Dubrovnik Testbericht



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Erfahrungsbericht von Dialya
Das Herz Süddalmatiens
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Dubrovnik ist die Hauptstadt und das pulsierende Zentrums Süddalmatiens. Die einmalige Lage Dubrovniks (auf einer Halbinsel zu Füssen einer Kalksteinbergkette, umgeben von subtropischer Vegetation) und die kunstgeschichtlich bedeutenden Bauten machen einen Aufenthalt in dieser Stadt zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Geschichte
In der Antike war das weiter südlich gelegene Epidauros (heute Cavtat) die wichtigste Siedlung der Region. Die Römer machten daraus eines der wichtigsten Handelszentren in der südlichen Adria (Epidaurum). Im 7. Jh. wurde Epidaurum zerstört und die Bewohner zogen nach Norden ins Fischerdorf Ragusium. Im Hinterland siedelten sich Slawen an und bald verschmolzen die Gemeinden zu einer Stadt. Erst seit 1919 heisst diese Stadt Dubrovnik.
Im 9. Jh. wurde die Stadt durch die Araber belagert, im Jahr 1000 kamen die Venezianer zum ersten Mal und 1081 eroberten die Normannen die Stadt. Bald wurde jedoch wieder Byzanz zur Schutzmacht der Stadt.
Durch die politische sowie territoriale Isolation innerhalb des süddalmatischen Raums wuchs der Drang nach Autonomie. Deshalb schmiedeten sie Beistandsverträge mit benachbarten Reichen, um gegen das aufstrebende Venedig gerüstet zu sein. Sogar mit Piraten paktierte der kleine Stadtstaat. Dubrovnik brachte es mittlerweile zu einer stattlichen Flotte. Als Mittler zwischen den Balkanländern und den Mittelstaaten erlebte Dubrovnik einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.
Die Bedrohung durch Venedig blieb aber ein Dauerproblem, so dass weitere Verträge mit bedeutenden Städten geschlossen wurden. Als Konstantinopel jedoch an Venedig fiel, dauerte es nicht lange, bis auch Dubrovnik von Venedig abhängig wurde.
Als Venedig Dalmatien and die kroatisch-ungarischen Könige verlor, erkannte Dubrovnik zwar die Oberhoheit Ungarns an, baute aber eine selbständige aristokratische Republik aus.
Als die Osmanen auf dem Balkan ihre Macht ausweiteten, schloss Dubrovnik Handelsverträge mit ihnen und zahlte auch Tribut. Ein schmaler Korridor mit dem Ort Neum (gehört jetzt zu Bosnien) wurde an das Osmanische Reich abgetreten, damit es keine gemeinsame Grenze zu Venedig gab.
Im 15. und 16 Jh. erreichte die Stadt ihren Höhepunkt an Macht. 1667 gab es jedoch ein verheerendes Erdbeben. Um in der Schwächephase nach dem Beben nicht Venedig zum Opfer zu fallen, schloss die Stadt mit den Österreichern ein Schutzabkommen. Im 18. Jh. erholte sich Dubrovnik aber wieder und konnte sogar Venedig überflügeln.
Die Wirtschaftsblockade gegen Grossbritannien brachte dann jedoch das Ende der Dubrovniker Seefahrt und damit auch das Ende der aristokratischen Republik. Sie wurde 1808 von den Franzosen aufgelöst. Nach der Niederlage Napoleons fiel Dubrovnik an Österreich, 1919 dann an Jugoslawien, welches die Stadt zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum machte.
Als Kroatien sich von Jugoslawien selbständig machte, wurde Dubrovnik von den Serben vom nahen Hinterland aus (die Grenze ist keine 10 km entfernt) mit Granaten zerstört. In der historischen Altstadt schlugen zahlreiche Granaten ein, viele Gebäude wurden beschädigt. Der Tourismus und auch andere Wirtschaftszweige brachen völlig zusammen.
Die Schäden im historischen Teil der Stadt wurden mit Hilfe der UNESCO inzwischen beseitigt.
Sehenswertes
Auf jeden Fall sollte man in Dubrovnik mal auf der Stadtmauer um die Altstadt herumgehen. Dazu sollte man sich aber schon früh auf die Socken machen, denn auf der Mauer gibt es kaum Schatten und es geht auch oft hinauf oder hinunter. Ich kann also allen nur empfehlen, so früh wie möglich auf die Mauer zu gehen, da es gegen Mittag viel zu heiss dazu wird.
Auch sehenswert ist die älteste Apotheke in Europa. Dort liegt auch ein altes Buch auf, welches auf deutsch (!!!) geschrieben ist und alte Apotheker-Rezepte enthält.
Ansonsten lohnt es sich auch auf jeden Fall einfach nur durch die kleinen Gassen zu gehen und die verschiedenen Kirchen zu besichtigen.
Insel Lokrum
Vor Dubrovnik liegt die Insel Lokrum, das Naherholungsgebiet für die Dubrovniker. Dort findet man ein altes Kloster, eine Festung, einen botanischen Garten und jede Menge Strände (auch FKK). Wir selber beschlossen am Nachmittag (als es uns zu heiss wurde) dort rauszufahren. Vom alten Hafen aus fährt nämlich regelmässig ein Schiff auf die Insel.
Auf der Insel angekommen machten wir uns dann als erstes natürlich auf die Suche nach dem FKK-Strand, wo wir aber nur schauten. Anschliessend gingen wir dann auf Umwegen zum Kloster und besichtigten noch den botanischen Garten, wo man vor allem australische Pflanzen (Eukalyptus-Bäume etc.) findet.
Nach dieser Schnellbesichtigung der Insel (auf die Festung verzichteten wir, weil die zu weit weg war), suchten wir dann einen schönen Strand, wo wir noch etwa zwei Stunden badeten. Das Meer dort ist übrigens sehr klar, und wir wollten kaum noch aus dem Wasser raus.
Meine Meinung
Also, ehrlich gesagt, möchte ich momentan am liebsten zurück nach Dubrovnik. Ich fand diese Stadt einfach beeindruckend. Vor allem gefielen mir die kleinen Gassen, wo man auch gut sehen konnte, dass die ganze Altstadt nach wie vor bewohnt ist.
Witzig war es auch, die Hauptstrasse hinauf- und hinunter zu gehen, wo man auch dauernd von irgendwelchen Leuten angequatscht wurde, die Werbung für irgendein Restaurant in einer kleine Seitengasse machten, dabei waren sie aber überhaupt nicht aufdringlich, wie das sonst immer der Fall ist.
Gelohnt hat es sich auch, einen kleinen Ausflug auf den Markt zu machen, wo wir uns sehr günstig mit frischen Früchten für das Mittagessen eindecken konnten.
Die ganze Altstadt ist übrigens Fussgängerzone (einer der grössten Europas).
So, ich hoffe, ich konnte Euch mit meinem Bericht auch ein wenig von der Schönheit dieser Stadt überzeugen, die wirklich ein Besuch wert ist.
Geschichte
In der Antike war das weiter südlich gelegene Epidauros (heute Cavtat) die wichtigste Siedlung der Region. Die Römer machten daraus eines der wichtigsten Handelszentren in der südlichen Adria (Epidaurum). Im 7. Jh. wurde Epidaurum zerstört und die Bewohner zogen nach Norden ins Fischerdorf Ragusium. Im Hinterland siedelten sich Slawen an und bald verschmolzen die Gemeinden zu einer Stadt. Erst seit 1919 heisst diese Stadt Dubrovnik.
Im 9. Jh. wurde die Stadt durch die Araber belagert, im Jahr 1000 kamen die Venezianer zum ersten Mal und 1081 eroberten die Normannen die Stadt. Bald wurde jedoch wieder Byzanz zur Schutzmacht der Stadt.
Durch die politische sowie territoriale Isolation innerhalb des süddalmatischen Raums wuchs der Drang nach Autonomie. Deshalb schmiedeten sie Beistandsverträge mit benachbarten Reichen, um gegen das aufstrebende Venedig gerüstet zu sein. Sogar mit Piraten paktierte der kleine Stadtstaat. Dubrovnik brachte es mittlerweile zu einer stattlichen Flotte. Als Mittler zwischen den Balkanländern und den Mittelstaaten erlebte Dubrovnik einen starken wirtschaftlichen Aufschwung.
Die Bedrohung durch Venedig blieb aber ein Dauerproblem, so dass weitere Verträge mit bedeutenden Städten geschlossen wurden. Als Konstantinopel jedoch an Venedig fiel, dauerte es nicht lange, bis auch Dubrovnik von Venedig abhängig wurde.
Als Venedig Dalmatien and die kroatisch-ungarischen Könige verlor, erkannte Dubrovnik zwar die Oberhoheit Ungarns an, baute aber eine selbständige aristokratische Republik aus.
Als die Osmanen auf dem Balkan ihre Macht ausweiteten, schloss Dubrovnik Handelsverträge mit ihnen und zahlte auch Tribut. Ein schmaler Korridor mit dem Ort Neum (gehört jetzt zu Bosnien) wurde an das Osmanische Reich abgetreten, damit es keine gemeinsame Grenze zu Venedig gab.
Im 15. und 16 Jh. erreichte die Stadt ihren Höhepunkt an Macht. 1667 gab es jedoch ein verheerendes Erdbeben. Um in der Schwächephase nach dem Beben nicht Venedig zum Opfer zu fallen, schloss die Stadt mit den Österreichern ein Schutzabkommen. Im 18. Jh. erholte sich Dubrovnik aber wieder und konnte sogar Venedig überflügeln.
Die Wirtschaftsblockade gegen Grossbritannien brachte dann jedoch das Ende der Dubrovniker Seefahrt und damit auch das Ende der aristokratischen Republik. Sie wurde 1808 von den Franzosen aufgelöst. Nach der Niederlage Napoleons fiel Dubrovnik an Österreich, 1919 dann an Jugoslawien, welches die Stadt zu einem wichtigen Wirtschaftszentrum machte.
Als Kroatien sich von Jugoslawien selbständig machte, wurde Dubrovnik von den Serben vom nahen Hinterland aus (die Grenze ist keine 10 km entfernt) mit Granaten zerstört. In der historischen Altstadt schlugen zahlreiche Granaten ein, viele Gebäude wurden beschädigt. Der Tourismus und auch andere Wirtschaftszweige brachen völlig zusammen.
Die Schäden im historischen Teil der Stadt wurden mit Hilfe der UNESCO inzwischen beseitigt.
Sehenswertes
Auf jeden Fall sollte man in Dubrovnik mal auf der Stadtmauer um die Altstadt herumgehen. Dazu sollte man sich aber schon früh auf die Socken machen, denn auf der Mauer gibt es kaum Schatten und es geht auch oft hinauf oder hinunter. Ich kann also allen nur empfehlen, so früh wie möglich auf die Mauer zu gehen, da es gegen Mittag viel zu heiss dazu wird.
Auch sehenswert ist die älteste Apotheke in Europa. Dort liegt auch ein altes Buch auf, welches auf deutsch (!!!) geschrieben ist und alte Apotheker-Rezepte enthält.
Ansonsten lohnt es sich auch auf jeden Fall einfach nur durch die kleinen Gassen zu gehen und die verschiedenen Kirchen zu besichtigen.
Insel Lokrum
Vor Dubrovnik liegt die Insel Lokrum, das Naherholungsgebiet für die Dubrovniker. Dort findet man ein altes Kloster, eine Festung, einen botanischen Garten und jede Menge Strände (auch FKK). Wir selber beschlossen am Nachmittag (als es uns zu heiss wurde) dort rauszufahren. Vom alten Hafen aus fährt nämlich regelmässig ein Schiff auf die Insel.
Auf der Insel angekommen machten wir uns dann als erstes natürlich auf die Suche nach dem FKK-Strand, wo wir aber nur schauten. Anschliessend gingen wir dann auf Umwegen zum Kloster und besichtigten noch den botanischen Garten, wo man vor allem australische Pflanzen (Eukalyptus-Bäume etc.) findet.
Nach dieser Schnellbesichtigung der Insel (auf die Festung verzichteten wir, weil die zu weit weg war), suchten wir dann einen schönen Strand, wo wir noch etwa zwei Stunden badeten. Das Meer dort ist übrigens sehr klar, und wir wollten kaum noch aus dem Wasser raus.
Meine Meinung
Also, ehrlich gesagt, möchte ich momentan am liebsten zurück nach Dubrovnik. Ich fand diese Stadt einfach beeindruckend. Vor allem gefielen mir die kleinen Gassen, wo man auch gut sehen konnte, dass die ganze Altstadt nach wie vor bewohnt ist.
Witzig war es auch, die Hauptstrasse hinauf- und hinunter zu gehen, wo man auch dauernd von irgendwelchen Leuten angequatscht wurde, die Werbung für irgendein Restaurant in einer kleine Seitengasse machten, dabei waren sie aber überhaupt nicht aufdringlich, wie das sonst immer der Fall ist.
Gelohnt hat es sich auch, einen kleinen Ausflug auf den Markt zu machen, wo wir uns sehr günstig mit frischen Früchten für das Mittagessen eindecken konnten.
Die ganze Altstadt ist übrigens Fussgängerzone (einer der grössten Europas).
So, ich hoffe, ich konnte Euch mit meinem Bericht auch ein wenig von der Schönheit dieser Stadt überzeugen, die wirklich ein Besuch wert ist.
27 Bewertungen, 3 Kommentare
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02.05.2004, 23:36 Uhr von dr_error
Bewertung: sehr hilfreichDubrovnik ist eine der schönsten Städte überhaupt, ich bin fast jedes Jahr dort... einfach wunderschön. Sehr schöner Bericht.
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11.07.2002, 22:18 Uhr von Disc1
Bewertung: sehr hilfreichKann dir nur zustimmen. Ich vor dem Bürgerkrieg dort, hoffentlichen hat man alles wieder so aufgebaut!
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29.04.2002, 17:28 Uhr von hpmaier
Bewertung: sehr hilfreichIch war noch nie in dieser Ecke *schäm*
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