Einkaufen Testbericht
ab 13,01 €
Billiger bei eBay?
Bei Amazon bestellen
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
Erfahrungsbericht von Spocht
Xtreme-Einkaufing
Pro:
Man bekommt, was man braucht
Kontra:
Den anderen gegenüber ziemlich unhöflich
Empfehlung:
Nein
Freitag morgen. Frühstück machen. Hmm. Also los: Schüsselchen raus, Cornflakes rein (Die Originalen von Kellogg's- bin halt doch ein verwöhntes Kind, jaja...), Schüsselchen vollma.. ja- und? Wieso kommt da nix? Ach so, leer. Oh, das trifft sich ja gut, war eh keine Milch mehr da.
Aber macht ja nix, dann halt Worschtebrot zum Frühstück- mit lecker Bierwurst und Ketchup (mein voller Ernst)? Na klar, gerne! Aber- statt Bierwurst gibt's nur die lange Salami am Stück, die man zu allem Überfluß auch noch selbst schneiden muß (und das im 21. Jahrhundert), und- auf welches Brot überhaupt?
Also- hier geht es heute ums Einkaufen. Neues vom Spocht:
Sollte es wirklich schon wieder so weit sein- dieses Event, bei dem bei Frauen die Augen glänzen, bei Männern hingegen unwillkürlich ein schaler Beigeschmack im Mund entsteht? Nein, keine Schmachtfilme a la "Email für Dich" oder "Schlaflos in Seattle", die Rede ist vielmehr vom Tauschen von Waren des täglichen Gebrauchs gegen bedruckte Papierblättchen im allgemeinen sowie vom Erheischen besonders selten und zu einem Spottpreis feilgebotenen Okkasionen im speziellen- der Volksmund spricht hier ganz nüchtern vom "Einkaufen".
Was für Frauen schon so ähnlich ist wie "Shopping", ist für Männer ein Kampf, den nur der härteste an der Kasse mit einem vollen Wagen für sich entscheiden kann.
Oh jeh- hinein ins Gewühl- und zwar zu real,- Allerdings können die geschilderten Umstände überall auftreten- dagegen ist man nirgendwo gefeit. Also: obwohl heute Freitag morgen ist, strömt das Volk in Massen- um seinem König zu huldigen (nicht mir)- sondern König Kommerz. Können denn die Untertanen nicht irgendwie Montag morgen bis 10:00 Uhr alle Einkäufe unter Dach und Fach gebracht haben?
Genaudasselbe übrigens immer um die Mittagszeit: wenn man es *wirklich* eilig hat, um in der Mittagspause mal *schnell* was zu kaufen, senkt man oftmals den Altersdurchschnitt in der Schlange erheblich, während der Anteil der Arbeitnehmer sinkt (Ich weiß, auch ich werde mal älter und hoffe, irgendwann auch mal ein Rentner zu sein- aber bis dahin kann man vielleicht alles online bestellen. Nix für ungut, ist eh nicht alles ernst gemeint..).
Man muß sich also durchsetzen, denn nur die "Harten komm'n in'n Garten". Wie man das macht, fragt Ihr Euch?
Na gut, um Euch allen einen kleinen Überblick über die wichtigsten Verhaltensmaßgaben beim Einkaufen zu geben, quasi einen "Shopping-Knigge", habe ich alles mal in ein paar simple Regeln gegossen. Einfach ausdrucken, ausschneiden und immer zum Einkaufen mitnehmen.
1.) Du bist der einzige, der es eilig hat. Alle anderen sind nur zufällig hier, obwohl sie zuhause noch Vorräte haben (Zwei-Artikel-Käufer) oder die persönliche Voratshaltung sträflich vernachlässigt haben (Zwei-Volle-Wagen-Käufer). Beide haben um diese (Deine) Zeit nichts hier verloren, sei es aus Neugier, Zeitvertreib oder aus schlichter Dummheit.
2.) Wenn Du einen Parkplatz suchen mußt, bleibe vor einem Auto, bei dem sich jemand gerade anschickt, den Kofferraum zu öffnen, um seine "Beute" einzulden, stehen. Versuche dabei, die Fahrzeuge hinter vollständig zu blockieren. Du tust eine gute Tat, da all diese Leute mit 3 Wasserkästen zum Nachdenken angeregt werden, das nächste mal auch bei strömendem Regen mit dem Fahrrad einkaufen zu fahren.
Solltest Du allerdings vorher einen Parkplatz sehen, der noch frei ist, nimm ihn sofort, egal ob Mutter- und Kind- oder Behindertenparkplatz. Entweder bist Du Mutter, und wenn nicht, dann auf jeden das Kind Deiner Eltern, und behindert bist Du in Deiner Parkplatzauswahl, da Dir diese keine andere Wahl läßt.
Natürlich kannst Du auch jemand anderem vor seiner Nase den Parkplatz wegschnappen, wenn dieser versucht, langsam einzuparken. Du tust allen damit einen Gefallen, denn wer langsam parkt, parkt wahrscheinlich nicht besonders gut, sonst könnte er es schneller.
Und hey, wer schlecht parkt, der macht auch schon mal ne Schramme in das Auto des Nachbarn- und genau das hast Du mit Deiner guten tat verhindert.
Sollte später bei Dir ein Auto auf Deinen Parkplatz warten, laß Dir Zeit, denn Stress verursacht Magengeschwüre, und durch die "Zwangsentspennung" des Wartenden kann auch er davon profitieren.
3.) Natürlich braucht man immer einen Einkaufswagen. Alleine eine Tüte Fischerman's und eine Schachtel Zigaretten können zusammengenommen schon ein Gewicht erreichen, das sich -über die Dauer eines Durchschnittseinkaufs- schon in den Armen bemerkbar macht.
Solltest Du kein Kleingeld haben, frage Passanten, ob sie einen 50-EUR-Schein wechseln können. Achte besonders auf Leute, die in beiden Händen Tüten tragen. Gerade bei Ihnen ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß sie entsprechend viel Kleingeld haben, das sie bei ihren vielen Einkäufen eben als Wechselgeld zurückerhalten haben.
Solltest Du später Deinen nicht zurückbringen, sondern wirst von einem Kunden gefragt, der ih haben will, nimm den EURO und gib ihn ihm, egal, ob nur ein Plastikchip drinsteckt oder nicht. Sogar Chips kosten Geld, und nicht selten bringen sie ein bißchen Farbe ins ansonsten eher triste Portemonnaie.
4.) Solltest Du Pfandkästen abegeben, reicht es, diese immer in die erste Reihe auf die Palette zu stellen, egal wie hoch diese und wie niedrig die hinteren sind.
Du sicherst die Arbeitsplätze der Leute, die mit Spaß dieser Aufgabe nachgehen und sich quasi nebenbei umsonst dank Dir einen tollen Body erarbeiten können.
5.) Wenn Du verderbliche Waren kaufst, gehe sicher, daß Du eine Packung erwischst, die mindestens 3 Wochen länger haltbarer ist als der Rest. Der Rest der Leute, die hinter Dir und Deinem Wagen warten, um ans Regal zu kommen, haben Verständnis dafür. Solltest Du im Zweifel sein, ob es nicht doch noch ein länger haltbares Produkt gibt, frage einen Verkäufer zwei Gänge weiter. Auch wenn dies nicht seine Abteilung ist: Ein guter Verkäufer muß das wissen und ggf. im Lager nachsehen.
Dein Wagen kann natürlich am anderen Regal stehenbleiben, denn so werden seine Laufrollen geschont.
6.) Kaufst Du abgepackte Ware, versuche grundsätzlich, eine Packung mit mehr Inhalt als alle anderen zu finden. Auch im Zeitalter von Meßverfahren und Verpackungstechnik kann es immer noch zu Toleranzen im Promillebereich kommen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welches Du nehmen sollst, gib Deinen Mitmenschen das Gefühl gebraucht zu werden und frage sie nach Ihrer Meinung. Darauf hören mußt Du nicht. Sprich hierbei bevorzugt Leute an, die offensichtlich keine Zeit haben, da von Ihnen eine schnelle Entscheidung zu erwarten ist.
7.) Siehst Du etwas, das Du brauchst, fahre grundsätzlich mit dem Wagen bis zum Regal und laß ihn unvermittelt stehen, ganz egal, ob andere Wagen oder Konsumenten noch durch die engen Gänge kommen oder nicht. Das Unternehmen ist Dir auf jeden Fall zu Dank verpflichtet, weil durch diese Verkehrsberuhigende Maßnahme die Aufmerksamkeit anderer Kunden für die liebevoll und mit viel Mühe gestalteten Werbedisplays geweckt wird.
8.) Genauso wie im Straßenverkehr zählt es auch im Supermarkt nur, daß Du dahinkommst, wo Du hinmußt. Alle anderen halten sich an Paragraph Eins der StVO und haben Verständnis dafür, Daß Du es wirklich- wahrscheinlich sogar als einziger- eilig hast (s.o.).
9.) Wenn Du Beratung benötigst, zeige dem Verkäufer unmißverständlich mit gesundem Halbwissen (tm), daß Du weißt, wovon er redet. Er mußte das als weiterbildende Maßnahme auf dem 4. oder 5. Bildungsweg mühsam lernen, während es Dir aus Fachpublikationen wie X-Bild zugeflogen ist, wobei X für alles stehen kann, was der Springer-Verlag und andere hochkarätige Häuser an hilfreicher Fachliteratur publizieren. Laß ihn an Deinem wertvollen Wissen teilhaben, auch wenn er aus Höflichkeit oder Schüchternheit nicht explizit darum bittet.
Laß ihn auf keinen Fall ausreden, da er Dir eh nur nutzlosen Schnickschnack aufschwätzen will.
10.) Es ist OK, an der Wurst- und Käsetheke auf die Frage "Wer war der nächste?" sofort mit "Ich!" zu antworten. Bis die anderen umstehenden das unter sich ausgemacht haben, bist Du sowieso schon fertig. Alle werden Dir dankbar sein, da Du ihnen die Zeit gegeben hast, sich untereinander einig zu werden.
11.) Es ist genauso OK, wirkliche Sonderangebote restlos aufzukaufen. Sollten die Verkäufer anderer Meinung sein, mache ihnen klar, daß sie genau davon leben: vom Verkaufen. Und daß eine Mischkalkulation in den seltensten Fällen aufgeht, wurde ihnen am Beispiel der Mobilfunkbetreiber eindrucksvoll mit den gesponserten Prepaidkartenhandys illustriert. Andere Verbraucher hingegen waren schlicht und ergreifend zu langsam, denn das Wort "SONDER-Angebot" impliziert nicht nur einen besonders günstigen Preis, sondern auch, daß man besonders schnell sein muß, um noch etwas abzukriegen.
12.) Zähle an der Schnellkasse demonstrativ die Artikel der Personen vor Dir an der Schlange. Schicke alle an anderen Kassen, die mehr auch nur einen mehr als zehn Artikel haben, wobei Artikel gleicher Art als jeweils einer zählen.
Wäre ja noch schöner, wenn Du mit Deinem vollen Einkaufswagen wegen solcher Hornochsen lange warten müßtest, obwohl Du es *wirklich* eilig hast (s.o.).
13.) Bist Du der Meinung, die Kassierin hätte sich zu Deinen ungunsten geirrt, gehe sofort zur Information und reklamiere, auch wenn Du noch nicht alles gecheckt hast. Die freundlichen MEnschen dort helfen Dir gerne beim Zählen der Artikel, von denen Du glaubst, Dir wurden zuviele davon berechnet, und außerdem hätten sie es sowieso getan.
Und vor allen Dingen: Selbst wenn Du im Unrecht bist, schreibe einen reißerischen Artikel bei CIAO, DOOYOO, YOPI usw (oder habe ich noch einen vergessen?) darüber, denn auch Geschäfte, bei denen man nur fast beschissen wird, sollte man meiden.
So, und immer schön dran denken: Die wichtigste Regel ist Nummer eins. Da nun nichts mehr schiefgehen kann, lasse ich Euch jetzt alleine und hoffe um Euret- und meinetwillen, daß wir uns nie beim Einkaufen begegnen.
Danke für Die Aufmerksamkeit,
Mit Spochtlichen Grüßen
Der Autor.
Aber macht ja nix, dann halt Worschtebrot zum Frühstück- mit lecker Bierwurst und Ketchup (mein voller Ernst)? Na klar, gerne! Aber- statt Bierwurst gibt's nur die lange Salami am Stück, die man zu allem Überfluß auch noch selbst schneiden muß (und das im 21. Jahrhundert), und- auf welches Brot überhaupt?
Also- hier geht es heute ums Einkaufen. Neues vom Spocht:
Sollte es wirklich schon wieder so weit sein- dieses Event, bei dem bei Frauen die Augen glänzen, bei Männern hingegen unwillkürlich ein schaler Beigeschmack im Mund entsteht? Nein, keine Schmachtfilme a la "Email für Dich" oder "Schlaflos in Seattle", die Rede ist vielmehr vom Tauschen von Waren des täglichen Gebrauchs gegen bedruckte Papierblättchen im allgemeinen sowie vom Erheischen besonders selten und zu einem Spottpreis feilgebotenen Okkasionen im speziellen- der Volksmund spricht hier ganz nüchtern vom "Einkaufen".
Was für Frauen schon so ähnlich ist wie "Shopping", ist für Männer ein Kampf, den nur der härteste an der Kasse mit einem vollen Wagen für sich entscheiden kann.
Oh jeh- hinein ins Gewühl- und zwar zu real,- Allerdings können die geschilderten Umstände überall auftreten- dagegen ist man nirgendwo gefeit. Also: obwohl heute Freitag morgen ist, strömt das Volk in Massen- um seinem König zu huldigen (nicht mir)- sondern König Kommerz. Können denn die Untertanen nicht irgendwie Montag morgen bis 10:00 Uhr alle Einkäufe unter Dach und Fach gebracht haben?
Genaudasselbe übrigens immer um die Mittagszeit: wenn man es *wirklich* eilig hat, um in der Mittagspause mal *schnell* was zu kaufen, senkt man oftmals den Altersdurchschnitt in der Schlange erheblich, während der Anteil der Arbeitnehmer sinkt (Ich weiß, auch ich werde mal älter und hoffe, irgendwann auch mal ein Rentner zu sein- aber bis dahin kann man vielleicht alles online bestellen. Nix für ungut, ist eh nicht alles ernst gemeint..).
Man muß sich also durchsetzen, denn nur die "Harten komm'n in'n Garten". Wie man das macht, fragt Ihr Euch?
Na gut, um Euch allen einen kleinen Überblick über die wichtigsten Verhaltensmaßgaben beim Einkaufen zu geben, quasi einen "Shopping-Knigge", habe ich alles mal in ein paar simple Regeln gegossen. Einfach ausdrucken, ausschneiden und immer zum Einkaufen mitnehmen.
1.) Du bist der einzige, der es eilig hat. Alle anderen sind nur zufällig hier, obwohl sie zuhause noch Vorräte haben (Zwei-Artikel-Käufer) oder die persönliche Voratshaltung sträflich vernachlässigt haben (Zwei-Volle-Wagen-Käufer). Beide haben um diese (Deine) Zeit nichts hier verloren, sei es aus Neugier, Zeitvertreib oder aus schlichter Dummheit.
2.) Wenn Du einen Parkplatz suchen mußt, bleibe vor einem Auto, bei dem sich jemand gerade anschickt, den Kofferraum zu öffnen, um seine "Beute" einzulden, stehen. Versuche dabei, die Fahrzeuge hinter vollständig zu blockieren. Du tust eine gute Tat, da all diese Leute mit 3 Wasserkästen zum Nachdenken angeregt werden, das nächste mal auch bei strömendem Regen mit dem Fahrrad einkaufen zu fahren.
Solltest Du allerdings vorher einen Parkplatz sehen, der noch frei ist, nimm ihn sofort, egal ob Mutter- und Kind- oder Behindertenparkplatz. Entweder bist Du Mutter, und wenn nicht, dann auf jeden das Kind Deiner Eltern, und behindert bist Du in Deiner Parkplatzauswahl, da Dir diese keine andere Wahl läßt.
Natürlich kannst Du auch jemand anderem vor seiner Nase den Parkplatz wegschnappen, wenn dieser versucht, langsam einzuparken. Du tust allen damit einen Gefallen, denn wer langsam parkt, parkt wahrscheinlich nicht besonders gut, sonst könnte er es schneller.
Und hey, wer schlecht parkt, der macht auch schon mal ne Schramme in das Auto des Nachbarn- und genau das hast Du mit Deiner guten tat verhindert.
Sollte später bei Dir ein Auto auf Deinen Parkplatz warten, laß Dir Zeit, denn Stress verursacht Magengeschwüre, und durch die "Zwangsentspennung" des Wartenden kann auch er davon profitieren.
3.) Natürlich braucht man immer einen Einkaufswagen. Alleine eine Tüte Fischerman's und eine Schachtel Zigaretten können zusammengenommen schon ein Gewicht erreichen, das sich -über die Dauer eines Durchschnittseinkaufs- schon in den Armen bemerkbar macht.
Solltest Du kein Kleingeld haben, frage Passanten, ob sie einen 50-EUR-Schein wechseln können. Achte besonders auf Leute, die in beiden Händen Tüten tragen. Gerade bei Ihnen ist die Wahrscheinlichkeit größer, daß sie entsprechend viel Kleingeld haben, das sie bei ihren vielen Einkäufen eben als Wechselgeld zurückerhalten haben.
Solltest Du später Deinen nicht zurückbringen, sondern wirst von einem Kunden gefragt, der ih haben will, nimm den EURO und gib ihn ihm, egal, ob nur ein Plastikchip drinsteckt oder nicht. Sogar Chips kosten Geld, und nicht selten bringen sie ein bißchen Farbe ins ansonsten eher triste Portemonnaie.
4.) Solltest Du Pfandkästen abegeben, reicht es, diese immer in die erste Reihe auf die Palette zu stellen, egal wie hoch diese und wie niedrig die hinteren sind.
Du sicherst die Arbeitsplätze der Leute, die mit Spaß dieser Aufgabe nachgehen und sich quasi nebenbei umsonst dank Dir einen tollen Body erarbeiten können.
5.) Wenn Du verderbliche Waren kaufst, gehe sicher, daß Du eine Packung erwischst, die mindestens 3 Wochen länger haltbarer ist als der Rest. Der Rest der Leute, die hinter Dir und Deinem Wagen warten, um ans Regal zu kommen, haben Verständnis dafür. Solltest Du im Zweifel sein, ob es nicht doch noch ein länger haltbares Produkt gibt, frage einen Verkäufer zwei Gänge weiter. Auch wenn dies nicht seine Abteilung ist: Ein guter Verkäufer muß das wissen und ggf. im Lager nachsehen.
Dein Wagen kann natürlich am anderen Regal stehenbleiben, denn so werden seine Laufrollen geschont.
6.) Kaufst Du abgepackte Ware, versuche grundsätzlich, eine Packung mit mehr Inhalt als alle anderen zu finden. Auch im Zeitalter von Meßverfahren und Verpackungstechnik kann es immer noch zu Toleranzen im Promillebereich kommen. Wenn Du Dir nicht sicher bist, welches Du nehmen sollst, gib Deinen Mitmenschen das Gefühl gebraucht zu werden und frage sie nach Ihrer Meinung. Darauf hören mußt Du nicht. Sprich hierbei bevorzugt Leute an, die offensichtlich keine Zeit haben, da von Ihnen eine schnelle Entscheidung zu erwarten ist.
7.) Siehst Du etwas, das Du brauchst, fahre grundsätzlich mit dem Wagen bis zum Regal und laß ihn unvermittelt stehen, ganz egal, ob andere Wagen oder Konsumenten noch durch die engen Gänge kommen oder nicht. Das Unternehmen ist Dir auf jeden Fall zu Dank verpflichtet, weil durch diese Verkehrsberuhigende Maßnahme die Aufmerksamkeit anderer Kunden für die liebevoll und mit viel Mühe gestalteten Werbedisplays geweckt wird.
8.) Genauso wie im Straßenverkehr zählt es auch im Supermarkt nur, daß Du dahinkommst, wo Du hinmußt. Alle anderen halten sich an Paragraph Eins der StVO und haben Verständnis dafür, Daß Du es wirklich- wahrscheinlich sogar als einziger- eilig hast (s.o.).
9.) Wenn Du Beratung benötigst, zeige dem Verkäufer unmißverständlich mit gesundem Halbwissen (tm), daß Du weißt, wovon er redet. Er mußte das als weiterbildende Maßnahme auf dem 4. oder 5. Bildungsweg mühsam lernen, während es Dir aus Fachpublikationen wie X-Bild zugeflogen ist, wobei X für alles stehen kann, was der Springer-Verlag und andere hochkarätige Häuser an hilfreicher Fachliteratur publizieren. Laß ihn an Deinem wertvollen Wissen teilhaben, auch wenn er aus Höflichkeit oder Schüchternheit nicht explizit darum bittet.
Laß ihn auf keinen Fall ausreden, da er Dir eh nur nutzlosen Schnickschnack aufschwätzen will.
10.) Es ist OK, an der Wurst- und Käsetheke auf die Frage "Wer war der nächste?" sofort mit "Ich!" zu antworten. Bis die anderen umstehenden das unter sich ausgemacht haben, bist Du sowieso schon fertig. Alle werden Dir dankbar sein, da Du ihnen die Zeit gegeben hast, sich untereinander einig zu werden.
11.) Es ist genauso OK, wirkliche Sonderangebote restlos aufzukaufen. Sollten die Verkäufer anderer Meinung sein, mache ihnen klar, daß sie genau davon leben: vom Verkaufen. Und daß eine Mischkalkulation in den seltensten Fällen aufgeht, wurde ihnen am Beispiel der Mobilfunkbetreiber eindrucksvoll mit den gesponserten Prepaidkartenhandys illustriert. Andere Verbraucher hingegen waren schlicht und ergreifend zu langsam, denn das Wort "SONDER-Angebot" impliziert nicht nur einen besonders günstigen Preis, sondern auch, daß man besonders schnell sein muß, um noch etwas abzukriegen.
12.) Zähle an der Schnellkasse demonstrativ die Artikel der Personen vor Dir an der Schlange. Schicke alle an anderen Kassen, die mehr auch nur einen mehr als zehn Artikel haben, wobei Artikel gleicher Art als jeweils einer zählen.
Wäre ja noch schöner, wenn Du mit Deinem vollen Einkaufswagen wegen solcher Hornochsen lange warten müßtest, obwohl Du es *wirklich* eilig hast (s.o.).
13.) Bist Du der Meinung, die Kassierin hätte sich zu Deinen ungunsten geirrt, gehe sofort zur Information und reklamiere, auch wenn Du noch nicht alles gecheckt hast. Die freundlichen MEnschen dort helfen Dir gerne beim Zählen der Artikel, von denen Du glaubst, Dir wurden zuviele davon berechnet, und außerdem hätten sie es sowieso getan.
Und vor allen Dingen: Selbst wenn Du im Unrecht bist, schreibe einen reißerischen Artikel bei CIAO, DOOYOO, YOPI usw (oder habe ich noch einen vergessen?) darüber, denn auch Geschäfte, bei denen man nur fast beschissen wird, sollte man meiden.
So, und immer schön dran denken: Die wichtigste Regel ist Nummer eins. Da nun nichts mehr schiefgehen kann, lasse ich Euch jetzt alleine und hoffe um Euret- und meinetwillen, daß wir uns nie beim Einkaufen begegnen.
Danke für Die Aufmerksamkeit,
Mit Spochtlichen Grüßen
Der Autor.
17 Bewertungen, 1 Kommentar
-
26.04.2002, 22:40 Uhr von Faxe1
Bewertung: sehr hilfreicheinfach köstlich diese Meinung !!! Du hast vergessen den anderen noch nutzlose Dinge in den Wagen zu legen
Bewerten / Kommentar schreiben