Madagascar (DVD) Testbericht

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Erfahrungsbericht von mausal18

Ein genialer Movie!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nachdem abendfüllende Zeichentrickfilme der „herkömmlichen“ Herstellung in letzter Zeit nur noch selten ihre Produktionskosten eingespielt haben und man auf den ersten Post-Disney-Pixar-Film wartet, ist Dreamworks nicht faul und schmeißt einen computeranimierten Film nach dem anderen heraus. Shrek 2 und A Shark Tale liegen kaum ein Jahr zurück, da kommt mit Madagascar ein Film, der zwar vom Regisseur von Antz inszeniert wurde, sich aber in vielerlei Hinsicht an die letzten Erfolgsfilme anlehnt. Wie Shrek ist Madagascar ein Buddy Movie, wobei das Traumpaar Axel und Marty im Verlauf des Films daran zu scheitern scheint, daß es sich bei den Zootieren, die es vom Central Park in die Wildnis schlägt, um ein Zebra und einen Löwen handelt. Und wenn man als Löwe nicht mehr pünktlich seine Steaks geliefert bekommt, bedarf es schon eines echten Freundes, der einem wie Marty verspricht: „Ich besorge Dir Dein Steak - und wenn ich mich dabei umbringe.“ Wohlgemerkt, ohne sich der tragischen Ironie dieser Worte bewusst zu sein.

Einen genialen Casting-Coup kann die deutsche Synchronfassung aber doch bieten: die Sprecher der vier Pinguine, die ursprünglich aus einem anderen Projekt des Regisseurs Eric Darnell stammen und als Beatles-Stellvertreter (ähnlich der vier Geier in The Jungle Book) in einer rockumentary á la A Hard Day’s Night auftauchen sollten, das dann wenig überraschend am Problem der Musikrechte scheiterte. In der deutschen Version werden die Pinguine (von denen einer, Rico, eigentlich gar nicht spricht) von den deutschen HipHop-Stars der Fantastischen Vier synchronisiert. Wenn man jetzt noch bedenkt, daß die neueste Comic-Verfilmung Fantastic Four am selben Tag wie Madagascar in den deutschen Kinos anläuft, kann man über soviel Geistesgegenwärtigkeit nur staunen.

Obwohl anthropomorphe Zootiere als Helden sich wohl eher an ein junges Publikum richten, macht Madagascar den älteren Kinobesuchern teilweise noch mehr Spaß. Insidejokes wie die Filmanspielung auf American Beauty, wenn es statt Rosenblättern Steaks auf den dahindrapierten Löwen regnet, oder die alte Dame, die sich mit ihrer Handtasche gegen die „große, böse Miezekatze“ (kein Tweety in Sicht) zur Wehr setzt, sind zwar auch für die Kleinen witzig, doch spätestens, wenn Melman Marty zum Geburtstag ein Thermometer schenkt, und erst, als das Geburtstagskind diesen Gegenstand bereits in den Mund genommen hat, erwähnt, daß es sich dabei um sein erstes Rektalthermometer handelt, braucht man dann doch einen Erwachsenen, der einem so ein schwieriges Wort erklärt, damit man den Witz am nächsten Tag im Kindergarten nachspielen kann...

4 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    27.08.2006, 18:57 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ach ein schöner Film...aber ich mag IceAge immernoch am liebsten :D