Dreizehn (DVD) Testbericht




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Auf yopi.de gelistet seit 02/2010
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Erfahrungsbericht von jacktyper
13
Pro:
Überragende Evan Rachel Wood / Beeindruckende Regiearbeit / Erschreckend authentisch, packend und einfühlsam
Kontra:
---
Empfehlung:
Ja
Tracy ist ein braves Mädchen, eine wahre Musterschülerin mit guten Noten. Doch über Nacht ist für die 13jährige die Kindheit vorbei, denn um so cool und beliebt zu sein wie die gleichaltrige Evie kauft sie sich neue Klamotten und schließt sich der von allen Jungs bewunderten Clique an. Evie lenkt sie auf eine völlig andere Bahn. Tracy beginnt Drogen zu nehmen, sich Zunge und Bauchnabel zu piercen, mit Jungs rumzumachen, zu trinken und zu klauen.
Tracys alleinerziehender Mutter Melanie beginnen die Probleme über den Kopf zu wachsen; hat sie nicht schon genug Sorgen mit ihrem drogenabhängigen Freund, scheint sie mit der Situation der stark pubertären Tochter enorm überfordert zu sein. Dennoch bemüht sich Mel, den guten Draht zu ihrem Kind aufrecht zu erhalten, doch nun fängt auch Freundin Evie an, ihre Sorgen und Ängste auszusprechen, und versucht in Melanie eine Ersatzmutter zu finden...
\"Dreizehn\" - eine mehr als realistische Schilderung des Erwachsenwerdens. In ihrem Debütfilm erzählt Caterhine Hardwicke von den Schwierigkeiten, neue Erfahrungen zu machen und dabei nicht auf falsche Bahnen abzugleiten. Eine überragende schauspielerische Leistung der jungen Darsteller Evan Rachel Wood und Nikki Reed sorgen dafür, dass dieses Drama so überzeugend ist. Der Zuschauer spürt die Emotionen der jungen Tracy, die für das Erwachsenwerden scheinbar keine Zeit hat. Hin- und hergerissen zwischen dem ehemaligen Leben als braven Schulmädchen und dem neuen Dasein als draufgängerischer Göre, ist Tracy immer wieder der Versuchung, sich selbst zu verletzen, ausgesetzt. Einerseits tut sie alles, um ihrer Mutter die Eskapaden zu verheimlichen. Sie versteckt ihre Piercings und trinkt Mundwasser, um keinerlei Geheimnisse zu offenbaren. Andererseits gibt es die Momente, in denen sie Melanie am liebsten zeigen würde, dass sie ihr eigenes, freies Leben führt. Provokant geht sie in Situationen, in denen sie erwischt wurde, auf ihre Mom zu. (\"Das ist nur ein Bauchnabelstecker, Mom. Und schau mal: kein BH, kein Höschen! Kein BH, kein Höschen!!!\")
Ein unfassbar packender Film, einfühlsam gespielt, wobei nochmals Evan Rachel Wood hervorzuheben ist, die Tracy spielt. Was sie gestisch und mimisch vor der Kamera darszustellen in der Lage ist, sucht unter Jungschauspielern ihres Gleichen. Es wirkt, als würde ihr tatsächliches Leben gefilmt - als sei es gar nicht nur Schauspielerei. Ein Jugendpoträt, das an Authentizität nur schwer zu übertreffen ist!
Besonders beeindruckend ist auch die Regiearbeit. Catherine Hardwicke ist es gelungen, mit außergewöhnlichen Kameraeinstellungen und immer passenden farblichen Bildern, welche die inhaltliche Stimmung verdeutlichen, eine Parallelität zu schaffen, die man kaum in Worte fassen kann. Möglicherweise merkt man beim erstmaligen Betrachten des Films gar nicht, wie sehr das alles übereinstimmt und vor allem wie wichtig es für den Film selbst ist. Selten zuvor - wenn überhaupt schon einmal - habe ich eine so perfekte Inszenierung gesehen, so starke Blickperspektiven und so einprägsame Bilder. Auch die Filmmusik reißt mit, schafft noch mehr Authentizität mit jugendlichen HipHop- und Technosequenzen vermischt mit melodramatischen Klängen. Nicht umsonst wurde \"Dreizehn\" in Sundance mit dem Regiepreis ausgezeichnet.
Das Ende wünscht sich der Zuschauer sicherlich etwas anders, jedoch zeigt es, dass ein Problem nicht einfach aus der Welt zu schaffen ist, und der Streifen bleibt somit seiner harten, so extrem weit von Harmlosigkeiten entfernten, Linie treu.
\"Dreizehn\" - ein packendes Drama, die Geschichte eines lieben Mädchens, das zum Problemfall wird, ein Film mit einer wahnsinnig intelligenten, metaphorischen Schlussszene ... mehr kann man nicht von einem Film erwarten.
Dreizehn (Thirteen)
USA 2002
D: Evan Rachel Wood, Holly Hunter, Nikki Reed, Jeremy Sisto
R: Catherine Hardwicke
96 Min.
FSK 12
Tracys alleinerziehender Mutter Melanie beginnen die Probleme über den Kopf zu wachsen; hat sie nicht schon genug Sorgen mit ihrem drogenabhängigen Freund, scheint sie mit der Situation der stark pubertären Tochter enorm überfordert zu sein. Dennoch bemüht sich Mel, den guten Draht zu ihrem Kind aufrecht zu erhalten, doch nun fängt auch Freundin Evie an, ihre Sorgen und Ängste auszusprechen, und versucht in Melanie eine Ersatzmutter zu finden...
\"Dreizehn\" - eine mehr als realistische Schilderung des Erwachsenwerdens. In ihrem Debütfilm erzählt Caterhine Hardwicke von den Schwierigkeiten, neue Erfahrungen zu machen und dabei nicht auf falsche Bahnen abzugleiten. Eine überragende schauspielerische Leistung der jungen Darsteller Evan Rachel Wood und Nikki Reed sorgen dafür, dass dieses Drama so überzeugend ist. Der Zuschauer spürt die Emotionen der jungen Tracy, die für das Erwachsenwerden scheinbar keine Zeit hat. Hin- und hergerissen zwischen dem ehemaligen Leben als braven Schulmädchen und dem neuen Dasein als draufgängerischer Göre, ist Tracy immer wieder der Versuchung, sich selbst zu verletzen, ausgesetzt. Einerseits tut sie alles, um ihrer Mutter die Eskapaden zu verheimlichen. Sie versteckt ihre Piercings und trinkt Mundwasser, um keinerlei Geheimnisse zu offenbaren. Andererseits gibt es die Momente, in denen sie Melanie am liebsten zeigen würde, dass sie ihr eigenes, freies Leben führt. Provokant geht sie in Situationen, in denen sie erwischt wurde, auf ihre Mom zu. (\"Das ist nur ein Bauchnabelstecker, Mom. Und schau mal: kein BH, kein Höschen! Kein BH, kein Höschen!!!\")
Ein unfassbar packender Film, einfühlsam gespielt, wobei nochmals Evan Rachel Wood hervorzuheben ist, die Tracy spielt. Was sie gestisch und mimisch vor der Kamera darszustellen in der Lage ist, sucht unter Jungschauspielern ihres Gleichen. Es wirkt, als würde ihr tatsächliches Leben gefilmt - als sei es gar nicht nur Schauspielerei. Ein Jugendpoträt, das an Authentizität nur schwer zu übertreffen ist!
Besonders beeindruckend ist auch die Regiearbeit. Catherine Hardwicke ist es gelungen, mit außergewöhnlichen Kameraeinstellungen und immer passenden farblichen Bildern, welche die inhaltliche Stimmung verdeutlichen, eine Parallelität zu schaffen, die man kaum in Worte fassen kann. Möglicherweise merkt man beim erstmaligen Betrachten des Films gar nicht, wie sehr das alles übereinstimmt und vor allem wie wichtig es für den Film selbst ist. Selten zuvor - wenn überhaupt schon einmal - habe ich eine so perfekte Inszenierung gesehen, so starke Blickperspektiven und so einprägsame Bilder. Auch die Filmmusik reißt mit, schafft noch mehr Authentizität mit jugendlichen HipHop- und Technosequenzen vermischt mit melodramatischen Klängen. Nicht umsonst wurde \"Dreizehn\" in Sundance mit dem Regiepreis ausgezeichnet.
Das Ende wünscht sich der Zuschauer sicherlich etwas anders, jedoch zeigt es, dass ein Problem nicht einfach aus der Welt zu schaffen ist, und der Streifen bleibt somit seiner harten, so extrem weit von Harmlosigkeiten entfernten, Linie treu.
\"Dreizehn\" - ein packendes Drama, die Geschichte eines lieben Mädchens, das zum Problemfall wird, ein Film mit einer wahnsinnig intelligenten, metaphorischen Schlussszene ... mehr kann man nicht von einem Film erwarten.
Dreizehn (Thirteen)
USA 2002
D: Evan Rachel Wood, Holly Hunter, Nikki Reed, Jeremy Sisto
R: Catherine Hardwicke
96 Min.
FSK 12
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