Dominikanische Republik Testbericht

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Erfahrungsbericht von RotTigerchen

Ein Traum wird wahr...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

...oder auch Rot-Tigerchens ultimatives Adventure in der Karibik
(Hotel: Occidental Flamenco Beach Resort - Playa Dorada - vor den Toren Puerto Platas)



Nomen est omen

Flamingos habe ich zwar keine dort gesehen, aber dafür andere Augenfreuden entdeckt. Hier nun, mein ultimativer Karibik-Report, exklusiv für Euch:

2 Wochen sollte der Traum vom Karibik-Urlaub dauern. Mir stellte sich anfänglich die Frage, ob es wirklich ein Traum wird oder eher ein Alptraum, denn ich hatte immer noch die Bilder vom Flugzeugabsturz vor Puerto Plata im Hinterkopf. Aber da man ja sonst gar nichts mehr machen dürfte, wenn man meint, es kann einem auch passieren, buchte ich die Reise trotzdem.

Mitte Juni sollte es losgehen und ich fieberte dem „großen Ereignis“ entgegen, zumal es mein erster Urlaub in der Karibik sein sollte. Ob der Sand wirklich so weiß ist, wie man in der Werbung und desgleichen immer wieder suggeriert bekommt? Ungeduldig zählte ich fortan die Tage bis zum Abflug. Und dann kam endlich der Tag, an dem ich „ins Paradies“ fliegen sollte.

„Sehr geehrte Fluggäste“... so begann der Pilot seine „Abschiedsrede“ beim Landeanflug auf Puerto Plata... Dummerweise konnte ich ihm gar nicht richtig folgen, denn meine Augen klebten förmlich an dem was ich da schräg unter den Tragflächen des Flugzeuges (bin übrigens nicht mit Birgen Air, sondern mit Condor geflogen) sehen konnte. Zuckerrohrfelder soweit das Auge reicht - und da, wie putzig, eine kleine Landstraße, welche sich hinterher als Main-Street zwischen Airport und Puerto Plata outete. Die Besonderheit der dominikanischen Straßen erläutere ich etwas später noch.

Endlich, die Landung auf den wirklich winzigen Flughafen war glücklich und als ich aus dem Flieger ausstieg, fiel ich fast um. Klar, wenn man vorher stundenlang im klimatisierten Flieger hockt und dann der tropischen Hitze mit ihrer Luftfeuchtigkeit ausgesetzt wird. Noch heute, wenn ich meine Urlaubsbilder ansehe, muß ich über das Bild lachen, welches mich mit 2 Karibik-Schönheiten zeigt, als ich frisch aus dem Flieger geschlüpft bin...

Merengue-Musik drang durch die Hallen. Nun galt es sich beim „Zoll“ ein- bzw. auszuchecken und auf das Gepäck zu warten. Danach ging es dann per Shuttle-Bus direkt ins Hotel.

Jeder, der zum 1. Mal in der Dominikanischen Republik Urlaub macht, sollte vorgewarnt sein, denn die Verkehrsregelungen dort sind ... naja, sagen wir mal einfach faszinierend und ungewöhnlich zugleich. Das fängt schon damit an, daß das wichtigste Teil an einem dominikanischen Auto nicht das Gaspedal oder der Fuchsschwanz an der Antenne ist, nein, es ist die Hupe. Sie ist praktisch so eine Art Lebensretter, denn auf einer Landstraße die für jede Richtung nur 1 Spur hat, wird hemmungslos 3-spurig gefahren - auf BEIDEN SEITEN!!! Den Nervnkitzel den man da bekommt, könnt Ihr sicherlich gut nachvollziehen. Da überholt ein Auto ein Moped (wo eine ganze Family draufsitzt samt 3 Hühnern und 1 Schwein), dieses überholende Auto wird dann auch wieder von einem vollgepackten Touristenbus überholt und dieser wiederum von einem Militärfahrzeug, wo dann - bis an die Zähne bewaffnet, die einheimische Arme draufhockt.... und alle sind natürlich kräftig am hupen. Ein wahres Erlebnis - wirklich. Seit dem, beschwere ich mich übrigens nicht mehr über die heimische Rush-Hour, denn ich weiß, es gibt schlimmeres. ;o).

Was auch noch sehr häufig - eigentlich ständig - vorkommt, ist, daß nicht nur Kinder und Hühner auf der Straße spielen, nein, es tummeln sich ganze Rinderherden dort herum. Alleine und ohne „Herdenaufsicht“. Auch kommt es vor, daß mal ne Kuh einfach so am Rand steht und genüßlich am Zuckerrohr nascht. Man sollte also immer mit „großen“ Überraschungen rechnen. Besonders gefährlich ist es in der Dunkelheit zu fahren. Nicht weil man eventuell überfallen werden könnten, nein, es liegt einfach daran, daß man selbst vielleicht über Scheinwerfer verfügt, jedoch andere Verkehrsteilnehmer keine haben und das kann dann auch schon mal schiefgehen. Einen TÜV gibt es übrigens nicht in der Dom.-Rep. Also, auch hier kann man mit allerei kuriosem rechnen. In der Dominikanischen Republik wird’s im Übrigens auch schon recht früh dunkel. Je nach Jahreszeit - z.B. Juni/Juli - ist es um 19 Uhr duster, was aber nicht heißen soll, daß es dann auch kühler wird - im Gegenteil, denn dann fangen ja die heißen Nächte an ;o)

Kleine Anmerkung noch in Sachen Armee. Die Armee des Dominikanischem Völkchens ist mit Respekt zu beachten und vor allem sollte man nicht „einfach weiterfahren“ wenn man mal angehalten wird. Die Burschen sind recht schnell im Schußwaffengebrauch und so etwas kann dann auch schon mal ins Auge bzw. „ins Fell“ gehen. Ich selbst habe gottseidank keine Erfahrungen diesbezüglich machen müssen, jedoch wurde ich von der deutschsprachigen Reiseleitung eindringlich vor diesem Fehlverhalten gewarnt. Cool bleiben und sich mit den Leuten in Englisch, besser noch in Spanisch verständigen und man hat keine Probleme.

So, nun aber zurück zu meinem Transfer ins Hotel. Nach ca. 20 Minuten kam ich in der Hotelanlage an, die aus einem mehreren Hektar großen „Touristen-Ghetto“ besteht. In diesem Bereich, den man nur durch eine Schranke passieren kann, liegen mehrere Hotels, die jeder für sich ihre Urlauber beherbergen. Teilweise arrangieren sich die Hotels was das Programm für die Urlauber angeht untereinander. Dieses Hotel-Resort machte auf mich den Eindruck wie eine kleine Stadt vor den Toren Puerto Plata‘s, im Schatten des Pico ... na ... jetzt hab ich glatt den Namen des Berges vergessen - muß wohl daran liegen, daß ich recht erschrocken war, als ich hörte, daß sich ein Flugzeug mit dem Berg anlegen wollte und dummerweise - was aber naturgemäß zu erwarten war - verloren hat. Ach ja, Pico Duarte hieß er glaube ich.

Die Hotelanlage Flamenco Beach Resort liegt genau in der Bucht von Puerto Plata, genannt Playa Dorada. Der Baustil dieser All-Inclusive-Herberge ist spanisch gehalten - übrigens auch der Hauptanteil der Gäste, neben Kanadier und Amerikanern, Deutschen und Holländern besteht aus dem spanischen Völkchen. Die ganze Optik der Anlage entspricht keinesfalls dem typischen Bild einer „Massen-Bettenburg“ sondern erinnert eher ein spanisches Dörfchen. Das Erscheinungsbild ist sehr gepflegt und wo man hinsieht,
wachsen riesige Ficcus Benjamini sowie die landestypischen Palmen und andere Gehölze. Auch Zyperngras habe ich dort neben einer Minigolfbahn gesichtet. Die Wege zum Strand sind recht romantisch - besonders abends, wenn die kleinen Pagoden entlang des Weges leuchten. Allerdings, wenn man dort ohne Mückenschutz spazieren geht, leuchten nicht nur die Pagoden, sondern auch die Augen der kleinen stechenden Plagegeister, sprich Mücken.

Beim Einchecken im Hotel wird man von einer schöne und offenen Eingangshalle begrüßt. Praktisch, da gleich in dieser Halle vorhanden, die eigene „Hausbank“, in der man - am besten - mit den allseits beliebten Travelerchecks - „Nachschub“ besorgen kann - für die zahlreichen Souvenirs für die lieben Daheimgebliebenen(hierzu noch genauere Fakten und Tips im Laufe meines Berichtes). Natürlich sind auch einige Shops in einer benachbarten Hotelhalle vertreten, wo abends auch schon mal Künstler wunderschöne Portraits anfertigen bzw. die typische Dominikanische Malerei vorführen und natürlich auch verkaufen.

Die Zimmer sind alle umfangreich und geschmackvoll eingerichtet (Bad und WC, TV, großen Betten usw.) Übrigens, man sollte sich jedoch bei Durchfall immer mal eine Rolle Toilettenpapier vom Service-Wagen der Zimmermädchen mopsen, denn Toilettenpapier scheint dort nicht so der Renner zu sein. In einigen einheimischen „Örtchen“ ist es sogar untersagt Klopapier über das WC zu entsorgen; hierfür stehen dann kleine Körbchen bereit - ob das nun bei diesen Temperaturen besonders hygienisch ist, sei dahin gestellt. Die Zimmer sind natürlich auch mit einer Klimaanlage und einem Deckenventilator ausgestattet, der immer dann zum Einsatz kommt, wenn in der Abendshow etwas zuviel Strom gebraucht wird und das heimische Stromnetz überlastet ist - dann fällt natürlich auch die Klimaanlage aus - der Deckenventilator schein über einen eigenen und unabhängigen Stromkreis zu verfügen, denn sonst würde dieser ja nicht funktionieren. Jedenfalls braucht es dann auch schon mal 1 bis 2 Stunden, bis ein Hotelangehöriger den richtigen Schalter findet um den hauseigenen Generator für den Notstrom anzuwerfen.

Teilweise haben aber gerade diese Stromausfälle - gerade mitten in den Shows - eine recht amüsante Wirkung auf das Publikum und die Animateure. Es wird dann einfach im Dunkeln weitergemacht - ist gerade Musik auf dem Plan, wird einfach lautstark gesungen, erst von den Animateuren und dann natürlich mehr oder weniger gut von den Hotelgästen, die sich nicht im Geringsten über diese Strompannen aufregen. Sollte man sich nicht auch für zu Hause einmal etwas von dieser lockeren Sichtweise eine Scheibe abschneiden?

Die Amtssprache in der Anlage ist übrigens Spanisch, Englisch und Deutsch und bei allen Events wird das Publikum 3-sprachig „bearbeitet“.

Kleines Wort zur Sicherheit. Die Security-Guards sind besonders abends anwesend, denn auch in der Dominikanischen Republik gibt es Kriminalität, die sich auf Touristen spezialisiert hat. Aber keine Angst, man kann beruhigt schlafen. Die Herren passen praktisch darauf auf, daß niemand mit dem falschen Armband am Handgelenk in ein Hotel kommt und sich dort über das Buffet stürzt.

Nun aber zu den „all-inclusiv“ Aktivitäts-Angeboten, die dieses Hotel anbietet. Neben den umfangreichen Sportarten (Schnuppertauchen, Minigolf, Beachvolleyball, Merengue-Tanzkurs, Fitness, Bogenschießen, Strandspiele, Tischtennis, Luftpistolenschießen, Schnorcheln, etc.), gibt es auch die Möglichkeit außerhalb der Anlage geführte Ausflüge zu unternehmen. Ich habe seinerzeit an einer 2-tägigen Samana-Tour teilgenommen, die u.a. den Besuch der berühmten „Bacardi-Insel“ Cayo Levantado beinhaltete und auch einen Besuch der Grotte „GRI GRI“ - wo auch ein Liebesfilm gedreht wurde - „Die blaue Lagune“. Desweiteren kann man auf der benachbarten Pferde-Ranch Ausritte buchen (wie viele andere Attraktionen aber auch vom Hotel aus buchbar).

Hier mein Tip, wenn man mal einen Reitausflug machen möchte: Auf jeden Fall sollte man folgende Sachen mit sich führen. Eine lange Hose, feste Schuhe, natürlich den Fotoapparat oder die Videokamera (aber auch nur, wenn man sich das einhändige Reiten auch zutraut), Mückenspray und Sonnenschutz, denn die Ausritte durch Zuckerrohrfelder und Dörfer, am Strand und auch an Straßen usw. entlang, machen zwar Spaß, sind aber für weniger sattelerfahrene und weniger sattelfeste Reiter unter Umständen recht astrengend.

Ich habe fast mein ganzes Urlaubstaschengeld für die Reitausflüge ausgegeben, da es wirklich sehr gutmütige Pferde sind und es wirklich Spaß macht das Land zu Pferd zu erkunden. Natürlich kommt man auch so richtig in den Genuß den einheimischen Menschen näherzukommen. Sollte jemand in naher Zukunft dort mal reiten, grüßt mir den Guido aus Köln. Er ist dort der Touri-Begleiter und ein echt witziger Mensch. Alleine die Einweisung, die er am Anfang der Tour gemacht hat, hat mir so manchen Lachkrampf beschert. Aber auch die anderen Jungs auf der Ranch dort sind echt nett und genauso lieb und nett ist auch die Besitzerin der Ranch - ebenfalls eine Deutsche. Ein weiteres Highlight einer dieser Reittouren, war die Besichtigung einer richtigen „einheimischen“ Hütte. Die Frau, die dort wohnte, ließ sich gerne mal in den Kochtopf gucken. Hinter ihrem Grundbesitz gab es dann auch noch die Gelegenheit sich in einem Süßwasser-Natur-Pool abzukühlen. Es war einfach herrlich. Und noch ein Tip: Nach den Reitausflügen gibt es natürlich ordentlich „Happa Happa“ auf der Ranch - und natürlich auch Cuba-Libre in rauhen Mengen, denn nichts ist so anstrengend wie ein Reitausflug, auf dem man unterwegs so viel zu sehen und zu lachen bekommt. So ein Reitausflug lohnt sich allemal. Was auch noch zu erwähnen wäre, ist die Möglichkeit, je nach gebuchten Ausflug, den Ausritt gegen ein Entgelt auf Video zu kaufen - prima, wenn das Aufsatteln mitgefilmt wird, denn wie so mancher versucht auf ein Pferd zu kommen ist schon echt der Hammer. Ich spule diese Szenen immer gerne gaaaaaaaaaaaaaaanz schnell ab... ;o).

So, nun interessiert Euch sicherlich noch, was es sonst noch so „all-inclusiv“ in diesem Hotel gibt als da wären: Die Getränke an den Bars, alle Mahlzeiten in den Restaurants bis auf das „El Cortijo“, Badetücher - aber wehe sie gehen verloren, daß kostet dann mal eben schlappe 30 US $... es sind so viele Sachen inklusive, also wem da was fehlt, ist entweder zu sehr verwöhnt oder hat ganz ehrlich einen Sonnenstich.

Wer im übrigen vom „gemeinen Pöbel“ getrennt nächtigen möchte, kann dieses in dem separaten Bereich der Anlage. In meinen Augen stehen allerdings die Vorzüge dieses Angebotes (separater Check-In, Room-Service und Begrüßungs-Freßkorb) in keinem Verhältnis zum Aufpreis. Und wo wir gerade schon einmal bei den Preisen sind, möchte ich auch gleich die extra zu bezahlenden Sachen aufführen: Fakultative Ausflüge, Telefon, Minibarinhalt, Safegebühren, Kleider-Service und die Getränke in der Strand-Disco „El Tablao“ (Mo, Di, Do, Fr. und Sa bis in die frühen Morgenstunden).

So, weiter geht’s mit den Restaurants der Anlage, die dem Gast kulinarisch einiges zu bieten haben.

Das Frühstück vom Buffet kann im Restaurant „La Giralda“ zwischen 7.00 und 10.30 Uhr eingenommen werden. Es ist sehr reichhaltig und auch abwechslungsreich. Vom Müsli über Obstsalat bis zum deftigen Rührei, alles was das Schlemmerherz begehrt. Übrigens, im Restaurant „La Giralda“ trifft man morgens auf recht freche Vögel, die sich - und das ist nicht jedermanns Sache - genüßlich vom Buffet bedienen. Mitunter kann dieses recht lustig sein, wenn 2 Vögel um 1 Schüssel Fruchtsalat streiten und ein Dritter hinzukommt. Dann greift nämlich wieder das Sprichwort „wenn 2 sich streiten....“ den Rest kennt Ihr ja.

Wenn man so recht überlegt, kann man auch so eine Art Hitchcock Neuverfilmung von „Die Vögel“ dort drehen. Warum? Nicht nur am Buffet findet man rabengroße Vögel, nein, auch im Palmen-Dach des Restaurants, welches direkt über dem Pool liegt, findet man eine muntere Schar an brütende (und käckelnde) Schwalben, die dafür sorgen, daß das Personal ab und zu mal mit dem Kescher durch den Pool fegen muß. Vögel tragen ja bekanntlich keine Windeln ;-). Es ist teilweise schon wirklich verblüffend, in welchem Tempo die Schwalben gezielt ihre Nester anfliegen. So mancher Urlauber ist auch schon mal blitzschnell in Deckung gegangen, da er in der Flugbahn eines Vögelchens stand.

Mittagessen vom Buffet kann man ebenfalls im „La-Giralda“ von 13.00 bis 15.00 Uhr. Jeden Tag gibt es die unterschiedlichsten Gerichte. Schmackhaft zubereitet und auch optisch sehr ansprechend. Das Personal ist auch immer fix, wenn mal eine Schale leer geworden ist. Dann dauert es nicht lange und eine Neue füllt den leeren Platz.. Darüber hinaus kann man auch im „El Lago“ speisen (von 12.00 bis 16.00 Uhr) dort hat man eine Auswahl von exquisiten Hamburger, Hot Dogs und Sandwiches.

Wer nichts gegen Sand auf dem Teller hat, kann sich beruhigt zwischen 12.30 und 15.00 Uhr im Strand-Restaurant „Las Marismas“ die Grillspezialitäten schmecken lassen.. Der Sand wird zwar nicht auf dem Teller serviert, bleibt aber bei dem ständig wehendem Wind (deshalb ist die Dom. Rep. auch ein Surfer-Tip) nicht aus.
Dort findet abends übrigens auch die Strand-Disco statt, wo unter anderem auch eigens engagierte einheimische Künstler auftreten.

Wer den ganzen Tag über noch nicht satt geworden ist, kann sich abends auch noch mal verköstigen. Im „La-Giralda“ wird jeden Abend eine internationale Küche mit den verschiedensten Themen (z.B. Karibik, Romantik, etc.) angeboten. Hier kann man sich zwischen 19.00 und 22.30 Uhr satt essen.

Desweiteren kann man sich in der Pizzaria „La Fontana“, welches oberhalb der Show-Bühne liegt, zwischen 18.30 und 23.00 Uhr, mit knusprigen Pizzas aus dem Ziegelstein-Backofen verwöhnen lassen - die Pizzen sind wirklich einmalig lecker und der Knaller schlechthin. Als Nachtisch gibt es hier Eis bis zum Abwinken.

Darüber hinaus, als ob die bis jetzt geschilderten Restaurants nicht ausreichen würden, gibt es auch noch 3 weitere Restaurants, in denen man am Vormittag allerdings schon einen Platz reservieren muß, wenn man abends dort speisen möchte. Aber es lohnt sich, denn das mexikanische Restaurant „La Hacienda“ bietet genauso gute und umfangreiche Speisen wie das „Las Reses“ (Grill-Restaurant) und das „Via Veneto“ mit seiner italienischen Küche. In allen 3 Restaurants kann man in der Zeit von 18.30 bis 22.30 Uhr speisen.

Last but not least ... but the most expensive ist das „El Cortijo“, welches eine spanische Küche zwischen 18.30 und 22.30 Uhr anbietet. Da dieses Restaurant nicht im „all-inclusive“-Paket enthalten ist, wird hier ein Zuschlag von 25 US $ !!! verlangt.

Nachdem ich nun von so vielen Restaurants berichtet habe, darf ich die Bars natürlich nicht vergessen, an denen man wirklich eine recht große Auswahl an Drinks findet - natürlich auch inklusive. Die Bar „La Bodega“ ist von 10.00 bis 01.00 Uhr geöffnet, „La Bodequita“ bietet Getränke zwischen 17.00 und 23.00 Uhr an, und die Bar „El Lago“ ist zwischen 10.00 und 17.00 Uhr geöffnet). Das wars an Bars? Nein, nein, bei Leibe nicht. Weiter geht’s mit der Bar „El Lago Hundido“ (geöffnet von 10.00 bis 17.00 Uhr - übrigens die einzige Bar wo es keine alkoholischen Getränke gibt). Dann gibt es da noch die „La Fontana“ Bar (18.30 bis 23.00 Uhr) und zu guter letzt den „Las Marismas“ Beach-Club und wie der Name schon sagt, liegt dieser Club direkt am Strand.

Noch ein kleines Wort zum Strand: Am Strand ist morgens vor 7.30 Uhr der Hund be- und die Sandflöhe ausgegraben, denn diese kleinen Schmarotzer können richtig nervig sein. Die Bißwunden erkennt man an ihrem Juckreiz und an deren Anordnung, die im Dreieck liegen. Wenn es heißer wird, sind auch die Flöhe wieder verschwunden - bis ca. 18 Uhr, denn dann haben die Plagegeister wieder ihren Auftritt und stürzen sich auf alles, was nach leckerem Touristenbein aussieht.

Am Strand sind im übrigen kostenlose Strandliegen aufgestellt, die man sich schon rechtzeitig sichern sollte, genauso wie einen schattigen Platz unter einem fest aufgestellten Schirm. Aber bitte, nicht so wie einige Urlauber es auf Mallorca praktizieren - Handtuch drauf und wieder weglaufen. Eine Marotte, die hier nicht gern gesehen wird und man sich nicht wundern sollte, wenn das zurückgelassene Handtuch alleine im Sand liegt und die Liege verschwunden ist.

Ferner, trifft man am Strand auch fliegende Händler an und wenn man geschickt handelt (was übrigens zum guten Ton gehört), kann man so manch schönes Souvenir ergattern. Die Finger sollte man von Kokosnüssen lassen, die gibt es im nahegelegenem Supermarkt mit Sicherheit günstiger - ebenfalls günstiger ist dort die Möglichkeit zu telefonieren. Hierfür stehen extra Zellen bereit.

So, nun einmal zur Animation. Die Hotelkette Occidental hat sich vorgenommen, nur noch passive Animationen anzubieten, was heißen mag, daß der Hotelgast nicht mehr wie vielleicht anderswo üblich, regelrecht zur Animation gekidnappt wird. Eine prima Idee, die jedoch immer noch eine schwierige Gradwanderung ist, denn wenn gar keiner am Animationsprogramm mitmachen will, was bleibt den armen Animateuren sonst anderes übrig? Aber handgreiflich werden sie natürlich nicht, sie versuchen es halt auf die nette, überzeugende Art und Weise.

Was weniger schön ist, ist die mehrstündige Anwesenheit - von mir so getauften - „Touristen-Abschlepper“. Diese haben den ganzen Tag nichts besseres zu tun, als Touristen einzuladen, die dann an Immobilien-Verkaufsgesprächen teilnehmen sollen. Gelockt wird man mit T-Shirts, und sogar Freßkörben. Ich bin am Strand angesprochen worden und habe mir eine andere Hotelanlage angeguckt, mir das Gespräch angehört und es dann abgebrochen, denn es erschien mir wie eine Gehirnwäsche. Als ich dann aufstand und aus der „fremden“ Hotelanlage hinaus wollte, kam gleich die Security und „begleitete“ mich wie eine Schwerverbrecherin nach draußen. Dieses sollte wohl verhindern, daß ich mich am All-Inclusive-Buffet sattesse. Ein recht peinlicher Auftritt, was eben ein Nachteil ist, wenn man die falsche Farbe am Handgelenk hat bzw. gar keines trägt. Dieses Erkennungszeichen bekommt man im übrigen gleich beim Einchecken um den Arm gebunden. Mich hat‘s nicht gestört, da es schön blau war und blau eh meine Lieblingsfarbe ist.

So, für alle Souvenir-Jäger hier eine kleine Auflistung der landstypischen Souvenir-Highlights:

Larimar (Edelstein):

Der Finder bzw. der Entdecker dieses Steines, war von dem Blau des Findlings so begeistert, daß er ihn nach seinen beiden Lieblingen in seinem Leben nannte (seiner heißgeliebten Tochter Larissa und dem fantastischem Blau des karibischen Meeres, also Lari und Mar). Dieser Stein ist auch wirklich nur dort zu finden und jeder der Edelsteine sammelt sollte sich ein Exemplar mit nach Hause nehmen. Handeln nicht vergessen!!!

Muscheln:
auch wenn sie am Strand immer wieder von fliegenden Händlern angeboten werden, sollte man sie nicht kaufen, denn hier meldet sich gleich wieder der Artenschutz und das kann unter Umständen am heimischen Zoll sehr teuer werden.

Rum:
es gibt den weißen und den braunen Rum; hergestellt aus Zuckerrohr, die Hauptanbaupflanze dieses Staates. Es ist übrigens nicht der Bacardi sondern der Brugal, der die Dom. Rep. berühmt gemacht hat. Der Glaube, daß der braune Rum stärker ist als der weiße, ist ein Irrtum... oder war es umgekehrt? Jedenfalls schmecken beide toll - besonders als Cuba Libre oder Coco Loco.

Mama Juana:
ein absolut geheimnisvolles Gebräu aus Kräutern und dem einheimischen „Brugal-Rum“ - soll angeblich potenzsteigernde Wirkung haben - na ich habe davon nichts bemerkt ;o)

Kunst:
die naive Malerei kann man auf Märkten, in Geschäften und am Strand erwerben. Hier sollte man auf jeden Fall ordentlich handeln. Gleiches gilt für die Tonfiguren, die nicht unbedingt jedermanns Sache sind.

Musik:
hier mein Tip speziell für die Hotelanlage Flamenco Beach Resort ist Merengue. Die Anlage hat einen Club-Tanz, der jeden Abend nach der Hauptshow getanzt wird - einfach mitreißend. Und wer das multilinguale Personal darum bittet, den Song zu besorgen, wird nicht enttäuscht werden.

Kleidung:
auch diese kann man hier recht preisgünstig erstehen - besonders am Strand - aber vorsichtig, die Preise sollten um ca. 70 % runtergehandelt werden, da man sonst den „Touristen-Kurs“ zahlt. Außerdem gehört das Handeln -ähnlich wie in arabischen Ländern - zum guten Ton.

Bernstein:
ebenfalls der Renner, da hier besonders viele Exemplare mit fossilen Einschlüssen zu finden sind. Vorsicht beim Kauf dieser Steine, denn oft sind Plagiate auf dem Markt die aus Kunststoff sind. Mein Tip: reibt man einen Bernstein ordentlich am Stoff (Hose oder Ärmel) und hält ihn über kleine Papierschnitzel, sollten diese vom Stein angezogen werden, dann hat man die Garantie, daß der Bernstein wirklich echt ist.

Zigarren:
Raucher sollten sich damit ruhig eindecken, denn die dominikanische Rauchware ist ein aboluter Insider-Tip.

So, und hier noch etwas für alle, die Fakten haben wollen:

Name in Landessprache: República Dominicana

Lage: Karibik, im Ostteil der Insel Hispaniola

Größe: ca. 48.500 km²

Klima: tropisch

Landessprache: Spanisch

Währung: Dominikanischer Peso (RD $) - ich nenne ihn Dom.-Rep.-Dollar ;-)

Hauptstadt: Santo Domingo mit ca. 2,6 Mio. Einwohner

Bevölkerung: ca. 8 Millionen, Wachstumsrate zur Zeit 2 %

Mentalität: Die Dominikaner sind nett, höflich und hilfsbereit. Klimabedingt kann es manchmal allerdings auch mal länger dauern, bis man das Gewünschte erhält, frei nach dem Motto: Manjana (huch, ich hoffe ich hab es richtig geschrieben).

Religionen: Katholiken (75 %), Protestanten (4 %), Adventisten (1,5 %), Zeugen Jehovas (1,5 %)Sonstige (1,7 %) und 16,6 % sind ohne Religionszugehörigkeit

Nationalfeiertag: 27. Februar - Día de la Independencia

Stromspannung: 110 bis 120 Volt (also den Adapter nicht vergessen - kann man aber zur Not auch im Hotel kaufen)

Leitungswasser: Wer unbedingt Durchfall bekommen will, kann es beruhigt trinken oder zum Zähneputzen verwenden. Sensibelchen sollten hiefür lieber Mineralwasser benutzen, da es nunmal kein Trinkwasser ist.

Sicherheit: Das man nicht mit seinen Goldklunker am Strand herumlaufen sollte, leuchtet doch jedem ein oder? Entweder man läßt sie zu Hause oder im Zimmersafe

Sonneneinstrahlung: ist sehr aggressiv und man sollte nicht zu lange in der Sonne bleiben und auf jeden Fall für entsprechenden Sonnenschutz sorgen.

So und wer nun auf den Geschmack gekommen ist, kann unter der Rufnummer: 1-809 320-5084 oder Fax 1-809 320-6319 sich seinen karibischen Traum-Urlaub direkt im Hotel buchen.

Nochmal für alle besonders neugierigen Leser den Verweis auf meine aktuelle Homepage.

Hier könnt Ihr Euch einige Bilder meines Urlaubes ansehen.

Euer Rot-Tigerchen

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