Erfahrungsbericht von Bjoern.Becher
Wahrlich grausige Rollenspiel-Verfilmung!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Spätestens seit dem ersten Herr der Ringe-Film hat Fantasy wieder Hochkonjunktur, aber schon davor, im Jahr 2000, versuchte ein Regisseur, namens Courtney Solomon, einen in Fantasy-Kreisen bekannten Namen dazu zu benutzen, einen Kassenerfolg zu kreieren. Er wählte den Namen \"Dungeons & Dragons\" und damit einen Namen, der allen Rollenspielfans ein Begriff sein sollte, ist doch dies vielleicht die weltbekannteste Rollenspielserie. Aber ob der Film diese Erwartungen erfüllte? Lest selbst!
Der Inhalt
°°°°°°°°
Im Kaiserreich Izmir gibt es eine 2-Klassen-Gesellschaft. Die Magier, welche die Oberschicht bilden, unterdrücken den Rest. Doch es besteht Hoffnung auf Gerechtigkeit, denn die junge Kaiserin Savina (Thora Birch) will diesem System ein Ende setzen und für Gleichheit sorgen. Doch dem Magier Profion (Jeremey Irons) ist dies gar nicht recht und so will er mit Hilfe des regierenden Rates erst die Kaisern stürzen, und danach den Rat entmachten, und sich selbst zum Alleinherrscher aufschwingen. Beide brauchen für ihren Plan ein rotes Zepter, welches dem Besitzer die Macht verleiht, die Roten Drachen zu befehligen, und ihn damit zum Sieger in jedem Krieg machen würde. Doch niemand weiß, wo sich dieses Zepter befindet, nur in der Magierschule gibt es eine Schriftrolle, welche Hinweise auf das Zepter enthält. So schickt die Kaiserin nach der Schriftrolle, doch Profion kommt ihr zuvor. Er schickt seine Schergen zur Schule, die den dortigen Oberlehrer töten, doch die junge Zauberin Marina (Zoe McLellan) kommt ihnen in die Quere und kann mit der Hilfe von den 2 Dieben Ridley (Justin Whalin) und Snails (Marlon Wayans), sowie des eigenwilligen Zwerges Elwood (Lee Arenberg) fliehen. Doch ihnen dicht auf den Fersen sind die Schergen von Profion und auch die Elfe Norda (Kristen Wilson), welche das Quartett für die Mörder des Zauberlehrers hält.
Meine Meinung
°°°°°°°°
Das soll ein Fantasyfilm sein, dachte ich mir, nach dem Schauen. Das kann ja gar nicht wahr sein, denn dieser Film hat aber auch rein gar nix zu bieten.
Das fängt mit einer Story an, die lückenhaft ist, öde ist, einfach scheußlich ist, oftmals keinen Sinn gibt, und auch nie zu begeistern weiß. Die Story ist irgendwo zwischen Zukunft und Mittelalter angelegt, aber findet nie ihre eigene Linie, sondern schlingert immer zwischen allem möglichen hin und her.
Das setzt sich bei zahlreichen namhaften Schauspielern (Jeremy Irons, Bruce Panye) oder solchen, die es bald werden wollen (Thora Birch, Justin Whalin) fort, die alle samt auf unterm Niveau agieren und die einem manchmal sogar einfach leid tun. Die Schauspieler bekommen zahlreiche platte Dialoge serviert, bei denen man beim besten Willen nicht brillieren sind. Da sind Dialoge dabei, die es bei bestem Willen nicht mal in ein Kinderbuch für 6jährige geschafft hätten und das nicht wegen zu unflätiger Sprache, o.ä., sondern einzig und allein wegen mangelndem Niveau. Da verwundert es nicht, dass einige Schauspieler, allen voran Jeremy Irons, einfach nur lustlos und genervt wirken, und dies mimisch auch deutlich zeigen. Die herbste Enttäuschung ist aber sicher Thora Birch, die man spätestens seit American Beauty auf der Rechnung haben muss, doch was sie hier abliefert, ist unter jedem Niveau. Was soll sie darstellen? Eine Kaiserin, die noch ein halbes Kind ist, und dazu einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat? Oder doch eher eine Kaiserin, die in der Gleichheit aller erst einmal auch Vorteile für sich sieht und bereit ist dafür in den Krieg zu ziehen? Es ist egal, denn es kommt rein gar nichts rüber. Wenn sie sich z.B. aufregt und eine entscheidende Rede vor dem regierenden Rat hält, dann stellt sich zu keinem Zeitpunkt irgendeine dramatische Stimmung beim Zuschauer ein. Der Zuschauer bleibt einfach gleichgültig, und dies ist einer der vielen tödlichen Fehler des Films.
Weiterhin schafft der Film zu keinem Zeitpunkt eine überzeugende Atmosphäre. Alles wirkt gekünstelt, man mag sich noch so anstrengen und noch so viel Fantasy besitzen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es bei diesem Film ein Zuschauer schafft, in die dort geschaffene Welt einzutauchen (wie man so schön sagt). Eine ganze Reihe drittklassiger Mittelalterfilme hat eine authentischere Atmosphäre als dieser Film, bei dem selbst die Kostüme und die Ausstattung nur mittelmäßig ist, und das ist tödlich bei einem solchen Film.
Dazu kommen dann die Spezial-Effekts, die man entweder schnell vergessen will, oder in ein Lehrbuch aufnehmen sollte, wie man es nicht macht. Allein die Drachen wirken so unecht, das da überhaupt keine Furcht oder irgendein anderes Gefühl aufkommen will. Das einzige was bei diesem Film aufkommt ist unfreiwillige Komik und diese nicht zu knapp.
Ich frage mich, wo diese Effekt gemacht wurden. Hat die ein Fan zu Haus am eigenen Computer kreiert und den Produzenten mal schnell zur Verfügung gestellt? Wenn nicht, hätte man diesen Weg wählen sollen, denn der wäre dann sicher sehr kostengünstig gewesen, und auch nicht schlechter.
Warum sollte man sich diesen Film dann noch anschauen? Aus gar keinem Grund. Dieser Film hat einfach gar nichts zu bieten. Er gehört in allen Punkten zum schlechtesten, was je über meinen TV-Bildschirm geflimmert ist. Von der Story, über die Schauspieler, bis hin zu den Effekten, alles ist einfach mangelhaft bis ungenügend.
Dungeons & Dragons bekommt deswegen von mir die niedrigst mögliche Wertung auf meinrt 10er Skala, nämlich einen Punkt!
Titel Deutschland: Dungeons & Dragons
Originaltitel: Dungeons & Dragons
Genre: Fantasy-Abenteuer
USA 2000, FSK 12, Laufzeit: 107 Minuten
Darsteller: Jeremy Irons (Magier Profion), Thora Birch (Kaiserin Savina), Zoe Mc Lellan (Zauberin Marina), Kirsten Wilson (Elfe Norda), Lee Arnberg (Zwerg Elwood), Justin Whalin (Ridley), Marlon Waynans (Snails), Richard O\'Brien (Xilus), Bruce Payne (Damodar)
Regie: Courtney Solomon
Produzenten: Joel Silver, Thomas M. Hammel, Matthew Stillman
Drehbuch: Topper Lilien, Carroll Cartwright
Musik: Justin Caine Burnett
Kamera: Doug Milsome, B.S.C.
Ausstattung: Bryce Perrin
Schnitt: Caroline Ross
Kostüme: Barbara Lane
© Björn Becher 2002
Der Inhalt
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Im Kaiserreich Izmir gibt es eine 2-Klassen-Gesellschaft. Die Magier, welche die Oberschicht bilden, unterdrücken den Rest. Doch es besteht Hoffnung auf Gerechtigkeit, denn die junge Kaiserin Savina (Thora Birch) will diesem System ein Ende setzen und für Gleichheit sorgen. Doch dem Magier Profion (Jeremey Irons) ist dies gar nicht recht und so will er mit Hilfe des regierenden Rates erst die Kaisern stürzen, und danach den Rat entmachten, und sich selbst zum Alleinherrscher aufschwingen. Beide brauchen für ihren Plan ein rotes Zepter, welches dem Besitzer die Macht verleiht, die Roten Drachen zu befehligen, und ihn damit zum Sieger in jedem Krieg machen würde. Doch niemand weiß, wo sich dieses Zepter befindet, nur in der Magierschule gibt es eine Schriftrolle, welche Hinweise auf das Zepter enthält. So schickt die Kaiserin nach der Schriftrolle, doch Profion kommt ihr zuvor. Er schickt seine Schergen zur Schule, die den dortigen Oberlehrer töten, doch die junge Zauberin Marina (Zoe McLellan) kommt ihnen in die Quere und kann mit der Hilfe von den 2 Dieben Ridley (Justin Whalin) und Snails (Marlon Wayans), sowie des eigenwilligen Zwerges Elwood (Lee Arenberg) fliehen. Doch ihnen dicht auf den Fersen sind die Schergen von Profion und auch die Elfe Norda (Kristen Wilson), welche das Quartett für die Mörder des Zauberlehrers hält.
Meine Meinung
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Das soll ein Fantasyfilm sein, dachte ich mir, nach dem Schauen. Das kann ja gar nicht wahr sein, denn dieser Film hat aber auch rein gar nix zu bieten.
Das fängt mit einer Story an, die lückenhaft ist, öde ist, einfach scheußlich ist, oftmals keinen Sinn gibt, und auch nie zu begeistern weiß. Die Story ist irgendwo zwischen Zukunft und Mittelalter angelegt, aber findet nie ihre eigene Linie, sondern schlingert immer zwischen allem möglichen hin und her.
Das setzt sich bei zahlreichen namhaften Schauspielern (Jeremy Irons, Bruce Panye) oder solchen, die es bald werden wollen (Thora Birch, Justin Whalin) fort, die alle samt auf unterm Niveau agieren und die einem manchmal sogar einfach leid tun. Die Schauspieler bekommen zahlreiche platte Dialoge serviert, bei denen man beim besten Willen nicht brillieren sind. Da sind Dialoge dabei, die es bei bestem Willen nicht mal in ein Kinderbuch für 6jährige geschafft hätten und das nicht wegen zu unflätiger Sprache, o.ä., sondern einzig und allein wegen mangelndem Niveau. Da verwundert es nicht, dass einige Schauspieler, allen voran Jeremy Irons, einfach nur lustlos und genervt wirken, und dies mimisch auch deutlich zeigen. Die herbste Enttäuschung ist aber sicher Thora Birch, die man spätestens seit American Beauty auf der Rechnung haben muss, doch was sie hier abliefert, ist unter jedem Niveau. Was soll sie darstellen? Eine Kaiserin, die noch ein halbes Kind ist, und dazu einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat? Oder doch eher eine Kaiserin, die in der Gleichheit aller erst einmal auch Vorteile für sich sieht und bereit ist dafür in den Krieg zu ziehen? Es ist egal, denn es kommt rein gar nichts rüber. Wenn sie sich z.B. aufregt und eine entscheidende Rede vor dem regierenden Rat hält, dann stellt sich zu keinem Zeitpunkt irgendeine dramatische Stimmung beim Zuschauer ein. Der Zuschauer bleibt einfach gleichgültig, und dies ist einer der vielen tödlichen Fehler des Films.
Weiterhin schafft der Film zu keinem Zeitpunkt eine überzeugende Atmosphäre. Alles wirkt gekünstelt, man mag sich noch so anstrengen und noch so viel Fantasy besitzen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es bei diesem Film ein Zuschauer schafft, in die dort geschaffene Welt einzutauchen (wie man so schön sagt). Eine ganze Reihe drittklassiger Mittelalterfilme hat eine authentischere Atmosphäre als dieser Film, bei dem selbst die Kostüme und die Ausstattung nur mittelmäßig ist, und das ist tödlich bei einem solchen Film.
Dazu kommen dann die Spezial-Effekts, die man entweder schnell vergessen will, oder in ein Lehrbuch aufnehmen sollte, wie man es nicht macht. Allein die Drachen wirken so unecht, das da überhaupt keine Furcht oder irgendein anderes Gefühl aufkommen will. Das einzige was bei diesem Film aufkommt ist unfreiwillige Komik und diese nicht zu knapp.
Ich frage mich, wo diese Effekt gemacht wurden. Hat die ein Fan zu Haus am eigenen Computer kreiert und den Produzenten mal schnell zur Verfügung gestellt? Wenn nicht, hätte man diesen Weg wählen sollen, denn der wäre dann sicher sehr kostengünstig gewesen, und auch nicht schlechter.
Warum sollte man sich diesen Film dann noch anschauen? Aus gar keinem Grund. Dieser Film hat einfach gar nichts zu bieten. Er gehört in allen Punkten zum schlechtesten, was je über meinen TV-Bildschirm geflimmert ist. Von der Story, über die Schauspieler, bis hin zu den Effekten, alles ist einfach mangelhaft bis ungenügend.
Dungeons & Dragons bekommt deswegen von mir die niedrigst mögliche Wertung auf meinrt 10er Skala, nämlich einen Punkt!
Titel Deutschland: Dungeons & Dragons
Originaltitel: Dungeons & Dragons
Genre: Fantasy-Abenteuer
USA 2000, FSK 12, Laufzeit: 107 Minuten
Darsteller: Jeremy Irons (Magier Profion), Thora Birch (Kaiserin Savina), Zoe Mc Lellan (Zauberin Marina), Kirsten Wilson (Elfe Norda), Lee Arnberg (Zwerg Elwood), Justin Whalin (Ridley), Marlon Waynans (Snails), Richard O\'Brien (Xilus), Bruce Payne (Damodar)
Regie: Courtney Solomon
Produzenten: Joel Silver, Thomas M. Hammel, Matthew Stillman
Drehbuch: Topper Lilien, Carroll Cartwright
Musik: Justin Caine Burnett
Kamera: Doug Milsome, B.S.C.
Ausstattung: Bryce Perrin
Schnitt: Caroline Ross
Kostüme: Barbara Lane
© Björn Becher 2002
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