Einkaufen Testbericht

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Erfahrungsbericht von Sanna1406

Die Einkaufsliste

Pro:

Mann/Frau vergißt nichts.

Kontra:

Man kauft trotzdem oft mehr ein als man braucht

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich durch Zufall bei dem Mitglied Mondkind2357 bei der CIAO-Party gelandet bin, habe ich hin- und herüberlegt und festgestellt, daß es mir auch Spaß machen könnte, Erfahrungsberichte zu schreiben. Gestern war es dann soweit, ich habe mal einen Bericht geschrieben, der aber nicht ganz so ernst zu nehmen ist. Eigentlich soll er unterhaltsam und auch zum Schmunzeln sein.

So nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und freue mich über Eure Kommentare.



Die Einkaufsliste

Manche Menschen tun es, manche nicht. Doch heisst es dann auch, daß die Menschen, die es tun, glücklicher sind? Bedeutet es, dass sie sich Geld und Zeit sparen? Haben Menschen, die es nicht tun, bessere Nerven? Ich gehöre zu denen, die es tun: eine Einkaufsliste schreiben.

Betrachten wir zunächst eine klassische Situation aus der Sicht einer unverheirateten Frau, die es nicht tut: Sie betritt ein großes Lebensmittelgeschäft, nimmt sich einen Einkaufswagen und schlendert durch die kilometerlangen Gänge. Eine Packung milder Kaffee, ein Vollkornbrot, eine Tafel Diätschokolade, eine Packung fettreduzierte Chips, zwei Gläser Putenwiener, diverse Gemüse- und Obstsorten, fettarmer Streichkäse, unzählige Joghurts und eine Kiste Apfelsaft. Auf dem Weg zur Kasse ? wie sollte es auch anders sein - das Paradies der Frauen: die Kosmetikabteilung. Diese Abteilung steht bei Frauen unter den TOP 5 der zeitraubendsten Freizeitbeschäftigungen - neben dem Schuhkauf. Eine Anti-Aging-Creme hier, eine Peeling-Kur dort, noch eine Haaraufbaukur und eine Bodylotion. Kaum zwei Stunden später steht sie endlich an der Kasse. Als ihr die Kassiererin den Betrag nennt, ist die Einkäuferin schockiert. Aber was soll sie machen? Angeblich braucht sie das alles. Sie kramt also ihren Geldbeutel aus der Tasche und stellt dann fest, sie hat zu wenig Geld dabei. Doch welche Frau verfügt nicht über eine Kreditkarte? Mit dieser zahlt sie die horrende Summe und fährt mit ihrem Einkauf nach Hause. Dort stellt sie fest, dass sie noch zwei Packungen Kaffee, eine Tafel Schokolade und drei Packungen Saft daheim hat, die sie gar nicht hätte besorgen müssen - ganz zu schweigen von den Kosmetikartikeln. Sie bemerkt auch, dass sie vergessen hat, Milch einzukaufen. Mit ihrer Tasche bricht sie wieder auf, um Milch zu besorgen.

Aus der Sicht eines unverheirateten Mannes, der es nicht tut, sieht es ganz anders aus: Er betritt den Laden, nimmt keinen Einkaufswagen und hastet durch die Gänge. Eine Packung Brot - egal welches -, mehrere Packungen Fertiggerichte, sowie Pizza und ein Sechserpack seines Lieblingsbiers. Eilig stellt er sich an die Kasse und zahlt - welche Summe auch immer. Zuhause schmeißt er sich mit einer Pizza und dem Bier aufs Sofa und sieht fern.

Wie sieht das Ganze bei Menschen aus, die es tun? Zunächst wieder aus der Sicht der Frau, wobei es hierbei keine Rolle spielt, ob sie verheiratet oder ledig ist. Die Frau sitzt stundenlang in der Küche und überlegt. Sie sieht in den Kühlschrank und in den Vorratsschrank und notiert sich, was zu besorgen ist. Vorsorglich steckt sie genug Geld ein und fährt zum Einkaufen. Im Laden holt sie sich einen Einkaufswagen und startet ihre Tour. In ihrer Tasche sucht sie nach dem Zettel. Sie hat alles dabei: Geld, Schlüssel, Spiegel, Puder - aber keine Einkaufsliste. Nach langem Überlegen fällt ihr ein, dass sie ihn auf dem Küchentisch hat liegenlassen. In Windeseile stellt sie den Einkaufswagen zurück, verlässt den Laden und braust nach Hause. Völlig ausser Atem steigt sie die letzten Stufen hinauf. Vor der Tür kramt sie nach dem Schlüssel und hört aus ihrer Wohnung das Telefon. Hektisch sperrt sie auf und läuft eiligst zum Telefon. Warum ruft Mama immer dann an, wenn sie gerade keine Zeit hat? Fürsorglich sagt sie noch: "Schreib dir lieber eine Liste, dann kannst du nichts vergessen." - "Ja, Mama." Nach weiteren zehn Minuten beendet sie das Gespräch, schnappt ihre Tasche und fährt zurück zum Geschäft. Vor der Ladentür schwant ihr nichts Gutes. Schon wieder wühlt sie in ihrer Tasche. "Oh nein, nicht schon wieder!" Das Spiel wiederholt sich. Schnell nach Hause, die unzähligen Treppen hinauf und rein in die Wohnung. Diesmal lässt sie sich von dem klingelnden Telefon nicht beirren, krallt sich den Einkaufszettel - der nach wie vor auf dem Tisch liegt - und hechtet in ihr Auto, um den dritten Ver-such zu wagen. Ohne Probleme tätigt sie den Einkauf. Auf dem Weg zur Kasse - schon wieder diese Kosmetikabteilung. Letztlich steht sie mit ihrem Einkauf an der Kasse. Bei der letzten Kontrolle der Liste merkt sie, dass sich zuviel in ihrem Einkaufswagen befindet. Sie weiss, das Geld wird nicht reichen, aber sie hat ja noch ihre Kreditkarte. Be-zahlt und eingepackt transportiert die Frau ihren Einkauf nach Hause.

Bei einem Mann, der es tut, kann es wie folgt aussehen: Fleißig schreibt er sich die fünf Sachen auf, die er braucht, dann geht er in den nächsten Laden, mit dem Zettel in seiner Jackentasche. Natürlich ohne Einkaufswagen hastet er durch das Geschäft. Schwupps, steht er an der Kasse. Den Einkaufszettel in seiner Jackentasche hat er vergessen. Er lässt seinen Blick über die Waren schweifen und weiss nicht, ob er zuviel oder zuwenig eingekauft hat - es interessiert ihn aber auch nicht. Er bringt nach dem Bezahlen seinen Einkauf nach Hause. Dort setzt er sich mit einer Pizza und seinem Bier vor den Fernseher.


Fazit:
Eine Frau, die es nicht tut, kauft zuviel ein, wundert sich über die hohe Summe und zahlt dann mit ihrer Kreditkarte. Eine Frau, die es tut, kauft auch zuviel ein, wundert sich allerdings nicht über die hohe Summe und zahlt mit ihrer Kreditkarte.

Ein Mann, der es nicht tut, kauft, was er gerade braucht, vergisst aber meist die Hälfte, wundert sich nicht über den Betrag und zahlt. Wenn er etwas vergessen hat, geht er am nächsten Tag wieder einkaufen. Ein Mann, der es tut, kauft, was er gerade braucht, vergisst auch meist die Hälfte, weil er nicht an die Liste in seiner Jackentasche denkt, wundert sich nicht über den Betrag und zahlt. Wenn er etwas vergessen hat, geht er am nächsten Tag wieder einkaufen.

Eine Frau, die es nicht tut, braucht viel Zeit beim Einkaufen - vor allem in der Kosmetikabteilung. Eine Frau, die es tut, braucht auch viel Zeit beim Einkaufen, weil sie meist nach dem besten Produkt fahnden muss - vor allem in der Kosmetikabteilung

Männer - egal, ob sie es tun oder nicht - benötigen viel weniger Zeit, weil sie die Hälfte vergessen.

Es ist wohl schwer festzustellen, welche Menschen glücklicher sind. Aber überlegen Sie sich, welche Menschen Zeit und Geld sparen. Ich meine, es liegt nicht unbedingt an der Einkaufsliste, sondern vielmehr an den unerklärli-chen Welten dieser Erde - an dem Unterschied zwischen Mann und Frau. In diesem Sinne, viel Spaß bei Ihrem nächsten Einkauf - egal, ob mit oder ohne Einkaufsliste.



Ich hoffe, ich konnte hier und da mit diesem "Bericht" ein kleines Schmunzeln erzeugen. vielleicht hat sich jemand auch selbst erkannt? Ich bin schon ganz gespannt auf Eure Reaktionen.

Wir haben es als CIAO-Party bezeichnet, deswegen formuliere ich auch die Einleitung nicht um. Mondkind2357 ist hier unter dem Nick Hexe1860 bekannt und hat mich hier auch zu yopi eingeladen.

21.09.04 bei CIAO
24.09.04 bei yopi ©Sanna1406

15 Bewertungen, 2 Kommentare

  • AnnaH

    24.09.2004, 08:11 Uhr von AnnaH
    Bewertung: sehr hilfreich

    Über was man alles schreiben kann, ich staune immer wieder. Aber hast Du recht, ohne Zettel landet doch aller Unfug im Wagen, und das wesentliche vergißt man.

  • Hexe1860

    24.09.2004, 07:22 Uhr von Hexe1860
    Bewertung: sehr hilfreich

    Meine Liste vergesse ich meistens zuhause und kaufe dann das was ich nicht brauche. Muß dann meistens nochmal los.