Edradour 10 Jahre Testbericht
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- Geschmack:
- Geruch:
- Wirkungsgrad:
- Nachwirkungen:
Erfahrungsbericht von Dr_Ed
Komm dahin, wo der Geschmack ist!
Pro:
sehr runder und harmonischer Geschmack
Kontra:
In Deutschland nur schwer zu bekommen
Empfehlung:
Ja
Damit meine Berichte in nächster Zeit eine persönlichere Note bekommen, habe ich mir überlegt, Euch ein weiteres Hobby von mir vorzustellen: Ich sammele Whiskies. Aber nicht diese - wie einige Whisky-KennerInnen es nennen - "Blended-Plörre", sondern richtige Single Malts. Aber bevor ich hier zum eigentlichen Produkt komme, ist es für einige von Euch möglicherweise ganz hilfreich, den Unterschied zu kennen zwischen "Blendeds" und "Single Malts".
###Dr.Ed's kleine Produktkunde###
~~Blendeds~~
Was ist denn nun ein "Blended Whisky"? - Die meisten Whiskies, die ihr so im Supermarkt um die Ecke kaufen könnt, sind sogenannte "Blendeds". Darunter versteht man Whiskies, die aus mehreren verschieden Whiskies oder Destillationen zusammengestellt werden. Das können dann Whiskies aus gemälzter Gerste, aber auch aus anderen gemälzten Getreidesorten sein. Dabei können dann auch Whiskies aus verschiedenen Brennereien, Jahrgängen und Herkünften zusammengemischt werden. Im Deutschen würde man dazu wahrscheinlich "Verschnitt" sagen.
Man kann es in etwa vergleichen mit Jahrgangssekt oder einigen Weinen, die nach einer bestimmten Rezeptur aus Weinen verschiedener Herkunft und/oder Rebsorten zusammengerührt wurden. Man könnte es grob überspitzt auch als Eintopf bezeichnen. Kann durchaus schmackhaft sein, hat aber selten eine individuelle Note und ist daher eher etwas für den "mainstream". Wenn Ihr also mal auf die Etiketten von Johnny Walker oder Ballantines draufschaut, werdet ihr sehen, dass es sich meist um die Blended-Version handelt. Zwar haben sich diese beiden Marken inzwischen dazu durchgerungen, auch Single-Malt-Versionen ihrer Produkte anzubieten, aber die sind dann natürlich auch teurer als deren "Blended"-Geschwister.
~~Single Malts~~
Unter "Single Malts" versteht man Whiskies, die ausschließlich aus Gerstenmalz hergestellt werden und die aus einer einzigen Brennerei stammen. Dabei können für die Flaschenabfüllung verschiedene Jahrgänge dieser Brennerei verwendet werden. Auf dem Etikett der Flasche wird dann das Alter des jüngsten in der Abfüllung enthaltenen Whiskies angegeben. Wenn also auf dem Etikett zu lesen ist, dass der Whisky 12 Jahre alt ist, bedeutet das, dass das jüngste Destillat mindestens 12 Jahre alt ist, wobei sich natürlich auch ältere Semester darunter befinden können.
In gewisser Hinsicht ist das natürlich auch eine Mischung, aber eine mit wesentlich geringeren Variationsmöglichkeiten. Hat aber den Vorteil, dass ein Whisky auf diese Weise eine wesentlich individuellere Note erhält, der ihn von anderen unterscheidbarer macht, so dass sich - ähnlich wie bei Spitzenweinen - allein durch den Geruch, aber auch den Geschmack schon in etwa über die Herkunft des Whiskys eine Aussage treffen lässt.
***THE EDRADOUR DISTILLERY***
Die Edradour-Distillerie (spricht sich Edradauer - und das ist jetzt kein Dr_Ed-Kalauer!) liegt in einer idyllischen Landschaft beim ramontischen Ort Pitlochry, einem kleinen, verschlafenen Nest, irgendwo in den Highlands. Ich persönlich war leider noch nicht da, aber eine mir befreundete Reiseleiterin, die schon mal vor Ort war, hat mir mal ganz entzückende Fotos gezeigt: Es ist eine Postkarten-Idylle, wie sie im Bilderbuch steht! Die Distillerie selber ist die kleinste Schottlands und soll seit ihrer Gründung im Jahre 1825 im Wesentlichen unverändert geblieben sein. Ich stelle mir das wie eine Art Freilichtmuseum mit Brennerei-Betrieb vor. Jedenfalls wurde mir von besagter Reiseleiterin gesagt, dass ich mit meiner Vorstellung gar nicht mal so falsch liege!
***THE EDRADOUR HIMSELF***
Der Whisky selber hat eine klare, relativ helle Honigfarbe mit Tendenz Richtung Sherry, also einem leichten Stich ins rötliche. Bei entferntem Hinsehen könnte man die Flüssigkeit auch für Weinbrand halten. Das ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass der Whisky während seiner 10-jährigen Reifung überwiegend in ehemaligen Sherry-Fässern sein Dasein fristen durfte. Ein beliebter Trick unter Whisky-Destilleuren, um dem Destillat eine vielschichtigere Geschmacksnote zu geben.
Aber kommen wir doch mal zum Wesentlichen: Dem Geschmack! Einen Geschmack zu beschreiben hat natürlich immer etwas sehr subjektives. Aber ich bemühe mich trotzdem mal darum, es so objektiv wie irgend möglich zu halten.
Dazu wird erstmal die Flasche entkorkt. Ich hole einen tiefen Luftzug und schnuppere: Hmm, riecht irgendwie nach ein wenig Honig, eine Spur Vanille, etwas Torf, eine Note Sherry. Schütten wir das Ganze doch mal in ein Glas. Am besten eignet sich ein Sherry-Glas! Für diejenigen, die sich jetzt ein wenig wundern, warum ich nicht zu diesem zylinderförmigen Standard-Whisky-Glas greife, sei gesagt, dass sich in einem Sherry-Glas die Aromen besser entfalten können, ohne dass sie sich gleich verflüchtigen. Anders gesagt: Das Genuss- und Geschmackserlebnis wird dadurch intensivert! So, nochmal am Glas schnuppern - ja, jetzt kommt auch die Sherry-Note etwas besser zur Geltung und auch die anderen Düfte entfalten sich jetzt ein wenig intensiver. Also ich würde es mal als sehr aromatisch, harmonisch und weich bezeichnen.
Da stellt sich natürlich die Frage, ob das Destillat auch so schmeckt, wie es riecht? - Das kann ich nur bejahen! Etwas Heide-Honig, eine Idee Vanille, den Torf und den Sherry schmeckt man jetzt etwas deutlicher und im Abgang vielleicht noch einen Hauch Haselnuss. Insgesamt ein eher süßlicher Whisky. Ich persönlich würde ihn als sogenannten Dessert-Whisky einordnen, also ähnlich wie Rich-Cream-Sherry etwas, was man sich gerne zum Nachtisch gönnt. Die einzelnen Aromen vereinen sich sehr harmonisch, der Whisky ist ziemlich mild - also kein Rachenputzer - und hat einen runden, weichen Abgang.
***FAZIT***
Dieser Whisky ist ein echtes Leckerli. Er ist sehr mild und hat eine eher süßliche Note, so dass auch Einsteiger schnell auf den Geschmack kommen können, weil er nicht so ein Rachenputzer ist, mit dem - bildlich gesprochen - sämtliche Keime im Hals abtöten kann. Vom Verdünnen mit anderen Getränken oder mit Eis möchte ich dringend abraten, denn dadurch würde Euch ein Geschmackserlebnis der angenehmen und besonderen Art entgehen. Leider ist dieser Whisky in Deutschland nur sehr schwer erhältlich und wenn, dann dürfte eine Flasche mit 0,7 Liter geschätzte 35,- bis 50,-EUR kosten. Es ist also kein Allerwelts-Malt-Whisky wie z.B. Glenfiddich, sondern eher etwas für besondere Gelegenheiten.
35 Bewertungen, 15 Kommentare
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07.06.2008, 01:07 Uhr von ingoa09
Bewertung: sehr hilfreichWohl sein! Gruß Ingo
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30.04.2008, 23:52 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreicheinen schönen abend wünsche ich dir
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06.07.2007, 17:43 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
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05.07.2007, 23:36 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSH LG Pet
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03.07.2007, 15:12 Uhr von golfgirl
Bewertung: sehr hilfreichLg Dani
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01.07.2007, 15:10 Uhr von Gemeinwesen
Bewertung: sehr hilfreichSlainte! Beste Grüße vom Gemeinwesen.
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30.06.2007, 23:59 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
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30.06.2007, 23:27 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichl.g. petra
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30.06.2007, 22:56 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreichEin interessanter Bericht. ‹(•¿-)› Liebe Grüße aus Berlin, Wilfriede
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30.06.2007, 20:51 Uhr von winki36
Bewertung: sehr hilfreichGegenlesung wäre super, Liebe grüsse
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30.06.2007, 20:03 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreichLG Anita
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30.06.2007, 19:45 Uhr von LilaLisa
Bewertung: sehr hilfreichSCHÖNER Bericht !!!!! Liebe Grüsse Lisa ;-)
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30.06.2007, 19:02 Uhr von gerrhosaurus1978
Bewertung: sehr hilfreichLG, Daniela
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30.06.2007, 18:53 Uhr von strubbine
Bewertung: sehr hilfreichschönes Wochenende
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30.06.2007, 18:37 Uhr von frankensteins
Bewertung: sehr hilfreichsuper beschrieben, ich rieche gerne daran lg
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