Dominikanische Republik Testbericht

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Erfahrungsbericht von Schweizer

Punta Cana

Pro:

Sehr schöne Strände und Hotelanlagen. Gutes Klima. Grösstenteils sauberes Wasser.

Kontra:

Sehr kriminell. Nicht für Individualreisende geeignet.

Empfehlung:

Ja

Liebe Leute, da ich ein Land nicht auf ein Hotel reduzieren möchte, schreibe ich diesen Bericht freigelöst von irgendeiner Ferienanlage. Dennoch möchte ich sagen, dass ich keine schlechten Hotels gesehen hätte. Ich war vor einigen Monaten dort und muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht sonderlich begeistert war. Klar, die Strände sind teilweise wirklich traumhaft und das Wetter war absolut erstklassig. Trotzdem wurde ich nicht ganz warm mit dieser Insel. Immer wenn ich meine Ferienanlage verliess, wollte mir einfach jeder Einheimische irgendwas zum ficken (verzeihung) andrehen. Klar hab ich nichts gegen hübsche Dominikanerinnen, aber ich hoffte eigentlich, dass dieses Land mehr zu bieten hätte. Ich kam schon viel auf der Welt herum und normalerweise finde ich immer Kontakt zu Einheimischen. Aber in der Dominikanischen Republik kam einfach nichts rechtes zustande. Dies vorallem auch, weil die meisten absolut überhaupt kein Englisch sprechen. Einmal fuhr ich mit einem Bus in eine Stadt, im Landesinnern. Higuey (aufgehende Sonne in der Taino-Sprache) hiess diese Stadt und es war ein Erlebniss der speziellen Art. Ich sah den ganzen Nachmittag praktisch keinen Weissen und dies machte mich glücklicherweise skeptisch. Als ich von meinem \"Führer\" (ein Dominikaner mit Motorrad) schliesslich in eine Disco (um 15.00 Uhr) gebracht wurde, war es um meine Ferienstimmung langsam geschehn. Über dem Eingang war ein grosses Schild, welches das Verbot von Handfeuerwaffen deutlich machte. Solche Schilder sollte man auch bei uns einführen, dachte ich spasseshalber. Doch als ich dann dieses schummrige Lokal betreten hatte, wurde mir wirklich anders. Unfreundlich aussehende Typen sassen in dunklen Ecken herum und mir wurde langsam klar, dass dieses Schild über dem Eingang nicht von irgendwo herrührte. Als ich dann für mich und meinen Führer ein Bier bestellte und mir die Bardame gleich auf den Schoss sass und mich zärtlich zwischen denn Beinen streichelte, hörte für mich alles auf. Nichts gegen Zärtlichkeiten, aber die Typen in den Ecken hatten wenn keine Schusswaffen, dann zumindest Schlagwaffen oder sonstwas. Also ging ich auf die Toilette (igitt) und machte mich durch das Fenster aus dem Staub. Mein Führer fuhr mir aber nach, schliesslich wollte er seinen Lohn nicht verlieren. Und als ich ihm kundtat, dass er mich zur Bushaltestelle fahren solle, tat er dies auch. Leider wollte er so ungehobelt viel Geld für seine schäbigen Fahrkünste, dass ich ihm diesen Wunsch abschlagen musste. Darauf fing er an zu spucken, was mich widerum etwas in Rage versetzte. Schlussendlich musste ich ihm zwischen die Beine treten und sprang befreit in den bereits angerollten Bus. Als ich am Abend im Hotel von meinem kleinen Ausflug erzählte, wurde mir von mehreren Seiten mitgeteilt, dass ich von Glück sagen kann, dass ich überhaupt noch zurückgekommen bin. Ich wäre nicht der erste gewesen, der in der Dom. Rep. verschleppt oder gar ermordet worden wäre.

Die Moral von der Geschicht: Wenn man wunderbare Badeferien an wunderbaren Stränden verbringen möchte, dann kann man getrost in die Dominikanische Republik fliegen. Wer aber Kultur und Mentalität eines Landes, auf eigene Faust erkunden möchte, ist meines Erachtens, völlig fehl am Platz. Meine Wertung bezieht sich somit auf BADEFERIEN. nicht mehr, nicht weniger.

9 Bewertungen, 2 Kommentare

  • sandieheinrich

    01.06.2008, 16:41 Uhr von sandieheinrich
    Bewertung: sehr hilfreich

    warte noch auf leser meines erstberichts

  • l.x.klar@gmx.net

    29.05.2008, 14:43 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gut, weiter so ! Gruß