Dubrovnik Testbericht

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Erfahrungsbericht von Qualle

Dubrovnik - Die Muschel im Fels

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

So wird die Stadt in einer Beschreibung genannt, wohl wegen ihres Aussehens, wenn man von den Bergen herunterschaut..
Malerisch liegt die alte Küstenstadt Dubrovnik an der Adriaküste Kroatiens. Doch der Bürgerkrieg in Jugoslawien hat auch hier seine Spuren hinterlassen. Eine Klagemauer mit den Namen, der im Bürgerkrieg gefallenen Einwohnern, wurde in der Altstadt errichtet.

Bevor ich meine Eindrücke von dem Besuch der Stadt schildere, erst einmal ein paar Notizen über die Stadt; ;Die perle der Adria;.
Dubrovnik hat etwa 37 000 Einwohner und zählt zu dem Weltkulturerbe der Unesco. Um 1991 tobte hier der Bürgerkrieg.
Im 7.Jahrhundert wurde auf dem Felsennest (wo heute die Altstadt Dubrovnik ist) von den Bewohnern der heutigen Stadt Cavtat (die auf der Flucht vor den Sklaven waren) eine Siedlung errichtet. Sie hieß damals Ragusa.
1991 hagelte es 80 Tage lang Geschosse aus der Luft, vom Meer und aus den umliegenden Bergen. Als wir 2000 die Altstadt besuchten waren noch viele Einschussstellen in der romantischen Altstadt zu sehen. Außer der Stadtmauer, auf die ich noch näher eingehen werde, sind sehenswert, die barocken Kirchen, die Kathedrale, der Sponza-Palast und der Rektorenpalast von 1463, alles in der Altstadt.
Vor dem Krieg kamen fast zwei Drittel der Einnahmen aus dem Tourismus. Erst seit 1994 zieht, der während des Krieges zum Erliegen gekommene Tourismus, wieder an.

Nun, wie erlebte ich die zwischen Bergen und der Adria gelegenen Stadt. Von Norden kommend mussten wir einen Meeresarm, der fast bis zur jugoslawischen grenze reicht, umfahren, denn die große Brücke, wo man mehr als 10 Kilometer Wegstrecke spart war 2000 noch im Bau.
I n Dubrovnik angekommen, begannen wir in der Nähe der Altstadt mit der Parkplatzsuche. Alle möglichen Stellen zum Parken in der Nähe der Stadtmauer waren belegt, nach langen Suchen fanden wir in der Neustadt in der Nähe des Wassers einen Platz für unser Auto.
Zu Fuß liefen wir zum historisch sehenswerten, fast fahrzeugfreien Stadtsteil.

Von einer 1940 Meter lange und 25 Meter hohen Mauer wird die Altstadt umgeben. Drei Seiten der Stadt sind mit Wasser umgeben. Unter der Mauer durch gelangen wir in das Innere der Altstadt. Am „Eingang“ ist auch einer der wenigen Aufgänge für Touristen, die die Stadt auf der Mauer umrunden wollen. Für 10 Kuna pro Person kaufen wir Eintrittskarten und schon geht es viele Stufen nach oben. Die Besichtigung der Mauer erfolgt auf eigne Gefahr. Hin und wieder sind noch Schäden vom Krieg zu sehen, Unebenheiten in dem Weg und manchmal kleine Löcher, bei einigen Häusern sind noch die schwarzumrandeten Einschläge von den Bomben in den roten Dächer sichtbar.
Man ist dabei auch die letzten beschädigten Häuser zu reparieren.

Wir umrunden die Stadt am Vormittag bei strahlendem Sonnenschein. Einige Wohnhäuser und kleine Restaurants sind mit dem Mauer verschmolzen. Manchmal ist die Mauer etwas breiter und auf kleinen Terrassen kann man einen Imbiss zu sich nehmen.
Von den Türmen der Stadtmauer hat man einen herrlichen Blick auf das Rot der Dächer, das Grün der vorgelagerten Inseln und das Blau der Adria mit den weißen Segelschiffen im Hafen. Und hinter uns sind die Neustadt und die Berge.

Nun nach dem wir eine Runde um die Stadt gelaufen sind zieht es uns zu in den Schatten der Häuser. Hier herrscht reges Treiben. Viele Touristen tummeln sich in den Straßen und auf dem Markt. Man spürt die Nähe zu Italien. Die meisten Händler nehmen auch italienische Lira. Mit der Fähre ist es nur ein kleiner Sprung nach Italien.
Nicht weit weg von der Stadtmauer befindet sich eine Burg auf einem Felsen. „Lovrijenac“, in glühender Hitze laufen wir zu ihr hin. Die Burganlage ist sehr romantisch angelegt. Die Eintrittskarte gilt auch hier. Von oben hat man einen Bilderbuchblick auf die Siedlung von Alt-Dubrovnik, die auf einem Felsen thront.
Nur war für uns der richtige Weg nicht so schnell zu finden. Er führte uns durch verwinkelte und leere Gassen.

Eins möchte ich allen raten, die diese wunderschöne alte Stadt besuchen wollen, macht es nicht im Sommer über Mittag, wie wir. Auf der Stadtmauer findet man kaum eine schattige Stelle.
Aber, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Es ist eine Perle der Adria.

8 Bewertungen, 1 Kommentar

  • LoMei

    12.03.2002, 15:31 Uhr von LoMei
    Bewertung: sehr hilfreich

    Deine Kroatien-Reiseberichte gefallen mir. Schade, dass ich dort noch nicht war. Gruß, LoMei.