Dresden Raddampferflotte Testbericht
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Erfahrungsbericht von Sonne-in-der-Nacht
>>>...Mississippi-Feeling auf der Elbe...<<<
Pro:
...
Kontra:
...
Empfehlung:
Ja
wenn man schon einmal in Dresden ist, sollte man sich nicht nur in der Stadt umsehen.
Auch eine Fahrt auf der Elbe gehört zum Programm und sollte nicht versäumt werden.
Wie einige von euch vielleicht wissen, kreuzt man hier nicht mit einem gewöhnlichen Ausflugsdampfer über den Fluss.....hier wird etwas Besonderes geboten.
Über die Geschichte, die verschiedenen Raddampfer, angebotene Ausflugsfahrten und über unsere Reise mit der
„Raddampfer-Flotte“ Dresden
möchte ich euch heute berichten.
Geschichte
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1836 im Königreich Sachsen von 12 Dresdner Bürgern gegründet, ist die sächsische Raddampferflotte die älteste und größte der Welt. Der Liegeplatz der Flotte, unterhalb der Brühlschen Terrassen in Dresden, besteht seit 1910 und ist aus dem Stadtbild Dresdens nicht wegzudenken.
1911 bestand die Flotte aus 33 Schiffen, nach dem Krieg im Jahre 1945 sank der Bestand auf 10 Dampfer.
Nach der Wende war das Schicksal der Flotte zunächst ungewiss, bevor die neu entstandene Sächsische Dampfschifffahrtsgesellschaft der Treuhand 1993 für 26 Millionen Mark acht Raddampfer abkaufte und diese liebevoll restaurieren und historisch rekonstruieren ließ.
1999 wurde das neunte Schiff für 1,8 Millionen Mark zurückgekauft, ebenfalls generalüberholt und gehört nun wieder der Flotte an.
Zwei Salonschiffe und zwei kleine Motorschiffe runden das Angebot der Dampfschifffahrts-
Gesellschaft ab.
Die Zahl der Fahrgäste stieg in den letzten Jahren ständig an und 1999 konnten erstmals Gewinne verbucht werden.
Das Unternehmen
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Das Unternehmen bietet heute fast 100 Arbeitsplätze. Schiffsführer, Maschinisten, Heizer und Bootsleute arbeiten auf den Schiffen, Verwaltungsangestellte und Fahrscheinverkäufer haben ihren Arbeitsplatz an Land.
Außerdem bietet das Unternehmen Ausbildungsplätze für den Bereich Binnenschifffahrt und
Verwaltung.
Die Raddampfer
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Das älteste Mitglied der Flotte ist der Raddampfer „ Stadt Wehlen“.
1879 in der Werft Dresden-Blasewitz zum Leben erweckt, bietet er auf einer Länge von 59,2m und einer Breite von 5,24 m 300 Passagieren Platz. Die Radkästen sind nochmals 5,21 m breit.
Er wird überwiegend bei den „Stadtrundfahrten auf dem Wasser“ eingesetzt.
Der Dampfer „Leipzig“ ist der Benjamin der Flotte und wurde erst 1929 erbaut.
Wer eine Schlösser- oder Dixielandtour bucht, wird auf dem 70,1m langen und 6,9 m breiten Raddampfer einen der 610 Plätze belegen.
Das gleiche Einsatzgebiet hat der Raddampfer „ Dresden“. 1926 erbaut, 1946 ausgebrannt und in den 90ern wie auch die anderen Raddampfer historisch rekonstruiert und neu aufgebaut, bietet er Platz für 610 Passagiere. Seine Länge beträgt 68,7 m und seine Breite 6,9 m.
Um in einem Duty-Free-Laden einzukaufen, muss man nicht unbedingt in ein Flugzeug steigen. Wer sich für den Raddampfer „Pirna“ entscheidet und auf dem 1898 erbauten Schiff eine Fahrt in die Böhmische Schweiz unternimmt, kann sich hier einen Vorrat an Zigaretten und Alkohol zulegen. Der Dampfer ist 57,1,m lang und einschließlich der Radkästen 10,4 m breit.
Die Dampfer „ Pillnitz“ (erbaut 1886) und „Rathen“(erbaut 1896) verkehren auf der Strecke zur Sächsischen Schweiz.
Der Dampfer „ Krippen“ wurde 1892 erbaut und stiess erst 1999 wieder zur Flotte. Er war das erste Schiff mit einer elektrischen Anlage. Sein Einsatzgebiet ist die Sächsische Weinstrasse.
Wer mit „Diesbar“ reist, reist besonders. Er wird von der ältesten noch im Einsatz befindlichen Dampfmaschine der Welt angetrieben und ist der einzige Dampfer mit einer Kohlefeuerung. Während seiner Fahrt zur Sächsischen Weinstrasse benötigt er pro Stunde neun Zentner Kohlen.
Allgemeines
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Die Durchschnittgeschwindigkeit der Raddampfer beträgt elbabwärts maximal 24 km/h, elbaufwärts sind es 12 km/h.
Die komplette Fahrtstrecke der Flotte von Diesbar bis Decin beträgt 101 km und es gibt 17 Haltestellen. Acht Brücken müssen unterfahren werden, dazu müssen die Schornsteine der Raddampfer jedes Mal umgelegt werden.
Auf diesem Teilstück der Elbe sind die Raddampfer die Ferraris unter den Schiffen, da sie wegen ihres Schaufelradantriebs schneller sind als die Konkurrenz.
Angebotene Touren und Preise
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Hier wird für jeden Geschmack etwas geboten...aber alle Touren sind relativ teuer.
Man kann die Fahrt an unterschiedlichen Orten beginnen, zwischendurch unterbrechen und mit dem nächsten Dampfer weiterfahren oder auch nur eine Teilstrecke an Bord verbringen.
Es werden folgende Touren angeboten:
Ein Tagesausflug in die Sächsische Schweiz ab Dresden. Für 15 Euro pro Person kann man die Sandsteinfelsen und die Tafelberge bewundern. Ein Zwischenstop am Schloss Pillnitz, an der Festung Königstein oder am Basteifelsen sollte man einlegen.
Fährt man nur von Dresden zum Schloss Pillnitz, kostet es 12 Euro pro Person.
Ab Königstein kann man nach Böhmen reisen.....Reisepass nicht vergessen! In Schmilka geht es über die Grenze bevor man das Ziel der Reise, Decin, erreicht. Nach einem Aufenthalt von knapp 2 Stunden geht es wieder zurück.
Eine weitere Fahrt führt flussabwärts nach Seußlitz. Darüber im unteren Teil mehr.
Weiterhin werden einige Touren angeboten, bei denen wohl nicht mehr die Landschaft, sondern eher das Essen und Trinken im Mittelpunkt steht.
Bei den Jazz- und Dixielandfahrten, die von Mai bis Oktober immer freitags und samstags angeboten werden, soll wohl „Mississippi-Feeling“ aufkommen. Dafür sorgen eine Band und genügend Bier. Preis pro Person 16 Euro.
Die Radeberger Dixietour startet im Mai, Juni und September immer donnerstags. Jazz und Radeberger, soviel hinein passt für 24 Euro.
Von Mai bis September wird zum Tanz gebeten. Die Sommernachtsfahrten kosten einschließlich Buffet 30 Euro.
Wer von daheim den Frühschoppen am Sonntagmorgen kennt und auch im Urlaub nicht darauf verzichten möchte, kann für 28 Euro einschließlich Frühstücksbuffet und Dixiemusik das gewohnte Bier geniessen.
Tanztee, Seniorenfahrt und Kaffeeklatsch...das Programm ist groß. Diese Fahrten kosten zwischen 16 und 18 Euro.
Für 30 Euro einschließlich Buffet kann man an Oldienacht, Country-Abend oder Deutscher Schlagernacht teilnehmen.
Kinder zahlen auf fast allen Strecken die Hälfte, bei der Radeberger-Dixietour 8 € ....bekommen aber kein Bier..*g*.
Unsere Fahrt auf der Elbe
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Wir haben uns für die Fahrt entlang der Sächsischen Weinstrasse entschieden. Begonnen und beendet haben wir unsere Raddampfertour in Dresden. Start war um 9.15 Uhr am Terrassenufer. Und wir hatten Glück, denn wir sind mit dem Dampfer „Diesbar“ über die Elbe geschippert. Glücklicherweise war die Fahrt nicht ausgebucht und so hatten wir auch ohne Kampfansage einen Fensterplatz sicher....obwohl man eigentlich von jedem Platz aus gut in die Landschaft schauen kann. Da es an dem Tag recht kühl war, sind wir auch im Innenraum geblieben. Der ist ansprechend möbliert, alles war sauber und die Bedienung freundlich. Auch die Toiletten waren in Ordnung.
Und so ging es flussabwärts gen Seußlitz.
Der erste Haltepunkt war die Karl May Stadt Radebeul. Von dort ging es weiter nach Meißen. Die Albrechtsburg und der Dom bieten auch von der Wasserseite einen imposanten Anblick.
Wer nicht in Meißen geblieben ist, konnte anschließend den Ausblick auf die wunderschöne Landschaft und die Weinberge zu beiden Seiten der Elbe genießen. Die Weinorte Diesbar und Seußlitz liegen mitten im nordöstlichsten geschlossenen Weinanbaugebiet Europas.
Gegen 12.15 Uhr hatten wir das Ziel der Reise, Seußlitz, erreicht. Hier lohnt sich der Besuch einer Weinstube.... und selbst wer leicht beschwipst die Heimreise antritt, braucht sich nicht vor zu hohem Wellengang fürchten.Wer unterwegs Hunger bekommen hat, sollte den Aufenthalt in Seußlitz nutzen und dort zu Mittag essen, denn hier ist es deutlich günstiger als an Bord. Leider hatten wir hier nur bis 13.30 Uhr Zeit, bevor es wieder zurück ging nach Dresden. Ankunft dort war gegen 18.15 Uhr.
Essen und Getränke an Bord sind teuer. Auf Essen haben wir verzichtet, aber zwei Getränke auf der Hin- und zwei auf der Rücktour haben stolze 12 Euro gekostet...und ich spreche hier von alkoholfreien Getränken.
Bezahlt haben wir für die Fahrt mit dem Raddampfer 17 Euro pro Person...kein billiges Vergnügen. Aber schön war es trotzdem...eigentlich so schön wie auf den bekanntesten Raddampfern, nämlich denen, die auf dem Mississippi ihre Bahnen ziehen. Dort war ich 1994 und da wie auch hier ist es so, dass die Raddampfer einen ganz eigenen Charme versprühen und wenn man auf der Elbe fährt und die Augen schließt, dem Rauschen der Schaufelräder zuhört, fühlt sich auf den Mississippi versetzt...na ja, fast.
Wer Lust und Interesse hatte, konnte auch einen Blick in den Maschinenraum werfen und dem Heizer aus der Ferne bei der Arbeit zusehen. Gelohnt hat sich die Fahrt auf jeden Fall. Und egal ob groß oder klein, jung oder alt, jeder wird Gefallen daran finden...und diejenigen, denen schnell langweilig wird, buchen eben nur eine einfache Fahrt oder eine kürzere Strecke.
Eine angenehme Zeit wünscht euch die Sonne, die auch nachts scheint....
120 Bewertungen, 8 Kommentare
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16.03.2007, 10:17 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico:-)
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07.02.2007, 14:02 Uhr von TheBestGirl
Bewertung: sehr hilfreichlg sarah
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13.01.2006, 21:40 Uhr von Connector
Bewertung: sehr hilfreichDanke für deine Lesung und zur Belohnung folgt auch gleich eine Gegenlesung. LG an Dich!
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19.12.2005, 23:46 Uhr von sindimindi
Bewertung: sehr hilfreichIn DD war ich leider noch nie und Raddampfer bin ich auch noch nicht gefahren...sehr schöner Beitrag! - zumindest ist DD näher als der Mississippi...*g* RS
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26.09.2005, 02:05 Uhr von susanne2002
Bewertung: sehr hilfreichetwas für mich. Ich mag doch keine Kreuzfahrtschiffe oder Fähren. Aber so auf der Elbe das Ufer immer schön in Sichtweite, das wäre auch etwas für mich ;-)
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16.07.2005, 16:29 Uhr von naila
Bewertung: sehr hilfreichDresden ist wirklich super....guter Bericht:)
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15.07.2005, 14:56 Uhr von Sternenhimmel
Bewertung: sehr hilfreichdas war ein /ist ein sehr interessanter bericht,die familie meiner freundin kommt aus dresden, sie selbst ist da noch geboren, na vielleicht krieg ich das ja auch mal alles zu sehen
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15.07.2005, 14:40 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichEin 76 Jahre alter Benjamin...
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