Schwarzkopf Taft Ultimativ Styling Gel Testbericht

ab 6,21
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Summe aller Bewertungen
  • Geruch:  sehr angenehm
  • Wirkung:  gut
  • Verträglichkeit:  sehr gut
  • Auswaschbarkeit:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von liskailonka

Megastark = Megadreck.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Bislang hatte ich immer eine Frisur mit Dauerwelle und zeitweise wuchsen mir die Haare sogar schulterlang. Da ich aber (fast)täglich mit dem Roller unterwegs bin, und somit einen Helm trage, wurde mir die ständige Frisurpflege am Straßenrand, ehe ich irgendwo reingehen konnte, zu lästig; ich entschied mich vor einigen Wochen für einen Meckischnitt. Ein radikaler Eingriff, aber momentan gefällt es mir.

Jetzt sind einige Wochen vorbei und aus den Stoppeln sind schon Fliegenbeinchen geworden (Andeutung der momentanen Haarlänge) und somit wollte ich auch ein Gel haben, damit die Fliegenbeinchen auch schön da sitzen bleiben, wo ich es gerne hätte. Taft benutze ich eigentlich schon immer; Haarspray, Haarlack, Trockenshampoo und so weiter. Die Marke ist mir also vertraut, und trotz hohe Preise, immer wieder gerne gekauft.

Darum entschied ich mich vor gut zehn Tagen für dieses Gel - Kostenpunkt: € 2,98 bei Schlecker. Nicht gerade billig, aber ein Gel geht normalerweise lange mit und so habe ich es genommen.

* VERPACKUNG *
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Die Verpackung kann man sich vorstellen als eine überdimensionierte Standtube. Transparent und mit solidem Klappverschluß. Die Tube liegt, bei der Anwendung, gut in der Hand und der Klappverschluß ist so konzipiert, das ein Betätigen mit nur einem Finger möglich ist, ohne daß die Tube ständig von alleine auf geht, oder man sich die Nägel bricht. Verpackung ist, rein optisch gesehen, also voll in Ordnung und nicht zu bemängeln. Leider gibt es andere Mängel an der Verpackung, auf denen ich später zurückkomme.

* BESCHRIFTUNG *
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Ist zwar auch ein Teil der Verpackung, aber für mich einen extra Absatz wert, da die Beschriftung voll mißlungen ist. Die Tube ist transparent, der Inhalt ebenfalls mit einem Stich ins Blaue. Und wie herlich - die Beschrifting ist auch in Blau gehalten. So muß ich mich in verschiedene Richtungen biegen und drehen und auf einem guten Lichteinfall hoffen, um endlich die Gebrauchsanweisung und die Stylingtipps lesen zu können. Auch die Inhaltsangaben sind so kaum zu entziffern.

* ERSTER EINDRUCK *
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Auf der Hand sieht das Gel noch ganz in Ordnung aus; Konsistenz ist weder zu dick noch zu flüssig und der Geruch ist (im ersten Moment) noch angenehm. Läßt irgendwie an eine Handcreme denken. Leider ist die Dosierung nicht nach meiner Zufriedenheit. Das Plastik der Verpackung ist recht dick gehalten und so muß man schon etwas kräftiger drücken um das Gel heraus zu befördern und was passiert? PLOOOOOPPPP! Man hat eine Portion Gel auf der Hand die für drei Köpfe reicht; die Dosieröffnung ist viel zu groß. Eine ergiebige Anwendung ist also kaum möglich, da man ein Großteil des Gels von der Hand ins Waschbecken befördert.

* AUF DEM KOPF - ZUM ERSTEN *
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Das Gel in beide Hände verteilt und ran an die Frisur. Sofort sind die Haare pitschenaß; alsob man seinen Kopf gerade gewaschen hätte. Die Haare pappen zusammen und mit Kamm, Bürste und Föhn braucht man gut zehn Minuten um das Ganz wieder zu trocknen. Und dann der Geruch... PFUI! Was sich erst als erträglich gestaltet hat, stellt sich jetzt doch sehr penetrant und aufdringlich dar. Der Geruch bleibt den ganzen Tag an einem hängen.

Die Haare wieder trocken, die Fliegenbeine nach Belieben auf dem Kopf dekoriert und ich stelle fest, daß es wirklich eine Fixation gegeben hat. Haare nach Links und sie bleiben liegen/stehen. Haare nach Rechts; auch so bleiben sie stehen/liegen. Von der fixierenden Wirkung bin ich überzeugt und bemerkenswert ist obendrein, daß man zwischendruch die Frisur noch mal ändern kann und die fixierende Wirkung trotzdem erhalten bleibt.

Als ich das Gel das erste Mal benutzt habe, stellte sich nach etwa einer Stunde einen Juckreiz ein; erst unauffällig, aber im Laufe des Tages immer stärker werdend, bis ich schließlich Abends mit beide Hände gleichzeitig auf dem Kopf kratzte. Allergie? Kann sein, aber bis jetzt hatte ich von Taftprodukte nie einen Juckreiz bekommen. Vielleicht muß sich meine Kopfhaut daran gewöhnen?

Um den Juckreiz wieder los zuwerden, versuchte ich das Gel auszubürsten - leider ohne Erfolg. Irgendwie verklebten sich die Fliegenbeine durch die Bürsterei und somit war ich gezwungen die Haare zu waschen. Auch hier konnte ich mich noch mal von der fixierenden Wirkung überzeugen; nur mit gut heißem Wasser und zwei Ladungen Shampoo bekam ich das Gel komplett raus.

* AUF DEM KOPF - DIE ZWEITE *
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Natürlich kippt man so ein teures Gel nicht weg, nur wegen ein bisschen Juckreiz und so habe ich es noch ein paar Tage eingesetzt. Eine Verbesserung des Juckreizes konnte ich nicht feststellen. Im Gegenteil. Mittlerweile benutze ich das Gel schon drei Tage nicht mehr und meine Kopfhaut juckt immer noch, wenn auch etwas weniger. Der Glanz in den Haaren ist aber noch nicht wieder da.

Optisch ist das Gel im Haar auch nicht der Renner, konnte ich feststellen; wer eine Wetlookfrisur haben will, der ist vielleicht damit bedient, aber wer eine gepflegte und gestylte Frisur vorzieht, wird sich wundern. Wenn man richtig hinsieht, ist es alsob sich eine Art von Grauschleier über das Haar legt. Es glänzt nicht mehr und irgendwie sieht es nicht mehr gesund aus.

* AUF DEM KOPF - DIE DRITTE *
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Der Härtetest kam erst, als ich eine Rollerfahrt machen wollte und somit den Helm tragen mußte. Zuvor kontrollierte ich vor dem Spiegel noch mal die Haare, damit ich auch später den Unterschied feststellen konnte (oder auch nicht). Also Helm auf und eine Stunde rumgefahren. Wieder in die Wohnung, Helm runter und direkt vor dem Spiegel getreten. OHJEE! Alle Fliegenbeinchen pappten und klebten jetzt an der Kopfhaut; kein Einziges stand mehr gerade. Die Finger durchs Haar, um noch etwas zu retten, aber die Haare ließen sich jetzt nicht mehr in Ordnung bringen. Ich sah aus wie der letzte Trottel. Da sah ich vorher ohne Gel doch hundert Mal besser aus.

Durch das Schwitzen im Helm, geschieht automatisch, hatte sich das Gel in eine Art von Leim verändert, der sich sehr unangenehm anfühlte und der kaum noch mit Wasser und Shampoo zu entfernen war. Habt ihr euch als Kinder schon mal reine Seife in das trockene Haar geschmiert? So fühlte sich das ganze an. Der Helm war von Innen auch ganz speckig geworden und den zu reinigen ist eine ganze Arbeit.

* ABSCHLIEßEND *
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Das ich dieses Gel jetzt nicht weiter verwende dürfte klar sein. Auch wenn es toll fixiert in einer normalen Frisur, so entsteht doch eine echte Katastrophe, wenn man Helm (oder Mütze) trägt. Der Juckreiz ist kaum auszuhalten und der penetrante Geruch ist nach ein paar Tagen nur noch zum Abgewöhnen. Der Preis ist ein weiteres Manko.

Ich denke, daß man hier ein Modeprodukt entwickelt hat, ohne sich über evt. Konsequenzen richtige gedanken zu machen und kann es auf keinster Weise weiterempfehlen.

www.taft.de für weitere Produktinformationen.

In diesem Sinne - Kratzkratz.

Die Inhaltsstoffe (für die Chemiker unter euch).
Aqua, PVP/VA Copolymer, Sorbitol, PVP Carbomer, PEG-40 Hydro generated Castro Oil, Triethanolamine, Panthenol, PEG-75 Lanolin, Propylene Glycol, Benzophenone-4, Disodium EDTA-Parfum, DMDM Hydantoin, Methylparaben, CI 607730.

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