Dom zu Trier Testbericht
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Erfahrungsbericht von holsi
der Dom zu Trier
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
+++ Einleitung +++
******************
Nach meinem letzten Bericht über eine Sehenswürdigkeit von Trier dachte ich mir, es könne ja nicht Schaden, euch ein wenig meine Heimatstadt näher zu bringen. Daher werde ich ab und an mal einen Bericht über wichtige Gebäude meiner Heimatstadt posten. Nach der Römerbrücke soll es heute um den Dom zu Trier gehen.
+++ Baugeschichte +++
*********************
Den Anstoß für den Bau des Trierer Doms gab Kaiser Konstantin der Große. Zu ehren seines 20 jährigen Regierungsjubiläums gibt er im Jahre 326 den Bau des Trierer Doms in Auftrag. Gleichzeitig gab er die Anweisung zum Bau von drei weiteren berühmten Kirchen, dem Petersdom in Rom, der Geburtskirche in Bethlehem und der Grabenskirche in Jerusalem.
Damit wollte er die Schuld des römischen Reiches an der Christenverfolgung wieder gut machen. Dieses Vorgehen wird noch dadurch bestätigt, das die Mutter des Kaisers, die Kaiserin Helena einen Teil ihres Palastes zum Bau des Doms zur Verfügung stellte.
Die Fläche des damaligen Doms, inklusive Höfe und Gärten war etwa drei mal so groß wie die heutige Fläche. Damals reichte der Vorhof bis zum heutigen Hauptmarkt.
Der nördliche Teil, sowie der östliche Teil wurden noch unter Kaiser Konstantin vergrößert. Allerdings erlebte er die Fertigstellung nicht mehr, daher vollendete sein Nachfolger, Kaiser Gratian die Bauarbeiten. Diese Umbauarbeiten sind heute noch gut zu sehen, da sie einen quadratischen Bau darstellen.
Im 5. Jahrhundert, wann genau, weis man nicht, ereignete sich im Dom ein großer Brand, bei dem einige tragende Säulen einstürzten und damit einen teil der Rundbögen mit einstürzten. Diese Schäden wurden durch Bischof Nicetius im selben Jahrhundert wieder beseitigt.
In den nächsten dreihundert Jahren wurden am Dom viele kleine Änderungen und Umbauten durchgeführt, die aber die äußerliche Erscheinung nicht sonderlich beeinflussten.
Erst durch einen Angriff der Normanen im Jahre 882 wurde das Bild der Kirche wieder drastisch verändert. Welche Schäden der Dom im einzelnen erlitten hatte, ist unbekannt, aber sie müssen gravierend gewesen sein.
Diese Schäden wurden erst 150 Jahre später durch Erzbischof Poppo wieder beseitigt. Zuerst widmete er sich dem römischen Quadratbau, dessen Bauarbeiten im Jahre 1037 abgeschlossen wurden. Danach wurde der Quadratbau nach Westen hin erweitert.
Erzbischof Eberhard schloss dann im Jahre 1056 die Bauarbeiten im Nordturm und im Mittelschiff ab. Erzbischof Udo, der Nachfolger von Eberhard, vollendete den Südturm. Mittlerweile sind wir schon in einem spätgotischem Baustill.
Im Jahre 1121 wurde die Krypta im Westchor eingebaut und im Jahre 1160 wurde der Ostchor über die Mauern des römischen Doms hinaus erweitert.
Im 13. Jahrhundert wurde das Südschiff durch eine andere Kirche ersetzt, der heutigen Liebfrauenkirche.
Die Schiffe des Domes waren aber bis dahin immer noch flach gedeckt. Diese wurde in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts geändert, das gesamte Schiff wurde eingewölbt.
Im 14. Jahrhundert wurden die Osttürme weiter ausgearbeitet und der südwestliche Turm wurde um 1515 erhöht. 1470 wurde im Nordtrakt ein Archiv aufgesetzt. 1481 wurde ebenfalls am Nordtrakt eine Kapelle eingerichtet.
Nun kam wohl die ruhigste Zeit für den Dom, den an ihm wurde etwa 200 Jahre lang keine größeren Bauarbeiten ausgeführt. Erst 1687 wurde im Ostchor eine Heiltumskammer eingebaut.
Im Jahre 1717 wütete wieder einmal ein schweres Feuer, welches dem Dom mal wieder schwer zu setzte. Kurfürst Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg gab sofort den Auftrag zur Restaurierung, allerdings sollte der Dom auch in Zukunft in einem barocken Still erscheinen. Die größte Veränderung war, dass aus der mittelalterlich-basilikalen Schiffes eine Querschiffbasilika mit Querhaus. Dazu wurden auf der Nord- und der Südseite die Außenmauer bis zum Seitenschiff abgerissen und darauf das neue Querschiff aufgebaut.
Um 1850 wurde der Dom dann wieder gründlich Restauriert. Es kamen neugotische Dächer hinzu und viele andere Änderungen.
Letztes Jahr wurde die gesamte Fassade nochmals restauriert und der Domfreihof neu gestaltet.
+++ Bedeutung für die Stadt +++
****************************
Der Dom steht in der Stadtmitte und prägt das Stadtbild von Trier doch sehr. Neben einer Touristenattraktion ist der Dom aber auch Bischofssitz. So ist direkt neben dem Dom das bischöfliche Museum in einem ehemaligem Gefängnis untergebracht. Hinter dem Dom ist die gesamte bischöfliche Verwaltung untergebracht. Das ist schon ein riesiges Areal, welches im Mittelalter noch größer war. Damals war der Dombezirk ein rechtsfreier Raum und die Stadtwachen durften Straftäter nicht in den Dombezirk verfolgen. Noch heute weist ein Straßenname darauf hin, die Straße heißt „sieh um dich“. Den die Täter, die es bis dahin geschafft hatten konnten an dieser Stelle ihre Verfolger stehen sehen, die ihnen nicht weiter folgen konnten.
Aber auch für die Trierer ist der Dom, oder besser gesagt der Domfreihof eine wichtige Anlaufstelle. Durch die eben schon einmal erwähnte Neugestaltung dieses Platzes ist er durch die Ansiedlung von Cafes und Nachtclubs zu einem teil des Trierer Nachlebens geworden.
Aber auch für Touristen hat der Dom etwas zu bieten. Wie man in der langen Bauliste sehen kann, vereint der Dom viele unterschiedliche Baustille. Als Bischofssitz ist der Dom natürlich auch von innen eine prunkvolle Kirche, die sich anzusehen lohnt.
+++ Fazit +++
*************
Der Dom ist für unsere Stadt ein wahres Juwel. Leider wissen die meisten Trier kaum etwas über dieses Gebäude. Was vielleicht noch von großem Interesse ist, ist das der „Heilige Rock“ im Dom liegt. Das soll das Gewand Jesu sein. Somit werden auch oft viele Pilger durch den Dom geführt.
Der Dom ist Bestandteil einer jeden Stadtführung und es gibt auch Führungen durch das Gebäude. Was diese Kosten kann ich leider nicht sagen. Wenn man sich den Dom nur so ansehen möchte, kostet das natürlich nichts, da es eine öffentliche Kirche ist.
Aber ich kann nur jedem empfehlen, sollte er in Trier sein, sich den Dom anzuschauen.
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Nach meinem letzten Bericht über eine Sehenswürdigkeit von Trier dachte ich mir, es könne ja nicht Schaden, euch ein wenig meine Heimatstadt näher zu bringen. Daher werde ich ab und an mal einen Bericht über wichtige Gebäude meiner Heimatstadt posten. Nach der Römerbrücke soll es heute um den Dom zu Trier gehen.
+++ Baugeschichte +++
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Den Anstoß für den Bau des Trierer Doms gab Kaiser Konstantin der Große. Zu ehren seines 20 jährigen Regierungsjubiläums gibt er im Jahre 326 den Bau des Trierer Doms in Auftrag. Gleichzeitig gab er die Anweisung zum Bau von drei weiteren berühmten Kirchen, dem Petersdom in Rom, der Geburtskirche in Bethlehem und der Grabenskirche in Jerusalem.
Damit wollte er die Schuld des römischen Reiches an der Christenverfolgung wieder gut machen. Dieses Vorgehen wird noch dadurch bestätigt, das die Mutter des Kaisers, die Kaiserin Helena einen Teil ihres Palastes zum Bau des Doms zur Verfügung stellte.
Die Fläche des damaligen Doms, inklusive Höfe und Gärten war etwa drei mal so groß wie die heutige Fläche. Damals reichte der Vorhof bis zum heutigen Hauptmarkt.
Der nördliche Teil, sowie der östliche Teil wurden noch unter Kaiser Konstantin vergrößert. Allerdings erlebte er die Fertigstellung nicht mehr, daher vollendete sein Nachfolger, Kaiser Gratian die Bauarbeiten. Diese Umbauarbeiten sind heute noch gut zu sehen, da sie einen quadratischen Bau darstellen.
Im 5. Jahrhundert, wann genau, weis man nicht, ereignete sich im Dom ein großer Brand, bei dem einige tragende Säulen einstürzten und damit einen teil der Rundbögen mit einstürzten. Diese Schäden wurden durch Bischof Nicetius im selben Jahrhundert wieder beseitigt.
In den nächsten dreihundert Jahren wurden am Dom viele kleine Änderungen und Umbauten durchgeführt, die aber die äußerliche Erscheinung nicht sonderlich beeinflussten.
Erst durch einen Angriff der Normanen im Jahre 882 wurde das Bild der Kirche wieder drastisch verändert. Welche Schäden der Dom im einzelnen erlitten hatte, ist unbekannt, aber sie müssen gravierend gewesen sein.
Diese Schäden wurden erst 150 Jahre später durch Erzbischof Poppo wieder beseitigt. Zuerst widmete er sich dem römischen Quadratbau, dessen Bauarbeiten im Jahre 1037 abgeschlossen wurden. Danach wurde der Quadratbau nach Westen hin erweitert.
Erzbischof Eberhard schloss dann im Jahre 1056 die Bauarbeiten im Nordturm und im Mittelschiff ab. Erzbischof Udo, der Nachfolger von Eberhard, vollendete den Südturm. Mittlerweile sind wir schon in einem spätgotischem Baustill.
Im Jahre 1121 wurde die Krypta im Westchor eingebaut und im Jahre 1160 wurde der Ostchor über die Mauern des römischen Doms hinaus erweitert.
Im 13. Jahrhundert wurde das Südschiff durch eine andere Kirche ersetzt, der heutigen Liebfrauenkirche.
Die Schiffe des Domes waren aber bis dahin immer noch flach gedeckt. Diese wurde in den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts geändert, das gesamte Schiff wurde eingewölbt.
Im 14. Jahrhundert wurden die Osttürme weiter ausgearbeitet und der südwestliche Turm wurde um 1515 erhöht. 1470 wurde im Nordtrakt ein Archiv aufgesetzt. 1481 wurde ebenfalls am Nordtrakt eine Kapelle eingerichtet.
Nun kam wohl die ruhigste Zeit für den Dom, den an ihm wurde etwa 200 Jahre lang keine größeren Bauarbeiten ausgeführt. Erst 1687 wurde im Ostchor eine Heiltumskammer eingebaut.
Im Jahre 1717 wütete wieder einmal ein schweres Feuer, welches dem Dom mal wieder schwer zu setzte. Kurfürst Franz Ludwig von Pfalz-Neuburg gab sofort den Auftrag zur Restaurierung, allerdings sollte der Dom auch in Zukunft in einem barocken Still erscheinen. Die größte Veränderung war, dass aus der mittelalterlich-basilikalen Schiffes eine Querschiffbasilika mit Querhaus. Dazu wurden auf der Nord- und der Südseite die Außenmauer bis zum Seitenschiff abgerissen und darauf das neue Querschiff aufgebaut.
Um 1850 wurde der Dom dann wieder gründlich Restauriert. Es kamen neugotische Dächer hinzu und viele andere Änderungen.
Letztes Jahr wurde die gesamte Fassade nochmals restauriert und der Domfreihof neu gestaltet.
+++ Bedeutung für die Stadt +++
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Der Dom steht in der Stadtmitte und prägt das Stadtbild von Trier doch sehr. Neben einer Touristenattraktion ist der Dom aber auch Bischofssitz. So ist direkt neben dem Dom das bischöfliche Museum in einem ehemaligem Gefängnis untergebracht. Hinter dem Dom ist die gesamte bischöfliche Verwaltung untergebracht. Das ist schon ein riesiges Areal, welches im Mittelalter noch größer war. Damals war der Dombezirk ein rechtsfreier Raum und die Stadtwachen durften Straftäter nicht in den Dombezirk verfolgen. Noch heute weist ein Straßenname darauf hin, die Straße heißt „sieh um dich“. Den die Täter, die es bis dahin geschafft hatten konnten an dieser Stelle ihre Verfolger stehen sehen, die ihnen nicht weiter folgen konnten.
Aber auch für die Trierer ist der Dom, oder besser gesagt der Domfreihof eine wichtige Anlaufstelle. Durch die eben schon einmal erwähnte Neugestaltung dieses Platzes ist er durch die Ansiedlung von Cafes und Nachtclubs zu einem teil des Trierer Nachlebens geworden.
Aber auch für Touristen hat der Dom etwas zu bieten. Wie man in der langen Bauliste sehen kann, vereint der Dom viele unterschiedliche Baustille. Als Bischofssitz ist der Dom natürlich auch von innen eine prunkvolle Kirche, die sich anzusehen lohnt.
+++ Fazit +++
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Der Dom ist für unsere Stadt ein wahres Juwel. Leider wissen die meisten Trier kaum etwas über dieses Gebäude. Was vielleicht noch von großem Interesse ist, ist das der „Heilige Rock“ im Dom liegt. Das soll das Gewand Jesu sein. Somit werden auch oft viele Pilger durch den Dom geführt.
Der Dom ist Bestandteil einer jeden Stadtführung und es gibt auch Führungen durch das Gebäude. Was diese Kosten kann ich leider nicht sagen. Wenn man sich den Dom nur so ansehen möchte, kostet das natürlich nichts, da es eine öffentliche Kirche ist.
Aber ich kann nur jedem empfehlen, sollte er in Trier sein, sich den Dom anzuschauen.
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