Dresdner Standseilbahn Testbericht

ab 8,91
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 06/2005

5 Sterne
(2)
4 Sterne
(0)
3 Sterne
(0)
2 Sterne
(0)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Goldband

Standseilbahnen gibt es nicht nur im Gebirge

Pro:

ein Erlebnis, schnelle und bequeme Beförderung in einem Denkmal

Kontra:

vielleicht die geltenden Preise

Empfehlung:

Ja

Heute möchte ich von einer weiteren Attraktion meiner Heimatstadt Dresden berichten, die mich schon als kleines Kind beeindruckte. Damals musste meine Mutti einige Male auf den Weißen Hirsch, einem berühmten Stadtteil von Dresden, zum Arzt. Dort mussten wir immer viele Stunden warten, was sich mir eher negativ eingeprägt hat.
Allerdings wurden mir diese Arztbesuche durch die Auf- und Abfahrt mit der Standseilbahn versüßt. Damals wusste ich natürlich nichts von ihrer Geschichte und Bedeutung. Es machte mir nur einfach viel Spaß und das Beste daran, es kostete nicht mehr als eine Straßenbahnfahrt ? 10Pf für mich und 20 Pf für meine Mutti.
Nun, so billig kommen wir nicht mehr zu einer Fahrt mit der alten Dame.


Was ist nun so besonders an dieser Standseilbahn?

Die Standseilbahnbahn verbindet die Stadteile Loschwitz und den Weißen Hirsch.
Dabei bewältigt sie ca. 95 m Höhe auf 547 m Länge. Das bedeutet eine Steigung von 29%.
Vor ihrer Eröffnung am 26.Oktober 1895 musste man diese Steigung zu Fuß gehen, was ziemlich anstrengend ist. 10 Monate wurden für den Bau gebraucht. Neben den beiden
Tunnel musste noch ein Gerüstviadukt von 102m errichtet werden.
Damals wurde sie mit Dampf betrieben. 1910 stellte man dann auf elektrischen Betrieb um.

Die Bahn besteht aus zwei Wagen, die sich auf halber Strecke begegnen. Dabei fahren sie durch den 96m langen Burgbergtunnel und durch den 54 m langen Prinzeß-Louisa-Tunnel. Sie werden von einem 588m langen und 38 mm dicken Seil gezogen. Die Geschwindigkeit beträgt 5m/s.

Nach mehreren Wechseln wurde die Stadt Dresden 1912 Eigentümer der Bahn und heute betreibt sie die DVB AG, das sind die Verkehrsbetriebe der Stadt.

Als Kind haben mich die Wagen besonders beeindruckt, weil sie treppenartig gebaut waren und auch heute noch sind. Wollte oder will man vorn einsteigen, dann muss man bei der Auffahrt nur eine Stufe steigen und wenn man hinten im Wagen einsteigen wollte oder will, muss man mehrere Stufen hinaufgehen , um durch eine der vielen Türen in den Waggon zu gelangen. Setzt man sich so, dass man abwärts blickt, kann man von hinten über alle Sitzreihen durch das vordere Fenster sehen.

Nach 83 Jahren wurde die Bahn das erste Mal grundlegend instand gesetzt.
Die Fördermaschine, das Gerüstviadukt, die Wagen und der obere Tunnel benötigten eine Generalüberholung, die 1978/79 durchgeführt wurde.
Seit 1984 steht sie unter Denkmalschutz.
Eine weitere Modernisierung erfolgte 1993/94. Da wurde eine leistungsfähigere Fördermaschine eingebaut.

59 Personen können mit einer Bahn befördert werden. Pro Stunde schaffen so beide Wagen bis zu 630 Personen.
Gemütlich geht es so auf den Berg oder runter zum Körnerplatz. Dabei hat der Benutzer einen schönen Blick auf die Grundstraße und den gegenüberliegenden Hang, auf dem sich die Seilbahn nach Oberloschwitz befindet.

Früher war es eine ganze normal Verbindung zwischen den zwei Stadteilen, wie es unten auch die Straßenbahn war und ist. Inzwischen ist es aber eher eine ?Kultureinrichtung? geworden. Während der Fahrt bekommt man Informationen mit Hilfe einer CD über die Geschichte, technischen Daten und die Sehenswürdigkeiten ringsumher.
Natürlich erhält man diese nicht zum Nulltarif.
So kostet eine:

Einzelfahrt 3.00 Euro/2.00 Euro ermäßigt
Berg/Tal 4.00 Euro/2,50 Euro ermäßigt
12-Fahrten-Karte 20.00 Euro/12.00 Euro ermäßigt
Familienkarte (2 Erw. und 4 Kinder bis 14 1Berg/Tal am Tag 10.00 Euro

Trotzdem als Tourist sollte man sich diese Fahrt einfach gönnen und genießen.

Wie kommt man nun dahin?

Man kann mit der Linie 11 vom Stadtzentrum und den Bahnhöfen bis zur Haltestelle Weißer Hirsch fahren und dann die Plattleite bis zur Bergstation laufen oder man fährt mit den Linien 6 (Neustädter Bahnhof) und 12 (Innenstadt) oder den Stadtbussen 61, 83 und 85 bis Schillerplatz bzw. Körnerplatz. Wer mit den Straßenbahnlinien kommt, muss anschließend über das Blaue Wunder gehen, was eine weitere Attraktion für alle Besucher und Dresdner ist.

So, ich hoffe, ich habe viele Dresdenbesucher oder auch Dresdner neugierig gemacht und empfehle eine Fahrt mit der "alten Dame". Viel Vergnügen!

26 Bewertungen, 9 Kommentare

  • Zzaldo

    13.10.2008, 23:50 Uhr von Zzaldo
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe Grüße sendet dir Stephan

  • Mondlicht1957

    14.09.2008, 17:07 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr informativer Bericht Schönen Sonntag für Dich

  • Baby1

    23.04.2008, 22:40 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.

  • Turbotisl1

    20.04.2008, 20:10 Uhr von Turbotisl1
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht und liebe Grüsse vom zuverlässigen GEGENLESER!!!!!

  • morla

    19.04.2008, 22:29 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg petra

  • bigmama

    19.04.2008, 20:58 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anett und schönes Wochenende!

  • bodenseestern

    19.04.2008, 16:58 Uhr von bodenseestern
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein schönes Wochenende und viele Grüße Petra

  • Löwin49

    19.04.2008, 14:23 Uhr von Löwin49
    Bewertung: sehr hilfreich

    ist ja witzig ,ich war mal in Dresden, kann man sowas übersehenß Hab auch niergens was davon gelesen.lG.Leonie

  • m0gli

    19.04.2008, 13:30 Uhr von m0gli
    Bewertung: sehr hilfreich

    Grüße aus dem Vorgebirge an die wunderschöne Stadt Dresden, lG M0gli