache nicht so viel am Hut haben, mitkriegen, was gesagt wird.

DEUTSCH:
Wers lieber ganz auf Deutsch sehen will: Seit kurzem gibt es auch folgen mit deutschen Mitspielern. Sie wurden in ein Ferienparadies verfrachtet und sollen um die Gunst des Entscheiders buhlen. Man merkt schon, dass es sich um eine Kopie handelt, alles soll sehr amerikanisch cool wirken, von der Kulisse bis hin zum Verhalten der Kandidaten. Nicht sehr gelungen.

WO GIBT’S DISMISSED ZU SEHEN:
Alle Termine habe ich zwar nicht parat. Aber ich bin in der letzten Zeit ab und an am späten Nachmittag 17.30 Uhr beim durch die Kanäle schalten auf MTV und Dismissed gestoßen. Wer dann noch keine Zeit hat, kann aber auch z.B. montags abends rein schaun: Um 21 Uhr kommen die deutschen, direkt danach die amerikanischen Folgen.

FAZIT:
Wenn man ein paar Folgen von Dismissed gesehen hat, erkennt man schon, dass sich gewisse Annäherungstaktiken wiederholen. Aufgrund der Kürze der Zeit (ein Dreiertreffen ist jeweils auf weniger als eine Viertelstunde gerafft) kann man nur einen flüchtigen Eindruck über die Kandidaten gewinnen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da jemand die Liebe des Lebens findet. Dennoch ist es aus psychologischer Sicht ganz interessant. Auf die Dauer wird’s mir aber etwas zu nervig. Daher mein Tipp: Mal zum reinschaun und mitreden ganz nett, aber dann doch eher langweilig. Eine 3-.

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