Echte Dattelpalme Testbericht

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Erfahrungsbericht von Karl49

Das richtige für einen Wintergarten

Pro:

Pflegeleicht

Kontra:

Braucht viel Platz

Empfehlung:

Ja

Hallo Leute

Eine sehr schöne Grünpflanze für ausreichend große Räume ist die Dattelpalme. Und große Räume sind einige wenige Voraussetzungen zum Halten dieser Pflanze, denn bei zusagenden Bedingungen kann sie selbst in der Wohnung recht schnell die Größe eines Weihnachtsbaumes erreichen. Aber alles der Reihe nach.

1. Die Aussaat

Die Anzucht der Dattelpalme ist mir regelmäßig aus den Kernen getrockneter Datteln geglückt, die es in jeder gut sortierten Kaufhalle gibt. Meine Erfahrung besagt, dass meist in etwa ein Drittel der Kerne aufgeht. Dabei betreibe ich keine besonderen Vorkehrungen bei den Kernen, wie anfeilen und ähnliche Sachen. Trotzdem habe ich erfolgreich 2 verschiedene Anzuchtvarianten getestet.
Mehrere Kerne einfach in einen Topf mit sandiger Erde stecken und immer schön feucht und warm halten. Am Besten man stülpt eine Plastiktüte über den Topf. Und dann heißt es nur noch Geduld zeigen und warten, bis sich das lange spitze Blatt aus der Erde sprießt. Das Hauptproblem der ganzen Dattelanzucht ist, dass man nicht abwartet und vorzeitig abbricht, oder in der langen Zeit doch mal vergisst, die Erde richtig feucht zu halten (aber nicht Nass). Im extrem schon mal mehrere Monate.
Es gehr aber auch die Methode, dass man die Kerne, nach Einweichem in blankem Wasser (Ist nur, damit sich Reste vom fruchtfleisch besser lösen.) zwischen Zellstoff legt. Diesen Zellstoff legt man in ein Weckglas und legt den Deckel so auf, dass ein kleiner Spaltbleibt, damit im etwas Luft dran kommen kann. Und jetzt wieder feucht halten, aber nicht im Wasser stehen lassen. Der Vorteil dieser Methode ist, dass man immer wieder mal schauen kann, was sich am Kern tut. Und da tut sich nach geraumer Zeit am Kern dahingehend etwas, dass sich ein kleiner runder Kreis auf dem Kern abzeichnet. Und zwar genau auf der Seite, die dem gespaltenem Teil des Kernes gegenüber liegt. Und wenn man en Zeitpunkt nicht verpasst, kann man schön sehen, wie sich an diesem Kreis dann die große dicke Wurzel herausschiebt. In dieser Phase habe ich dann jeden Kern in einen extra Topf gesetzt. Die Wurzel sollte dabei nicht länger als 1 cm aus dem Kern ragen (bricht beim Umpflanzen zu leicht ab.) Den Kern dabei so Einsetzen, dass die Wurzelspitze Richtung Topfbaden zeigt.

2. Die Anzucht

Ist erst mal das erste Blatt raus, kann man nicht mehr viel falsch machen. Auch wenn man denkt, die Dattelpalme steht ja in trockenen Gebieten gilt die Regel

„Den Fuß im Wasser und den Kopf in der Sonne, so wächst die Dattelpalme am Besten.“

Denn neben viel, viel Licht (auch Sonnenseite) braucht man gar nicht soviel Wärme, wie mancher denkt. Zwar verträgt sie auch 30 °C, kommt aber auch mit 18-20°C aus. Im Sommer immer schön gießen. Der Untersetzer zum Topf kann recht groß sein, und am Besten es steht öfter etwas Wasser im Untersetzer. Im Winter reichen der Dattelpalme sogar bloß 5°C. Nur sollte man sie dann wirklich etwas trockener halten. Bei diesen niedrigeren Temperaturen darf dann kein Wasser im Untersetzer stehen. Sonst faulen die Wurzeln.

3. Die Weiterkultur

Wenn die Blattspitzen eintrocknen, war man schon zu vorsichtig mit dem Gießen. Das einzige Problem, was jetzt die Dattelpalme noch bereitet ist, dass man öfter Umtopfen muss. Denn die Dattelpalme entwickelt wirklich unwahrscheinlich große Wurzelballen. Ist der Topf zu klein, wächst sie natürlich auch nicht so schön schnell weiter. Wer keine Möglichkeit hat, Töpfe mit 30, 40 und mehr Zentimeter Durchmesser hinzustellen, wird es mit der Weiterzucht schon problematisch. Am besten ist es, wenn man einen schönen Wintergarten hat, wo man später selbst Kübel bis zu einem Durchmesser von einem Meter hinstellen kann.

Das Umtopfen habe ich immer in nahrhafte humose Gartenerde (vom Komposthaufen) vorgenommen, der ich etwas Sand zugemischt habe.

Die Dattelpalme kann, wenn keine Nachtfröste mehr zu befürchten sind, das ganze Jahr im Freien stehen und muss erst wieder reingeholt werden, wenn die ersten Nachtfröste drohen.

Der Pflanze kann man beim Wachsen etwas Hilfe bieten, in dem man die äußersten Blätter kurz über dem Blattansatz abschneidet. Insbesondere dann, wenn die Blätter manchmal schon waagerecht stehen. Dankbar ist die Pflanze, wenn man am Blattansatz die vertrockneten Fasern durchschneidet. Und vom Aussehen her ist es nicht schlecht, wenn man vertrocknete Blattspitzen wegschneidet.

4. Das Ende der Pflanze

Eigentlich kann man die Dattelpalme nicht kaputt pflegen. Sie bleibt höchstens mickerig, wenn die Töpfe viel zu klein sind.
Meistens passiert es, dass man die Pflanze eben fällen oder weggeben muss, weil sie einfach zu groß geworden ist.
Den Kältetod erleiden höchstens mal Pflanzen, wenn man sie vergisst, im Winter herein zu nehmen. Selbst meine Pflanze hatte mal einen leichten Frost (Nachtfrost) draußen mitbekommen. Wenn der Frost nicht lange dauert, ist das kein Problem.

5. Düngen

Bei der Düngung habe ich mir nicht viel Gedanken gemacht. Durch das in der Anfangsphase häufige Umtopfen kam immer schöne frische Erde in die Töpfe. Bei älteren Pflanzen habe ich normalen Blumendünger für Topfpflanzen genommen, bzw. noch besser die Düngestäbchen in die Erde gesteckt.

6. Fazit

Mit der Dattelpalme hatte ich noch nie Probleme bei der Kultur, wenn erst mal das erste Blatt richtig gewachsen ist. Selbst im Büro hatte ich ein Exemplar, dass meine Kollegen auch nicht kaputt pflegen konnten, wie vielleicht mein Kaffeebäumchen, welches ich in einem früherem Bericht vorgestellt hatte. Also beim nächsten Dattelkauf Kerne nicht wegwerfen, sondern mal selbst probieren,

meint Karl49.

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