Erfahrungsbericht von Anderas73
DUNE 1984, der einzig echte Wüstenplanet
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Eigentlich wollte ich keine Bewertung über einen der besten Sci-Fi Filme aller Zeiten schreiben, aber der neuere Dreiteiler (Dune 2000) mit A. Newman, W. Hurt und Saskia Reeves hat mir zu denken gegeben - muß gute alte Ware unbedingt wieder aufgewärmt werden?
Nun gut, John Harrison ist nicht D. Lynch und hätte vielleicht bei \"Tales from the crypt\" bleiben sollen statt sich an solch einem Werk zu vergreifen.
Zum Inhalt, der in beiden Filmen ähnlich ist, im neuen zwar etwas ausgebaut und mit mehr Hintergrund, aber im wesentlichen gleich:
Haus Artreides (gemeint eine Form wie in \"Herrscherhaus\") unter der Herrschaft des gütigen und gerechten Duke Leto Atreides, gespielt von einem schweigsamen aber guten Jürgen Prochnow, soll die Kontrolle über Dune übernehmen.
Dune, Arakis, der Wüstenplanet, einzige Quelle des überaus wertvollen Rohstoff \"Spice\", heissumkämpft. Der Herr über Arakis zu sein, bedeutet unglaubleiche Macht.
Dies liegt am Spice, jener Substanz, die es den einem Navigator ermöglicht den Raum zu krümmen und so interstellare Entfernungen zurückzulegen.
Hier kommt auch schon eine der kleinen Mankos der 84\'er Version zum Tragen: visuelle Effekte.
Natürlich kann man das heute bunter und lauter machen, aber trotz etwas hackeliger Animationen für einen knapp 20 Jahre alten Film ganz OK gemacht.
zurück zur Handlung: bis dato (der Film spielt \"10.000 years into the future\") hatte Haus Harkonnen die grausame Hand auf Arakis, gibt diese Macht aber fast ohne Widerstand ab, nur um später, gestärkt durch Truppen des Obersten des bekannten Universums, Padishah Emperor Shaddam IV, den Planeten wieder zurück zu erobern.
Dieser Plan wird durch des Dukes Sohn, Paul Atreides, verhindert. Kyle MacLachlan spielt diese Rolle sehr überzeugend, zeigt Gefühl wenn es passt und Härte wenn nötig.
Paul wird von den Fremen, den \"Ureinwohnern\" von Arakis aufgenommen und schließlich ihr Anführer um dann den den Plan der Harkonnen, den Planeten zurückzuerobern, zu vereiteln.
Das ist, sehr kurz zusammengefasst, der Inhalt, detailiertere Beschreibungen finden sich hier zu Hauf, ich versuche nur meine Eindrücke zu vermitteln.
Patrick Stewart spielt Gurney Halleck, einen der Lehrer des jungen Paul, mit einem Ausdruck der einem Mitglied der Royal Shakespeare Society würdig ist, wenn er in umwerfend schönem Englisch proklamiert \"Moods are for cattle and loveplay, not for fighting!\" ist klar, daß die Besetzung goldrichtig war.
Ambiente:
Die Requisiten haben nichts mit einem SciFi Streifen gemein. Die Atreides-Familie reist in einem Raumschiff, bequem in Grossmutters alten Leder-Sofas sitzend, es gibt Holztüren statt zischender Enterprise Schiebetüren.
Der Planet Giedie Prime ist schwarz, drohend und unglaublich böse in Szene gesetzt - düsterer Hintergrund zu einem meiner Lieblingsdarsteller: Sting! Der alte Pop-Barde hat seit Quadrophenia keine derart überzeugende Darstellung geboten und spielt mit bösem Grinsen so manchen an die Wand!
Musik:
Toto bringe die richtige Musik im richtigen Moment, Spannung wird aufgebaut und aufrechterhalten und bis zum Showdown gibt es keine schlecht oder langweilig vertonten Stellen. Der Showdon passiert übrigens über 130 Minuten nach dem Beginn, trotzdem hätte der Film etwas mehr länge vertragen um noch mehr Eindrücke zu vermitteln!
Zur DVD:
Ich kann den Bericht leider nicht in der DVD-Rubrik schreiben, da dort nur die neue, furchtbare 180 Minuten Version aufscheint, also mach ich hier die DVD-Features hin:
Hmmm, die Disk ist eine kreisrunde Scheibe mit 120 mm Durchmesser, etwa einen Millimeter dick. Das muß so sein, sonst passt sie in kein DVD-Laufwerk!
Was gibts noch... ach ja, ich hab das Teil bei meinem London Trip vor 2 Jahren im HMV Oxford Circus gekauft und unverzollt nach Österreich geschmuggelt - das hätte ich nicht tun sollen, aber ich hatte nicht eine schlaflose Nacht deswegen!
Sprache: englisch - und NUR englisch, das dafür in Dolby Digital 5.1... macht nicht viel Sinn bei einem so alten Film, schadet aber auch nicht - relativ geringer Rauschpegel!
Format: PAL, Widescreen 2.35:1
Laufzeit: 130 Minuten
Regionalcode: 2 (Europa)
Specials: Theatrical Trailer - leider nicht mehr...
Release Date: 10-1999
bezahlt habe ich damals etwa 15 Pfund, in etwa 23 Euro.
Fazit:
Jeder der den Film noch nicht gesehen hat, soll sich sputen und möglichst die englische Version organisieren, obwohl die Übersetzung nicht gerade schlecht ist.
LG aus Graz.at
Andreas
Nun gut, John Harrison ist nicht D. Lynch und hätte vielleicht bei \"Tales from the crypt\" bleiben sollen statt sich an solch einem Werk zu vergreifen.
Zum Inhalt, der in beiden Filmen ähnlich ist, im neuen zwar etwas ausgebaut und mit mehr Hintergrund, aber im wesentlichen gleich:
Haus Artreides (gemeint eine Form wie in \"Herrscherhaus\") unter der Herrschaft des gütigen und gerechten Duke Leto Atreides, gespielt von einem schweigsamen aber guten Jürgen Prochnow, soll die Kontrolle über Dune übernehmen.
Dune, Arakis, der Wüstenplanet, einzige Quelle des überaus wertvollen Rohstoff \"Spice\", heissumkämpft. Der Herr über Arakis zu sein, bedeutet unglaubleiche Macht.
Dies liegt am Spice, jener Substanz, die es den einem Navigator ermöglicht den Raum zu krümmen und so interstellare Entfernungen zurückzulegen.
Hier kommt auch schon eine der kleinen Mankos der 84\'er Version zum Tragen: visuelle Effekte.
Natürlich kann man das heute bunter und lauter machen, aber trotz etwas hackeliger Animationen für einen knapp 20 Jahre alten Film ganz OK gemacht.
zurück zur Handlung: bis dato (der Film spielt \"10.000 years into the future\") hatte Haus Harkonnen die grausame Hand auf Arakis, gibt diese Macht aber fast ohne Widerstand ab, nur um später, gestärkt durch Truppen des Obersten des bekannten Universums, Padishah Emperor Shaddam IV, den Planeten wieder zurück zu erobern.
Dieser Plan wird durch des Dukes Sohn, Paul Atreides, verhindert. Kyle MacLachlan spielt diese Rolle sehr überzeugend, zeigt Gefühl wenn es passt und Härte wenn nötig.
Paul wird von den Fremen, den \"Ureinwohnern\" von Arakis aufgenommen und schließlich ihr Anführer um dann den den Plan der Harkonnen, den Planeten zurückzuerobern, zu vereiteln.
Das ist, sehr kurz zusammengefasst, der Inhalt, detailiertere Beschreibungen finden sich hier zu Hauf, ich versuche nur meine Eindrücke zu vermitteln.
Patrick Stewart spielt Gurney Halleck, einen der Lehrer des jungen Paul, mit einem Ausdruck der einem Mitglied der Royal Shakespeare Society würdig ist, wenn er in umwerfend schönem Englisch proklamiert \"Moods are for cattle and loveplay, not for fighting!\" ist klar, daß die Besetzung goldrichtig war.
Ambiente:
Die Requisiten haben nichts mit einem SciFi Streifen gemein. Die Atreides-Familie reist in einem Raumschiff, bequem in Grossmutters alten Leder-Sofas sitzend, es gibt Holztüren statt zischender Enterprise Schiebetüren.
Der Planet Giedie Prime ist schwarz, drohend und unglaublich böse in Szene gesetzt - düsterer Hintergrund zu einem meiner Lieblingsdarsteller: Sting! Der alte Pop-Barde hat seit Quadrophenia keine derart überzeugende Darstellung geboten und spielt mit bösem Grinsen so manchen an die Wand!
Musik:
Toto bringe die richtige Musik im richtigen Moment, Spannung wird aufgebaut und aufrechterhalten und bis zum Showdown gibt es keine schlecht oder langweilig vertonten Stellen. Der Showdon passiert übrigens über 130 Minuten nach dem Beginn, trotzdem hätte der Film etwas mehr länge vertragen um noch mehr Eindrücke zu vermitteln!
Zur DVD:
Ich kann den Bericht leider nicht in der DVD-Rubrik schreiben, da dort nur die neue, furchtbare 180 Minuten Version aufscheint, also mach ich hier die DVD-Features hin:
Hmmm, die Disk ist eine kreisrunde Scheibe mit 120 mm Durchmesser, etwa einen Millimeter dick. Das muß so sein, sonst passt sie in kein DVD-Laufwerk!
Was gibts noch... ach ja, ich hab das Teil bei meinem London Trip vor 2 Jahren im HMV Oxford Circus gekauft und unverzollt nach Österreich geschmuggelt - das hätte ich nicht tun sollen, aber ich hatte nicht eine schlaflose Nacht deswegen!
Sprache: englisch - und NUR englisch, das dafür in Dolby Digital 5.1... macht nicht viel Sinn bei einem so alten Film, schadet aber auch nicht - relativ geringer Rauschpegel!
Format: PAL, Widescreen 2.35:1
Laufzeit: 130 Minuten
Regionalcode: 2 (Europa)
Specials: Theatrical Trailer - leider nicht mehr...
Release Date: 10-1999
bezahlt habe ich damals etwa 15 Pfund, in etwa 23 Euro.
Fazit:
Jeder der den Film noch nicht gesehen hat, soll sich sputen und möglichst die englische Version organisieren, obwohl die Übersetzung nicht gerade schlecht ist.
LG aus Graz.at
Andreas
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