NHL 2002 (PC Spiel Sport) Testbericht

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Erfahrungsbericht von trampastheo

Wenn Eishockey auf dem PC zum Erlebnis wird!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Meine nicht all zu positive Meinung über EA Sports und vor allem den FIFA-Ausgaben, ist mittlerweile bekannt. Seit Wochen jedoch scheint sich ein Spiel des amerikanischen Herstellers von den anderen zu unterscheiden. Wo immer man auch hinschaut, in den Meinungsportalen, den Gamesites im Internet oder in Fachzeitschriften - überall wird ein Spiel besonders hervorgehoben und als das beste PC Spiel der letzten Monate bezeichnet. Es handelt sich um NHL 2002, ein Eishockeyspiel, um das auch ich letztendlich, trotz der anfänglichen negativen Einstellung gegenüber dem Hersteller des Spiels, nicht herumkam. Um so mehr war ich überrascht, als ich dann selbst feststellen konnte, was für ein faszinierendes Sportspiel NHL 2002 ist!

NHL steht für National Hockey League. Es handelt sich um die amerikanische und kanadische Eishockey Meisterschaft, die nicht nur in den Staaten und Kanada sehr beliebt ist, aber auch weltweit in den letzten Jahren viele Fans für sich gewinnen konnte. Zwar bin ich Freund vieler amerikanischer Sports wie der NBA (wo ich Miami Heat unterstütze) oder der World Wrestling Federation, aber mit dem Eishockey selbst hatte ich bisher wenig Erfahrung! Darum war für mich auch die Herausforderung größer mich mit NHL 2002 zu befassen. Sich auf einem ganz unbekannten Feld zu begeben finde ich äußerst interessant. So war mir bei NHL 2002 alles neu: die Regeln, die Mannschaften, die Divisionen, die Playoffs.


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Die Einführung ins Spiel
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Ein einfaches und übersichtliches Einführungsmenü, ermöglicht dem Spieler einen angenehmen Start in NHL 2002. Man kann zu Beginn mit einem Freundschaftsspiel seinen ersten Versuch starten, im harten Eishockeysport zu bestehen. Man kann es jedoch gleich, wie ich es getan habe, mit der Eishockeymeisterschaft ausprobieren, bei der man dann mit seinem Team gegen weitere 29 Mannschaften antreten muss. Insgesamt gibt es in der NHL also 30 Mannschaften, die wiederum in 6 Divisionen und zwei Konferenzen aufgeteilt sind (man kann jedoch auch eine der 20 angebotenen Nationalmannschaften auswählen). Die Divisionen wurden nach der amerikanisch-kanadischen Landkarte in Zonen eingeteilt. Hier kurz die Divisionen und die dazugehörigen Mannschaften: Northeast Division: Toronto, Montreal, Boston, Ottawa, Buffalo -Atlantic Division: Philadelphia, NY Islanders, Pittsburgh, New Jersey, NY Rangers - Southeast Division: Washington, Carolina, Florida, Tampa Bay, Atlanta - Central Division: Detroit, St. Louis, Chicago, Nashville, Columbus - Northwest Division: Colorado, Vancouver, Edmonton, Calgary, Minnesota - Pacific Division: San Jose, Dallas, Los Angeles, Phoenix, Anaheim. Nun heißt es, sich für eine dieser Mannschaften zu entscheiden. Hat man überhaupt keine Ahnung welches der Teams man aussuchen soll, kann man es nach dem Wappenprinzip tun. Da mir das Wappen der Vancouver Canucks mit der Abbildung des Orka Wals am besten gefallen hat und Vancouver gleichzeitig eine bezaubernde Stadt ist, habe ich mich für die Canucks entschieden.

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Gameplay
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Vor Beginn der Saison wird man nach manchen Einzelheiten gefragt, die für den Speilablauf von Bedeutung sind. So kann man z.B. auswählen ob man eine lange Saison mit 82 Spielen oder eben eine kleinere mit 29 spielen möchte. Hat man vor, sich einige Tage lang mit der Spannung, die so eine Saison mit sich führt, auseinander zusetzen, so sollte man die längere Saison auswählen. Gleichzeitig wird man nach den Spielzeiten gefragt. Im Eishockey gibt es drei Spielabschnitte mit je 20 Minuten Spielzeit. Bei NHL 2002 gibt es auch drei Spielabschnitte, der Unterschied jedoch liegt darin, dass man selbst die Dauer dieser Spielzeiten definieren kann. Die Mindestspielzeit beträgt 5 Minuten und kann bis zu 20 Minuten gehen. Ich schlage jedoch vor es bei den Minuten pro Spielabschnitt zu belassen, denn das bedeutet bereits 15 Minuten pro Begegnung (3x5min). Bei einer 20minuetigen Spielabschnittsdauer, würden man für ein einziges Spiel bereits 1 ganze Stunde brauchen (3x20min), was eigentlich zu viel ist. Gleichzeitig würden Ergebnisse entstehen, die der Realität nicht entsprechen würden. Bereits bei einer Spielzeit von 5 Minuten kommen Ergebnisse nahe der Zweiziffern-Grenze zustande. Bei 20 Minuten pro Spielabschnitt würde man wohl jede Beziehung zur Realität verlieren und das Scoreranking in die Luft sprengen. Wichtig ist vor Beginn des Spiels auch den Schwierigkeitsgrad anzugeben. Wenn man zum ersten Mal das Spiel startet, sollte man den Beginnerlevel auswählen. Auch da sind die Spielschwierigkeiten nicht ohne und man wird mit der einen oder anderen Mannschaft seine Probleme bekommen.

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Meine Erfahrung mit dem Spiel
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Bei seinen ersten Spielen, wird man sicherlich auch bittere Niederlagen einstecken müssen. Da musste ich im ersten Spiel eine haushohe Niederlage gegen Detroit mit 8-1 einstecken. Diese sitzt auch jetzt noch im Nacken, doch wenn ich daran denke, wie ich dann im Saisonverlauf aus meinen Abwehrfehlern gelernt habe und es letztendlich bis ins Finale geschafft habe, dann kann mir das etwas den Schmerz nehmen. Nach den ersten Spielen, die wie schon gesagt nicht besonders erfolgreich ausgingen, kamen dann die ersten Erfolge. Es ist nun mal auch eine Frage der Anpassung zu den Spielregeln aber auch der Handhabung und Lenkung des Spiels. Mit der C-Taste und dem Spacebar muss man sich erst mal anfreunden. Mit der ersten funktionieren in NHL 2002 die Spielpässe und mit der zweiten die Schüsse aufs gegnerische Tor (komisch, dass EA Sports diesmal nicht mit den A, S und D Tasten das Spiel konfiguriert hat).

Mit meinen Vancouver Canucks konnte ich nach dem 6. Spieltag endlich den ersten Sieg mit nach Hause bringen. Mit der Zeit wird man stärker und kann auch gegen bessere (was die Statistiken angeht) Mannschaften bestehen. Auch nach 82 Spielen wird das Spiel nicht langweilig, denn das Streben nach einem besseren Tabellenplatz und der Teilnahme an den Playoffs lassen einen immer sein bestes geben. Gehört man dann nach Ende der Saison zu den 16 besten Mannschaften der NHL, darf man nun am sogenannten Playoff Tree teilnehmen. Die Mannschaften aus dem Westen spielen gegeneinander, damit am Ende der Sieger der Western Conference feststeht. Das gleiche geschieht im Osten. Am Ende treffen die beiden Sieger der Western und Eastern Conference im Finale aufeinander und der Sieger der NHL wird gekürt! Ich schaffte es mit den Canucks sehr weit - bis ins Finale. Im Finale musste ich mich leider gegen Philadelphia geschlagen geben und das mit einem bitteren 4-0 (zwei der Partien verlor ich in der Verlängerung). Aber die ganze Spannung überhaupt bis ins Finale zu kommen, war für mich eine faszinierende Erfahrung.

Beeindruckend sind für mich die Statistikangaben im Spiel. Nach jeder Spielbegegnung hat man im Hauptmenü die Möglichkeit sich nach den Spielwerten seiner Mannschaft und den einzelnen Spielern anzuschauen: Tabellenplatz, Punkte, gespielte Partien, erzielte Tore, gewonnene Strafstösse, Spielkalender, Ergebnisse der anderen Teams, erfolgreichste Torschützen uvm. Die Amerikaner haben es sich zur Gewohnheit gemacht in ihren meisten Sportarten eine Gewinn-Prozentstatistik einzubauen, mit den erzielten Siegen der Mannschaften. So hat z.B. ein Team in drei Spielen einen Sieg erzielt und zwei Niederlagen eingesteckt. Die Statistikangabe würde dann in dieser Kategorie 33% Siegesquote lauten. Die Statistikangaben ist sehr detailliert und übersichtlich aufgelistet und daher für den Spieler auch von Nützlichkeit.

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Raufereien im Spiel nicht ausgeschloßen!
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Eishockey ist wohl eine der härtesten Sportarten überhaupt. Es ist gleichzeitig die Kunst auf dem Eis zu laufen und mit Eishockeyschläger und Puck die richtigen Bewegungen zu machen, um mit seiner Mannschaft Erfolg zu haben. Das kann sehr anstrengend sein und der eine oder andere Spieler verliert dabei seine Nerven. Dadurch entstehen sehr oft auf dem Eishockeyfeld Raufereien, die nach Außen den Anschein der absoluten Härte erwecken. In Wirklichkeit aber sollte man sich um die Gesundheit der Spieler wirklich keine Sorgen machen, denn bei dieser dicken Bekleidung und dem Helm, kann eigentlich keinem so richtig weh getan werden. Die Raufereien im Eishockey werden auch in NHL 2002 gut dargestellt. Da sieht man auf einmal zwei Spieler gegnerischer Mannschaften aufeinander zugehen, es kommt anfangs zu einer verbalen Auseinandersetzung und da dies anscheinend nichts nützt, kommt es zur Rauferei. Die Eishockeyschläger kommen dabei zum Einsatz! Man kann seinen Spieler bei diesem Kampf natürlich unterstützen, in dem man ständig auf die Spacetaste drückt. Letztendlich gewinnt einer der beiden, das Emotionsmeter des Teams, zu dem der Sieger gehört steigt und beide Spieler werden als Strafe für ihre Handgreiflichkeiten auf die Bank geschickt! Ich halte persönlich nicht viel von dieser Art der Auseinandersetzung und als Spielfeature gefällt es mir auch nicht. Das besonders nervende bei so einer Rauferei ist, dass sie in jedem Spiel 1-2 Mal stattfindet und es so öfters vorkommt, dass sie einen der Angriffskonter meiner Mannschaft unterbricht. Das ist dann schon ärgerlich, vor allem wenn man in einem Spiel zurückliegt und diese Kontermöglichkeiten nutzen muss.

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Besonderheiten des Spiels
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Eine der Besonderheiten von NHL 2002 ist das sogenannte Emotionsmeter. Es handelt sich um ein Feature, dass in Form einer Grafik im oberen, rechten Bildschirmrand erscheint. Es zeigt die Namen beider Mannschaften an und über ihnen gibt es ein Ranking, dass mit farbigen Balken gekennzeichnet ist. Hat man in einem Spiel in Folge viele Chancen oder dominiert die Partie, so beginnen diese Balken aufzuleuchten. Von der untersten grünen Stufe bis zur obersten roten Stufe, kann man sich hier in den Spielabschnitten hocharbeiten. Hat man das Match voll im Griff kommt man leicht auf die oberste Stufe, die Emotionen der Spieler befinden sich auf dem höchsten Niveau und die Zuschauer jubeln ohne Ende ihrem Lieblingsteam zu. Gleichzeitig werden die Spieler besser und kommen leichter in die Nähe der gegnerischen Tors. Dieses Feature ist besonders interessant und hat auch mit der Realität sehr viel zu tun, denn auch im wahren Eishockey spielt der Emotionsfaktor der Spieler eine große Rolle.

Für weiteren Spaß im Spiel sorgen die NHL Sammelkarten. Es handelt sich hierbei um die Abbildungen aller bekannten NHL Spieler, die man durch den Zufallsfaktor sammeln kann. Um ein Kartenpack zu bekommen, muss man 2000 Punkte opfern. Wie sammelt man jedoch diese Punkte? Die Antwort ist einfach: durch hervorragende Leistungen in seinen Spielen! Wenn z.B. ein Spieler einen Hattrick in einem Spiel schafft oder man eine Begegnung in der Verlängerung gewinnt, bekommt man einmalig dafür Punkte gutgeschrieben. Diese kann man dann gegen diese Karten eintauschen. Der Vorteil dieser Karten liegt darin, dass wenn man einen seiner eigenen Spieler im Kartenalbum vorliegen hat, kann man diese Karte für eine bessere Leistung seines Spielers einsetzen. So kann man dann nach Kartenfarbe (Gold, Silber und Bronze) für eine, zwei oder drei Spielperioden eine Spitzenleistung von seinem Spieler erwarten. Das Sammelkarten Feature finde ich eine hervorragende Idee, die auch etwas vom ununterbrochenen Eishockeyspielen positiv ablenkt.

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Grafik/Sound
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Die Grafik von NHL 2002 ist beeindruckend - bis ins letzte Detail wurde hier hart dran gearbeitet! Besondere Feinheiten bei den Gesichtern der Spieler (sie sind fast identisch mit den wahren Gesichtern der Spieler, wie man an ihren echten Photos im Spiel erkennen kann) und der Zuschauer fallen sofort auf. Sogar die Geschwindigkeit des Pucks, wenn er von einem Spieler abgespielt wird, ist deutlich erkennbar. Erstaunlich! Eine Vielzahl an Kameraperspektiven lassen die grafischen Vorteile dieses Spiels besonders zur Geltung kommen. Kommt es zu einem tet-a-tet mit dem Torhüter der gegnerischen Mannschaft, sieht man auf einmal seinen Spieler in blauviolettes Hintergrund und in dreidimensionaler Sicht auf den Torwart zugehen. Einfach überwältigend die Feinheit der grafischen Details! Der Sound des Spiels ist sehr vielfältig. Man hört im Spiel die vielfältigsten Kommentare der Sportreporter, den Lärm aus den Zuschauerrängen, den Stadionsprecher oder die Stadionmusik in den Pausen. Besonders angetan bin ich von den Rufen der Zuschauer, wenn ich als Gast in einem Stadion spiele. Die Jubelrufe für die Heimmannschaft sind groß, vor allem wenn sich diese mit dem Puck in der Nähe meines Tores aufhält. Doch im Angriffskonter erstarrt auf einmal das ganze Stadion, denn ich habe ein Tor erzielt. Die Totenstille, die auf einmal im Stadion einkehrt, ist beeindruckend. Man hat es mit seiner Mannschaft geschafft, den heimischen Fans die Luft rauszunehmen. Der psychologische Vorteil ist damit vorerst gesichert! Daran liegt es wohl auch, dass meine Auswärtsstatistik viel positiver ist, als die in den Heimspielen.


Ist NHL 2002 wirklich so gut wie alle behaupten, war die Frage in der Überschrift meines Berichts. Ohne Zweifel ist diese Frage mit ja zu beantworten. NHL 2002 ist das beste Sportspiel, dass ich bis heute gespielt habe. Nach über 95 absolvierten Begegnungen, mehr als 10 Tage Spielspaß, vielen Momenten der mitreißenden Spannung und ständigem Wechselbad der Gefühle, sollte das erste Kapitel NHL 2002 für mich geschlossen sein. Ob ich wieder mit einem anderen Team die Saison starte, weiß ich noch nicht, aber sicherlich werde ich schon in einigen Tagen wieder Sehnsucht nach dem Spiel bekommen.

22 Bewertungen, 1 Kommentar

  • anonym

    28.05.2002, 01:38 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich habe die 02er Version für mich entdeckt und bin nur noch am zocken. Habe heute sogar, nach einer ganzen Woche ausprobieren, mein erstes Spiel in der Schwierigkeitsstufe Mittel gewonnen. Da frage ich mich doch, wann ich endlich mal das erste Tor in